Hervorgehobener Beitrag

Was die Wochenendrebellen machen & Termine Lesereise

Wir sind Vater & Sohn, Blogger, Autoren, Podcaster und Unterstützer der Neven-Subotic-Stiftung. Seit Jasons siebtem Lebensjahr bloggen wir in unregelmäßigen Abständen über die Suche nach einem Lieblingsfußballverein für meinen Sohn. In alten Blogbeiträgen findet man noch die Namen Martin und Jay-Jay, da wir die ersten fünf Jahre anonym bleiben wollten. Jason sollte einmal selbst entscheiden ob er die teils doch sehr persönlichen Einblicke, Weiterlesen

Webseitenscreenshots von Wochenenendrebell.de mit Textoverlay Wochenendrebellenupdare zum Status Blog, Buchfortsetzung und dem Status des Wochenendrebellen-Films.

Das Wochenendrebellenbuch II und was macht eigentlich der Wochenendrebellen-Film?

Viele fleißige Köpfe arbeiten aktuell am Wochenendrebellenfilm und vier linke Hände arbeiten am Blog-Relaunch und diskutieren über ein weiteres Buch über die Abenteuer der Wochenendrebellen. Eine gesamte Folge sprechen wir ausschließlich über Jasons Ziele als Wochenendrebell.

Wir diskutieren erneut den Status des Blogs, sprechen über unser Dilemma rund um ein weiteres Wochenendrebellenbuch und auch der Status des Wochenendrebellen-Films ist Thema.

Wir raten davon ab unseren, so wie jeden anderen Podcast via Spotify zu hören. Neben dem fehlenden Komfort, den nahezu jede Podcatcher-App bietet, gefährdet Spotify die sichere Übermittlung an den Interessenten, ganz frei von Algorithmen und Werbung und zerstört das dezentrale Ökosystem Audio. Spotify wird das Youtube und Google des Audiomarktes werden und dies entsprechend monetarisieren.

Lies mehr dazu in diesem Beitrag von Netzpolitik.org oder erfahre mehr über die Strategie der extremen Rechte und wie sie mit einem Podcast, der in der Podcastsuche schnell auch mal mit der Lage der Nation verwechselt werden könnte den Angriff staerten.

Zum Taz-Bericht über rechte Podcasts auf Spotify.

Der Deutschlandfunk über den Kampf um die Audio-Monopolstellung.

In der Schweiz berichtet die Medienwoche über die Folgen des Spotify-Monopols.

Übermedien über den Spotify Exklusive Podcast von Sandra Maischberger.

Wer das deutlichere Wort schätzt wird hier beim Rant des Metal-Podcasts vermutlich fündig.

Hier aufgeführt findet ihr die Möglichkeiten den Radiorebell-Podcast zu abonnieren. Nach Umzug des Blogs werden wir auf Spotify ebenfalls nicht mehr zu finden sein.

zukunftspodcast

126 Zukunftspodcast | Ein Waldspaziergang

Wir wollten spazieren gehen und währenddessen podcasten. Wie das funktionieren soll wussten wir nicht und jetzt haben wir einen neuen Zukunftspodcast, ein Format bei dem wir während wie spazieren gehen über die Zukunft diskutieren. Wie stellt sich ein Jugendlicher die Zukunft vor? Was lässt ihn so optimistisch oder eben pessimistisch in die Zukunft blicken. Schauen wir es uns an.

Was ist Glueck Silvester 2020

125 Silvester, Jahresrückblick und die Frage nach dem Glück

Was ist Glück? Dieser Frage widmen wir uns zum Abschluss eines kleinen Jahresrückblicks, den wir mit meiner Mami zusammen aufgenommen haben. Fast schon traditionell stellen wir uns Fragen rund um das abgelaufene Jahr.

Viel Spaß damit.

