Archiv der Kategorie: Rebellensupporter

Briefe von Gastautoren über den Lieblingsverein.

#64 Uwe liebt Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen! Post für den Sohn. Das gab es lange nicht mehr. Umso mehr freue ich mich, dass es so ein ausserordentlich schönes Exemplar geworden ist. Zudem schreibt Uwe über einen Verein bei dem wir noch nicht zu Gast waren und aus dessen Fankreisen wir noch keinen Brief bekommen haben. Vielen Dank an Uwe, der in seinem Blog Im Schatten der Tribüne im Schwerpunkt natürlich mit RWE beschäftigt (besonders ans Herz lege möchte ich Euch das Bilderbuch zum Georg-Melches Stadion.), aber auch Fußballthemen ausserhalb des Essener Mikrokosmos ausgiebig beleuchtet. Lesens- und folgenswert. Natürlich auch auf Twitter oder auf Facebook.

Lieber Jay-Jay,

sehr interessiert verfolge ich seit längerer Zeit Deinen Weg durch die Stadien der Republik und die damit auch verbundene Suche nach einem Verein, der Dein Herz erobern könnte. Und ich glaube (nein, ich weiss es!), ich habe da einen Verein für Dich, der Dein Fanherz im Sturm erobern kann und von dem in all den wunderbaren Briefen an Dich noch nicht einmal die Rede ist: Rot-Weiss Essen hat das Potential, die Wochenendrebellen langfristig an ein Stadion zu binden und Dich in den Kreis all dieser tollen Menschen aufzunehmen, die die Seele von Rot-Weiss Essen ausmachen. Weiterlesen

#63 Heinz liebt Schalke 04

Ich habe den Brief bereits im Rahmen des NULLVIER-Blogposts veröffentlicht, möchte ihn aber für später auch separat hier aufgeführt wissen. Vielen Dank an Heinz Geldermann.

Hallo JayJay,

ich habe meinen Verein schon gefunden und muss nicht mehr suchen, so wie Du das machst. Bei mir war es wirklich (fast) so, wie es in Deinem Blog steht: Opa Schalker, Papa Schalker, ich schon in Kindergartenzeiten mit Schalke Trikot auf dem Bolzplatz … nur mit einem Spiel im Stadion musste ich länger warten als Du. Am 09.05.1981, mit knapp zehn Jahren, war ich das erste Mal im Parkstadion (0:6 gegen den VfL Bochum). Das ich Schalker bin war also relativ schnell klar.

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#62 Maurus liebt den 1.FC Köln

Der EFFZÄH scheint ernst zu machen. Der @Pmaurus hat uns geschrieben. Vielen Dank.

Lieber Jay-Jay,

nun finde ich auch mal Zeit, Dir einen Brief über meinen Verein zu schreiben. Ich verfolge Eure Aktivitäten schon seit längerer Zeit sehr aufmerksam und mit großem Interesse. Spannend, was ihr da so in Deutschlands Stadien erlebt. Dein Interview mit dem @felgenralle war übrigens genial. Aber genug des Lobes, nun zu mir. Weiterlesen

#61 Dave liebt den EFFZEH

Dave hat dem Sohnemann einen Brief über einen „Verein“ geschrieben. Nein, im Ernst. Vielen Dank! Der Text ist bereits in Daves Blog veröffentlicht, aber ich wollte Ihn gerne auch hier mit einreihen.

Hallo Jay-Jay,

du wirst dich wahrscheinlich nicht an mich erinnern, aber wir haben uns am tkschland gesehen – ich habe mich im Brauhaus kurz mit deinem Papsi unterhalten, ich hatte ein Star Wars T-Shirt an. Weiterlesen

#60 Rainer liebt Schalke 04

Hallo Jay-Jay,

hier ist Raphael, 15 Jahre alt und Schalker. Und warum ich Schalker bin möchte ich dir in diesem Brief näherbringen. Zunächst mal: Schalke ist irgendwie in der Familie verwurzelt, da die aus dem Ruhrgebiet kommt. Ich hab früher, als ich noch jünger war, immer Fanartikel von 150px-FC_Schalke_04_Logo.svgVerwandten, die noch im Ruhrgebiet wohnen, bekommen. So war dann auch irgendwie schon eine Bindung zum Verein da. Mein erstes Spiel war dann der Supercup 2010 in Augsburg zwischen den Bayern und Schalke. Das Ergebnis weiß ich leider nicht mehr (Ich weiß nur noch das Schalke verloren hat (Ich hab nachgeschaut: 2:0 für Bayern)).

