Voll normal

Wenn Sie das nächste Mal einen Menschen nackt in roten Gummistiefeln in einer Fußgängerzone tanzen sehen, verurteilen Sie ihn nicht.

Wenn Sie jemanden dabei beobachten, wie er mit ein und demselben Aufzug über acht Stunden in den 4. Stock hinauf und wieder herunter fährt, dann reagieren Sie nicht verwundert, sondern unterstützen Sie ihn.

Wenn Sie demnächst einen erwachsenen Menschen mit einem Kind, Metallica-Songs singend am Bahnhof in Strümp sehen, dann informieren Sie nicht das Jugendamt. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, vielleicht ist dieser Mensch einfach nicht normal.

Dies wird wahrlich keine schöne Geschichte.

Wer Kinder hat, oder wer selbst vielleicht kürzlich erst der Pubertät entsprungen ist, kennt vermutlich noch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, denen sich Kinder unterziehen müssen, um ihren Entwicklungsstand zu überprüfen.

Diese Arztbesuche mit Jay-Jay waren die Hölle.

Ging es ihm mal richtig schlecht, oder war er wirklich krank, verweigerte er zwar auch den Gang in ein Krankenhaus oder zu einem Notarzt, aber er ließ es wenigstens zu, dass wir in ein Behelfshaus fahren, also in eine krankenhausähnliche Einrichtung mit Menschen in weißen Kitteln, die von Medizin viel verstehen, aber z. B. Spritzen nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern verteilen dürfen.

(Diesbezüglich empfehle ich übrigens in München gerne das Klinikum Dritter Orden – Fantastisches Personal, die sich ggf. auch Blaumänner angezogen hätten und eine Hymne vor jeder Untersuchung gesungen hätten, wenn es notwendig gewesen wäre.)

Schwieriger waren aber tatsächlich diese Routineuntersuchungen, denn es bestand ja keinerlei Schmerz, und somit logischerweise auch keinerlei Begründung zu einem Besuch einer derartig seltsamen Einrichtung.

Ich erinnere mich gut an eine der Untersuchungen, wo ihm erklärt wurde, wie wichtig es ist, zu schauen, ob sich ein Kind normal entwickelt. Die Ärztin, bzw. die Angestellte dieses Behelfshauses, erklärte ihm, wie man u. a. anhand von gemalten Bildern erkennen könnte, wie weit ein Kind entwickelt ist. Ab einem gewissen Alter sollten Kinder ihren Namen schreiben können, und bis zu einem gewissen Alter ist es eben auch normal, dass bei einem gemalten Baum alle Äste quasi aus der Mitte des Stammes herauswachsen, der wie ein Rohr auf der Wiese platziert ist, und, dass Menschen eben Arme haben, die auf Herzhöhe aus dem Körper herauswachsen oder noch keinen Hals sondern einen auf dem Rumpf aufgestülpten Kopf.

 

Unsere Touren haben eine Menge Probleme gelöst, und bei vielen weiteren Schwierigkeiten bin ich optimistisch, einzig sein Hang zum Größenwahn sorgte mich mehr und mehr. Ein weiterer enormer Vorteil – schlagt mich, ich bin ein erpresserisches Dreckschwein – ist, dass die Touren, oder die Androhung, den nächsten Spieltag sausen zu lassen, das einzig verbliebene Druckmittel für die Bewältigung des Alltags ist.

 

Jay-Jay interessiert es nicht, ob er Stubenarrest oder Fernsehverbot hat, aber er hört eben auch nicht, einfach nur weil es sich gehört, zu hören.

Mit der Tourpausendrohung gibt es einen letzten Hebel. Eigentlich einen vorletzten, ich könnte ggf. auch drohen, die Schneebälle schmelzen zu lassen, die wir in unserer Tiefkühltruhe seit 2010 aufbewahren müssen, oder die Scherben des Glastisches final zu entsorgen, die in der Garage eingelagert sind. ( Fragen Sie nicht – Zwei lange Geschichten )

 

Eigentlich ist es gar kein richtiger Größenwahn, sondern eher der Zwang der Größte, Beste, Klügste, Erfolgreichste, … zu sein.

In allem.

Im Vergleich mit jedem.

