Dit KarLi und die Streikrebellen

Wir sind oft unterwegs, weil der Gegner von der Reiseroute her günstig lag, oder ich ein Spiel mit einem beruflichem Termin verbinden konnte. Meistens allerdings sind wir unterwegs, weil mein Sohn seinen Spielattraktivitäts-Sadismus auslebt und uns für unsere Touren Spiele raussucht, die meist nur vom harten Kern der Fans des jeweiligen Vereins oder von hartgesottenen oder auch ein wenig masochistisch veranlagten Groundhoppern besucht werden.

Bei dieser Tour stellten sich die Auswahlrahmenbedingungen ein wenig anders dar.

Die Nachwirkungen unseres Ausflugs zum Millerntor hinterlegten nicht nur reichlich schöne Erlebnisse, sondern auch reichlich Reflektionsmaterial in meinem Langzeitgedächtnis. Jay-Jay beschäftigte die Refugees-Thematik intensiver. Man spürte, er will unbedingt verstehen, warum es in dieser Frage keine zwei Meinungen geben darf. Er kennt die Situation von zu Hause, wenn man es aus dem rein religiösem Blickwinkel betrachtet. Er ist z.B. völlig verunsichert, ob er Schweinefleisch essen sollte oder nicht. Der Entscheidungsprozess geht nun schon einige Jahre, und wie es so üblich ist, vermeidet er die finale Entscheidung geschickt. Er versucht es auszusitzen und isst in der Zwischenzeit eben kein Schweinefleisch, bis er sich entschieden hat ober es doch tun möchte. Eigentlich weiß er beim Herauszögern schon, dass er sich alleine dadurch entschieden hat, dass er nicht entschieden hat. Er wird noch jahrelang kein Schweinefleisch essen und dies hauptsächlich aus dem Grund, weil er sich tatsächlich nicht entscheiden kann.

So geht es ihm, wie gesagt, häufiger, wenn es darum geht, sich eine Meinung zu bilden oder eine Entscheidung zu treffen. In puncto Rassismus und Ausländerfeindlichkeit gibt es aber nun Mal
Blog7keine zwei Meinungen. Das wurde ihm klarer in den nächsten Tagen, und die Deutlichkeit, in der ihn diese Erkenntnis traf, warf ihn auch ein wenig aus dem Gleichgewicht. Man sieht und spürt, wenn ihn ein Thema intensiver beschäftigt. Er hat dann mehr stille Momente. Momente, in denen er nicht wie ein Derwisch durch die Bude fegt, seiner Schwester keine gefährlichen Kunststücke auf der Fensterbank zeigt oder auch nicht, trotz Gegenwehr seiner Schwester, trotz mehrfachem Bitten unsererseits und Androhungen von Strafen, einmal, zwei Mal, meistens noch mit der allerallerallerletzten Vorwarnung, der Kleinen dann trotzdem minutenlang ins Ohr schreit:

BOTTENNANABOTTENNANABOTTENNANABOTTENNANABOTTENNANABOTTENNAN….

Ich habe leider vergessen, was konkret diese Wort für eine Bedeutung hat. Es gibt eine. Ich müsste meine Frau fragen. Aber eigentlich spielt es hier jetzt erst einmal keine Rolle. Wir waren ja eigentlich gerade bei seinen stillen Momenten, wo er alleine auf der Couch, im Zug oder auf der Treppe sitzt, und einfach nur nachdenkt. Diese Momente sind sehr selten. Er ist selten mit sich allein beschäftigt. Er muss unterhalten werden. Manchmal verliert er sich dann in ein Thema und steigert sich dann rein, so wie beim Tipp-Kick, welches ihm gefiel, aber er musste ein Stadion drum herum bauen, mit Zuschauern, und es brauchte eine Anzeigetafel und Werbebanden, und Trainerbänke usw. Diese aus Lego um das Tipp-Kick Spielgeld herum zu bauen dauert ein wenig. Daher spielt er nur selten oder nur kurz, denn wenn er es schon einmal fertig bringt, in einem halb gebautem Stadion zu spielen, was eigentlich ein Unding ist, dann müssen wir leider nach kürzester Zeit abbrechen, weil irgendetwas eingestürzt ist. Ich will meinem Sohn nicht vorwerfen, das gesamte Konstrukt wäre vielleicht sehr labil gebaut, das würde ich nicht wagen wollen, aber nur so viel:

