Hervorgehobener Beitrag

Was die Wochenendrebellen machen & Termine Lesereise

Wir sind Vater & Sohn, Blogger, Autoren, Podcaster und Unterstützer der Neven-Subotic-Stiftung. Seit Jasons siebtem Lebensjahr bloggen wir in unregelmäßigen Abständen über die Suche nach einem Lieblingsfußballverein für meinen Sohn. In alten Blogbeiträgen findet man noch die Namen Martin und Jay-Jay, da wir die ersten fünf Jahre anonym bleiben wollten. Jason sollte einmal selbst entscheiden ob er die teils doch sehr persönlichen Einblicke, die wir im Blog und auch im Podcast geben mit seinem Klarnamen verbunden wissen möchte.

Die Suche nach einem Lieblingsverein.

Die Anfänge unserer Geschichte liegen in diesem Blogbeitrag und die vermutlich schönste Umschreibung unseres niemals endenden Projektes hat mit vier Jahren Anlauf und kontinuierlicher Begleitung Fabian Scheler für ZeitOnline niedergeschrieben. Bei diesem Auftritt in der HR Sendung Heimspiel erklärt Jason im Interview, wie unser Projekt entstanden ist.

 

Der Podcast Radiorebell

Fernab des Fußballsports plaudern wir über unterschiedlichste Themen in unserem Podcast „Radiorebell“. Die Themen für die einzelnen Folge suchen wir uns aus und werfen Sie in eine thumbs Radiorebell Autismus Podcast - Was die Wochenendrebellen machen & Termine Lesereisegroße Losbox. Am Schluss von jeder Sendung ziehen wir das Thema für die nächste Episode. Wir haben nicht selten technische Schwierigkeiten und zu wenig Zeit für z.B. Kapitelmarken oder saubere Inhaltsangaben für die einzelnen Ausgaben. Aber wir haben eine Menge Spaß dabei. Jasons Themen sind eher wissenschaftlich geprägt. Wir sprachen schon über Planeten und Sterne, den menschlichen Körper oder auch über die Wahlen in den USA. Von mir kamen Themen wie „Freundschaft“, „Liebe“, „Eltern sein“ oder „Schule“, die wir dann ohne Skript und meinerseits mit lausiger Vorbereitung bequatschen. Ohne groß spoilern zu wollen. Ich lerne dort sehr viel. Für Neueinsteiger empfehle ich gerne unsere Folge über Autismus oder auch die Episode, wo wir über Dinge sprechen, die wir nicht mögen. Eine Übersicht über alle Themen, die wir besprachen findet man hier.

Zur Themenübersicht

Du willst nur mal kurz reinhören? Hier gehts zu einigen kurzen Podcastausschnitten

Podcast kostenlos abonnieren:

Das Buch „Wir Wochenendrebellen“.

2017 haben wir dann unser gemeinsames Buch „Wir Wochenendrebellen“ veröffentlicht. Die 18 Kapitel behandeln jeweils im Wechsel Geschichten, die wir auf unseren Reisen und in Fußballstadien erlebt haben und von Beschreibungen, wie wir als Familie mit der Behinderung unseres Sohnes umgehen, welche Lösungen wir für Probleme entwickeln und warum ich sehr stolz auf meine Frau, meine Tochter und meinen Sohn bin. Jason ist Autist und in Anbetracht der teils katastrophalen Berichterstattung über Autismus und den daraus resultierenden Konsequenzen entschieden wir uns für einen sehr offensiven Umgang innerhalb unseres Umfelds.

Ludger Schulte, Süddeutsche Zeitung und Laudator für das Fußballbuch des Jahres 2018 über „Wir Wochenendrebellen:

 

Was wir tun und warum wir es tun.

Vorweg vielleicht für alle Angehörigen von Autisten, die hier auch nach Hilfe suchen. Hier im Blog gilt analog zum Buch:

Autismus Buch - Was die Wochenendrebellen machen & Termine Lesereise

Auszug aus „Wir Wochenendrebellen“

In vielen Medien wird verantwortungslos Autismus als dauerhafte Negativ-Metapher genutzt und so sehen wir uns in Anbetracht des vorhandenen gesellschaftlichen Bildes mittlerweile auch als Botschafter zu zeigen, dass diese monothematische Hervorhebung von nicht einmal allgemein gültigen Schwächen oder Einschränkungen genauso ein Unsinn ist, wie dieses Bild des autistischen Genies oder der Engelskinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Autismus ist keine Gabe und nicht heilbar und auf der Suche nach Fakten zum Thema Autismus sollte man Seiten und Organisationen, die Heilung versprechen oder Drill-Methoden anbieten weiträumig vermeiden. Wir möchten Autist sein nicht allgemeingültig erklären, was auf Grund der Vielfalt auch gar nicht einfach wäre, wir möchten aber zeigen was Autismus eben auch nicht zwingend sein muss. Ein Leiden.