Ich glaube nicht, dass er wirklich glaubt der größte zu sein, aber trotz Vermessungen seines Körpers im Vergleich zu meinem, und trotz logischster Darstellungen, behauptet er weiter, er wäre der Größte der Welt. So wie er ja auch nie schläft, nie teilt, nie abgibt. Das strengt an, da es  z.B. jegliche Möglichkeit des normalen gemeinsamen Spiels zu Hause verhindert, weil es zwangsläufig zur Eskalation führt.

 

Es war Anfang Januar. Wir bloggten gerade beide.

Ja. Tatsächlich taten wir das beide.

Er benötigt für Texte immer etwas länger, und meistens können wir uns nicht auf eine Veröffentlichung seines Werkes einigen, weil ich ihm nicht versprechen will, dass es vielleicht auch einen negativen Kommentar gibt, oder, dass es vielleicht manchen nicht gefällt. Er fragt dann immer, welchen Teil des Textes er rausnehmen muss, damit es allen gefällt, und am Schluss bleiben dann doch nur zwei Sätze zur Beschaffenheit des Abfahrtsbahnhofs übrig. Er ist diesbezüglich ungeheuer harmoniebedürftig.

 

Ich hingegen versuchte, mich durch die Notizen des Cottbus-Berichts zu wühlen. Es ist viel passiert dort, aber mir gelang es bis dato nicht, die Geschehnisse in ein lesbares Format zu packen.

Wir unterhielten uns über Fortuna Düsseldorf.

Er hatte sich auch dank der tatkräftigen Unterstützung einer Hoolinette dem Verein gegenüber ein wenig mehr geöffnet. Zumindest streitet er es ab, dass er Fortuna Düsseldorf vollständig final aussortiert hat, und machte es nun nur am  damaligen Abstieg fest.

„Ich bin nur Fan von einer Mannschaft, die nicht dauernd verliert. Und absteigen darf sie auch nicht.“

Ich versuchte ihm zu erklären, dass jede Mannschaft mal verliert, und dass die Niederlagen dann auch schmerzhafter sein können, je seltener sie vorkommen, während seltene Siege süßer schmecken.

Aber meine Argumentation trug keine Früchte.

„Du bist kein Bayern-Fan mehr, weil sie immer gewinnen, und bist jetzt Fan von einer Mannschaft, die immer verliert, und willst mir erklären was sinnvoll ist?“

Er bezog sich auf das Spiel der Düsseldorfer zu Hause gegen den 1. FC Köln.

Wir saßen bei meinen Eltern und schauten uns das Spiel an. Jay-Jay trug sogar das Fortuna-Düsseldorf-Trikot, welches er in Cottbus im Gästeblock noch unter der Jacke versteckte, und war aufgeregt, als wäre er live dabei. Er fragte vorher, ob das so in Ordnung ist oder ob er sich mit dem Tragen eines Trikots final als Fan festgelegt hätte, was er noch nicht möchte. Er fände momentan eben mehrere Mannschaften gut.

Noch während ich ihm erklärte, dass er Fan sein darf, wie er es will, hatte sich das Thema durch den Verlauf des Spiels schon wieder erledigt. Das Fortuna-Trikot lag in der Ecke auf dem Boden, der Sohn verschwand in den Nebenraum und verblieb dort bis zum Spielende.

Wenn er zu einer Mannschaft hält, dann hat die auch zu gewinnen. Ansonsten kann das ungemütlich werden.

Das Spiel fand wenige Tage vor dem Ende unserer Vereinbarung statt, und der Sohn wusste zu überraschen.Er wollte nicht nach Barcelona, was ich ihm als Belohnung für einen positiven Punktestand in seiner Benimm-Challenge versprochen hatte.

Er wollte lieber diesen verrückten Typen sehen, der sagte:

„Gott ist Zlatan-Fan.“

Jay-Jay war neugierig, und es beeindruckte ihn, dass jemand ein Buch mit dem Titel: „Ich, Zlatan“ schreiben konnte und Leute dafür Geld bezahlen, es zu lesen.

Nach einigen Youtube Videos war er sich sicher:

„Er hält sich für den Größten? Den will ich live sehen.“

Somit stand das Ziel unseres ersten Auslands-Grounds fest.

Mich wurmte aber sein ausgeprägtes Interesse und seine Jagd nach dem Höchsten, Besten, Größten. Mich nervte es, und es strengte an. Vielleicht auch ein bisschen aus der Angst heraus, dass vieles dafür spricht, dass er trotz aller Mühen am Ende des Tages den Verlockungen der Titel und Rekordesammler aus dem Süden verfällt und Bayern-Fan wird.

Schwieriges Thema.