Beim letzten Spielversuch ist nach 10 Sekunden ein Flutlichtmast eingestürzt. Ich hatte geatmet. Beim Bauen, wenn er vertieft ist, und man ihn nach einer Weile einfach nur aus ausreichender Entfernung beobachtet, unterbricht er irgendwann das Spiel und widmet sich einem Legostein. Er betrachtet ihn von unten, von oben, von allen Seiten, sorgfältig. Es ist kein darüber huschender Blick, es ist mehr eine millimetergenaue Intensivinspektion eines jeden einzelnen Winkels dieses Legosteins.

Manchmal schaut er sich sein Objekt über zwanzig Minuten an. Immer, wenn ich in diesen Momenten völlig fasziniert und erstaunt da sitze, und mich frage, wie viele Minuten ich einen Legostein betrachten könnte ohne durchzudrehen, unterbricht er meine Gedanken, indem er plötzlich mit einer Frage herausplatzt. Und meistens sind es dann Fragen, die mir sehr schnell bewusst machten: Der Sauhund hat gar nicht den Legostein inspiziert und über die Farbgebung oder ähnliches nachgedacht.

„Ist Mami auch ein Flüchtling?“
„Hast du schon einmal einen Refugee willkommen geheißen?

„Auf einer Skala von 1 bis 10 – Wie viel schlechter geht es denen als mir?“

Dadurch war es dieses Mal einfach und relativ eindeutig, was in diesem Moment bezüglich „War inside his head“ bei ihm ablief. Die Tour zum Millerntor hatte Spuren hinterlassen.

Und so unterschritten wir die „normalen“ Auswahlbedingungen und folgten dem Tipp eines Twitterers, der uns empfahl, am Wochenende den „Refugees Welcome“-Day in Babelsberg zu besuchen. Neben dem Spiel der Regionalliga Nordost (SV Babelsberg 03 gegen FC Union Berlin II), trat dort der FC Lampedusa Hamburg gegen den SV Welcome United Babelsberg an, zwei Teams bestehend aus Flüchtlingen und ehrenamtlich betreut. Natürlich war ich so geschickt, dem Sohn die Tour zu versprechen, ohne die Auswirkungen eines Streiks der GDL zum Zeitpunkt des Versprechens zu berücksichtigen. Zum Zeitpunkt der Streikverkündung war mir somit durchaus klar, dass es eine ruppige Anreise werden wird, wenn man die Regeln des Sohnes befolgen muss (Anreisen zum Spiel müssen immer mit dem Zug erfolgen. Update 1: Flugzeug ginge neuerdings auch. Danke Sven.)

Deswegen heule ich auch nicht mehr rum von stundenlangen Bustouren und Wartezeiten an verlassenen S-Bahnhöfen in und um Berlin. Letztendlich verwischen diese negativen Begleiterscheinungen auch das Fazit der Tour nach Babelsberg. Für mich persönlich, und ich glaube, Jay-Jay erging es ähnlich, gehört dieser Ausflug sicherlich in die Top 3 der besten Stadiontouren, die wir mittlerweile miteinander erleben durften.

Ich liebe innerstädtische Stadien. Blog1Damit hatte mich das Karl-Liebknecht-Stadion (KarLi) eigentlich schon zur Geisel genommen, ohne dass ich es jemals zuvor betreten hatte. Im Innenraum bestach das Stadion mit diesem ganz besonderen Charme der Achtzigerjahre gepaart mit dem Duft der zu erhoffenden Erfolglosigkeit. Eine Cateringsituation, die scheinbar aus den Fenstern der alten Umkleidekabine erfolgte und die ein ausverkauftes Haus vermutlich nicht überleben würde, eine niedrigere Gegentribüne, die es ermöglicht, den Blick schweifen zu lassen, ein unerhört positives Attribut in Verbindung mit Stadionbeurteilungen und offene Ecken, die Durchblicke innerhalb des Stadions in die Hinterhöfe Babelsbergs ermöglichen. Verrottende Swimmingpools und ausrangierte Geschäftsmarkisen, die als Sonnenschutz im häuslichen Garten dienen, ungeschnittene Hecken, verrostete Kinderschaukeln. Es fehlte nur jemand, der im Garten steht, in Unterhemd und grauer Jogginghose. Er trägt selbstgestrickte Socken an den Füßen, die ihn braunen Birkenstocksandalen stecken. Er trägt einen Vollbart. Er würde sich die Hosenträger richten und an seinem Club Mate naschen.

