Stoppt die Überfremdung Deutschlands

Wie sich das wohl anfühlt, wenn du an einer Kindergartengruppe vorbeigehst, sich die eine Hälfte der fünfjährigen Lümmel angewidert die Nase zuhält und die anderen dir ein von Herzen kommendes „Bäh!“ entgegenrotzt?

„Komisch, fühlt sich das an“, sagt Peter, der eigentlich nicht Peter heißt, und dessen Kontakt ich über die Unterstützer-Szene von „Nazifreies Dresden“ erhielt.

Peter gehört zu einer Gruppe von Flüchtlingen in einem kleinen Ort in Sachsen, die sich zu neunt Platz und Raum teilen, der in etwa der Größe eines durchschnittlichen Klassenzimmers entspricht. Die farbliche Gestaltung erinnert an Kinderzimmer-Einrichtungsversuche überforderter Eltern in den Neunzigern und dieses Pastellfarbenmassaker wird in der mir ins Auge stechenden Aufmerksamkeit nur vom Zustand der Betten und Schränke übertroffen, die, ständen sie bei uns im Ort an der Straße auf dem Sperrmüll, keinen Abnehmer gefunden hätten. Der Teppich war wohl mal unifarben, trägt aber nun ein bunt-stylisches Muster aus Saft, Cola, Filzstift und Kaffeeflecken, und die Couch, die selbst Fans des Gelsenkirchener Barock vor Neid erblassen lassen würde, ist völlig verschlissen und abgewetzt. Es gibt drei funktionierende Steckdosen, keinen funktionierenden TV-Anschluss, keine Möglichkeit für Internet. Seltsam, aber ich sehe nichts, was diese „Krimigranten“, diese „importierten Terror-Schläfer“ und „Taschengeldjäger“ mir oder einem der stumpf behirnten Bewohner dieses eigentlich ganz idyllisch gelegenen Fleckchen Erde weggenommen haben könnten.

„Das größte Problem ist, dass wir unfassbar viel Zeit haben, aber man nie Zeit für sich hat.“

Schule, schlafen, essen, Schule, schlafen, essen, …

Das Haus verlassen sie seit Monaten nur in Gruppen. Selbst dann ist es nicht ungefährlich, aber sie haben gelernt sich zu wehren. Man lauert ihnen bevorzugt auf, wenn sie alleine unterwegs sind. Unterm Strich bedeutet dies quasi keine Privatsphäre. Keine Rückzugsmöglichkeit. Weder innerhalb der Wohnung noch außerhalb, im Park, auf dem Fußballplatz oder in dem Waldstück am Ortsrand – nirgendwo kann man mal ein wenig alleine zur Ruhe kommen.

„Warum sind die Deutschen so zu uns?“, fragt er mich ohne spürbaren Groll, mehr als möchte er es einfach verstehen.  Tse, er schert uns anscheinend alle über einen Kamm. Dieser Rassist.

Busfahrer fahren dreckig grinsend an ihnen vorbei, wenn Peter und die anderen als einzige an der Bushaltestelle stehen und der für das Haus verantwortliche, betreuende Hausmeister ließ sich in den letzten vier Wochen einmal blicken. Er verbarrikadierte das Fenster mit Brettern, da es zum wiederholten Male nachts von Rassisten eingeschlagen wurde, um die Feuerwerkskörper gezielter platzieren zu können, die ihnen nachts ins Zimmer geworfen wurden. Die Polizei war aber glücklicherweise schon eine Stunde nach telefonischer Kontaktaufnahme vor Ort. Im Supermarkt folgen ihnen die Mitarbeiter auf Schritt und Tritt, ohne wenigstens einen Schein von Distanz zu wahren, und aus vorbeifahrenden Autos erfolgen regelmäßig herzliche Begrüßungen, wie „Verpisst euch!“, „ Fickt Euch!“, „Haut ab!“ und ähnliche Nettigkeiten. Es ist der der pure Hass und aufrichtige Abneigung, die ihnen entgegenschlägt.