124 Warum wir streiten (und wer Schuld hat).

Ich muss gestehen, dass ich oftmals keinen Bock habe zu podcasten. Jason ist da aber zum Glück unnachgiebig. Manchmal habe ich keinen Bock, weil mir die Nerven dazu fehlen und manchmal habe ich keine Lust weil mir die Zeit fehlt. Man kann sich nicht ausdenken wie viele Stunden schon draufgegangen sind um aus meist bescheidenem Ausgangsmaterial eine noch beschissenere Audioqualität zu erzeugen, so wie es dieser Podcast seit über 100 Folgen eindrucksvoll beweist. Und ihr seid immer noch da. Wie schön. Heute haben wir ein ganz besonderes Leckerchen, glaube ich. Jason und ich wollten auf die letzten Wochen zurückblicken, hingen aber recht lange bei dem Thema warum wir streiten und wer daran Schuld hat.

Wir streiten wieder sehr viel. Mal geht es um den fehlenden Mund-Nasen-Schutz seiner Schwester, wenn wir draußen spazieren sind oder es entstehen auf irgendeine Art und Weise Essensreste im Grammbereich, es geschehen ähnliche Verschwendungen natürlicher Ressourcen oder es kommt zu unerwünschten Kontakten mit dem Briefträger. Streit liegt kontinuierlich in der Luft. Die Vorbereitungsmaßnahmen, die für den gemeinsamen Heiligabend getroffen werden mussten, sorgten bei meiner Frau und mir für viele sorgenvolle Stunden und bei der Tochter für zahlreiche Tränen, insbesondere wenn Sie die Eskalation live mitbekam.

Jüngster Anlass war ein „ungenehemigter Lebensmitteleinkauf während der weihnachtlichen Vorquarantäne durch Mami“. Papsi hat sich allerdings zum Hauptschuldigen gemacht, da er „zumindest zum Lebensmitteleinkauf angestiftet, vielleicht sogar beauftragt hat.“ Das konnte das hohe Gericht nicht final bewerten, aber ja, ich hatte meine Frau gebeten Lebensmitteleinkäufe auf dem Heimweg von der Arbeit mitzubringen und verstoß somit gegen eine Auflage der hausinternen Corona Richtlinien Phase II, beginnend ab dem 17.12.2021. Eine strengstmögliche Vorquarantäne mit einer Vorlaufzeit bis Heiligabend von sieben Tagen.

In der Folge sprechen wir über diesen Streit und dreißig andere und über die Frage wer eigentlich Schuld an den Streits trägt. Ich vermute diese Folge wird eine meiner Lieblingsfolgen, denn wieder einmal mehr, sehe ich unsere Streits nun tatsächlich aus einem klareren, nicht unbedingt besserem Blickwinkel, aber es ist erstaunlich, wie alltäglich und doch ermüdend die Auseinandersetzungen sind, so sehr ich seine saubere Argumentation auch schätze und verstehe, so bin ich dennoch nicht in der Lage diese gesamte Situation für alle Familienmitglieder angenehm zu gestalten.

Eine schöne Folge, wie ich finde, kann aber auch sein, dass mir das nur auffällt, weil es ansonsten in der jüngeren Vergangenheit doch recht angespannt war zwischen Jason und mir.

Was ich gut finde ist, dass wir beide einen Weg gefunden haben unsere Streits sehr schnell eskalieren zu lassen. Es wird dann kurz sehr laut, aber nach nur wenigen Sekunden mit Beschimpfungen unterster Schublade zieht sich einer von uns beiden zurück. Jason prüft dann meistens innerhalb kurzer Zeit wer von uns beiden ein Schimpfwort verwendet hat, welches Mami als Tabuwort in die Familienvereinbarung hat aufnehmen lassen und ich erhalte dann zumeist eine Rechnung. Und dann ist alles wieder gut. Bis zum nächsten Streit. Alles wird gut.

Viel Spaß mit „Warum wir streiten (und wer Schuld hat)“ und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Danke fürs Hören.

weihnachtspodcast

123 Weihnachten

Mami kennt auch Heiligabend ohne Feierlichkeiten, Lani vermisst ihre japanischen Süßigkeiten, ich betrachte das Phänomen Weihnachtsmann natürlich aus wissenschaftlicher Perspektive und Papsi kümmert sich um die Malzbiertaufe.

Die Wochenendrebellenfamilie redet über Weihnachten. Viel Spaß und all euren Lieben und Angehörigen ein friedliches und mit frühem Impftermin versehenes Jahr 2021.