Offene Stadien. Wirklich toll. Es ist einerseits die enge Bindung zum Umfeld, die atmosphärisch entsteht, andererseits ist es auch eine Unterstützung, das Gefühl vergessen zu machen, man säße in einer riesigen Turnhalle, mit perfekt gestutztem Rasen, chic eingerichteten VIP-Logen, alles glänzt, ist sauber oder sieht poliert aus und blinkende LED-Werbung überall.

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In diesem Stadion blinkte nichts. Es mühte sich auch niemand, Teile dieses Stadions auf Hochglanz zu polieren. Das Stadion wirkte wie eine wunderschöne ungeschminkte Frau – wobei Schönheit natürlich immer im Auge des Betrachters liegt. Von daher streichen sie Schönheit. Das Stadion wirkte wie eine ungeschminkte Frau. Sie ist vielleicht nicht schön, aber sie hat das Potential, Ihre Traumfrau zu werden. Sie hat nämlich einen guten Charakter.

Höchst unprofessionelle Stadionwerbung zumeist regionaler Partner und der smoothige Stadionsprecher rundeten das Bild vollkommen ab. Wirklich eine großartiges Erlebnis.

Fahrt da mal hin.

Zu erhoffende Erfolglosigkeit?

Ja, ich möchte nicht, dass der SV Babelsberg 03 aufsteigt, womöglich sogar mehrfach, sich ein neues Stadion baut, einen professionellen Stadionsprecher und einen einen Cateringprofi engagiert .

Der SV Babelsberg steht gerade da, wo ich Fußball mit vollem Herzen lieben und ernst nehmen kann. Natürlich finanzieren die Jungs sich nicht über das Kuchenbuffet und den Kaffeeverkauf, aber trotzdem. Das hat ein Level, welches ich mag, und das lässt sich anhand mehrerer Kriterien ziemlich weit oben platzieren. Und wenn ich mir einen Wunschausflug bezüglich der Rahmenbedingungen basteln könnte, dann würden wir auf auch in jedem Stadion mindestens einen Twitterer kennen lernen. Das war auch dieses Mal der Fall. Christian leistete uns Gesellschaft und überzeugte den Sohn davon, mich seit Samstag immer mal wieder mit Fangesängen des 1.FC Köln zu beehren. (Auch Dir meinen aufrichtigen Dank.)

Plätze ganz nah am Geschehen und wirklich unterhaltsame Stadionmusik in angenehmer Lautstärke rundeten das Bild ab.

Vor und während des Spiels wurde Hubert Schabulke gedacht.Blog2 Er verstarb in der Woche zuvor, hat die inoffizielle Vereinshymne geschrieben, welche mal eben mir nichts, dir nichts die Diskussion um die beste Vereinshymne aller Zeiten beendet und damit bis heute nicht wirklich Geld verdient. Ruhen Sie in Frieden, mir bis Samstag unbekannter Mann. Ihre Jungs haben sie würdig verabschiedet.

Die vermutlich beste inoffizielle Vereinshymne der Welt:

 

Jay-Jay genoss den Aufenthalt.Blog10 Christian bekam nicht immer eine Antwort, aber sie sprachen miteinander. Das Stadion leerte sich zügig, weil alle weiteren Veranstaltungen auf dem Kunstrasenplatz nebenan stattfanden. Nachdem Christian sich verabschiedet hatte und nach einer weiteren Wartezeit von knapp einer Dreiviertelstunde, konnten wir das Stadion fast alleine für uns genießen.