Mein erstes Spiel auf Schalke war dann in der Saison 2012/2013 das erste Heimspiel der Saison gegen die Augsburger. Das Spiel gewann der S04 und ich hab noch nie was Besseres erlebt als sich mit wildfremden Leuten in den Armen zu liegen und den Sieg zu feiern. Seitdem bin ich Fan des geilsten Vereins der Welt und gehe mit ihm durch Höhen und Tiefen. Aber egal wie schlecht Schalke spielt, man freut sich doch jedes Mal aufs nächste Spiel, auch wenn man wieder (sportlich gesehen) auf die Fresse bekommt. Es ist zwar nicht immer einfach so weit entfernt von seinem Lieblingsverein zu sein und in einem Gebiet zu wohnen, indem es fast nur Stuttgart und Bayern-Fans gibt. Aber ich liebe diesen Verein einfach, da kann auch die Distanz nichts dran ändern.

Dir wünsche ich noch viel Erfolg bei der Suche nach einem Lieblingsverein und vielleicht lernt man sich ja mal kennen

Grüße

Raphael aka @Rainer_S04

#59 Julia liebt den FC Ingolstadt

Lieber Jay-Jay,

mein Name ist Julia, ich bin 20 und mein Verein ist der Fußballclub Ingolstadt. Meine Kindheit hab ich mit meinem Papa auf den Fußballplätzen der Region verbracht. Das Abschlussfest der Grundschule mussten mein Zwillingsbruder und ich früher verlassen weil wir noch Karten für Bayern hatten. Fußball war also irgendwie schon immer ein großer und wichtiger Teil meines Lebens. Weiterlesen