Euer Jason

122 Kipppunkte-Vortrag | Corona Schule | Spendenzweck gesucht

Kipppunktevortrag von Jason: 04.12.2020, 18:00 Uhr

Hier gehts um 18:00 Uhr via Zoom direkt zum Vortrag.

Wir sprechen sehr lange über die schulische Situation rund um Corona, warum Jason dies besonders belastet und wo die Schwachstellen in der Schule aktuell liegen. Außerdem sprechen wir über eine Bewegung, die das Aussterben der Menschheit als neue Glaubensrichtung propagiert, sowie über den Gerichtsprozess, bzw. die Verhandlung.

Key Race Alert

121 Key Race Alert | Donald Trump Fazit | Artemis Accords

+++KEY RACE ALERT+++: In dieser Folge widmen wir uns ausführlich der US-Wahl aus verschiedenen Perspektiven. Eigentlich wollten wir die Folge nutzen, um als erstes Medium in Deutschland Joe Biden zum Sieger auszurufen – dann waren die anderen aber doch irgendwie schneller und wir haben noch einen Tag gewartet um mehr über die Detailzahlen zu erfahren. Folgendes Besprechen wir in dieser Episode:

Fazit zu Donald Trump

Donald Trumps Beliebtheitswerte sind nach wie vor hoch, vergleichbar mit denen Obamas nach seiner ersten Amtszeit. Zudem erhielt er mehr Stimmen als noch 2016 – und das obwohl man meinen müsste, nach einer solch desaströsen Amtszeit, die uns gesellschaftlich so zurückgeworfen hat, verlorene Zeit beim Klimaschutz war und unzähligen Menschen das Leben gekostet hat, eine Wiederwahl gar nicht zur Diskussion stehen dürfte. Auf der anderen Seite muss man jedoch festhalten, dass Trump aus der Perspektive eines Menschen, der überzeugt hinter dieser Ideologie steht, einen großen Teil seiner Versprechungen in die Tat umgesetzt hat.

So ist Trump etwa aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, hat einen harten Kurs gegenüber China und dem Iran gefahren, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, die Arbeitslosenzahlen sind gesunken und die wirtschaftliche Entwicklung war bis zur Corona-Krise grundsätzlich positiv. Dass diese Vorhaben zum Teil katastrophal und desaströs waren oder auf Kosten andere Menschen oder Dinge stattfanden, steht völlig außer Frage. Bei den Folgen seiner Handlungen hingegen hat Trump viel gelogen: Er versprach den Menschen etwa, das Außenhandelsdefizit würde durch die Strafzölle gegen China sinken – doch bis zur Corona-Krise stieg es sogar.

Und auch die Corona-Krise reiht sich dort letztlich nur ein. Es gibt sicherlich nicht wenige Menschen, die es vollkommen richtig finden, körperlich schwächere Menschen sterben zu lassen, um der Mehrheit Unannehmlichkeiten zu ersparen und die Wirtschaft zu schonen. Das Fazit ist also, dass es falsch ist, Trump als dummen und verrückten Präsidenten zu betrachten – er ist eine ernsthafte Gefahr, der viele Vorhaben umgesetzt hat, die für jeden anständig denkenden Menschen eine Katastrophe sind – und zwar mit voller Absicht.

Wahlsystem der USA

Das Wahlsystem der USA wurde in letzter Zeit nun wirklich viel diskutiert und ich denke, die meisten können sich inzwischen etwas darunter vorstellen. Was dabei meiner Meinung nach aber viel zu kurz kam, ist die Einordnung und Interpretation: Wieso ist dieses Wahlsystem so wie es ist und wie sind Ungerechtigkeiten darin verankert? Damit beschäftigen wir uns etwas genauer.

Grundsätzlich ist der Kongress, das US-amerikanische Parlament, nach britischem Vorbild in zwei Kammern eingeteilt. Eine davon ist der Senat, der beispielsweise für die Ernennung und Enthebung von Ämtern, internationale Verträge und auch die Genehmigung von Gesetzen zuständig ist und in dem jeder Staat zwei Sitze hat. Die andere ist das Repräsentantenhaus, das Initiativrecht besitzt, also Gesetze vorlegen kann. Hier berechnet sich die Zahl der Sitze eines Staates an seiner Bevölkerung. Jeder Staat hat so viele Wahlleute (und Sitze im Kongress) wie es Sitze im Senat und im Repräsentantenhaus hat.