Ob jemand unter Autismus leidet entscheiden weder wir für Autisten allgemein, noch ich für Jason. Das vermag nur jeder Autist selbst zu beurteilen und Jason hat dort seine Sicht der Dinge in unserem Buch ebenfalls recht unmissverständlich für sich ganz persönlich geschildert.

„Gäbe es ein Medikament, mit dem man das Asperger-
Syndrom »heilen« könnte, müsste ich nicht lange
überlegen, um zum Schluss zu kommen, es nicht zu
nehmen. Das liegt daran, dass das Asperger-Syndrom
Behinderungen, aber auch Vorteile beinhaltet. Das Behindernde
an den Behinderungen ist nicht die Behinderung
selbst, denn ein Problem entsteht erst, wenn
andere Menschen meine Regeln verletzen, sei es aus
Unwissenheit, aus Desinteresse oder aus purer Gemeinheit.
Leider kann ich nicht unterscheiden, ob jemand gemein zu mir sein will
oder vielleicht einfach
vergessen hat, dass ich beispielsweise nicht berührt
werden möchte. Im Gegenzug zu den Behinderungen
gibt es natürlich auch viele Vorteile, ich nenne sie
»Behilflichkeiten«, wie die, dass ich mir Dinge nur für eine
halbe Minute ansehen muss und sie dann nie wieder
vergesse (das kommt mir allerdings nicht immer zugute)
oder dass ich Algorithmen, solange sie geordnet
sind, sehr schnell erfasse und verstehe. Schwierig wird
es natürlich, wenn etwas anders läuft als geplant“   

Auszug aus Jasons Einleitung zu „Wir Wochenendrebellen“

 

Wenn wir im Blog, im Buch oder im Podcast über Autismus sprechen, dann sprechen wir über Jasons Autismus, nie allgemeingültig für oder über Autisten. Jasons Autismus bestimmt sein Handeln, sein Denken sein Tun, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Jason lebt mit seinem Autismus als elementaren Bestandteil seiner Persönlichkeit, den er wertschätzt und er ist sehr glücklich so wie es ist.

Das Netz ist voll von Artikeln über Autismus, doch ein Großteil der Beiträge ist sehr defizitorientiert, was in unserer Wahrnehmung als Eltern diese nicht sichtbare Behinderung mit einem falschen Bild in der Gesellschaft prägt.

Jason zum Beispiel nimmt alles wortwörtlich. Er liest nicht zwischen den Zeilen, er interpretiert nicht meine Aussagen, sondern er nimmt mich beim Wort. Als ich ihn während eines großen Streites anschrie, ich glaube ich stünde im Wald, antwortete er recht sachlich, fast gelassen, dass dem nicht so sei, dies wäre schließlich sein Zimmer und hier gäbe es ja nicht einmal Bäume. Auch seine Kommunikation ist sehr direkt und es entfällt die teils mühselige Interpretation. Ich kann mich auf seine Aussagen zu 100% verlassen. Das ist insbesondere in der Phase, wo bei uns das Pflegen unserer Beziehung, das Aufrechterhalten einer Erziehung ersetzte, von unschätzbarem Wert gewesen. 

Er ist über dies hinaus unglaublich konsequent. Er versorgt sich mit Fakten, macht sich ein Bild und trifft Entscheidungen, die er leidenschaftlich vertritt und er bewahrt Haltung auch wenn er spürt, dass seine Sicht der Dinge eher unpopulären Anklang in seinem Umfeld findet. Das kann als Elternteil, als Schwester, als Lehrer oder als zufälliger gesellschaftlicher Kontakt sehr schmerzhaft, unangenehm und überfordernd sein, sei es auf Grund seiner brutalen Direktheit oder auch wegen seines Mangels an Interesse andere Meinungen betreffend.

Jason lügt nicht, fast würde ich sagen wollen, er kann es nicht, was gepaart mit seiner schonungslosen Offenheit zu skurrilen Situationen führt.  Wenn ich ihm sage, er soll sich mal bei seinen Großeltern melden und ihm erkläre, dass Sie sich bestimmt freuen, was von ihm zu hören, dann ruft er sie sofort an. Wenn Oma sich dann erwartungsgemäß über den Anruf glücklich fragt, was es Neues gibt oder warum er angerufen hat, dann antwortet er, dass Papsi gesagt hat er soll sich mal bei Oma und Opa melden. Aber selbst in intensiven, ausgeprägten Momenten kann ich in seiner Konsequenz, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, seinem moralischen Empfinden und seiner sehr strikten Haltung kein Defizit erkennen. Ganz im Gegenteil. Das soll alles nicht über Schwierigkeiten und Defizite hinwegtäuschen, aber man gesteht uns glücklicherweise zu, dass wir gemeinsam selbst entscheiden welchen Einblick wir gewähren, weil wir dies vielleicht für hilfreich halten, sei es für uns selbst oder für andere.

