Archiv der Kategorie: beSONders

Festgehaltenes abseits unseren Rebellentouren.

Radiorebell – Episode #16 – Realität

Eigentlich lag das Thema Realität nur in der Losbox, weil der Sohn und ich diesbezüglich vor radiorebell-e16-realitaet-1920x1080einigen Monaten sehr unterschiedliche Ansichten hatten. Das hat sich zwar zwischenzeitlich gelegt umso überraschter war ich, dass wir trotzdem eine unterhaltsame Folge aufzeichnen konnten. Vielleicht war es dem neuen Aufnahmeort geschuldet, vielleicht der ungewöhnlichen Uhrzeit, vielleicht den Geschehnissen des Tages. Egal. Das hat ziemlich Bock gemacht und auch der Sohnemann war begeistert. Podcast-Aufnahmeorte wechseln. Der nächste heiße Scheiß. Es gibt Buchempfehlungen, Table Dance Bars, nackte Hintern und Paralellwelten mit Karamellflüssen. Das Leben kann so schön sein.

Im Podcast empfehle ich den Podcast von Pascal. Einen Link zu seiner Seite findet ihr hier:

Eine Frage des Blickwinkels

Ich lebe hier in einem Land in dem Vorfälle mit Verletzten und auch Toten emotional auf Breaking-News Level aufgeblasen werden müssen. Die Empörung in den sozialen Medien ist nur noch eine Frage der Herkunft, Nationalität oder Religion des Täters. Die Trauer um die Toten oder das Mitgefühl mit Opfern und deren Angehörigen unterliegt dem reflexartigen Handeln, je nach politischer Gesinnung das andere Lager um Stellungnahme zur Täterherkunft zu bitten oder zu  zumindest darauf hinzuweisen, welche Gruppe schuldig ist. Weiterlesen

Ich bin die Mitte.

„Der Rassismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“

Seltsam. Das hätte ich doch merken müssen. Wer denkt sich so einen Unsinn aus? Ich bin die Mitte. Hier sind keine Rassisten. Hier sind verdammt viele. gute Leute, und wer sich eines gewissen Maßes an menschlichem Anstand nicht vollends entledigt hat, der nimmt sein karges, erfülltes, problematisches, großartiges oder meinetwegen auch perfektes Leben und setzt sich mit uns hier in die Mitte. Weiterlesen

Radiorebell-Episode #5 – Liebe

Liebe.

Für mich das erste Thema unseres Podcasts dem ich ein wenig mit Sorge entgegen blickte. Mein Sohn liebt mich. Das weiß ich auch wenn er mir das noch nie aktiv gesagt hat. Seine Art es mir

Autismus-Podcast zum Thema Liebe

Liebe entsteht im Kopf oder im Herz?

zu zeigen musste ich erst lernen zu verstehen. Jay-Jays Umgang mit dem Thema Liebe ist recht amüsant für Außenstehende und oft ernüchternd für Beteiligte. Er erzählt im Podcast von seiner Liebesliste, die er hat und wie die Frau so sein wird, die er mal liebt. Weil wir irgendwie beide wohl Probleme bei dem Thema hatten quatschen wir zu Beginn erst einmal über unsere vergangen beiden Touren. Wir waren in Prag beim Derby von Bohemians Prag gegen Dukla Prag und erlebten ein recht wildes Abenteuer als wir auf dem Rückweg über Clausnitz zur Solidaritätskundgebung fahren wollten. Ausserdem verschlug es uns mit 12.000 anderen Zuschauern in die vierte Liga. Waldhof Mannheim gegen Eintracht Trier hieß unser zweites Ausflugsziel und wie es der Zufall so will saßen wir neben einem Hardcore-Waldhof Fan, dem Jay-Jay aufrichtige Abneigung entgegenbrachte. Ausserdem hat der Radiorebellen-Podcast hat seinen ersten Skandal. Die Losbox mit unseren Themen ist verschwunden. Aber nun ja, hörts euch an. Viel Liebe!