Das bedeutet Folgendes: Große Staaten sind im Senat extrem unterrepräsentiert, schließlich bekommen sie genau so viele Sitze wie viel kleinere Staaten. Tendenziell sind die größeren Staaten aber auch vielschichtiger, also weniger weiß. Minderheiten sind durch das Zweikammersystem also systematisch benachteiligt. Hinzu kommen einige Gebiete, die gar keine Vertretung im Senat haben, etwa Puerto Rico oder Washington D.C. – auch das spiegelt sich in der Politik wieder: Nach dem verheerenden Hurricane in Puerto Rico gab es im Vergleich zu anderen Staaten kaum Hilfen und in Washington D.C. setzte Trump das Militär gegen seine eigenen Bürger*innen ein.

Bei der Wahl des Repräsentantenhauses ist auch Wahlkreisschiebung ein großes Thema – schließlich kann in jedem Wahlkreis nur eine Kandidatin oder ein Kandidat gewinnen und diese Wahlkreise können alle zehn Jahre relativ beliebig von der regierenden Partei gezogen werden. Indem man einfach möglichst viele Wähler*innen der gegnerischen Partei in einen Wahlkreis zwängt, erhöht man natürlich die Anzahl der Wahlkreise, in denen die eigene Partei gewinnt: Aus jedem beliebigen Ergebnis lässt sich dadurch fast jedes andere Ergebnis machen.

Obwohl sich sicherlich beide Parteien der Wahlkreisschiebung bedienen, kommt sie meist den Republikanern zugute. Das liegt nicht unbedingt daran, dass sie diese mehr ausnutzen als die Demokraten, sondern einfach daran, dass die Bevölkerung so verteilt ist wie sie ist: Demokrat*innen leben meist in Städten – und somit in einigen wenigen Wahlkreisen – konzentriert während Republikaner*innen sich viel besser verteilen. Von 250 computergenerierten Möglichkeiten für die Wahlkreiseinteilung von Florida waren etwa alle 250 vorteilhafter für die Republikaner.

Doch es geht noch weiter: Durch das Wahlleutesystem sind selbst bei der Präsidentenwahl die Stimmen nicht annähern gleich viel wert. 2016 zählte eine Stimme in Michigan etwa genauso viel wie 1.000 Stimmen in Wyoming. Und ganz zufälligerweise wurde Michigan auch insgesamt 22 mal von den Kandidat*innen besucht während andere Staaten komplett leer ausgingen.

All diese Mängel führen natürlich dazu, dass viele Menschen das Gefühl haben, ihre Stimme hätte keinen Wert und deshalb ist die Wahlbeteiligung auch häufig so gering – wenn die Politiker*innen nicht vom Volk legitimiert sind, ignorieren sie selbstverständlich auch dessen Wille.

Artemis Accords

Mensch bleibt Mensch, egal wo er hingeht. Und wenn man über die aktuelle Politik in den USA spricht, dann sind die Artemis Accords sicherlich ein unterschätzter Aspekt des Versagens der USA bei der Schaffung einer friedlicheren und gerechteren Welt. Sie sind der vertragliche Rahmen des geplanten Rückkehr von Menschen zum Mond im Jahr 2024. Die soll diesmal nämlich – anders als das Apollo-Programm – in internationaler Kooperation stattfinden. Grundsätzlich lobenswert. Die Bedingungen dafür sind jedoch regelrecht unglaublich:

  • Die USA übernehmen die bedingungslose Führung, wer sich den Regeln nicht unterwirft, darf nicht mitmachen.
  • Es gibt keine unabhängige Organisation, alle Bewerbungen gehen direkt an die USA und werden auf nationaler Ebene bearbeitet.
  • Die unterzeichnenden Staaten erklären den Weltraumvertrag de facto weitgehend für ungültig, indem sie den Abbau von Ressourcen für nationale Zwecke erlauben.
  • Militärisch geschützte Sicherheitszonen dürfen beispielsweise um die Abbauorte von Ressourcen errichtet werden – auch das untergräbt Völkerrecht.