Er liebt seine Großeltern über alles und wenn er Ihnen etwas Gutes tun könnte, was für einen jungen Mann in seinem Alter vielleicht gar nicht zu bewerkstelligen ist, würde er morgen trotzdem beginnen, beharrlich dranbleiben um mir wieder einmal mehr nach Erreichen des Ziels vorhalten zu können, dass er doch gleich gesagt hat, er schaffe alles was er wolle. Oma und Opa haben ihn über Jahre hinweg unterstützt, ihm zugehört, ihn verstehen gelernt, ihn sein lassen und Rücksicht genommen. Ich wünsche mir sehr, dass es meiner Frau und mir später gelingt so eine tolle Oma und so ein toller Opa zu sein. Bis dahin ist aber noch viel Zeit und wir haben noch viel vor.

Mit großen Teilen der Einnahmen unseres Buches finanzieren wir unsere Benefiz-Lesereise #einblogeinbucheinbrunnen. Wir lesen bei ausgewählten Veranstaltern aus unserem Buch, erzählen von unseren Reisen, Jason packt unerwartete Anekdoten aus und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Ca. 3-3,5 Stunden dauert im Regelfall unsere Lesung und am Schluss der Veranstaltung bitten wir die Besucher um Spenden für ein Wash-Projekt der Neven-Subotic Stiftung. Unseren aktuellen Spendengesamtstand, sowie eine Übersicht der bisherigen Lesungsorte mit transparenter Einzelspendenübersicht findet man hier auf der Stiftungs-Homepage in einer separat geführten Projektkonto-Seite.

Sind wir ausgezeichnet?

Wir belegten 2016 den 4.Platz beim Fußballblog des Jahres, der durch die Deutsche Fußballkultur Akademie vergeben wurde. Im Januar 2017 wurde uns der Goldene Blogger in der Kategorie Elternblog verliehen und im Juli 2017 erhielten wir für unser Gesamtprojekt aus Blog & Podcast den Grimme-Online-Award in der Kategorie Kultur & Unterhaltung, was beim Sohnemann ein wenig Unmut auslöste, da er lieber in der Kategorie Information & Bildung einen Preis erhalten würde. 2018 steht unser Buch auf der Shortlist für das Fußballbuch des Jahres, wo wir als Debütautoren Platz sieben erreichten, ebenfalls eine Ehrung, die durch die Deutsche Fußballkultur Akademie verliehen wird.

Sind wir Antifaschisten?

Das wir uns hier zum Antifaschismus bekennen, erfüllt mich mit Scham. Ich bin bis vor einiger Zeit davon ausgegangen, dass dies doch zu mindestens 90% gesellschaftlicher Konsens ist und die Anzahl an nützlichen Idioten nicht so schnell groß genug sein wird, um einer rechtsextremistischen Ausrichtung einen parteipolitischen Arm samt Finanzierung zu verschaffen. Antifaschismus ist für uns zu allererst nichts weiteres als elementares Grundprinzip einer jeden anständigen Lebensweise und ich bin jedem aktiven Antifaschisten sehr dankbar für seinen Beitrag zu einer Gesellschaft in der wir uns auch zukünftig noch wohl fühlen. Wir wollen ausgezeichnete Antifaschisten sein.

Das Buch „Wir Wochenendrebellen“.

„Wir Wochenendrebellen“ ist im Benevento Verlag erschienen, die Taschenbuchausgabe erscheint im September 2019 im Goldmann-Verlag und Richard Kropf hat sich die Optionen auf die Filmrechte gesichert und arbeitet an einem Drehbuch. Wer „Wir Wochenendrebellen“ online kaufen möchte sollte dies hier tun.

Wer das Buch gerne signiert haben möchte oder es mit einer Widmung verschenken möchte wendet sich am besten per Mail, Instagram oder Facebook an uns oder besucht eine unserer Lesungen.

Wochenendrebellische Linktipps

Die schnellste Zusammenfassung unseres Treibens. Das 90-Sekunden-Video zum Gewinn des Grimme Online Awards 2017: https://www.youtube.com/watch?v=RFHv2C805iE

Der beste hörbare Beitrag über und mit uns ist eine Podcastfolge des Rasenfunk-Formats „Tribünengespräch“. Wir waren zu Gast in Deutschlands bestem Fußballpodcast und haben mit Max und Frank gemütliche vier Stunden über all unsere Projekte geschnackt. 

Video von der Verleihung des Grimme Online Awards am 30.06.2017: https://www.youtube.com/watch?v=Bq7mV02Mc8c

Link zu einem ausführlicherem Interview in der Sendung Buchgeflüster: https://www.youtube.com/watch?v=6yi_ijdt7dw

TV Beitrag bei RTL: https://www.rtl-hessen.de/beitrag/7-jahre-durch-ganz-europa-12-jaehriger-autist-sucht-lieblingsfussballclub

Die Wochenendrebellen im Netz:

Instagram

Facebook

Youtube

Termine Lesereise Wochenendrebellen

Gelsenkirchen, 17.08.2019, 18:00 Uhr, Sozialwerk St.Georg Werkstätten, Uechtingstraße 79, (Alte Waschkaue)

Rostock, 21.09.2019, 18:00 Uhr, Peter-Weiss Haus, Doberaner Straße 21

Plauen, 08.11.2019, 19:00 Uhr, Quartier 30, Bahnhofsstraße 30, 08523 Plauen

Chemnitz, 09.11.2019, 18:00 Uhr,                                                                                                       Tietz, Zentralbibliothek. Abschlusslesung der Benefiz-Lesereise und 8 Jahre Wochenendrebellen.