Peter erzählt dies sehr ruhig, geradezu teilnahmslos, doch es ist eher Gelassenheit, die mir dort begegnet. Pure Gelassenheit, die mich beeindruckt – und erschüttert zugleich. Es ist keinesfalls Gleichgültigkeit, die Geschehnisse beschäftigen ihn, aber er hat einen Weg gefunden sie nah genug an sich ran zu lassen um sie reflektieren zu können, ohne dass sie ihn vereinnahmen und beherrschen. Natürlich stört ihn der Umgang, der mit ihm gepflegt wird, aber er wollte nicht über die Zustände vor Ort jammern und er hat einfach auch verdammt viel beschisseneres erlebt, als das ihn das Handeln der Einwohner schocken oder frustrieren könnte. Er hat alles versucht. Freundliche Begrüßungen, Aufforderungen zum gemeinsamen Fußballspiel, ein einfaches Anlächeln. Er ist einfach so erzogen worden. Er kann sich benehmen. Es entspricht seinen Sitten und Gebräuchen, und ich je länger ich mit ihm spreche, desto weniger sehe ich Chancen, ihn der sächsisch-deutschen Leitkultur zu unterziehen.

„Ich begegne Menschen grundsätzlich freundlich.“

Er sagt dies, und berichtet mir dann von den Freunden, denen die Kehle von Daesh durchgeschnitten wurde und von Mitflüchtlingen, die den Weg bis nach Europa nicht schafften, weil sie erschlagen wurden. Einfach so. Er beschreibt die Angst, die er im Boot hatte, das Ziel so nah vor Augen und trotzdem wohl wissend, dass es jederzeit zu Ende sein könnte. Ich höre in zehn Minuten mehr Leid, als ich in drei Leben verkraften könnte.

Peter erzählt mir ausgiebig von seiner Flucht. Er ist bemüht, immer wieder deutsche Worte zu benutzen, die er in der Schule gelernt hat, doch die meiste Zeit spricht er englisch. Viereinhalb Jahre war er unterwegs, bis er in München ankam und von dort innerhalb von zwei Tagen direkt nach Sachsen gebracht wurde. Sprachlich geht es nur sehr langsam vorwärts. Kein TV, keine Kontakte innerorts. Wo sollen sie die erlernten Sprachkenntnisse anwenden?

Die Stimmung während unseres Treffens ist nach der ersten Stunde eher vertraut. Wir tauschten bis dato zwei oder drei Nachrichten aus, die sich mit dem organisatorischen Rahmen beschäftigten, und ich war überrascht, wie positiv mir jemand begegnet, der auf seiner Flucht-Tortur und auch nun, nach seiner Ankunft, Menschen nicht von ihrer besten Seite kennenlernen musste. Geplant war, irgendwo essen zu gehen, einfach einen Abend mal ein wenig zu entspannen, nicht ständig auf eines der letzten noch intakten Fenster zu blicken, ihnen die Möglichkeit zu geben, mal abzuschalten. Sie sollten Menschen kennenlernen, die ihnen die rechte Hand reichen und nicht die rechte Hand zum Gruß hochreißen, wie es Pegida-Splittergruppen, regelmäßig nach Kundgebungsende auch vor ihrer Bleibe taten.

Direkt nach meinem Eintreffen gingen wir in ihre Unterkunft. Sie schlugen vor, dort zu bleiben. Es wäre für mich vielleicht nicht gut, wenn man mich mit ihnen sehen würde. Sie würden nicht wollen, dass ich in Gefahr käme, und es wäre gar nicht notwendig, sie zum Essen einzuladen. Sie würden sich freuen, dass jemand mit ihnen spricht, und sie hätten zur Feier des Tages das Nationalgericht gekocht. Nun sitze ich auf der eingangs beschriebenen Couch und dippe das weiche Brot in ein gulaschähnliches, sehr schmackhaftes Gericht von nennenswerter Schärfe, während Peter von seinen Ängsten der Vergangenheit erzählt, als würde er CD-Rezensionen über Helene Fischers neues Album verlesen. Ich habe Mühe, seine Gelassenheit nachzuvollziehen, was zum einen am für mich ungewohnten Ambiente liegt, zum anderen daran, dass mir das Brot im Halse stecken bleibt, wenn ich den Inhalt seiner Aussage gerade einmal verarbeitet und auch nur annähernd visualisiert habe, bevor mich schon das nächste geschilderte Erlebnis, wie ein Hammer trifft. Das reicht für mehrere Leben, und nach und nach erschließt sich mir, dass er den Herrschaften, die während der Demo strammdeutsche Parolen rufend direkt an seiner Wohnung vorbeimarschieren, nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit schenken möchte. So ekelhaft und widerwärtig das Verhalten des braun-völkischen Mobs auch ist, so armselig muss es doch anmuten, wenn dort Menschen stolz befahnt vor der Unterkunft skandieren. Es sei nicht zwingend repräsentativ , was er hier im sächsischen Ort erlebt. Das erklärte ich ihm. Ich erklärte ihm aber auch, dass Rassismus weit verbreitet und tief in unserer Gesellschaft verankert ist und das sich kein noch so kleiner Ort in Deutschland sicher fühlen darf. Heute nicht und morgen auch nicht. Die Anzahl derer, die die Geschehnisse in Deutschland  zumindest im stillen Kämmerlein befürworten, ist groß.Da geht es nicht um Applaus bei brennenden Unterkünften oder Dulden körperlicher Gewalt. Ich spüre und erlebe Abneigung Flüchtlingen gegenüber in persönlichen Gesprächen, in Nachfragen zu Äußerungen meinerseits, auf Twitter, überall. Also nicht allen Flüchtlingen gegenüber. Natürlich nur den Massen an Schmarotzern gegenüber, die hier sind, um unsere Frauen und Kinder zu vergewaltigen. Auch schön ist: „Ich stehe Flüchtlingen neutral gegenüber.“ So, so. Bleib mir vom Leib.