Dem Sohn ist es völlig egal, welche Spieler unter welchen Bedingungen zusammengekauft werden, und wenn man bewusst versucht, das Thema Geld in diesem Zusammenhang außen vor zu lassen, fällt die Argumentation auch schwer und man kommt nicht drumherum den Dingen ggf. auch den normalen Lauf zu lassen.

 

Das ist dann immer der Zeitpunkt, wo ich mir Mandzukic vorstelle, der mit seinem Ellenbogen meinen romantischen Traum von der freien Vereinswahl des Sohnes zu Boden stößt, Robben, der die Reste aufnimmt und zu Ribéry passt, dieser sieht Müller im freien Raum, doch van Buyten geht energisch dazwischen und rammt meine Vorstellungen den Sohn betreffend endgültig mit einem Back Suplex zu Boden, während Kalle Rummenigge und Uli Hoeneß sich genüsslich von Manuel Neuer ein weißes Tuch um den Hals binden lassen, Guardiola ihnen Besteck reicht und Fipsi Lahm noch ein letztes Mal über die güldenen Platzteller poliert, die aussehen wie Meisterschalen.

Kauend sitzen Sie da. Der Rolex-Kalle und sein Kompagnon. Diese Monster.

My personal testicular claw.

Mir doch scheißegal, ob sie die Liga langweilig machen oder ob jetzt eher Spannung einkehrt, was den Kampf um die Plätze 2-5 angeht.

Ich wollte nur nicht, dass mein Sohn in ihre Fänge gerät.

Dabei wäre einfach es nur eine logische Konsequenz, wenn der Herr „Ich bin der Größte/Beste der Welt und überhaupt“-Sohn sich für den FC Bayern entscheidet. Ich brauche einem Achtjährigen nichts von Spannung und der Wichtigkeit eines gewissen Maßes an Unvorhersehbarkeit bezüglich des Resultats bei einem Fußballspiel zu erzählen, aber unsere Tour liegt vermutlich relativ ungünstig in einer wohl sehr dominanten bajuwarischen Phase, die normalerweise noch 3-5 Jahre andauern wird.

Normalerweise.

Ach verdammt, soll er Fan werden von wem auch immer er will, und wenn er eben auf Mannschaften steht, die vor dem Spiel schon als deutlicher Gewinner feststehen, dann ist das eben so.

 

Dann fahren wir eben zum Testspiel aka „Finale des Universums-Cups“ (fragt nicht, ich schäme mich auch so schon, aber glauben tut er mir das sowieso nicht) des SSV Strümp gegen die Fortuna aus Düsseldorf.

 

Das ist alles nicht das Problem.

Normalerweise.

Eigentlich war alles klar geregelt. Er kann den Verein frei wählen, und ich werde ihn eben so beeinflussen, dass es nicht der FC Bayern wird. Notfalls fahre, fliege oder trampe ich eben jede Woche Zlatan Ibrahomovic hinterher. Völlig egal. Wie gesagt, für mich war es klar geregelt.

Bis zu diesem Tag im Januar, als wir eben gemeinsam bloggten und seine kleine Schwester sich auf dem Weg zu einer dieser Routineuntersuchungen zum Arzt befand.

Jay-Jay erzählte mir, dass er das Untersuchungssystem begriffen hat und das er froh ist, dass er heute malen darf wie er will.

Ich verstand nicht und fragte ihn, was er damit meinte.

Ob ich nicht mehr wüsste, sagte er, wie die Frau im Behelfshaus erklärt hatte, wie 4-Jährige einen Menschen malen, wie das 5-Jährige machen, was ein 6-Jähriger beim Malen eines Körpers normalerweise anders malt als ein 7-Jähriger, welches Körperteil in der kindlichen Wahrnehmung nur sekundär vorhanden ist usw..

Ich erinnerte mich grob, wusste aber immer noch nicht, worauf er hinaus wollte.

„Ich konnte mir das immer nur schwer merken.“

„Wieso wolltest Du Dir das merken?“

„Papsi, stell Dir mal vor ich hätte Menschen schon mit vier Jahren einen Hals gemalt, und die Arme an der richtigen Stelle mit Schultern.“

„Jay-Jay, das ist doch völlig egal, es ist doch nur eines von vielen Anzeichen, ob ein Kind weit entwickelt ist, normal entwickelt ist oder eben jemand dem Alter entsprechend in einem Bereich noch ein wenig Förderung der Eltern braucht.“

„Aber Papsi, ich wollte einfach nur normal sein.“

Mir zog es den Boden unter den Füßen weg.

