Rebellensamba-Brasilien 2014

Robert Lewandowski packt aus!

Sylvies Franzose packt aus.

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„Ja, is denn heut scho Weihnachten?“ erschallt es kaiserlich in den hintersten Windungen des für die Aufnahme von Informationen verantwortlichen Teils meines Körpers. Schon vor einigen Wochen erfreuten sich nicht nur Topmodels und Lebensgefährtinnen von Rekordfußballfreundschaftsspielabsagern über:

„Mario Gomez packt aus“.

Auspacken! Spannendes Thema.

Erfreut sich am Auspacken von Herrn R.L. aus D. bald M. vielleicht noch eine Karatemeisterin, so wird es spätestens bei Frau S. vdV., der Frau von R. vdV., ein wenig spooky. Denn hier erleben wir aktuell den Doppelauspacker, nicht zu verwechseln mit dem Doppelpack beim Fußball, den Herr R. vdV. brauchen könnte, Frau S. vdV aber nicht erzielen kann. Zumindest nicht auf dem Fußballplatz.

Beim Doppelauspacker handelt es sich mehr oder minder um den medialen Vergleich der Länge zweier männlicher, primärer Geschlechtsorgane, was in diesem Fall durchaus auch bedeuten könnte, dass eine der Parteien überhaupt nicht mit dem männlichen Genital ausgestattet ist und trotzdem gewinnt.

Crazy, oder?

Dies soll allerdings nicht der billige Versuch werden, das „Auspacken“ im Mainstream zu etablieren. Ich bin mir auch durchaus bewusst, dass eine Beschreibung meiner primären Geschlechtsorgane nicht den Zweck erfüllen kann, den ich mit der Überschrift zu bezwecken versuchte.

Es sei denn ER könnte Grimassen schneiden oder Schlagzeug spielen oder eben Karate. Vielleicht könnte man ihn auch neongrün anmalen und einem Padawan in Ausbildung leihen.

Nehmen Sie sich hier ruhig eine Minute für eine wenig Kopfkino, schütteln Sie einfach heftig irritiert den Kopf, oder tun sie wenigstens so, als hätten Sie keine Ahnung, wovon ich hier gerade rede und lesen einfach weiter.

Mir geht es nämlich ähnlich.

Ich bin heute Morgen mit Dr. Alban geweckt worden. Dies geschah auf meinen eigenen Wunsch und hat natürlich Konsequenzen auf meine Hirnfunktion beim Schreiben dieses Textes am heutigen Morgen.

Was all dies mit dem Thema dieses Blogposts zu tun hat?

Eigentlich nichts, aber ich wollte schon immer einmal einen „Ich packe aus“-Blogpost schreiben und nachdem das Schnittchen (guter Blog -falscher Verein- Sie kennen das) neulich einen Besucherrekord auf seiner Seite aufgestellt hat, dachte ich, ich bediene mich jetzt einfach mal springeresker Mittel, um ihm nacheifernd auch irgendeinen Rekord aufzustellen. Und da die Anwendung härterer Ausdrücke wie Pimmel, Schlampe oder schwanzgesteuertes Kameradenschwein Ihren Willen zur weiteren Verbreitung meines Geschreibsels doch stark einschränkt, habe ich mich entschlossen, neben der reisserischen Überschrift ,diesen Blogpost höflicher und besonnener zu verfassen, um eine größtmögliche Zielgruppe minderjähriger, weiblicher Hertha BSC Berlin Fans zu erreichen.

Ich bin der verfickten harten Sprache überdrüssig.

Zumindest heute.

Und auf Rekordjagd sowieso.

Da ich jetzt (6:41 Uhr, kurz vor Fulda) aber erste positive Einwirkungen des Milchkaffees verspüre, wird mir gerade schlagartig bewusst, dass ich die Rekordjagd einstellen sollte und mich lieber intensiv damit beschäftigen sollte, wie mir jetzt von meinem Penis die Überleitung auf etwas Großes und Schönes gelingt.

Denken Sie sich doch an dieser Stelle bitte einen smoothigen Jazzsound oder stellen Sie sich die Warteschleifenmusik eines hippen Telefonanbieters vor.

Oh, ein Schmetterling.

Es duftet nach Blumen.

Der Sohn rief morgens gegen viertel vor acht an. Eine für einen Anruf ungewöhnliche Zeit, da um diese Uhrzeit eigentlich das streng rituelle Bushaltestellendesaster vorbereitet wird.

