Schlagwort-Archive: Fankultur

My first ground

Es war der 11.09.2013 und es war auch so ein seltsamer Tag.

Ich hatte mir einen halben Tag frei genommen, weil der Sohn heute von seiner ersten Gitarrenunterrichtsstunde zurückkehrt und ich das schlimmste befürchtete; das erfolgreichste aller Springermedien machte im Sport-Teil groß damit auf, dass Messi auch Asperger-Autist sei und der Modebeauftragte des Web04 folgte mir plötzlich auf Twitter. Wer meinen Auftritt beim Schalkedelsol, einem Gelsenkirchener Twittertreffen, miterlebt hat, der kann nachvollziehen, dass ich dieses Following zunächst als nachträgliche Häme zu meinem damaligen Outfit verstanden haben wollte, woraufhin ich den werten neuen Follower ergoogelte. Es gab einen Artikel über ihn, der ihn tatsächlich als Model outete und zudem als Gitarrist einer Band, dessen Name mir bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nichts sagte.

Nun ja. Die Band gefiel und spielt zudem demnächst nur knappe 30 km von hier.

Was das alles zu bedeuten hat?

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Habemus Mannschaft!

Fortuna

 

Ich war selten so siegessicher.

05. April, 20:41 Uhr. Der Aufschlag war dumpf und hart. Dies musste der Höhe des Überheblichkeitsfluges geschuldet sein. Man hörte aber keine Knochen splittern. Das ist auch gut so. Das Skelett schützt ja auch irgendwo das Herz. 

Und das ist rot und nicht blau. Weiterlesen

Bayernschwein

Ich schleppe ein autistisches, geräuschempfindliches und menschenmengenscheues  Kind in die Fussballstadien dieses Landes, berichte darüber und bekomme Zuspruch und Lob.

Ich bezeichnete Schalker Fans als zahnlose Asoziale und die königsblaue Anhängerschaft lacht mit.

Ich verweigere dem FC Bayern meine Gefolgschaft, weil ich ihm und seinem Anhang die Machbarkeit des Leidens abspreche und bekomme (endlich) Prügel.

Merkt ihr was?

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Schalke-Dschohnsi, Sohni, Uschi und ich

Pott! Viel gehört und jetzt auch endlich gesehen. Die „Mannschaft-für-Sohn-Findungskommission“ brach zeitig am Samstamorgen auf, um eventuell noch in den Genuss der Sky-Konferenz zu gelangen.

Ankunft: 14:00 Uhr.

Ich bin mir nicht sicher, aber vermutlich gibt es keinen Ort in Europa,in dem der Verein und die Stadt so eng miteinander verbunden sind wie in Gelsenkirchen. Schalke-Flaggen stehen Spalier beim Gang durch die Innenstadt. Der Bäcker, die Hotels und der Fleischer bieten diverse Fanartikel an oder stehen zumindest damit hinter ihrem Verkaufstresen Die Farbe gelb würde nicht existieren, wenn McDonald’s nur den Hauch einer Ahnung hätte, was ein blaues “M“ dieser Stadt bedeuten würde und wie viel Mehrumsatz dies bringen könnte.

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