Ich war völlig unvorbereitet.

Mr. Größenwahn schilderte mir, wie er sich anstrengte Menschen und Bäume altersentsprechend zu malen, obwohl ihm dies widerstrebte. Wir sprachen über Normalität, und wie schön und entspannend es sein kann, auch mal normal zu sein, dass es aber auch für viele Anlässe, Gelegenheiten und Lebenssituationen einen sehr breiten Rahmen gibt, der etwas oder jemanden normal erscheinen lässt.

Dass es für Normalität aber auch nicht immer ein gesetzlich verankertes Regelwerk gibt, und es durchaus erfrischend und befreiend sein kann, sich nicht ständig darüber Gedanken zu machen, was normal ist, und wer vor allem festlegt, was normal ist.

Ich saß dort zusammen und das Gespräch mit meinem achtjährigen Sohn lehrte mich mehr als so mancher beruflicher Workshop zu wichtigen Themen wie Effizienz, Führungsstrategien und Produktivität.

Im Rahmen der Verrücktheiten, die ich für ihn und wir gemeinsam taten, auch unabhängig von unseren Touren, jagte ein Rekord den anderen.

 

Noch mehr Spiele an einem Wochenende, noch mehr Stunden in einem Zug sitzen, ein noch schlechteres Team sehen, noch bessere Sitzplätze, noch näher an die Mannschaft rankommen, noch früher morgens losfahren, noch öfter umsteigen, …

Es kam fast nie zu Normalität und ich musste schlagartig wieder an den Krieg in seinem Kopf denken.

Wir sprachen lange und ich verstand. Natürlich will er verrückte Sachen machen, natürlich muss das Regelwerk eingehalten werden und selbstverständlich müssen aberwitzige Dinge passieren und dem außergewöhnlichen Ausflug muss ein noch außergewöhnlicherer Ausflug folgen, aber erstmals blitzte auch durch, dass er gerne ein normaler Junge wäre.

Man sollte meinen, dass mich der Sohn mittlerweile kaum noch schocken kann, aber es zerriss mich, weil es mich erstmals seit langer Zeit daran erinnerte, dass dies eine nicht zu einhundert Prozent erfolgreich abzuschließende Mission wäre.

Er blickte auf meinen Blogbeitrag zum Spiel Cottbus gegen Fortuna Düsseldorf.

 

„Normalerweise müsste ich ja Bayern-Fan werden, weil die immer gewinnen und mir das ja wichtig ist. Aber das würde Dir nicht gefallen, oder?“

 

„Du musst nichts, aber auch rein gar nichts tun, nur um mir oder anderen zu gefallen. Erst recht nicht bei der Auswahl Deines Fußballvereins.

 

Jay-Jay, wenn du Bayern-Fan werden möchtest, besorge ich Dir schon morgen einen Antrag fürs Heim Mitgliedsantrag und wir streichen den Paris-Ausflug und fliegen nach Doha und schauen uns die Bayern im Trainingslager an. Versprochen!“

„Papsi, zum Glück bist Du auch nicht normal.“

 

 

Wenn Sie irgendwann, in einem Zug z.B., eine sehr junge Dame dabei beobachten, wie sie mühsam den dunklen Schokopart eines jeden einzelnen Toffifees einer kompletten Packung ableckt und dann behutsam jedes Toffiffee fein säuberlich zurück in die Verpackung legt, dann seien Sie bitte nachsichtig.

Es handelt sich vermutlich um meine völlig normale 3-jährige Tochter.

Nächster Halt: Das Finale einer Veranstaltung, die auf dem Niveau der Klubweltmeisterschaft anzusiedeln ist.

Das Finale des Universums Cup in Strümp.

20 Gedanken zu „Voll normal

  1. Lars

    Vielen Dank, das Lesen dieses Beitrags war eine große Freude. Und auch vielen Dank für die drei durchgestrichenen Wörter, habe sehr gelacht.