Eintritt ist wie immer frei. Wir freuen uns auf euch.

Du möchtest die Wochenendrebellen persönlich unterstützen?

Steady ist eine Plattform auf der man die unterschiedlichsten Projekte mit kleinen Beiträgen unterstützen kann. Wir haben mit Unterstützung unserer Steady-Unterstützer neulich zum Beispiel neue Kopfhörer zum Podcasten gekauft um unsere Radiorebell-Tonqualität zu verbessern. Vielen, lieben Dank allen aktuellen Unterstützern.

Hier kann man sich unsere Steady-Seite anschauen.

Eine noch einfachere Form der Unterstützung wäre das Verbreiten dieses Beitrags. 

Vielen Dank für jede Form von Support.

Feedbackfolge, Magic Stitch und Alone

Wir sprechen im Wochenrückblick über die Woche vom 05.08.2019-11-08.2019.

Dies ist Radiorebell Episode 79 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer sechszehn, kurz #wrwr17, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Feine Sahne Fischfilet und „Wir Wochenendrebellen“

Am kommenden Mittwoch spielt „Feine Sahne Fischfilet“ ihr bisher größtes Konzert in Dresden. Es handelt sich um den Nachholtermin für das ursprünglich im Juli geplante Konzert am Elbufer. Wir können den Nachholtermin nicht wahrnehmen und verlosen daher unsere zwei Tickets und hoffen, dass sich jemand darüber freut. Oben drauf packen wir noch unser heute erschienenes Taschenbuch „Wir Wochenendrebellen“ zur optimalen Vorbereitung für alle, die es vielleicht auch zum Wasted nach Jarmen verschlägt, denn dort werden wir im Rahmen einer kleinen Festival-Lesung am Samstag ein wenig aus unserem Buch vortragen und über unsere Abenteuer erzählen dürfen. Wir freuen uns auf euch.

Mehr Infos über die Wochenendrebellen und wie wir mit dem Buch über 30.000 € Spenden für die Neven Subotic Stiftung einsammelten erfährt man hier.

Teilnahmebedingungen

  1. Das Gewinnspiel dauert bis Dienstag, 20.08.2017 12:00 Uhr. 
  2. Es wird einmal zwei Tickets für Feine Sahne Fischfilet in Dresden, sowie unser Taschenbuch „Wir Wochenendrebellen“ verlost.
  3. Die Teilnahme erfolgt über einen Kommentar auf diesen Facebookpost, wo ihr euren Lieblingssong von FSF eintragt und die Person markiert mit der ihr zum Konzert gehen möchtet.
  4. Kommentare die gegen die Facebook Richtlinien, deutsches Recht und oder das Copyright verstoßen werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.
  5. Teilnahmeberechtigt sind Personen aus Deutschland, Schweiz und Österreich.
  6. Unter allen Kommentaren wird per Zufallsgenerator der Sieger ermittelt und von uns benachrichtigt.
  7. Die Gewinner werden über die Facebook Kommentarfunktion des Facebook Posts informiert und müssen bis spätestens Mittwoch, 21.08.2019 12:00 Uhr ihre E-Mailadresse an wochenendrebell (ät) wochenendrebell (punkt) de oder via FB Messenger übermittelt haben, damit wir die Tickets (Selfprint) versenden können. 
  8. Es werden alle Facebook Namen der Teilnehmer erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Alle Daten werden spätestens 30 Tage nach Ende des Gewinnspiels gelöscht, die Kommentare auf Facebook bleiben allerdings bestehen und sind weiterhin öffentlich einsehbar. Adressdaten werden nur von den Gewinnern erfasst und nur zum Versand des Buches genutzt. Diese Daten werden mit niemandem geteilt.  Den Teilnehmern stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu.
  9. Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook gesponsert oder unterstützt.

 

Ökodruck & Tattoos

Jason durfte sch für mich ein Tattoo aussuchen und umgekehrt, wir sprechen über den Besuch bei der Druckerei Lokay und über den Film Hangover 2.

Dies ist Radiorebell Episode 78 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer sechszehn, kurz #wrwr16, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Autist (14) sammelt über 30.000 € Spenden für nachhaltige Wasserversorgung in Äthiopien

Download der Pressemitteilung im Word-Format.

Jason, Autist, Buchautor und jüngster Grimme-Online Award Gewinner aller Zeiten baut in Kooperation mit der Neven-Subotic Stiftung einen Brunnen für Kinder in der Tigray-Region in Nord-Äthiopien. Gemeinsam mit seinem Vater sammelten sie auf ihrer Benefiz-Lesereise anlässlich ihres Buches „Wir Wochenendrebellen“ die notwendigen 30.000 € zur Finanzierung.