Jay-Jay drehte auf und wurde (über)mu(ü)tig. Er kletterte über die Begrenzung, weil er unbedingt einmal auf der Trainerbank sitzen wollte, und er enterte im Anschluss den Block, in dem die manuelle Papptafelanzeigetafel zu finden war, um das entsprechende Gerüst zu erklettern und um das Ergebnis von 3-2 auf 3-0 zu ändern. Das war sein Traum, sein Wunsch seit dem Besuch in der alten Försterei. Einmal die „Anzeigetafel steuern“. Schön, oder? Er möchte nicht den Videowürfel in der Commerzbank Arena mit einem Mischpult und Joysticks zum leuchten, blinken, wasweißich bringen und die Beschallung auf Maximum drehen. Er wollte so eine Tafel umdrehen. Jetzt hat er es einfach gemacht, während ich nicht einmal auf die Idee kam.

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Er strahlte über beide Ohren, als er von seiner Tour zurück kam.

„Wenn man nur will, dann kann man doch alles schaffen.“

Den Satz höre ich häufig, wenn er sich etwas zutraut, was er für ganz außergewöhnlich hält. Und er hörte den Satz häufig genug, wenn es darum ging ihn zu einem nächsten Schritt, einem kleinen Etappenziel zu motivieren. Dieses Mal war es auch für mich irgendwie etwas ganz besonderes. Er hat es einfach gemacht. Weil es ihm wichtig war. Ich kenne seinen Ehrgeiz und seine Ausdauer, wenn er ein Ziel erreichen will, wenn er zum Beispiel wochenlang an etwas malt, mehrere Din-A4-Blätter zusammenklebend, ein Flugzeug zum Beispiel, deren Proportionen eben nun Mal stimmen müssen. Unter Berücksichtigung der enormen Spannweite von Flugzeugen, muss man da eben viele, sehr viele DIN-A4-Bögen zusammenkleben, damit man die Boeing747 malen kann oder den Flugzeugtypen, mit dem man in den Urlaub geflogen ist.

Ich mag es sehr, wenn seine Ausdauer belohnt wird, und er etwas geschaffen hat. Etwas fertig gebracht hat. Mit Fleiß und Ausdauer.

Aber sein Blocksturm war anders. Impulsiver. Er hatte es entschieden. Er hat nicht überlegt und abgewogen und gefragt, was ich dazu meine, und was Mami sagen würde. Er ist einfach losgestürmt. Ich gebe zu, es ist manchmal vielleicht nicht leicht zu verstehen, was mich freut. Müsst ihr aber ja auch nicht. Ich freue mich ja trotzdem.

Ich sollte zum Ende kommen. Und dabei habe ich die einzigartigen, abknickbaren Flutlichtmasten noch gar nicht erwähnt, und auch noch kein Wort über das zweite Spiel im Anschluss verloren. Brauche ich aber auch nicht. Der Chef selbst sitzt ja auch seit geraumer Zeit an seinem Blogpost. Es dauert bei ihm leider manchmal ein wenig, bis sein Werk die von ihm vorgeschriebene Anzahl an Wörtern erreicht. Ich denke, er kann ein wenig Licht ins Dunkle bringen und in seinem Blogpost alle nennenswerten Lücken bei den Beschreibungen zu unseren Erlebnissen seit dem Sommer diesen Jahres schließen.

Abschließend bleibt vielleicht nur zu bemerken, dass ich nicht genau weiß, ob er die Dringlichkeit der Themen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit verstanden hat, ich will ihn aber auch nicht völlig überfordern und bremste ihn ehrlich gesagt auch ein wenig, sich intensiver mit den beiden Weltkriegen zu befassen. Schlimm, ich weiß. Ich hätte wahnsinnig gerne die Zeit aufgebracht, dies mit ihm gemeinsam zu machen, werde aber die notwendige Zeit nicht aufbringen können. Wenn Jay-Jay sich in ein Thema verliert ist die Phase der Informationsbeschaffung, sagen wir mal, intensiv. Da werden Dokumentationen verschlungen, Bücher gewälzt und das Internet befragt. Ohne Anleitung und Unterstützung, so ganz selbständig, möchte ich das nicht. Das ist mir zu früh, viel zu früh.

