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Zerschmetterling

Man sollte nicht wütend bloggen. Ich Rebell. Und es ist nicht einmal Wochenende. Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, auf wen ich wütend bin, nur nicht, auf wen am allermeisten. Aber ich gehe wohl selbst als Favorit ins Rennen. Es läuft gerade eher so semioptimal. Jay-Jay liefert fantastische Noten in der Schule. Der Wechsel von der Grundschule inklusive Schulassistenz auf das Gymnasium in neuem Ort und ohne begleitende Schulassistenz verlief mehr als reibungslos. Er liefert fantastische Noten ab, ist sehr interessiert am Schulstoff und während meine Frau ihm vor den Sommerferien noch zwei bis vier Stunden am Tag bei den Hausaufgaben helfen musste, weil ihn Teile des Schulstoffes schlichtweg nicht interessierten oder ihn andere Dinge ablenkten, ist er nun meistens nach maximal dreißig Minuten mit den Hausaufgaben fertig. Er saugt das Wissen momentan auf wie ein Schwamm. Weiterlesen

#4 Mein vierter Blogpost

Jay-Jay hat auf den letzten Touren vereinzelt immer wieder ein paar Zeilen geschrieben. Nun hat es eine Länge erreicht, die ihm veröffentlichungswürdig erscheint. Viel Spaß.

Jetzt zu einem Thema was sehr wichtig ist

Einmal sind wir ganz früh aufgestanden und nach Sankt Pauli gefahren da habe ich Aufkleber bekommen. Auf einem stand drauf Refugees welcome drauf und dann sind wir in paar Tage später nach Babelsberg gefahren. Da war eine Aktion für Flüchtlinge da haben zwei Flüchtlingsmannschaften gegeneinander gespielt. Endergebnis: 4-4

Ich kenne sogar einen Flüchtling aus Albanien der spricht Albanisch genau so wie ich Albanisch spreche. Wenn in Deutschland Krieg wäre, wäre ich froh wenn ich in ein Land flüchten könnte. Ich finde es schlimm, dass es auf der Welt passiert das manche Menschen beleidigt werden nur weil sie Flüchtlinge sind. Das habe ich auch schon einmal mitgekriegt da hat einer aus meiner Klasse zu einer aus Lettland … Russe gesagt. Als Strafe musste er ein langen Aufsatz über Lettland schreiben. Ich beleidige auch Menschen aber nur wegen anderen Themen nie wegen der Hautfarbe oder so was. Manche machen sich über Menschen mit brauner Hautfarbe lustig aber sie gehen zum Strand und wollen selber welche haben. Das ist doch bescheuert. Weiterlesen

Bonjour

Bonjour.

Für mehr reicht es leider nicht mehr. Trotz Französisch als erster Fremdsprache. Ein nettes Wochenende liegt hinter uns. Wir sind sechs Stunden mit Regionalbahnen bis ins benachbarte Ausland gefahren, um dann ohne Tickets beim völlig ausverkauften Spitzenspiel der zweiten französischen Liga zu landen. Es wurde mit Fahnenstöcken auf uns eingeprügelt, wir wären fast verhungert, wir erlebten, als einzige gänzlich unvermummt, den Beginn der dritten Halbzeit, wir saßen auf den beschissensten Plätzen des Stadions – kurzum, es war ein gigantisch gutes Wochenende. Weiterlesen

Angst ist nur ein Gefühl

Angst ist nur ein Gefühl.

Das habe ich Jay-Jay immer versucht zu erklären, als ich bezüglich des Asperger-Syndroms noch recht unbedarft war. Man hatte sich in den ersten Wochen nach Jay-Jays Diagnose ein wenig Wissen angelesen, und trotzdem überwogen der Eindruck und die Meinung, der Menschen, die mich umgaben.

„Ui, Asperger-Autist. Hart. Der fühlt nix, ne?“

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Rebellensamba-Brasilien 2014

Robert Lewandowski packt aus!

Sylvies Franzose packt aus.

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„Ja, is denn heut scho Weihnachten?“ erschallt es kaiserlich in den hintersten Windungen des für die Aufnahme von Informationen verantwortlichen Teils meines Körpers. Schon vor einigen Wochen erfreuten sich nicht nur Topmodels und Lebensgefährtinnen von Rekordfußballfreundschaftsspielabsagern über:

„Mario Gomez packt aus“.

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Ein Star ist ein Stern

„Dieser verdammte Tag kann sich ficken“

Serengeti-Festival, 20.07.2013, 09:30. Ca. zehn Minuten nach dem Aufstehen.

Sohn eskalierte. Die Stimmung war frühzeitig auf verdammt hohem Niveau.

Die Zahnbürste war auf dem Weg zu den sanitären Anlagen ins Gras gefallen.

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Die Geister, die ich rief.

Vor einigen Tagen leckte ich Multivitaminsaft vom Tisch um das Familenfrühstück zu retten und auch sonst habe ich mein Leben fest im Griff. Weiterlesen

Berlin,Berlin!

„Ooooorrrrrrr, Mama, nie darf ich neben Dir sitzen“

„Krieg ich was Süßes?“

“Ich muss Pipi“

(Manchmal) hat es auch was Gutes stolzer Papa eines aussergewöhnliches Kindes sein zu dürfen.

Während es einigen Kindern gelang, sowohl ihren Eltern als auch vielen anderen Mitreisenden des ICE 595 von Berlin nach München den letzten Nerv zu rauben, saß mein Sohn buddhagleich auf Platz 12 des Wagen 5 und zog sich genüsslich das „50 Jahre Bundesliga Hörbuch“ des 11 Freunde Magazins  rein, um sich direkt im Anschluss dem Beginn von Folge 42 von Collinas Erben einzuverleiben. Zeitgleich studierte er alte Taktikanalysen der Sport Bild und verglich, in diesem Fall Spielsysteme der acht! verbliebenen Championsleague – Teilnehmer.

Es ist dann schon ein wenig beängstigend/beschämend/peinlich/erniedrigend wie mich mein 7-jähriger Sohn mit ein oder zwei Fragen zu den Vorteilen des 4-2-3-1 gegenüber des 4-3-3 im ICE Großraumabteil da stehen lässt, wie Lothar Matthäus vorm Sendechef von Al Jazeera.

Planlos vor Mannheim. Weiterlesen