Über 10.000 Zugkilometer legte das Vater & Sohn Gespann in den letzten Monaten zurück um in über 40 Städten ca. 2500 Zuhörer von den Erzählungen rund um ihre außergewöhnliche Beziehung zu begeistern. Im Oktober 2011 entschieden die beiden sich auf die Suche nach einem Lieblingsverein für den Sohn zu begeben. Der damals Sechsjährige lernte im Fußballstadion die Liebe zu einem Fußballverein kennen und fragte sich von welchem Fußballverein er wohl Fan ist.

„Papsi, bevor ich mich entscheiden kann, muss ich die Vereine erst einmal alle sehen“

Jason, Oktober 2011

Dem Festhalten der Erlebnisse in ihrem mehrfach preisgekrönten Blog wochenendrebell.de und dem dazugehörigen Podcast „Radiorebell“, folgte das Buch „Wir Wochenendrebellen“ mit dem die beiden Debütautoren prompt auf der Shortlist für das Fußballbuch des Jahres 2018 landeten und dessen Filmrechte sich Richard Kropf (u.a.4Blocks, und aktuell „Das Wichtigste im Leben“ auf Vox) sicherte. Aus ursprünglich geplanten drei Lesungen wurden über 40, denn Jason erinnerte seinen Vater an ein weiteres Versprechen, dass dieser ihm vor einigen Jahren gab. Die Welt würde in Zukunft eine bessere werden, prognostizierte Mirco von Juterczenka als sein Sohn sich 2014 Sorgen machte, wie er als Autist in dieser jetzt schon so chaotischen Welt später einmal zurechtkommen sollte. Das Versprechen wollte der Sohn auf Grund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung nun mit Fakten unterlegt wissen, weshalb die beiden sich Ende 2017 auf den Weg machten um bei freiem Eintritt am Millerntor in Hamburg, im Stadion am Bieberer Berg aber auch in Autismus-Therapie-Zentren und in Buchhandlungen bei freiem Eintritt aus ihrem Buch zu lesen und von ihren Abenteuern zu berichten um im Anschluss um Spenden bitten zu können.

„Jason, wir können nicht einfach so die Welt verbessern.“

„Ja, wer denn sonst?“ Dezember,2017

Ergänzt wurden die Gästespenden mit ihren Honoraren, u.a. für ihren Auftritt auf der AUTEA, einer internationalen Autismus-Fachtagung, die in diesem Jahr neben den beiden Wochenendrebellen auch Star-Autor Steve Silbermann begrüßen durfte und den Aufwandsentschädigungen für TV-Auftritte.

Die Lesereise der Wochenendrebellen führt sie nun in die letzten vier Städte, sowie auf das „Wasted in Jarmen, dem Punkrock-Festival der Band Feine Sahne Fischfilet, bevor Sie sich einem weiteren Projekt zu Gunsten der Neven-Subotic Stiftung Projekt widmen möchten.  

Weiterführende Informationen: wochenendrebell.de

Bildmaterial zur freien Nutzung: Bildmaterial Wochenendrebellen

Die gesamte Geschichte im Rasenfunk-Tribünengespräch.

Impressionen aus sechs Jahren Wochenendrebellen

Hangover NSU Prozess

Themenbrüche sind schwierig, aber es ließ sich irgendwie nicht ändern. So sprechen wir in ein und derselben Folge über alles was Jason rund um den NSU mitbekommen hat und rezensieren zudem den Film Hangover.

Dies ist Radiorebell Episode 76 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer kurz #wrwr15, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Benefiz-Lesereise Finale

Gelsenkirchen, Rostock, Plauen und Chemnitz. Das sind die finalen Städte unserer Benefiz-Lesereise und wenn ihr aus diesen Städten kommt oder dort Verwandtschaft wohnt, könnten wir eure Hilfe brauchen. Was die Ankündigung unserer Lesungen angeht sind wir neben unseren eifrigen Veranstaltern immer ein wenig auf die lokale Presse angewiesen. Vielleicht gelingt es uns ja mit eurer Hilfe in der ein oder anderen Stadt über DinA4 Aushänge auf den Termin unserer Lesung aufmerksam zu machen. Unter aufgeführten Links findet Ihr ein pdf. zum Download, Druck oder Weiterleitung. Vielleicht hat eure Stammkneipe, euer Lieblingskiosk oder eure bevorzugte Buchhandlung ja Lust auf unsere Veranstaltung hinzuweisen.

Vielen, lieben Dank für eure Unterstützung! Wer Plakate unterbekommt kann uns gerne ein Bild an wochenendrebell (ät) wochenendrebell (punkt) de senden. Vielleicht fällt uns ja was Nettes als kleines Dankeschön ein.

Link zum DinA4 Plakat für die Lesung in Gelsenkirchen, am 17.08.2019 im Sozialwerk St. Georg Werkstätten

Link zum DinA4 Plakat für die Lesung in Rostock, am 21.09.2019 im Peter-Weiss Haus.

Plakat für die Lesung in Chemnitz am 09.11.2019 in der Zentralbibliothek, TIETZ.