Ich müsse nach Hause kommen. Er hätte eine Überraschung für mich.

Er hatte nicht den herrischen Befehlston, den er manchmal an den Tag legt, wenn er seinen Willen durchsetzen möchte. Es klang eher liebevoll – und glauben Sie mir, dies ist ein Adjektiv, welches ich in Verbindung mit seiner Ausdrucksweise und seiner Tonalität äußerst selten verwende. Sie können sich das vielleicht nicht wirklich vorstellen, weil Sie den Sohn entweder nicht kennen oder, was vielleicht schwieriger ist, weil Sie ihn kennen oder zumindest gesehen haben. Sohnemann in Rage ist eine zarte Mischung aus Hitlerdoku der Metamorphose von Dr. Bruce Banner in Hulk und einem Machine Head Song auf Speed.

Er wird dabei aber nie handgreiflich.

O.K., einmal aber….

a. ich hätte ja auch wie sonst auch immer Kontaktlinsen tragen können.

b. die Brille war nicht teuer.

c. er konnte es nicht bereuen, er hatte es 5 Minuten später völlig verdrängt/vergessen.

 

Es war jedenfalls klar, dass es schwierig aussichtlos ist, dem Sohn zu widersprechen, wenn er so liebevoll und höflich fragt. Hätte er sich doch nur weniger normal ausgedrückt und seinen Wunsch  wie tausende Wünsche zuvor im Befehlston ins Telefon gerotzt.

Ein „Nein“ wäre möglich gewesen.

 

Ich war zwar noch nicht einmal an meinem Zielort angekommen, wusste aber auch schnell, dass mit der Verschiebung nur eines einzelnen Termins eine Hin- und Rückreise am selben Tag möglich ist.

Dies bedeutet zwar ca. 1.000 Zugkilometer und etwa 8,5 Stunden Gesellschaft, die man sich nicht aussuchen kann, aber ich verspürte große Lust, ihm die Freude zu bereiten und ich hatte das Gefühl, es erschiene ihm wichtig, seine Überraschung zeitnah präsentieren zu können.

Um sicher zu gehen, versuchte ich von meiner Frau mehr Informationen zu erhalten und rief sie an, nachdem sie den Sohnemann zur Bushaltestelle gebracht hatte. Ihre Rückmeldung, dass es sich in jedem Fall lohnen würde, aber dass ich für den Unsinn selbst verantwortlich bin und sie mir sicherlich kein Wort verrät, machte mir dann doch ein wenig Sorge.

Ein Gefühl, welches durch das hämische Lachen meiner Gattin in Verbindung mit dem abrupten Auflegen deutlich verstärkt wurde.

Hatte er sich ein besonders verrücktes Spiel rausgesucht?

Einen Marathon-Doppel oder Dreifachspieltag?

Er ist momentan leicht zu verzücken.

Kürzlich zeigte er sich sogar mehr als interessiert daran, sich die Partie ASV Fußgönheim gegen die SG Blaubach Diedelkopf anzuschauen, die uns auf Twitter empfohlen wurde.

(Suchen Sie bitte nicht weiter nach der Pointe.)

Manchmal hat er auch spontane, bescheidene Vorstellungen, welches Gimmick das nächste Spiel mitbringen muss. Neulich forderte er, er müsse zu einem Spiel mit einer der alten Anzeigetafeln und er möchte beim 1-0 die Tafel anhängen. Ein anderes Mal wollte er bei Gelegenheit sehen, ob dieser Christiano Ronaldo sein Geld wert ist.

Der Sohn ist also durchaus in der Lage, mich durch seine Wünsche in prekäre Situationen zu bringen. Und auch wenn Überraschungen im ersten Moment für jedermann immer erst einmal positiv klingen, so ist dies beim Sohn nicht immer zu einhundert Prozent einschätzbar, und als ich im Laufe des Tages erfuhr, dass ausgerechnet heute der Ticketvorverkauf für die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien begonnen hatte, wurde mir schon ein wenig mulmig zumute.

Versteht mich nicht falsch.

Es ist durchaus so, dass ich dem Sohn auch schon einmal sage, dass etwas einfach nicht möglich ist. Es gab da mal so ein Thema von wegen Mond und so, und man könnte ja mal, und als die Idioten von McBrech dann sogar eine Reise dorthin in einem Gewinnspiel auslobten, befürchtete ich zum mehrmaligen Tageskonsum in diesen Etablissements gezwungen zu werden.

