Archiv der Kategorie: Trainingszeiten

Festgehaltenes abseits unseren Rebellentouren.

Anders sein- #RR28

Anders sein. Aufzeichnung auf Kreta

Bei angenehmer Hintergrundmusik, die mich etwas an meine Weltraumdokus erinnert nahmen wir unsere zweite Podcastfolge in der Rezeption unseres Hotels auf Kreta auf. Unser Thema: Anders sein. Dieses Mal nahmen wir vor dem Abendessen auf. Anders sein ist natürlich ein schwieriges Thema, den um „anders“ zu definieren, müsste man zuerst „normal“ definieren und dafür braucht man gesellschaftliche Normen, die ja eigentlich niemand definiert, wenn dann die Allgemeinheit. Weiterlesen

Zerschmetterling

Man sollte nicht wütend bloggen. Ich Rebell. Und es ist nicht einmal Wochenende. Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, auf wen ich wütend bin, nur nicht, auf wen am allermeisten. Aber ich gehe wohl selbst als Favorit ins Rennen. Es läuft gerade eher so semioptimal. Jay-Jay liefert fantastische Noten in der Schule. Der Wechsel von der Grundschule inklusive Schulassistenz auf das Gymnasium in neuem Ort und ohne begleitende Schulassistenz verlief mehr als reibungslos. Er liefert fantastische Noten ab, ist sehr interessiert am Schulstoff und während meine Frau ihm vor den Sommerferien noch zwei bis vier Stunden am Tag bei den Hausaufgaben helfen musste, weil ihn Teile des Schulstoffes schlichtweg nicht interessierten oder ihn andere Dinge ablenkten, ist er nun meistens nach maximal dreißig Minuten mit den Hausaufgaben fertig. Er saugt das Wissen momentan auf wie ein Schwamm. Weiterlesen

Die besorgte Zeitung

Ich bin ein wenig angesäuert.
Hauptsächlich bin ich wütend auf die DFL und die Vereine, die es noch immer nicht geschafft haben, sich gemeinsam und einheitlich im Rahmen einer „Refugees Welcome“-Kampagne deutlich genug zu positionieren.
Ein aufmerksamkeitsstarkes Zeichen, neben den Willkommensbündnissen, wäre wichtig gewesen.
So kam es den Herren Preetz und Co. teilweise wohl tatsächlich eher gelegen, dass sich die Bild, über den DFL-Partner Hermes, ein Plätzchen auf dem Ärmel der Bundesligavereine sicherte, um sich mit der aktuellen, zeitlich wie immer befristeten Bild-Botschaft, Flüchtlinge wären in Deutschland willkommen, auf Leserfang zu begeben. Weiterlesen

Eine Bitte.

Was selbst höflich verpackt ist, wirkt oft deplatziert. Die Bitte um Verbreitung bei nichtkommerziellen Inhalten, in denen viel Liebe und Arbeit steckt, wird mittlerweile schon als Bettelei aufgefasst. Es ist schwer geworden für Texte, Podcasts, etc. mit einer größeren Leser oder Hörerschaft zu gewinnen. Ich wage trotzdem gerne einmal den Ansatz , auf das ein oder andere Medium hinzuweisen, bzw. zur Verbreitung des teils überdurchschnittlich guten Inhalt, der zudem nicht einmal was kostet, anzuregen. Aus unterschiedlichsten Gründen. Weiterlesen

Elternabend und Autisten-Urlaub

Manche haben gesagt, sie lesen ganz gerne auch Blogposts über unsere Erlebnisse mit Jay-Jay auch außerhalb unseres gemeinsamen Projektes rund um Fußballstadien und Rock Festivals.

Das schmeichelt mir sehr. Vielen Dank dafür. Euch beiden. Daher möchte ich nicht ganz kurz über unseren Urlaub berichten und ein wenig über den ersten Elternabend der im Kindergarten der kleinen Tochter stattfand. Weiterlesen

Käsebrötchen

Es war Mittwoch. Ich erinnere mich genau. Ich erhielt nämlich morgens ein noch warmes Käsebrötchen beim Discount-Bäcker. Ich freute mich einerseits über den bisherigen emotionalen Höhepunkt der Woche. Andererseits war ich traurig, denn ich war sicher, es würde für die Woche auch wieder der einzige bleiben. Ja, es läuft bei mir. Und doch ist alles gut.