Link zum Plakat für unsere Lesung in Plauen am 08.11.2019, 19:00 Uhr im Quartier 30, Bahnhofsstraße 30

Via Klick aufs Bild lässt sich „Wir Wochenendrebellen“ nun auch als Taschenbuch vorbestellen.

Text Platzhalter 800x450 - Benefiz-Lesereise Finale
Wir Wochenendrebellen erscheint im Goldmann-Verlag und kostet 10,00 €.

Zukunft des Sports

Daniela unterstützt und auf der Crowdfunding-Plattform Steady. Eine Übersicht der Pakete, die man dort buchen kann findet man hier. Daniela darf sich mit ihrem Paket ein Thema für eine Folge aussuchen und hat sich für das Thema „Zukunft des Sports“ entschieden.

Dies ist Radiorebell Episode 74 mit einer Themenfolge innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Neben den Themenfolgen blicken wir wöchentlich auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Spitzenkandidat: Capital Shark

Filmkritik Sharknado, Spitzenkandidatenprinzip, Capital Bra und der Klimawandel sind unsere Hauptthemen im wieder einmal etwas verspäteten Wochenendrebellen-Wochenrückblick

Dies ist Radiorebell Episode 74 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer zwölf, kurz #wrwr14, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Die Polizei, dein Freund und Helfer.

Die Polizei, dein Freund und Helfer? Jason und ich sprechen über unsere Eindrücke was die Berichterstattung und die Geschehnisse rund um die Rolle der Polizei angeht.

Dies ist Radiorebell Episode 73 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer zwölf, kurz #wrwr13, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Iuventa

„Iuventa-Solidarity at the Sea“ benötigt deine Unterstützung. Hier kannst du nachlesen warum du helfen solltest und wie du helfen kannst.

"Wo Solidarität zum Verbrechen wird, ist die Demokratie in Gefahr." #iuventa10 Klick um zu Tweeten

Junge engagierte Menschen gründeten 2015 die Initiative „Jugend rettet“. Mit einer Crew bestehend aus Freiwilligen und einem umgebauten Fischkutter brechen Sie 2016 zu ihrer ersten Mission auf. Ihr Ziel ist es den Menschen das Leben zu retten und politischen Druck auf die EU zu erzeugen um eine Alternative zur lebensgefährlichen Fluchtroute Mittelmeer zu erzwingen. Mir bereitet das Wort Fluchtroute schon Bauchschmerzen. Es ist nicht so niederträchtig, wie Markus Söders „Asyltourismus“, was sich begrifflich im Bereich des nicht sagbarem befindet. Solch eine Wortwahl geschieht nicht versehentlich, die Begrifflichkeit gehörte nicht einmal zum gängigen Sprachgebrauch eines jeden anständigen Menschen. Wenn du solche Wortkreationen im Bewusstsein deiner medialen Aussagekraft bewusst platzierst, dann verfolgst du den Wunsch konkrete Bilder für die Zuseher und Zuhörer oder auch Leser zu erzeugen. Wer solche Worte wählt möchte brutale Tatschen beschönigen, Leidverniedlichung betreiben, eine Flucht über das Mittelmeer mit einem völlig überfüllten Schlauchboot soll uns eher an unsere letzte Schiffsreise erinnern und nicht an das Gefühl des Ertrinkens. Dieses Rahmenschaffen über Begrifflichkeiten, sei es verharmlosend eingesetzt, wie beim „Asyltourismus“ oder auch bewusst beängstigend aufgeladen, gelang schon mit der mittlerweile mainstreamigen „Flüchtlingswelle“ und der „Flüchtlingskrise“. Es ist keine Flüchtlingsroute. Es ist ein Weg in die Ungewissheit.

Iuventa Bastian Bochinski 800x450 - Iuventa
Foto: Bastian Bochinski, bastianbochinski.de

Über 14.000 Menschen verdanken der Organisation „Jugend rettet“ ihr Leben und es könnten mehr sein.

Am 02.08.2017 wurde die Iuventa von den italienischen Behörden beschlagnahmt.

Der Tag markiert einen der Höhepunkte einer erfolgreichen Diskurverschiebung durch rechte Medien, die bereits Ende 2016 ihren Ursprung nahm. Nach einigen Veröffentlichungen in IB-nahen Magazinen folgte im Dezember 2016 in der Financial Times ein Bericht, der basierend auf einem Frontex-Bericht die Behauptung aufstellte, NGOs würden mit Schlepperbanden aus Libyen zusammenarbeiten. Es folgten Dementi von Frontex selbst und zahlreiche sich widersprechende Aussagen mit späterem Zurückrudern, sowie dem Ankündigen von Beweisen, die dann aber nicht vorgelegt werden konnten. Das Gift war längst gespritzt und hatte seine Wirkung intensiv verbreitet, als die Iuventa ohne Vorlage substanzieller Beweise beschlagnahmt wurde und in Teilen der Gesellschaft die Frage „Seenotrettung? Oder sollen wir es lassen?“ für legitim gehalten. Eine Frage zu deren Beantwortung es keinerlei Gesetzgebung bedarf und die jeder Mensch mit einem letzten Restfunken Anstand ohne Wimpernzucken beantwortet.