    Mein Sohn befindet sich mit sechseinhalb Jahren ja auch in der Fußballfanfindungsphase und ich bin mir immer noch nicht sicher – auch wenn er ab und zu sagt, er sei Werder-Fan – ob der nahezu jedes Wochenende sich wiederholende Anblick seines Vaters, wie er eine weitere Niederlage seines Vereins ertragen muss, wirklich hilfreich ist. Er ist nämlich zu Anfang eines Fußballspiels erstmal für beide Mannschaften, damit er am Ende nicht nur für den Verlierer gewesen ist. Genausowenig hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass ich auf seine Frage, wie die Bayern gespielt haben, jedes Mal das Gleiche antworten muss. Auf der anderen Seite sehr hilfreich sind wiederum die beiden Mitschüler, die ihn wegen seines Werder-Trikots ab und zu hänseln (man muss dazu noch erwähnen, dass der eine mit dem FC und der andere mit Bayer Leverkusen sympathisiert). Wie auch immer, ich schweife ab, auch ich bin natürlich der Meinung, dass mein Sohn sich jeden Verein aussuchen kann, den er will. Natürlich…

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    1. wochenendrebell Beitragsautor

      Schön, denn lachen ist gesund.
      Wenn du ihn beeinflussen kannst. DANN TU ES!
      Es gibt nichts schöneres als sich mit dem Sohn die Farbe teilen.
      Wir müssen dann bei Gelegenheit dann mal das Regelwerk für unsere Tour festlegen.;)

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  2. Ma Tze

    Wieder einmal ein Blogpost, der mich schmunzeln lässt, der Sprachwitz versprüht, mich nachdenken lässt und der mich nicht nur nicht loslässt, bis ich ihn zu Ende gelesen habe, sondern darüber hinaus. Wieder einmal bleibt mir nur zu sagen: Chapeau! Ich muss dich/euch einfach mal treffen!

    PS: also… das mit den Schneebällen und den Scherben… 😀

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  3. Pingback: Fokus-Fussball-Ticker + + + 8.Januar 2014 | Fokus Fussball

  4. heinzkamke

    Ausnahmsweise mal ganz abgesehen vom Inhalt: zwischen dem, was Du heute schreibst, und dem, was Du am Anfang geschrieben hast, liegen vom, nein: von meinem Leseempfinden her Welten. Mag sein, dass Du zu Beginn schlichtweg weniger Zeit investiert oder weniger Wert auf sprachliche oder im weiteren Sinne formale Kriterien gelegt hast, möglicherweise fällt es mir auch nur auf, weil ich – nachdem ich zuletzt seltener die Zeit gefunden hatte, hier mitzulesen – kürzlich noch einmal ein paar alte Texte nachlas, aber letztlich ist mir der Grund auch egal:
    ich verneige mich tief, es war mir ein großes Vergnügen, diesen Text zu lesen.

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    1. wochenendrebell Beitragsautor

      Vielen Dank!
      Ich gebe dies gerne zu mindestens fünfzig Prozent weiter an die werte Frau @badrulbudur, die sich als Lektorin auszeichnet. Ansonsten gibt es aber kaum Änderungen außer, dass Texte immer auch einmal ein paar Tage ,liegen und wieder ein wenig umgeschmissen werden.
      Schön, wenn es gefällt.

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  5. Jake1965Blues

    Wie schön, dass es deinem Sohn immer noch gelingt, dich zu überraschen! Ich hoffe für euch, dass sich das nicht ändert.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie reflektiert dein Sohn auf so vieles reagiert. Welch enorme Leistung für einen 8-jährigen. Umso mehr beachtenswert, als manch ein Erwachsener sowas nicht hinbekommt, der gemeinhin für „normal“ gehalten wird. Dass „Normalität“ nicht unbedingt erstrebenswert ist, dass für so manchen Menschen die „Unnormalen“, diejenigen mit Ecken und Kanten, die angenehmere Zeitgenossen sind, wird dein Sohn dank deiner Hilfe sicherlich auch noch lernen.

    Mach einfach weiter so und lass dich weder von deinem Weg abbringen, noch dich unterkriegen! Alles Gute euch!

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    1. wochenendrebell Beitragsautor

      Normal. Unnormal. Scheißegal.
      Mittlerweile ist die Aussage ja auch verdaut.
      Was Jay-Jay betrifft suche ich gerade schon nach einer Lösung Whatsapp Protokolle sinnig zu archivieren. Er schreibt mir jetzt abends immer, wenn ich unterwegs bin. Unfassbar! Wirklich. ich musste schon einige Male daheim anrufen, weil ich davon ausgegangen bin, dass meine Frau mich narrt.

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  6. Anita

    Oh wie wünschte ich mir, dass Dein JayJay und mein Großer sich kennenlernen könnten und über die „Norm“alität philosophieren könnten.