Für Peter bleiben die schlimmen Erfahrungen in Deutschland trotzdem nur eine mickrige Randnotiz in seinem Lebenslauf im Vergleich zum Erlebten.

Ich erkläre ihm, dass die offensiv ausgelebte Form des Rassismusses, wie man sie in Heidenau, Übigau, Markersdorf, Freital oder Prohlis erlebt, ekelhaft ist, aber dass es vielleicht auch wichtig ist, solche Idioten zu haben. Sie machen Rassismus sichtbar, und über den Intellekt von Menschen, die zur Rettung des Christentums und des Abendlandes nachts Gotteshäuser überfallen, muss man glücklicherweise nicht viele Worte verlieren. Ein pöbelnder Mob macht den Ekel greifbar, den Söder, de Maizière und Konsorten in chic formulierten, berechnend platzierten Statements salonfähig in die Mitte der Gesellschaft transportieren. Ich versuche mich bei Peter, was diese Aussagen betrifft, kurz zu fassen, erkläre ihm nur, was den besorgten Bürger sorgt und konzentriere mich darauf, ihm von all den Menschen zu erzählen, die aktiv helfen, sei es durch Sachspenden, Sprachunterricht oder ehrenamtliche Mitarbeit in Einrichtungen. Es fällt ihm zunächst schwer, mir zu glauben, dass wir viele sind – wie soll er auch, er ist seit Monaten in Deutschland und hat von diesem Engagement nichts gesehen. Er hat keinen blassen Schimmer, wie sich die Flüchtlingssituation in den letzten Wochen entwickelt hat, er spürt lediglich, dass das Maß an Aggression gestiegen ist, was es aber nicht viel schlimmer machte. Das ging ja auch kaum noch.

Ich zeige ihm Bilder aus München, Videos aus Dortmund, Stuttgart und vielen anderen Städten. Er ist überrascht und beginnt zu verstehen. Er reflektiert seine Situation und fasst in wenigen Sätzen seine komplette Flucht zusammen, um final zu dem Ergebnis zu kommen, dass er als einer der wenigen von mittlerweile hunderttausenden Flüchtlingen in einem eigentlich recht schönen Land mit tausenden von Städten in einer der „Top-Racism-Towns“ gelandet ist. Ich versuche noch einmal ein wenig zu differenzieren, muss aber zugeben, dass es sicherlich einige tausend sicherere Orte für ihn und seine Freunde geben würde.

Er fängt an zu grinsen, bis über beide Ohren lächelt er, bevor er unfassbar befreit anfängt zu lachen, er bekommt sich gar nicht mehr ein vor lachen. Ich versuche mich bei ihm zu entschuldigen, weil ich ein wenig mitschmunzeln musste und dies eigentlich als unpassend empfand, konnte aber meinen Satz nicht zu Ende sprechen, weil mich sein Lachen ansteckte.

„Da habe ich aber richtig Glück gehabt zum Ende meiner Reise“, sagt er.