Die Notwendigkeit der Iuventa ergibt sich aus der begrenzten Kapazitäten bei Handelsschiffen und deren mangelnde Ausbildung und Ausrüstung für die Aufnahme einer höhere Anzahl von Geflüchteten. Auf einem 20-Mann Boot sind teilweise bis zu 60 Menschen zusammengepfercht. Ein durch die EU- hochprofessionell dichtes Netz an Seenotschiffen, welches zentral koordiniert die Schiffe mit Geflüchteten an die dafür vorgesehenen EU-Häfen führt. Ich verstehe wirklich nicht warum man dies nicht längst auf einem menschenwürdigen Niveau aufgebaut hat. Die Dreistigkeit den Mut und das Engagement der privaten Seenotretter zu kriminalisieren oder auch nur einen Hauch weniger als 100% Solidarität mit der Crew der Iuventa zu zeigen, sowie aber auch mit allen weiteren, privaten Seenotrettungs-Teams, macht mich fassungslos. Ich verstehe, dass wir momentan eine Menge Probleme haben, auf viele davon haben wir nicht einmal mehr einen spürbaren Einfluss. Ich kann sogar manchmal ein wenig verstehen, wenn jemand sagt, was soll ich alleine schon verändern. Ich bin sehr dankbar, dass Pia Klemp, Carola Rackete, Claus-Peter Reisch und viele, viele weitere Menschen sich die Frage nie gestellt haben und daran können wir uns alle ein Beispiel nehmen. Jeder von euch kommt im Bekanntenkreis, im Bus, im Wartezimmer, mit Nachbarn, mit Freunden, mit Kumpels in Diskussionen. Mischt euch ein, haltet dagegen, widersprecht, steht ein und zeigt euch solidarisch. Und das gilt auf jeglichen Ebenen und da kann es durchaus sein, dass es hilfreich ist sich in die Position des tatsächlichen Opfers hineinzuversetzen.

"Würde ich erwarten in Seenot gerettet zu werden?" Klick um zu Tweeten

oder hätte ich Verständnis dafür, dass man mich ertrinken lässt, weil es mich als Problem löst, denn man weiß sowieso nicht so richtig wohin mit mir.

Die italienischen Behörden versuchen im Auftrag von Salvini ein Exempel zu statuieren und schrecken in diesem Zusammenhang auch nicht vor einem konstruiertem Fehlverhalten nicht zurück. Forensiker der Goldsmith University in London haben die Vorwürfe und Vorfälle in Verbindung mit der Beschlagnahmung der Iuventa10 analysiert und alle vorliegenden Vorwürfe widerlegt. In diesem Video erklären Sie warum die italienischen Behörden faktisch falsch liegen.

Die politisch motivierten Vorwürfe mit dem einzigen Ziel zivilgesellschaftliche Unterstützung für Geflüchtete zu unterbinden lauten: Beihilfe zur illegalen Einreise.

Zehn ehemalige Crewmitglieder erwartet Ende 2019 eine Anklage und ein mehrjähriger Prozess mit Kosten in Höhe von ca. 500.000 €.

Thread in dem die Iuventa10-Crew kompakt die Geschehnisse zusammenfasst.

Das Sterben auf dem Mittelmeer geht weiter. Das Bekämpfen der Helfer schmälert die Überlebenschancen der Flüchtenden, da quasi keine ausreichende Seenrotrettung geschieht. Handelsschiffe sind wie bereits beschrieben zumeist nicht ausgelegt um größere Mengen an Geflüchteten aufzunehmen und müssen in der aktuellen gesamtpolitischen Lage befürchten tagelang nach einem Anlaufhafen suchen zu müssen, was ihre persönliche Existenz bedroht. Die EU müsste Handelsschiffe subventionieren, die Geflüchtete Menschen retten. Großzügige Verdienstausfälle, Treibstofferstattung, Kostenübernahme für notwendige Rettung-Equipment, sowie Zulagen für den Aufwand für jedes Handelsschiff, dass auf dem Mittelmeer unterwegs ist.

Im Jahr 2018 ertranken mindestens 2299 Menschen im Mittelmeer. In den letzten fünf Jahren sind ca. 18000 Menschen auf der tödlichen Fluchtroute Mittelmeer ertrunken. Es ist keine Route, eine Route signalisiert auch immer ein wenig Verlässlichkeit und das ist ein Hohn in Anbetracht der Gefahren in die sich diese Menschen ohne Ahnung wie die nächsten Stunden, Tage, Wochen werden oder ob es Ihnen geht, wie es bereits achtzehntausend Menschen ergangen ist, während wir eine Diskussion zulassen ob es richtig ist Seenotrettung zu betreiben. Wir sitzen in unseren Liegestühlen, trinken kühle Cocktails und lassen zu, dass die Liegennachbarn gerade darüber diskutieren, ob man das ertrinkende Kind im Pool nun retten solle oder nicht. Wem sich ernsthaft die Frage stellt ob wir Menschen helfen sollten, die sich in Lebensgefahr befinden, der muss Schwierigkeiten bekommen in dieser Gesellschaft. Hierbleibt bleibt es jenem unbenommen, dies im Rahmen der Meinungsfreiheit kundzutun, es ist dann viel mehr auch unsere Aufgabe im Rahmen unserer Meinungsfreiheit darauf adäquat zu antworten und sich zu fragen ob man mit diesem Menschen noch in irgendeiner Art und Weise zu tun haben möchte.