    Dazu wäre notwendig, dass sie sich mehrere Wochen kennenlernen könnten. Dann würden sie bestimmt stundenlang darüber sprechen Können, sofern sie denn wöllten. 😉

    Das mit der „Norm“alität ist schon so eine Sache.

    Und das Gespräch hätte sich auch hier ereignen können.

    Beim Zwerg warte ich noch darauf.

    Norm, was ist das schon …………….

    wichtiger, vieeeeeeeeeeeeeeeeeeel wichtiger ist, dass „man“ sich wohl fühlt!!!

    Das ewige Verstellen tut niemandem gut.

    JayJay,

    wenn Du dies liest, hast Du es vielleicht schon erkannt und kannst bestimmt schon besser ausdrücken, als ich.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du möglichst viele Menschen kennenlernen darfst, die nicht irgendeiner Norm entsprechen wollen, sondern sie selber, bei sich sind!

    Und von Menschen, die so denken wie Du, gibt es viel mehr, als man üblicherweise so denkt.!!

    Und Deinem Papa wünsche ich, dass er weiter durchhält, Dir die Welt mit ihren Absonderlichkeiten zu erklären, ohne dass Du Dich genötigt fühlst, irgendeiner Norm entsprechen zu wollen.

    Apropos, Schneebälle oder Glasscherben haben wir hier nicht, aber einige andere Dinge, die unter keinen Umständen entsorgt werden dürfen. 😉

    Es sind für den einen Kleinigkeiten, können aber für unsere Kinder die Welt bedeuten! Und diese Welt sollten wir ihnen ermöglichen. 🙂

    liebe Grüße
    Anita

    Antworten
    1. wochenendrebell Beitragsautor

      HAllo Anita,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Schön Euch immer verstehend bei uns zu wissen. Vielleicht probieren wir das irgendwann einmal mit dem Treffen. Du darfst nur nicht sagen , dass Deiner der Große ist. 😉

      Beste Grüße

      P.S. Dinge, die man genießt muss man nicht durchhalten.

      Antworten
      1. Anita

        Ich mag Deinen Blog, auch wenn ich Null Ahnung von Fußball habe. Und ich mag, wie Jayjay sich durch so manches „durchkämpft“. Da hat er meinen vollsten Respekt.

        Apropos „durchhalten und Großer“, bei 4ren muss ich ja irgendwie differenzieren. Und bei einem 17 jährigen von über 1,80 ist es halt auch mal durchhalten (die Pubertät verschont uns leider nicht 🙄 und die Umwelt/Schule „frisst“ halt die Nerven der kompletten Familie) und er ist nun mal auch einfach größer als ich. 😉 Aber der Rest meiner „Bande“ ist noch kleiner.

        Liebe Grüße
        Anita

        Antworten
    1. Kiezkickerde

      Absolut. Und absolut normal. Dieses ewige „Ich schaue mal, was die Normalen machen, dann kann ich deren Verhalten kopieren, und wirke dann auch normal“ ist einfach unheimlich anstrengend. Wenn JayJay es in Ordnung findet, dass er keine andere kopieren muss, um von allen (na gut, den meisten) akzeptiert zu werden, und das es speziell bei einem Blogbeitrag auch gar nicht darauf ankommt, weil den dann nämlich niemand mehr lesen würde, hat er eine große Lektion gelernt, und ist dann normal unnormal oder aber seltsam normal, je nach Sichtweise.

      Nö, er ist wohl ein komplett normaler JayJay. Und ich verstehe die ursprüngliche Konsterniertheit vom Papsi. Aber da muss er eben durch, das kann man nur bedingt lernen, denn dafür bräuchte es ein genormtes Normkind, ein schrecklicher Gedanke, das letzte Mal, als die Menschheit in Deutschland nach dem Normmenschen sinnierte, ging das nicht sehr gut für diejenigen aus, die dieser vorgegebenen Norm nicht entsprachen.

      Insofern möge der JayJay einer der Menschen sein, die eine pluralistische Gesellschaft benötigt…
      Kinder, die in irgendeiner Weise besonders sind. Vielleicht auch, weil sie eigentlich voll normal sind. Wenn auch ein wenig größer. :o)

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        1. Kiezkicker

          Freut mich, wenn ich dich gedanklich in eine Richtung stubsen konnte, die aufzeigt, warum „nicht normal sein“ so wichtig ist. 🙂

          Antworten

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