Er bekommt auch ein „Nein“ zu hören.

Oft genug.

Ich habe ihn aber auch ermutigt, seine Wünsche zu äußern und versuche mit ihm auf Augenhöhe sachlich zu diskutieren was, wieso, weshalb, warum nicht möglich ist oder was vielleicht möglich ist, wenn mir eine adäquate Gegenleistung angeboten wird.

Das Gegenleistungsding funktioniert. Meistens jedenfalls. Sagt er eine Gegenleistung zu und es funktioniert nicht, eskaliert es zwar doppelt so heftig und meistens sind meine „Scheißregeln“ oder meine Unfairness oder meine Gemeinheit oder der „Scheißpapsi“ allgemein schuld.

Da bin ich jedoch unnachgiebig.

Genauso wie bei Versprechen.

Ich glaube ich erwähnte dies schon einmal, aber Versprechen sind dem Sohn und mir heilig. Ich kann mich tausendprozentig darauf verlassen, dass ich jede Geschichte, die er mir erzählt, bezüglich ihres Wahrheitsgehalts überprüfen kann, indem ich mir die Hand darauf geben lasse und er mir das Versprechen gibt.

Ein unschätzbar wichtiger Aspekt in unserer Beziehung.

Besonders wenn es abstrus wird oder wenn ich Mobbing wittere.

Insgesamt sind die Fort- und Rückschritte in den letzten Wochen und Monate sehr verwirrend. Nachdem wir keine Fortschritte im täglich wechselnden Therapiewahnsinn gesehen haben, schränkten wir die Termine deutlich ein.

Ergotherapie wurde genau so gestrichen wie die eine Stunde Einzelförderung im Therapiezentrum. Ob das alles richtig ist, kann ich noch nicht genau sagen. Die Probleme sind nun mal vielfältig, wechseln aber auch in ihrer Intensität.

Im Umgang mit Erwachsenen hingegen kommt es zu fast gar keinen Schwierigkeiten mehr, während die Zusammenkunft mit Klassenkameraden schwieriger geworden ist, was aber nicht daran liegen muss, dass er sich schlechter verhält, sondern dass die Ausdauer und das Nervenkostüm seiner Mitschüler nun einfach überstrapaziert sind.

Sein positives, höfliches und liebenswertes Auftreten im Rahmen eines Betreuerwechsels im Autismustherapiezentrum veranlasste die verantwortlichen Damen und Herren dann auch dazu, die Diagnose an sich anzuzweifeln. Ein Verhalten, welches mir zeigte, wie wenig Zeit sich im Rahmen von Personalwechseln für eine verantwortungsvolle Übergabe genommen wird, gleichzeitig aber auch logisch erscheint.

Viele Menschen, die den Sohn kennenlernen und von seiner besonderen Logik wissen, sagen mir: „Mensch, der ist ja ganz normal………“

 

Oftmals kann ich die Verwunderung verstehen, weigere mich aber weiterhin standhaft, meinem Sohn monotones Vor- und Zurückwippen beizubringen und auch das sofortige Erkennen der Anzahl an Streichhölzern, wenn ich ihm mehrere Packungen vor die Füße schmeiße, erfordert in der Erlernung schlichtweg zu viel Zeit.

Natürlich ist er normal, und bei entsprechender Vorbereitung wird er sich auch immer relativ höflich im Beisein von Erwachsenen benehmen können. Trotzdem verstehe ich natürlich die Verunsicherung oder die falsche Erwartungshaltung, die zum Teil vorherrscht.

Er quatscht ggf. gerne und oft dazwischen, wenn er dringend etwas wissen möchte oder Aufmerksamkeit wünscht, aber dass man die Diagnose in Zweifel zieht nach einer 45 minütigen Unterhaltung, verwunderte uns schon sehr.

Nichtsdestotrotz stimmten wir einer erneuten Diagnose natürlich zu, denn es gab ja auch Fortschritte, die Therapeuten mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen haben, und seine Erzählungen über das Rockfestival und die Fußballtouren ließen wohl ebenfalls Zweifel aufkommen, nachdem mit uns geklärt wurde, dass der Junge keine blühende Phantasie hat, sondern nur aus seinem Festival-Erfahrungsschatz plauderte.