Unaufhörliches Lachen. Seine Mitbewohner kommen hinzu, er erzählt ihnen, wo sie gelandet sind, so im nationalen Vergleich. Erneuter Lachanfall. Es dauerte zwei oder drei Minuten, bis sich alle wieder beruhigt hatten. Wir sitzen noch lange zusammen, deutlich länger als geplant. Wir beratschlagen, wie es weitergehen könnte, welche Hilfe notwendig wäre und welche Maßnahmen und Schritte wohl eher kontraproduktiv wären. Wir lachen vermutlich mehr, als in dem Ort in 2015 gelacht wurde. Unwirkliche Situation. Sie sind seit neun Monaten hier und bekommen fast nichts mit. Das Rassistenpack erschien ihm lange Zeit stellvertretend und repräsentativ für den typischen Deutschen. Nun lachen wir gemeinsam über die Rassisten und „Wir sind das Volk“-Plärrer. In diesem Moment sind die Rassisten das, was sie zukünftig öfter sein werden, und oftmals zur Angsteinflößung beschworen haben: Fremde im eigenen Land. Nicht aufgezwungen, nicht unabsichtlich hineingeraten, nicht blind folgend zufällig dort gelandet. Ganz bewusst haben sie nicht nur mit Rassisten gemeinsame Sache gemacht. Sie sind Rassisten und haben sich glücklicherweise in der jüngeren Vergangenheit oft genug geoutet. Sie werden verlieren. Sie ziehen den Kürzeren. Wir lachten über sie. Sie sind Witzfiguren, die nie zuvor in Peters Leben länger Raum einnahmen, als in den Minuten, in denen wir sie auslachten. Ich freue mich festzustellen, wie viel Peter mit Menschen, die ich mag, gemein hat. Sein Charakter, seine Denke, sein Humor, seine beeindruckend demütige Herangehensweise, sein Respekt jedem Menschen gegenüber, sein grundsätzliches Verständnis von Miteinander. Vielleicht wird der ein oder andere behaupten, ich hätte einen Vorzeigeflüchtling gefunden. Den einen einzigen, der sich benehmen kann. Damit steht es dann wohl eins zu null, denn ich fand noch keinen Rassisten, über den ich das behaupten kann. Rassisten sind verhaltensfremd, eine Gefahr für unsere Kultur, sie kommen, um mein Gemüt zu vergewaltigen. Wir müssen über ihr Bleiberecht sprechen. Ich habe nichts gegen Rassisten, aber sie müssen lernen, sich zu integrieren.Das wird man ja wohl noch sagen müssen. Ich bin auch das Volk. Ich bin besorgt und möchte etwas tun gegen die Verhaltensüberfremdung meines Landes. Steht auf! Gegen die Verhaltensüberfremdung in Deutschland. Wir brauchen gute Ärzte, Psychologen und Mediziner, die herausfinden, warum es Nazis gelingt, mit ihrem Herz die Gehirnblutung nur auf dem „The walking Dead“-Niveau zu sichern. Hirn müsste da sein, aber wie gelingt es uns, dass diese Menschen es für mehr nutzen als zur Aufrechterhaltung ihrer Vitalfunktionen? Wir müssen mehr erfahren über dieses fremdartige Verhalten von Rassisten. Nur so können wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen. Jedem ist klar, was passiert, wenn wir der Flut an Verhaltensfremden nicht Einhalt gebieten, wenn wir diesen Tsunami mit hasserfüllten Menschen nicht stoppen.

Eigentlich bin zu Peter gekommen, um zu helfen, zu unterstützen, mindestens, um Hilfe anzubieten, doch sie waren es, die die meiste Zeit „gaben“. Ich lernte. Ein Abend auf Augenhöhe, an dem mir eines klar wird: Wenn nur jeder Hundertste dieser Flüchtlinge diese Power, dieses Maß an Leidenschaft und Zielstrebigkeit mitgebracht hat, wie Peter es mir an diesem Abend gezeigt hat, und es uns gelingt, dieses Potential zur Entfaltung kommen zu lassen, werden wir zukünftig in großem Umfang von der Zuwanderung profitieren. Das ist noch ein weiter Weg, und ich gehöre nicht zwingend zu denen, die die Flüchtlinge auf Basis von ökonomischer Verwendbarkeit bemessen möchten. Müsste ich mich jedoch entscheiden, mit wem ich die wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen möchte und ich hätte die Wahl zwischen Peter und dem Fahnenschwenker, ich wüsste, wessen Hilfe ich wählen würde. Ich glaube, es gibt tausendfach mehr Flüchtlinge wie Peter. Die Rassisten haben nun allen Grund zur Besorgnis.

