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#28 Marvin liebt Borussia Dortmund

Dies ist ein Brief für meinen Sohn. Eine Vielzahl netter Menschen hat sich die Zeit genommen um Jay-Jay ein paar Zeilen nieder zu schreiben und ihm Details zur zur Findung ihrer Fußballliebe zu verraten. Woche für Woche veröffentlichen wir eines der großartigen Werke unterschiedlichster Autoren. Innerhalb weniger Monate ist auch mit einer Antwort zu rechnen. Alle Briefe und Antworten findet man dann hier.

Hallo Jay-Jay,

ich heiße Marvin oder im Internet auch gerne Bomel. Ich bin 22 Jahre alt, Student,  Feuerwehrmann und komme aus einem kleinen Dorf am Rande des Ruhrgebietes.

Durch einen guten Freund von mir bin ich auf den Blog deines Vaters  gestoßen und habe von eurem Projekt erfahren.

ICH-BIN-BEGEISTERT!

Ich finde die Idee, euer Projekt, die Beiträge über eure Erlebnisse echt total super. Daher lese ich immer jeden neuen Beitrag und freue mich immer, wenn ihr beide ein neues Stadion und einen neuen Verein besucht habt. Auch deine Festivalerlebnisse haben mir sehr gefallen (schließlich höre ich auch selber gerne Rock und Oi wie z.b.  die Broilers).

Und jetzt hat dein Papa gestern gefragt, wie wir Leser unseren Lieblingsfußballverein gefunden haben.

Da muss ich als Wochenendrebell-Fan ja antworten:

Mein Verein, meine Liebe gehört Borussia Dortmund!

Das hat, so glaube ich, um 1995 rum angefangen. Mein Nachbar, gleichzeitig der Großvater meiner Sandkastenfreundin, hat damals bei DAB, der Dortmunder Actien Brauerei gearbeitet. Das ist ein Bierhersteller und war damals ein Sponsor des BVB. Von besagten Nachbarn bekam ich oft Werbegeschenke von DAB zugesteckt und eines Tages eine Autogrammkarte von einem Mann, der beim BVB Fußballspieler war: Matthias Sammer.

Da ich bis dahin noch keine Ahnung von Fußball hatte, ich mich aber über das Autogramm gefreut habe, mochte ich einfach schon einmal den BVB.

Und als ich dann in die Schule kam, das muss so um 1997 rum gewesen sein,  hatte ich nur drei wirkliche Alternativen, wovon ich Fan werde: Schalke 04, Bayern München oder eben der BVB. Was anderes gab es auf meiner Schule nicht.

Es wurde also der BVB. Ich wurde Fan von Borussia Dortmund. Oder das, was man als Erstklässler „Fan“ nennen kann.

Ich wünschte mir Fanutensilien, bekam noch eine Karte von Jens Lehmann, wurde Fan von Dede, weil er einen Tag vor mir (anderes Jahr) Geburtstag hat, freute mich über den Sieg der Champions League und die folgenden Meisterschaften. Auch, wenn ich selten bis gar nicht die Spiele sehen konnte, denn meine Eltern waren KEINE Fußballfans. Erst recht war ich damals nicht im Stadion (doch, einmal, in einem Hallenstadion von TUSEM Essen, das ist eine Handballmannschaft).

Und irgendwann dann kam die Pubertät und alles, was einem als Kind ausgemacht hat, war doof. Die Eltern waren doof, die Schule war doof, alte Hobbys waren doof, die anderen, coolen Mitschüler waren doof. Ich wollte lieber anders sein. So wie ein Punk oder ein Metaler. Denn die Musik war jetzt plötzlich cool. Ich ließ mir die Haare wachsen und schwarz färben, trug nur Bandshirts und fand die Gesellschaft und Regierung und den Kommerz doof. Also auch irgendwie den Profifußball. Nur hier und da, wenn was „großes“ passierte, bekam ich das mit. So wie Schalkes Beinahemeisterschaft. Oder die schweren Zeiten des BVB 2005. Aber nicht wirklich. Nichts mit Herz. Weil ja Bundesliga gleich Komerz.

Ich finde heute vieles was ich damals dachte total schwachsinnig. Wirklich!