Wie auch immer. Die Diagnose wurde bestätigt, was irgendwie dann doch genauso beruhigend, wie gleichgültig war und uns zugleich ermutigte, den eingeschlagenen Weg mit allen Risiken weiter zu gehen.

So gut dem Sohn die Behandlung auf Augenhöhe tut, so groß sind auch die Risiken, die damit einhergehen. Natürlich müssen Kinder geführt und geleitet werden, aber die Gratwanderung zwischen liebevoller Vater, Freund, Mentor auf der einen und Pausenclown, Befehlsempfänger und Wunscherfüller auf der anderen Seite findet auf schmalerem Pfad statt als meine zarten Füßchen es bewältigen können.

Einen ersten Schritt in die Richtung „knallharter Papsi“ versuchte ich ja dann mit dem Regelwerk zu gehen, welches ich hier beschrieb.

Bild

 

Ein klares, logisches, nachvollziehbares und regelmäßig aktualisiertes Punktesystem, welches vom Sohn zwar dauerhaft des Unterwanderungsversuches ausgesetzt wird, aber deutliche Vorteile mit sich bringt. Mittlerweile hat aber – nach aller anfänglichen Euphorie – der Sohn gecheckt, welche Gefahr die wiederkehrenden Regelaktualisierungen mit sich bringen. Ich spürte dies schon im Rahmen der Anpassungen. Er versuchte, konkrete Inhalte zu verallgemeinern und wand sich um definitive Zusagen herum, um final das gesamte Konzept an sich in Frage zu stellen. Es würde mich reizen, die Diskussionen aufzunehmen und mit einem Fachmann zu besprechen. Göttlich.

Ich bin nicht sein Chef und ich bin nicht für ihn verantwortlich und er ist der Größte, Schlau(e)ste und Beste auf der Welt.

Sohn glänzt selten durch Bescheidenheit, aber ich spüre es genau, dass wir die größten Fortschritte machen, wenn er merkt, dass ich ihn ernst nehme, dass ich seine Einwände berücksichtige, dass ich sachlich mit ihm argumentiere und Hintergründe darlege.

Ja, wir reden von meinem 8-jährigen Sohn, genau von dem  Kerl, dem ich eingangs bescheinigte, er müsse geführt werden.

Aber was soll ich denn machen, wenn der Weg in ein Stück Normalität scheinbar nur über Extreme führt?

Ich war gegen halb acht zu Hause und brauchte keine Minute, um zu erkennen, dass im Treppenabgang zum Keller die komplette Wand beklebt war.

Dies sah in etwa so aus:

 

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Der werte Kollege hatte ein Regelwerk vom Feinsten ausbaldowert.

Mmh. Ausbaldowert? Benutzt man das Wort heute noch? Egal, ich find es schön. Es drückte die sympathische Gerissenheit aus, der ich höchsten Respekt zolle und die mich nun natürlich auch ein wenig in die Bredouille bringt. Ich muss zugeben, dass ich mich dabei ertappte, mit ihm seine aufgestellten Regeln zu diskutieren. Ich versuchte zu verallgemeinern oder mit absurden Beispielen die Regel inhaltlich ad absurdum zu führen.

Vermutlich würde er unser Gespräch gerne auf Video aufzeichnen um es dann……

Vergessen wir das.

Ich war, und bin es noch immer, zutiefst beeindruckt. Sein Regelwerk hält mir in Teilen den Spiegel vor und stimmt mich nachdenklich, da es schonungslos auch Punkte aufzeigt, die meinen Sohnemann wohl fürchterlich an mir nerven. Gleichzeitig bin ich erstaunt, mit welcher Liebe zum Detail er das Punktesystem für mich identisch aufgebaut hat. Sonderaufgaben, Zeitschiene, Aufbau. In der Struktur komplett identisch und inhaltlich doch mit völlig anderen Schwerpunkten.

Es stellt ihn sehr zufrieden und mit Stolz präsentierte er sein Werk, wobei das, was ich am Telefon als vorfreudige Aufregung vermutete, sich mehr als Sorge zeigte, ich könne sein Regelwerk vielleicht ablehnen, was ich natürlich nicht tat. Und so streiten sich die Experten, ob es gut ist, den Jungen über das Regelwerk im Zaum zu halten, oder ob es schlecht ist, dem Jungen die Freiheit zu geben seinem Dad Vorschriften zu machen.