#58 Kevin liebt Borussia Dortmund

Hallo Jay-Jay,

mein Name ist Kevin, ich bin 27 Jahre alt und seit 19 Jahren Fan von
Borussia Dortmund. Die Wahl seines Lieblingsvereins ist natürlich eine
schwierige Angelegenheit, es ist ja auch eine Entscheidung, die ein Leben
lang halten soll… fast wie bei einer Ehe, natürlich nur nicht so wichtig 😉 Mit
dieser Nachricht will ich dich keineswegs dazu „drängen“ jetzt auch den BVB
ganz toll zu finden, aber ich möchte dir einfach erzählen warum ich
mittlerweile ein sehr leidenschaftlicher Dortmund-Fan geworden bin.
Wann genau diese Entscheidung gefallen ist, kann ich dir gar nicht mehr
sagen. Im Sommer 1993 habe ich selbst angefangen im Verein Fußball zu
spielen und als 1986er Jahrgang kann ich mich zwar an ganz dunkel an
Italien 1990 und Schweden 1992 erinnern, aber ganz sicher bin ich mir erst
bei der WM 1994 in den USA. In dieser Zeit habe ich meine Wahl getroffen,
natürlich auch aufgrund des Drucks von Außen, den Teamkollegen,
Klassenkameraden, usw. Man musste sich irgendwann einfach positionieren,
sich entscheiden.
Damals sah ich vor allem die Auftritte der Nationalmannschaft im Fernsehen,
meine Eltern waren (leider) nie sonderlich Fußballverrückt, typische Turnier-
Fans, „Edelfans“, wie ich ihnen das manchmal spaßeshalber Vorwerfe. Ich
habe mich in den ersten Jahren deshalb vor allen eher an Spieler als an
Mannschaften orientiert. Besonders Matthäus und Sammer haben mich als
Kind schon fasziniert, jeder für sich aber anders. Der Loddar mit seinen 60
Meter Vormärschen inklusive Tor und Matthias Sammer mit seiner Robustheit
in Zweikämpfen waren seinerzeit sehr spektakulär.
Also blieb die Frage Bayern oder Dortmund. In dieser Zeit war dann auch
sehr viel Theater in und rund um München, soweit ich mich da richtig erinnere
war das Ansehen des Vereins nicht besonders positiv. Also wurde ich dann
„BVB-Fan“. Keine sonderlich romantische Vereinsgeschichte, ich weiß. Das
sollte sich aber noch ändern.
Während der nächsten Jahre veränderte sich meine Beziehung zum Verein
nur sehr wenig, ich war vielmehr ein Dortmund-Anhänger, Fan ist vielleicht
das falsche Wort. Erst mit dem finanziellen Desaster Mitte der 2000er Jahre,
als der Verein quasi vor dem Aus Stand, merkte ich, dass mir etwas
Elementares fehlen würde, sollte der BVB nicht mehr existieren.
Die richtige Identifikation mit dem BVB, also mein wirkliches Fan-werden, fing
aber erst im Winter 2007/2008 an. Ich zog zum Studieren nach Bochum,
sodass Dortmund nun auch geografisch in greifbarer Nähe war. Erst dadurch
konnte ich die Dortmunder als Menschen kennenlernen. Die Fußball-
Begeisterung der Menschen vor Ort und die Auseinandersetzung mit dem
Verein (gilt für jeden Pott-Verein) habe ich in keiner anderen Region so erlebt.
In erster Linie ist es den Fans dort wichtig, dass sich die Mannschaft ins Zeug
legt und kämpft. Sie kann sogar verlieren, solange die Jungs aber alles
geben, um das Ergebnis noch zu beeinflussen, sind die Fans zufrieden. Ich
finde das persönlich eine sehr gute Einstellung einem Sport und einem Verein
gegenüber. Man kann nicht immer gewinnen, mal fehlt das Glück und der
Schuss geht nur an die Latte, oder, oder, oder. Wer bin ich denn einer
Mannschaft einen Vorwurf zu machen, nur weil sie 2:0 verloren hat. Die Frage
ist nur wie man verliert!
Es zog mich während meiner Pott-Zeit natürlich auch das oder andere Mal ins
Stadion, immer wenn man irgendwie an Tickets rankam. Die Stimmung ist
einfach unvergleichlich. Von da an war es ganz um mich geschehen und ich
verliebte mich in den tollsten Verein der Welt. Ich hatte jedenfalls sehr viel
schöne Abende mit den Bochumern und Dortmundern, leider habe ich als die
richtige Erfolgsserie des BVB 2010/2011 anfing gar nicht mehr in Bochum
gewohnt. Zu gerne hätte ich die Atmosphäre dort hautnah miterlebt.
Ich hoffe, ich konnte dir einen Einblick geben, warum ich BVB-Fan bin und
wie es dazu kam. Ein Prozess, der im Ganzen mehrere Jahre gedauert hat.
Wie gesagt, ich will dich hiermit nicht beeinflussen, aber solltest du dich
irgendwann einmal für den BVB entscheiden, freuen wir uns auf dich!
In diesen Sinne: Echte Liebe, nur der BVB!
Liebe Grüße und viel Glück bei der Vereinssuche!
Kevin vom Ballsportblog

#57 Thomas liebt Fortuna Düsseldorf

Lieber Jay-Jay,

ich bin ehrlich: Es ist verdammt schwierig, sich einen Lieblingsverein
auszusuchen. Deswegen ist es sehr klasse, dass Du Dir mit Deinem Papsi jeden, aber auch wirklich jeden einzelnen ganz genau anschaust. Darauf bin ich manchmal echt neidisch. Weiterlesen

#54 Fabienne liebt den BVB

Hey Jay-Jay,

Ich heiße Fabi, bin 21 und habe mein Herz an die Borussia aus Dortmund verloren. Ich wohne in Essen, das Herz des Ruhrgebiets. 23 Kilometer trennen mich vom Westfalenstadion, 15 Kilometer von – ich bleibe mal neutral – der Arena auf Schalke, selbst Essen hat einen Fußballverein, von dessen Stadion mich nicht mal zehn Kilometer trennen. Hier in der Nähe gibt es viele Fußballvereine, die Auswahl ist wirklich riesig. Wieso ist es also der BVB geworden? Weiterlesen