Zum Glück hört das mit der schlimmen Phase der Pubertät irgendwann mal auf. Geblieben ist nur die Liebe zur Musik. Gegangen ist zum Glück die Abneigung gegen Kommerz und Profifußball.

Und ich fand schnell wieder zu meiner alten, Echten Liebe zurück: zum BVB!

Inzwischen, seit 2008, tippe ich in einer großen Tipprunde auf jedes Spiel der Fußballbundesliga, war schon zig mal im Stadion (auf Schalke und im Westfalenstadion) und verfolge jeden Schritt und Tritt von meinem Lieblingsverein, von Borussia Dortmund.

So bin ich also Fan geworden. Mit einer kleinen Pause.

Aber eins muss ich dir noch erzählen. Man hört ja immer so viel von dem Hass zwischen Schalke und Dortmund. Ich finde das voll doof. Dass ich jetzt als BVB Fan den S04 nicht gut finden soll.  Denn ich mag Schalke. Ich bin zwar kein Fan aber meine Freundin. Und somit war ich schon oft mit ihr Auf Schalke. Ich mag die Fans (wenn sie nicht gerade gegen mich als BVBler sind), das Stadion, den Fußball und die Region.

Denn ich bin echter Fan von Ruhrpottfußball. Und ich bin zudem auch gegen die Bayern ;D

Ja, ich wünsche sogar dem S04 jede weitere deutsche Meisterschaft, sofern Bayern München dafür keinen (koan) Titel bekommt.

So sieht es in meinem Fußballherz also aus: BVB, Ruhrpottfußball und koan Platz für die Bayern.

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines Bild davon geben, wie ich Fan geworden bin und ich wünsche dir, dass du irgendwann auch DEINEN Verein gefunden hast und mit diesem durch Dick und Dünn, durch alle erdenklichen Tabellenplätze und Wettbewerbe gehst und mit diesem Verein alles verbindest.

Vor allem den Weg dorthin, den Weg zusammen mit deinem Vater und dass dieser Verein es wert ist, das Ziel dieses Weges zu sein. dass all die Erlebnisse die Vater und Sohn auf der Suche nach DIESEM deinen Verein gehabt haben, ein würdiges Ende finden. Und ich bin mir sicher, das wird es. Du findest DEINEN Verein!

Ich wünsche euch, dass ihr dann auch weiterhin ganz viel Zeit miteinander verbringt und weiter so tolle Dinge erlebt!

In diesem Sinne, Jay-Jay und Wochenendrebell:

Schöne Grüße vom Rande des Ruhrpotts und ein Borussen FORZA BVB!

Marvin (Bomel)

 

Vielen Dank!

Marvins Blog findet ihr hier:

www.Bo0mel.wordpress.com

Was es mit diesem Brief auf sich hat, warum du auch einen schreiben darfst musst und wer dieser Jay-Jay ist erfährt man hier.

#7 Stefan liebt Borussia Dortmund

JayJay,

Ich bin aufgeregt. Weil dein Papa mich gezwungen hat dir zu schreiben. Über meinen Verein.

Ich mache das für meinen Verein und für dich, ohne dich zu kennen. Deinen Papa kenne ich. Und was ihr beide macht, empfinde ich als einen der wunderbarsten Väter-und-Söhne Moment, von dem ich gehört habe. Ich hatte auch viele grandiose Momente mit meinem Papa, nur nicht beim Fussball.

Ich bin Stefan, 40 Jahre, aus Berlin, jetzt in München. Schwarz-gelb seit 1982.

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Blocksturm, Blut und Blähungen

„Viiiiiiieeeeeel Wasser brauchen die Möhrchen von Hase Scharfzahn.

Viiiiiiieeeeeel Liebe brauchen die Möhrchen von Hase Scharfzahn.

Viiiiiiieeeeeel Sonne brauchen die Möhrchen von Hase Scharfzahn.

Der Hase Scharfzahn wollte nämlich die Karottenmeisterschaften gewinnen. Bei den Meisterschaften präsentieren alle Hasen aus Möhrenhausen ihre gezüchteten Karotten. Hase Scharfzahn war sich sicher: Dieses Jahr werde ich gewinnen.

Der Hase Scharfzahn hat sich das ganze Jahr über ganz doll Mühe gegeben, und seine Karotten waren nicht nur die größten, sondern auch die schönsten im ganzen Hasenland.“

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