 

 

 

Zerschmetterling

Man sollte nicht wütend bloggen. Ich Rebell. Und es ist nicht einmal Wochenende. Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, auf wen ich wütend bin, nur nicht, auf wen am allermeisten. Aber ich gehe wohl selbst als Favorit ins Rennen. Es läuft gerade eher so semioptimal. Jay-Jay liefert fantastische Noten in der Schule. Der Wechsel von der Grundschule inklusive Schulassistenz auf das Gymnasium in neuem Ort und ohne begleitende Schulassistenz verlief mehr als reibungslos. Er liefert fantastische Noten ab, ist sehr interessiert am Schulstoff und während meine Frau ihm vor den Sommerferien noch zwei bis vier Stunden am Tag bei den Hausaufgaben helfen musste, weil ihn Teile des Schulstoffes schlichtweg nicht interessierten oder ihn andere Dinge ablenkten, ist er nun meistens nach maximal dreißig Minuten mit den Hausaufgaben fertig. Er saugt das Wissen momentan auf wie ein Schwamm. Weiterlesen

Die besorgte Zeitung

Ich bin ein wenig angesäuert.
Hauptsächlich bin ich wütend auf die DFL und die Vereine, die es noch immer nicht geschafft haben, sich gemeinsam und einheitlich im Rahmen einer „Refugees Welcome“-Kampagne deutlich genug zu positionieren.
Ein aufmerksamkeitsstarkes Zeichen, neben den Willkommensbündnissen, wäre wichtig gewesen.
So kam es den Herren Preetz und Co. teilweise wohl tatsächlich eher gelegen, dass sich die Bild, über den DFL-Partner Hermes, ein Plätzchen auf dem Ärmel der Bundesligavereine sicherte, um sich mit der aktuellen, zeitlich wie immer befristeten Bild-Botschaft, Flüchtlinge wären in Deutschland willkommen, auf Leserfang zu begeben. Weiterlesen

Say it loud, say it clear!

Vermutlich geschieht dies alles nur in meiner Filterblase.

Ich habe mich heute das erste Mal bewusst mit meiner Frau über das Thema Ausländerfeindlichkeit unterhalten. Wir sind nun knapp fünfzehn Jahre zusammen, und ich weiß eigentlich jedes Detail über sie. Eine Ehe mit unserer rumpeligen Historie deckt jeden Millimeter Charakterzug gnadenlos auf. Ich weiß, welche Eigenschaften sie an mir hasst, welche sie schätzt, welche sie duldet fill_730x380_bloggerfuerfluechtlinge_headerund welche sie akzeptiert – und umgekehrt. Weiterlesen

Nackt durch die Serengeti

Es war ein ziemlich abgefahrenes Gefühl. Du trugst Dein Festival-Shirt von 2011. Du warst sechs und das Serengeti-Festival war Dein erstes Festival. Du hattest eine alterstypische Einordnung von Musik und warst von all den Eindrücken um Dich herum restlos überfordert, hattest aber trotzdem riesigen Spaß. Du hast Dir damals nachts während des In Extremo-Auftritts Deine Hände gewärmt, indem Du sie durch mein Shirt auf dem nackten Oberkörper warmgerubbelt hast. Weiterlesen

Eine Bitte.

Was selbst höflich verpackt ist, wirkt oft deplatziert. Die Bitte um Verbreitung bei nichtkommerziellen Inhalten, in denen viel Liebe und Arbeit steckt, wird mittlerweile schon als Bettelei aufgefasst. Es ist schwer geworden für Texte, Podcasts, etc. mit einer größeren Leser oder Hörerschaft zu gewinnen. Ich wage trotzdem gerne einmal den Ansatz , auf das ein oder andere Medium hinzuweisen, bzw. zur Verbreitung des teils überdurchschnittlich guten Inhalt, der zudem nicht einmal was kostet, anzuregen. Aus unterschiedlichsten Gründen. Weiterlesen