Die USA wollen also sozusagen den Mond privatisieren. Wir verpassen hier nicht nur die große Chance, im Weltraum etwas Neues anzufangen und all das, was auf der Erde über Jahrtausende schief ging, hinter uns zu lassen. Wir riskieren auch, dass der Weltraum zum Schlachtfeld wird, wenn die politischen Entwicklungen besonders bezüglich nuklearer Abrüstung auf der Erde sich auf diese Weise fortsetzen. Wir werden sehen, dass sich Wissenschaft und Technologie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich schneller entwickeln werden als in der Vergangenheit und dass sich uns Fragen stellen werden, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Es ist wichtig, dass die richtigen Menschen die Antworten darauf geben. Viel Spaß mit unserer Wochenrückblicks-Folge: Key Race Alert.

Lockdown light

120 Lockdown light und Corona-Leid | Der Wellenbrecher-Lockdown | Wasser auf dem Mond

Lockdown light? Wellenbrecher-Lockdown? Die aktuelle Corona Entwicklung bzw. die aktuellen Corona Fallzahlen könnten einen erneuten Lockdown sorgen, aber keine Sorge, es handelt sich nur um einen Lockdon light. Wir sprechen an dem Tag an dem unseriöse Medien erstmals den Begriff Lockdown light als mögliche Option für die Verschärfung der Corona Maßnahmen nennen. Ich arbeite in der Gastronomie und sehe die Entscheidung, sollte sie so kommen, etwas kritischer als mein Sohn. Wir teilen unsere Positionen rund um die Begrifflichkeit Lockdown und was dies dann an tatsächlichen Konsequenzen für Menschen haben kann. Wir sprechen über die psychischen Folgen eines Lockdowns, über Konsequenzen wie das Erfahren häuslicher Gewalt oder Verlust des Jobs oder auch der eigenen Existenz und darüber was Armut bedeutet und versuchen unsere eigenen Privilegien zu checken.

Außerdem erklärt Jason sehr beeindruckend in welch spannender Phase er sich aktuell mit seinem Forschungsprojekt befindet und ist bemüht Begrifflichkeiten wie Grenzzyklen und Fraktalen anschaulich zu erklären. Zum Schluss stellen wir noch fest wie friedlich die letzten Episoden doch abliefen und wie sehr wir das aktuell genießen, dass wir uns nur sehr selten anschreien.

Beim Wochenrückblick lassen wir zukünftig das Intro weg. Wir schaffen das mit den skipbaren Kapitelmarken zeitlich nicht mehr und das Intro nervt einige. Die Themenfolgen behalten das Intro.

00:00:48 Jason und seine Vorträge beim MINT Schülerkongress.

00:23:00 Corona-Zahlen aktuell und Status Corona in der Schule.

01:15:00 NASA Entdeckung auf dem Mond

Wie sieht ein Lockdown light aus?

Geplant ist die Schließung aller Restaurants, Bars und Kneipen, was mit einer massiven Einschränkung und hohen Umsatzverlusten der Tourismusbranche einhergehen würde.

was ist hoffnung

119 Was ist Hoffnung ?

Seit einigen Monaten können sich Steady-Unterstützer im Rahmen eines gebuchten Pakets ein Thema für eine Folge aussuchen. Wir durften schon über Europa sprechen und haben über den Umgang mit dem Tod diskutiert und besonders dankbar ist Papsi immer Menschen, die sich Themen wie „Mathematische Grundlagen der Astrophysik.“ wünschen.

Dieses Mal war es aber auch für mich recht knifflig. Ich verstehe mich vor allem sehr gut darin, mich auf Fakten zu fokussieren, sie einzuordnen auf ihnen basierende Handlungsempfehlungen zu geben. Es ist nicht so, dass ich Menschen gerne Hoffnung nehme, aber in den letzten Jahren geben die Fakten nunmal nicht viel anderes her.