Die Jungs erhalten demnächst einen DVD-Player, um ihre Sprachkenntnisse ein wenig zu vertiefen. Wer also noch über brauchbares Filmgut auf DVD ( bunt gemischt, deutsche Tonspur)  verfügt, welches er vielleicht beisteuern möchte, kann mich gerne per Mail (martin@wochenendrebell.de), Twitter, Threema (ZRYSTYNB) oder Facebook-Nachricht kontaktieren, um eine mögliche Übergabe oder Versand zu koordinieren. 

20 Gedanken zu „Stoppt die Überfremdung Deutschlands

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  2. Formstabil

    Konntest Du nach Deiner sächsischen Odyssee noch differenzieren? Ich habe gerade eine ähnliche Reise hinter mir und in diesen wenigen Tagen ist es erschreckenderweise soweit gekommen, dass es mich innerlich vor Ekel schüttelt, wenn ich Sächsisch höre. Es gab dort während unserer Reise KEINEN Ort an dem meine dunkelhäutige Freundin nicht mit Argwohn, offener Abneigung oder ekelhaft ordinären Rassismus (zum Beispiel „Negerfotze“ von einer Mittvierzigerin mit ihren 3 Kindern in Hörweite) belästigt wurde. Durch alle Generationen hindurch. Noch Tage nach unserer Rückkehr habe ich einen unterbewussten Groll gespürt, der auch dadurch nicht weniger wurde, dass vermummte Dynamo Fans auf dem Weg ins Holstein Stadion die Straßenlaternen mit Rassistenstickern tapeziert haben…

    Vorurteile waren für mich bisher immer nur für niveaulose Gags wichtig. Jetzt fühle ich vermutlich die gleiche Abneigung gegen ein anderssprachiges Volk im Osten, wie das Nazipack dort gegen Heimatvertriebene. Dein empathischer, herzlich formulierter Text macht mich traurig und schürt meinen Zorn – Ich bin ratlos!

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  7. elbequeen

    Sehr feiner Text, herrliche Sprache trotz des traurigen Inhalts. Aber: Es gibt in Sachsen weit mehr als nur eine „kleine Unterstützerszene“!!!

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  9. SmileySmile77

    Ich war diese Woche mehrmals im Betrieb mit Diskussionen konfrontiert die sich alle nur um Thesen wie „Die sind alle kriminell“, „Die kommen alle an mit Forderungen“, „Die sind nicht bereit sich unser Kultur anzupassen“, etc. drehten. Geäusserte Lösungen gingen immer nur auf die Sperrung der Grenzen hinaus und die Sichtweise der hier Ankommenden wurde wenn überhaupt nur als einleitender Satz benutzt: „ich kann ja verstehen, dass die vor dem Krieg fliehen wollen, ABER…..“

    Ich werde diesen Text ausdrucken und bei uns (wo meist nur die BILD gelesen wird, an besonderen Tagen auch mal die WELT) im Pausenraum auslegen. Vielleicht erweitert der eine oder andere Kollege dann doch noch mal sein Blickfeld. Denn die Leute sind nunmal nicht hier (wie es eine Frau mal in irgendeinem TV-Beitrag mit angewidertem Blick auf eine Gruppe von Flüchtlingen äusserte) um Ferien zu machen.

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  10. creezy

    Man weiß wirklich nicht, was man dazu sagen soll. Es ist nicht zu fassen, wie da manchen Menschen auf Menschen in Not zugehen bzw. eben nicht zugehen. ,-(

    Danke für diesen Artikel und den Kontakt!

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  11. roland

    Danke für diesen Beitrag. Ich werde ihn ausgiebig weitergeben bzw. bewerben. Ich unterstütze derzeit u.a. ein Projekt in Thüringen, wo in Truckenthal von ehrenamtlichen Helfern ein Flüchtlingsheim eben nicht zur Kasernierung, sondern für wahrhaft meschenwürdige Betreuung und Hilfe traumatisierter Flüchtlinge gegen umfangreichen behördlichen (nicht zivilen!) Widerstand hergerichtet wird.> http://www.mlpd.de/2015/kw40/neu-werbeflyer-zum-haus-der-solidaritaet-das-haus-der-solidaritaet-braucht-dich-sie

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