Mir ist es ehrlich gesagt völlig Latte. Es tut gut.

Mir – und vor allem ihm.

Und hey, es hätte schlimmer kommen können.

#sambadijaneiro

#Brasil2014

 

 

4 Gedanken zu „Rebellensamba-Brasilien 2014

  1. Anita

    Ich muss so lachen. Dein Sohn ist Klasse!

    Und „Diagnose-Aberkennung“, tja, …………………. gut das es noch jemanden mit Verstand gibt. *uff*

    Aber Dein Sohn erinnert mich in vielen Punkten so sehr an meine Jungs. An beide!! Ob 17 oder 6.

    Dein Sohn hat ein Muster erkannt und einen Weg, Dir mitzuteilen, was er gerne anders hätte! Das bietet eine gute Diskussionbasis. Für jeden einzelnen Tag!

    Und es wird Euch beide weiterbringen!!!

    Fern ab von jeder Therapieeinheit. Denn für jede Verbindung zwischen Eltern und Kindern muss es auch noch etwas neben dem „psychologischen Gequatsche“ geben! Die einzigartige Verbindung zwischen Papa / Mama und Kind.

    Und DAS sehen gute Therapeuten durchaus ein! Es macht sie nicht unsicher. Sie beobachten im besten Falle und können vielleicht sogar etwas lernen.

    Deine Beschreibung eines latenten Wutausbruches ist gut gelungen. Ist da noch Steigerungspotential?? 😉 Vielleicht wird es Dir die Zukunft zeigen. Denn ich kenne schon eine Mischung zwischen mehrerer Dikatoren auf Entzug. Ich kann Dir nur raten, schaff Dir ein „dickes Fell“ sowie gute Oropax an!

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  2. Anto

    Mir kommen beim Lesen die Tränen, Wahnsinn was er sich für Mühe gibt es dir verständlich zu machen. Ich hab ihn,
    ohne ihn zu kennen, so ins Herz geschlossen und freue mich auf sein nächstes Papsi ! Ihr habt nen tollen Kerl !

    Antworten
  3. Stefan

    Öhm. Auf deinen Penis gehe ich jetzt besser nicht ein, ich beschäftige mich lieber mit dem, was du als etwas großes bezeichnest. :o)

    Es klang eher liebevoll – und glauben Sie mir, dies ist ein Adjektiv, welches ich in Verbindung mit seiner Ausdrucksweise und seiner Tonalität äußerst selten verwende. Sie können sich das vielleicht nicht wirklich vorstellen, weil Sie den Sohn entweder nicht kennen oder, was vielleicht schwieriger ist, weil Sie ihn kennen oder zumindest gesehen haben.

    Stimmt. *pieps* und leise. Wirklich ziemlich leise war er. So ganz und gar nicht wie

    eine zarte Mischung aus Hitlerdoku der Metamorphose von Dr. Bruce Banner in Hulk und einem Machine Head Song auf Speed.

    Was für eine Beschreibung, wunderbar. Schade, so hätte ich ihn auch gerne erlebt, ich hätte gleich einen ganz anderen Eindruck von ihm. 🙂

    Kürzlich zeigte er sich sogar mehr als interessiert daran, sich die Partie ASV Fußgönheim gegen die SG Blaubach Diedelkopf anzuschauen, die uns auf Twitter empfohlen wurde.
    (Suchen Sie bitte nicht weiter nach der Pointe.)

    Nee, aber noch Fußgönheim – das gibt es ja wirklich, trotz des lustigen Namens, und sogar in der Wikipedia! „5.2 Bildung: Im Ort gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Gemeindebücherei.“ Das wars. Nichts weiter. Noch nicht mal was über Fußballvereine- äh, _den_ Fußballverein, gibt ja sicher auch nur einen einzigen. Die am Seitenende befindlichen weiteren Orte des Kreises haben aber auch ein paar nette Namen…
    OK, schauen wir uns mal den Gegner an… die SG Blaubach Diedelkopf. Ich denke unwillkürlich an Loriot und das Jodeldiplom. Diedeldöderödüh Oder sollte ich doch wieder eher an das Thema vom Artikelanfang denken, den Dödel? Der dann blau macht, weil es im Kopf eine Blockade gibt? Was für ein herrlicher Name für einen Fußballverein… Blaubach Diedelkopf. *Zungeschnalz* In Diedelkopf gibt es aber keine Grundschule, dafür aber – ähm – Von 1936 bis 1959 besaß Diedelkopf eine Haltestelle an der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel. – weiteres zum Thema „Verkehr“ ist aus Dödel- äh, Diedelkopf nicht bekannt. Wohl tatsächlich blau gemacht, am Blaubach.
    Leider steht zu vermuten, dass es bei dem Spiel keine gedruckten Eintrittskarten mit darauf vermerkter Begegnung gibt, die hätten dann in der Tat einen gewissen Humorfaktor, verstehe da deinen Sohn vollkommen, wieso er da unbedingt hin wollte. Dideldödelduh.