Dennoch ist es natürlich nicht zu unterschätzen, auch Hoffnung zu machen, schließlich möchte ich die Menschen durch Fakten und Tatsachen zum Handeln bringen, doch ohne Hoffnung handelt auch niemand. Das heißt natürlich nicht, dass dabei Fakten vernachlässigt oder ausgeblendet werden sollten, es heißt viel mehr, trotz der angespannten Lage Wege zu finden, die Probleme zu lösen – und die Menschen ohne Lügen dazu zu bringen, diese Wege auch zu gehen.

Und wenn die Menschen das dann tun, dann wird sich die Welt ganz sicher wieder verbessern und dann machen auch die Fakten wieder Hoffnung und mehr Menschen machen sich hoffnungsvoll ans Handeln: Eine positive Kettenreaktion, die eine radikale Verhaltenswende in sehr kurzer Zeit in Gang setzen kann. Nur so können wir schneller sein als die Welt sich derzeit verschlechtert. So unwahrscheinlich mein Szenario auch sein mag, es gibt eigentlich nur eine Alternative dazu: Die völlige Selbstaufgabe.

Bild vom Gang in einem Nachtzug als Symbolbild für die Folge über Nachtzuege.

118 Wie geil sind Nachtzüge wirklich?

Nachtzüge: Das dankbarste Thema seit „Mathematische Grundlagen der Astrophysik“. Mit großer Freude besprechen wir sie in dieser Themenfolge, sowohl im Kontext von Politik und Umweltschutz als auch unter Einbeziehung unserer eigenen Nachtzug-Erlebnisse.

Die Vergangenheit

Schon vor 100 Jahren hatte Europa ein gut ausgebautes und komfortables Nachtzugnetz. Von München oder Berlin konnte man mit dem Zug nach Konstantinopel, Lissabon, Stockholm, Moskau, Paris oder Königsberg fahren. Doch leider wurde dieses Netz nach und nach ausgedünnt, immer mehr Strecken wurden eingestellt, die Taktungen wurden immer geringer. Als die Deutsche Bahn 2016 schließlich ihre City Night Lines eingemottet hat, erreichte diese Entwicklung ihren Tiefpunkt. Grund dafür ist vor allem die Luftfahrt und die Tatsache, dass sie im letzten Jahrhundert auch auf kurzen Strecken rentabel und erschwinglich wurde – aber nicht nur aufgrund neuer Technologien, sondern vor allem aufgrund politischer Entscheidungen.

Nach den Regeln des Marktes haben die teureren und langsameren Nachtzüge keine Chance, es bräuchte eigentlich enormen Subventionen für diese umweltfreundliche Art zu reisen. Doch das Gegenteil passierte: Die Luftfahrt wurde großzügig subventioniert und das führte dazu, dass man die Entscheidung der Deutschen Bahn aus rein wirtschaftlicher Sicht leider als richtig betrachten muss. Ein Beispiel von vielen, wieso nach meiner Meinung eine Bahn in staatlichen Händen, deren oberstes Ziel die Bereitstellung einer flächendeckenden Versorgung nach den Bedürfnissen der Zeit statt die Generierung von Gewinn ist, sinnvoller wäre.

Die Gegenwart

Aber zum Glück zeichnet sich langsam eine Trendwende ab und das ist nicht zuletzt all denen zu verdanken, die in den letzten Jahren geholfen haben, das Thema Klimaschutz und Mobilitätswende populärer zu machen. Viele Menschen wollen innerhalb Europas und erst recht innerhalb Deutschlands nicht mehr fliegen, sie schämen sich zurecht dafür. Hinzu kommen natürlich all diejenigen, denen das Fliegen „zu einfach“ geht und die eher nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel.“ Abenteuer suchen. So gibt es inzwischen wieder eine wachsende Zielgruppe für Nachtzüge und das Netz wird wieder von Jahr zu Jahr ausgebaut – in gesamteuropäischer Kooperation, aber mit der österreichischen Bahn ÖBB als treibende Kraft, die auch die auch die Züge mit dem Namen nightjet bereitstellt.