Aber er weiß in etwa Bescheid. Er weiß, dass wir ihn über alles auf der Welt lieben. Er weiß, dass wir alles erdenkliche tun für ihn, er weiß, dass es nichts auf der Welt gibt für uns, was wichtiger ist als er.

Weil er es als Asperger-Autist besonders braucht?

Nein, weil er es verdient hat. Wie jedes andere Kind auch.

Aber er weiß eben auch, dass ich ihm ein kleines Köfferchen packe und ihn dann am Aalener Bahnhof ankette, wenn er so ein kleiner dreckiger, verschissener Nazi wird.

Aber das wird nicht notwendig sein.

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Warum eigentlich all das ?

 

6 Gedanken zu „Dit KarLi und die Streikrebellen

  1. Pingback: #4 Mein vierter Blogpost | Der Wochenendrebell

  2. Florian

    Wow beim Lesen sind mir die Tränen gekommen, sehr ergreifend geschrieben vllt überlegst mal das ganze in einem Buch zu veröffentlichen

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  3. KiezkickerDe

    Hachjo, die Intensivität, mit der man das Wissen in sich aufsaugt, kann bei Dingen, die einem interessieren schon mal immens sein – dummerweise ist die bei den Dingen, die einen dann nicht so interessieren aber leider auch mitunter umgekehrt proportional, und selbst wenn man sich dann aufgerafft hat und es doch versuchte, kriegt man es nicht ins Hirn rein, weil es da so viele Dinge gibt, die ungleich interessanter sind und gleichzeitig auf einen einströmen… Einige bezeichnen so was dann gerne als „Spezialinteresse“, das finde ich, zumindest bei mir, aber dann irgend wie falsch, weil diese Dinge recht häufig wechseln. Und ich dann auch die Dinge, die ich zu dem Zeitpunkt dann auswendig aufsagen konnte auch wieder vergesse. Aber es gab Zeiten, da hätte ich dir problemlos stundenlange Referate über irgend ein Nischenthema halten können… Der Verdauungsvorgang bei Regenwürmern im Vergleich zu Quallen und Einzellern beispielsweise. 😉 Der Gedankengang, inwiefern ein Einzeller überhaupt verdauen kann, wo doch auch noch ein Gehirn vorhanden sein sollte, dass diesen Einzeller ans fressen erinnert, damit etwas verdaut werden kann… Nun ja, das Referat, was ich damals im „Sachkundeunterricht“ hielt, ließ uns neulich beim Klassentreffen immer noch grinsen, auch wenn mich alle damals für einen Idioten hielten. 😉

    „Auf der Trainerbank sitzen“ – ach so, auf dem Dach der Trainerbank, sag das doch. Ich hatte beim lesen, bis ich das Foto sah, was anderes im Kopf…

    Überhaupt, geile Stadiontour. Die Nummern der manuellen Anzeigetafel wollte ich früher auch immer mal im Millerntor umdrehen, und habe es mich dann doch nie getraut. Insofern grandios, dass JayJay es einfach getan hat. Heute hängt bei uns ja auch nur noch so ein elektronisches Teil drin, auf dem zwar gelegentlich auch mal eine lustige Fehlermeldung aufploppt, die aber ansonsten eher leblos wirkt. Aber so Anzeigetafeln, bei denen es noch Tafeln gibt… Klasse. Wird er sich auch in 30 Jahren noch dran erinnern, dass er die einstmals umgedreht hat. Schönes Ding.

    Und umknickbare Flutlichtmasten…. Naja, bei uns am Millerntor knicken die diese Woche ja auch um. Für immer. ;-( Hat er sie wenigstens auch noch zwei Mal vorher sehen können…

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  4. SarahB.

    Wundervoller Text! Ich hatte Tränen in den Augen beim lesen, weil es einfach so berührend ist, was du für und mit JayJay machst!
    Wir haben auch einen „besonderen“ Sohn, bisher allerdings noch ohne Diagnose, und dein/euer Blog macht mir Hoffnung das alles gut wird. Danke dafür!

    Liebe Grüße aus Bochum

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  5. fairclough

    Wow, was ein tiefgehender und ergreifender Bericht…tausend Dank für dieses epische Werk und schöne Grüße aus Babelsberg…

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