    Oftmals kann ich die Verwunderung verstehen, weigere mich aber weiterhin standhaft, meinem Sohn monotones Vor- und Zurückwippen beizubringen und auch das sofortige Erkennen der Anzahl an Streichhölzern, wenn ich ihm mehrere Packungen vor die Füße schmeiße, erfordert in der Erlernung schlichtweg zu viel Zeit.

    LOL

    Ich war gegen halb acht zu Hause und brauchte keine Minute, um zu erkennen, dass im Treppenabgang zum Keller die komplette Wand beklebt war.

    Dies sah in etwa so aus:

    Ja, wie denn? Da fehlt das Bild, das folgende betrifft ja den Treppenaufgang zu seinem Zimmer.

    Mmh. Ausbaldowert? Benutzt man das Wort heute noch?

    Passiver Wortschatz..
    Sein „Du bekommst rote Punkte, wenn du rote Punkte an mich verteilst“ finde ich ja mal klasse. :—)

    Sein Regelwerk hält mir in Teilen den Spiegel vor und stimmt mich nachdenklich, da es schonungslos auch Punkte aufzeigt, die meinen Sohnemann wohl fürchterlich an mir nerven.

    Natürlich. Machst du ja schätzungsweise nicht anders, wie du selbst schon schreibst, er hält dir den Spiegel vor. Auf eine nette Art.

    Gleichzeitig bin ich erstaunt, mit welcher Liebe zum Detail er das Punktesystem für mich identisch aufgebaut hat. Sonderaufgaben, Zeitschiene, Aufbau. In der Struktur komplett identisch und inhaltlich doch mit völlig anderen Schwerpunkten.

    Jo, gefällt mir auch sehr gut. Hat sich richtig Gedanken gemacht, der Kleene. Rote Punkte: Was ist denn „Wenn ich stike Kopf sage“? Stinkekopf? Und anbölken ist eh doof. Auch wenn ich mir die Situationen, wo das vorkommt, natürlich gut vorstellen kann. Weisste aber selbst.
    Und dieses „Gucken wir mal“ oder „Mal sehen, weiß ich noch nicht“ hat mich als Kind auch auf die Palme gebracht, da stellt man eine Frage, erwartet eine klare Antwort und die Eltern drucksen dann nur herum, ohne sich festlegen zu wollen. :+) Unmöglich, das.

    Und so streiten sich die Experten, ob es gut ist, den Jungen über das Regelwerk im Zaum zu halten, oder ob es schlecht ist, dem Jungen die Freiheit zu geben seinem Dad Vorschriften zu machen.

    Mir ist es ehrlich gesagt völlig Latte. Es tut gut.

    Und es ist so, wie ihr beide das macht, auch beides gut. Nicht nur das eine von beidem, sondern beides. *love*

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    1. Anita

      Zitat: „Und dieses “Gucken wir mal” oder “Mal sehen, weiß ich noch nicht” hat mich als Kind auch auf die Palme gebracht, da stellt man eine Frage, erwartet eine klare Antwort und die Eltern drucksen dann nur herum, ohne sich festlegen zu wollen. :+) Unmöglich, das.“

      Ja, hast Du Recht!

      Aber …………………..

      es gibt Dinge, wo Eltern sooooooooooooooo fremdgesteuert sind …………………
      die Situationen selber nicht überblicken können ………………….
      (so zumindest geht es mir oft)

      dass es mir absolut nicht möglich ist, hier konkrete Antworten geben zu KÖNNEN!

      Was aber hier zumindest für latente Entspannung gesorgt hat (in diesen Momenten) zu sagen, dass man bis dann und dann abwarten muss um dann eine konkrete Antwort geben zu können.

      Und verlass Dich drauf, meine Kinder habe diesbezüglich ein absolut gutes Gedächtnis 😉

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