Nachtzüge in Deutschland

In Deutschland gibt es inzwischen wieder ein gut ausgebautes Nachzugnetz. Von München kann man unproblematisch nach Rom, Zagreb, Venedig, Mailand, Rijeka oder Ljubljana fahren, aber auch nach Düsseldorf und Hamburg. Von Berlin gibt es Verbindungen nach Malmö, Moskau und seit neuestem auch Budapest und eine Verbindung von Zürich nach Berlin und Hamburg, die in Hannover geteilt wird, verbindet auch viele Städte innerhalb Deutschlands.

Nachtzüge in Europa

Auch in Großbritannien gibt es Nachtzüge, die aber meist legendäre Namen statt Nummern haben, in Spanien und Italien verkehren ebenfalls Nachtzüge. Bei unseren Nachbarn sind natürlich Österreich und auch die Schweiz am weitesten, aber auch Polen hat ein nationales Nachtzugnetz. Über sonstige Nachtzüge im Osten Europas können wir natürlich viel aus eigener Erfahrung erzählen, etwa von unserer wirklich komfortablen Fahrt im Hellas-Express von Skopje nach Belgrad: Während der Fahrt waren die Türen geöffnet oder präziser ausgedrückt gab es gar keine Türen. Wenn du dann im letzten Abteil des letzten Wagens sitzt und jemanden an dir vorbeilaufen und nicht mehr wiederkommen siehst, kommst du schon ins Grübeln… Und ob ihr´s glaubt oder nicht, es gab tatsächlich auch schon eine Nachzugfahrt bei selbst ich richtig abgekotzt habe – im wahrsten Sinne des Wortes.

Nachtzüge weltweit

Wir schauen natürlich auch mal über den kontinentalen Tellerrand. In China etwa verkehren längst 20 Züge pro Tag – oder besser gesagt pro Nacht – zwischen Metropolen, die tausende Kilometer auseinanderliegen. Das klingt beneidenswert und ist natürlich auch schön, dennoch ist unser europäisches Netz nicht unbedingt schlechter, es ist einfach auf die Geographie und die Bevölkerungsstruktur Europas ausgelegt. Nirgendwo anders auf der Welt ist es etwa besser möglich, auch von relativ kleinen Orten aus mit dem Zug schnell in größere Städte zu fahren. Das wird klar, wenn man den Blick einmal in die andere Richtung lenkt: In den USA etwa gibt es eigentlich gar kein zusammenhängendes Netz, sondern nur einzelne Nachtzugstrecken genauso wie in Brasilien, Australien oder einem Großteil Afrikas.

Die Zukunft

Die Zukunft der Nachtzüge sieht tatsächlich ganz gut aus: Die ÖBB plant ab 2022 eine neue Flotte an Nightjet-Wagen auf die Schiene zu bringen, die deutlich komfortabler sein sollen, außerdem sind weitere europäische Strecken – auch innerhalb Deutschlands – geplant, etwa eine Strecke von Zürich nach Amsterdam über Köln und auch Dresden soll wieder ans Nachtzugnetz angeschlossen werden.

Selbst die Deutsche Bahn wird sich eventuell an einem europaweiten Nachzugnetz beteiligen: Geplant sind Strecken von München nach Stockholm, Berlin nach Barcelona, Warschau nach Amsterdam und noch einige weitere Strecken. Diese Nachtzüge sollen im sogenannten Europa-Takt aufeinander abgestimmt sein, sodass es wieder möglich sein wird, ganz Europa mit dem Nachtzug zu durchqueren. Mit der Ergänzung der geplanten französischen Strecken kann man davon ausgehen, dass im Jahr 2030 jede größere europäische Stadt mit dem Nachtzug erreichbar sein wird.

Außerdem soll die Verbindung von Moskau nach Peking erneuert werden, statt sechs Tage sollen es nur noch knapp zwei sein. In unter drei Tagen käme man dann von Berlin mit dem Zug nach Peking – der Angelpunkt des extrem gut ausgebauten chinesischen Nachtzugnetzes. Trotz dieses optimistischen Blicks bleibt festzuhalten, dass Nachtzüge auch in zehn Jahren noch deutlich teurer und langsamer sein werden als das Flugzeug auf derselben Strecke – es sei denn die Politik greift ein und entscheidet sich klar und eindeutig für die Nachtzüge.