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Angst ist nur ein Gefühl

Angst ist nur ein Gefühl.

Das habe ich Jay-Jay immer versucht zu erklären, als ich bezüglich des Asperger-Syndroms noch recht unbedarft war. Man hatte sich in den ersten Wochen nach Jay-Jays Diagnose ein wenig Wissen angelesen, und trotzdem überwogen der Eindruck und die Meinung, der Menschen, die mich umgaben.

„Ui, Asperger-Autist. Hart. Der fühlt nix, ne?“

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Ich habe nichts gegen den FC Bayern, aber…..

Nichts aber. Mir ist der Verein eigentlich egal.

Es ist 20:45 Uhr. Der FC Bayern spielt. Sie werden gewinnen. Das Spiel reizt mich nicht. Was kann man also sinnloseres tun, als ein Spiel zu sehen, dessen Ausgang man kennt?

Man verliert wieder ein paar Zeilen über einen Verein, mit dem man doch angeblich nichts am Hut hat. Inkonsequent, ich weiß. Ja, unnötig ebenfalls.

Ich tue es trotzdem. Ich bin schließlich Rebell. Wenn auch nur am Wochenende. Weiterlesen

#37 Christoph liebt die Düsseldorfer EG

Dies ist ein Brief für meinen Sohn. Eine Vielzahl netter Menschen hat sich die Zeit genommen um Jay-Jay ein paar Zeilen nieder zu schreiben und ihm Details zur Findung ihrer Fußballliebe zu verraten. In dieser Woche veröffentlichen wir jeden Tag um 09:31 Uhr (Fragen Sie nicht) eines der großartigen Werke unterschiedlichster Autoren. Innerhalb weniger Monate ist vielleicht sogar mit einer Antwort des Sohnes zu rechnen. Alle Briefe und Antworten findet man dann hier. Den ein oder anderen Posteingang könnten wir übrigens noch vertragen. Was es mit dieser ganzen Briefaktion überhaupt auf sich hat, kann man hier nachlesen. Und wir beginnen gleich mit einer Ausnahme. Aber he, es ist Düsseldorf. Vielen Dank an Christoph vom Halbangst-Blog Team, die gleich drei Briefe beisteuerten und wir somit kurz vor der ersten magischen Hürde stehen. 50! Fünfzig Briefe! Autoren von siebzehn bis dreiundsechzig Jahren mit unterschiedlichsten persönlichen Hintergründen und Herangehensweisen, mit sachlichen, bewegenden und teils einfach logischen Begründungen für ihre große Liebe. Dem Fußballvereins ihres Herzens. Fettes Dankeschön noch einmal an alle Autoren. Viel Spaß!

 

Ich weiß, Jay-Jay, dein Vater hat sämtliche Fußball-Fans dazu aufgerufen, dir einen Text zu schreiben, warum ihr Verein für dich eventuell der richtige sein könnte.

Und dann komm ich – im Fußballleben Dauerkartenbesitzer und Über-Idiologe von Borussia Mönchengladbach – um die Ecke und fasel was von Eishockey und der Düsseldorfer EG. DEGWarum nur? Für mich ist das ganz einfach: weil es für Nerds einfach keinen schöneren Sport gibt. Und solch einer bin ich leider. Kein Scheiß, vor zwei Jahren hatte ich eine Diskussion mit meinen Eltern. Sie hatten von Asperger gelesen und wollten mich mit damals 30 Jahren zum Arzt schicken. Meine Freundin, selber Fan der DEG, nickte irgendwie. Warum? Weil ich einfach krampfhaft versuche, mir alles in gewisse Regelhaftigkeiten zu lenken, ich auf Familienfeiern lieber alleine bin, statt mich auf die manchmal doch spannenden Gespräche einzulassen und – jetzt das entscheidende – ich mich in Stadien nur mit ausgewählte Menschen abgeben kann, die mich nicht bei meinem Genuss der kleinen Details auf dem Spielfeld stören. Weiterlesen