„Mit Sicherheit ist einer der größten Antriebe bei mir auch die politische Motivation dahinter, dass ich das einfach nicht hinnehmen kann und will, dass die tödlichste Außengrenze der Welt tatsächlich die Außengrenze Europas ist. Das wir dort Menschen wissentlich ertrinken lassen, obwohl wir Ihnen helfen könnten, dass kann ich als Mensch, als Kapitänin, als Europäer schlicht und ergreifend nicht akzeptieren“

Pia Klemp, Kapitänin im Interview mit FrauTV.

Interview mit Pia Klemp, Frau TV/ARD

Dieser Blogpost wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt werden. Geplant ist auch noch eine chronologische Zusammenfassung der Ereignisse. Es ist völlig ausgeschlossen, dass ausreichend viele Menschen sich intensiv mit den Vorgängen rund um die Iuventa befasst haben. Wir wären sonst längst gemeinsam auf der Straße.

Diese nicht ganz einfach zu verkraftende Video der New York Times verdeutlicht unter welch chancenarmen Bedingungen sich Menschen auf die letzte Chance Mittelmeer einlassen.

Seenotrettung unterstützen – Was kann ich tun?

Jeder Einzelne kann etwas tun und auch viele Kleinigkeiten können Großes bewirken. Und in all dem Wust dramatischer Nachrichten kann man sich zwar kein dauerhaft gutes Gefühl erkaufen, aber man kann fast nebenbei einen Beitrag leisten. Das ist oftmals leichter, als man denkt und ganz egoistisch betrachtet: Man speichert es als schönes Erlebnis.

  1. Dein nächstes Shirt könntest du hier kaufen. Deshalb: „Der Erlös der Produkte fließt in unsere Rettungsaktionen auf dem Mittelmeer. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot! #rettemit“ Quelle, DirAction.
  2. Eine sehr bequeme Art die Seenotrettung finanziell zu unterstützen bietet die Crowdfunding Aktion von „Jugend rettet“ auf Betterplace.org. Es gibt dort sowohl die Möglichkeit einer regelmäßigen Dauerspende und du kannst selbst über die Höhe der Zuwendung für Betterplace.org entscheiden. Die Daten für das Einrichten eines eigenen Dauerauftrags oder für die Überweisung einer Einmalspende findest du hier.
  3. Du kannst die Geschichte der Iuventa und Ihrer Crew verbreiten. Etwas weiter unten in diesem Blogpost findest du eine Linksammlung rund um den Fall und hier findest du für alle Fans der CDU/CSU eine ausführliche Pressemappe als pdf. mit allen Informationen rund um die Organisation selbst, die Beschlagnahmung der Iuventa10, den konkreten Forderungen von „Jugend rettet“ und Wege zu weiterführendem Detailmaterial. Aufmerksamkeit ist insbesondere wichtig, damit möglichst viele Menschen sehen und verstehen, welches Spiel die EU, aber auch die deutsche Regierung Salvini hier treiben lässt.
  4. „Jugend rettet“ sucht in vielen Orten noch nach Botschaftern und Unterstützern. Menschen, die als Freiwillige. Als offizieller Repräsentant erhältst du unterstützendes Material für Informations- oder Spendenveranstaltungen.
  5. Du kannst Teil der ehrenamtlichen Crew werden. Keine Sorge, du musst nicht zwingend schiffstauglich sein um „Jugendrettet“ unterstützen zu können. Welche Positionen ehrenamtlich zu besetzen sind, kannst du hier erfahren.

Linksammlung zum Fall Iuventa:

Die Zeit fasst die Geschehnisse seit dem 10.09.2016 zusammen, dem ersten Aufeinandertreffen der Iuventa-Crew und Pietro Gallo, dem Zeugen und Spitzel Salvinis, der das heutige Strafverfahren auslöste. Zeit Online, 08.Mai 2019

Interview mit Hendrik Simon, ehemaliges Crew-Mitglied in Funktionen als Einsatzleiter oder auch Informatiker, u.a. auf der Iuventa und der SeaWatch III. Neues Deutschland vom 01.06.2019.

Interview mit Pia Klemp, Kapitänin der Iuventa zum Zeitpunkt der Festsetzung in Italien. Hinz und Kunzt, 29.05.2019

Retter oder Schlepper? Zeit Online erläutert die Brisanz des Falls und geht auf die vorliegenden Beweise ein. Zeit Online, 09.08.2017

Das unsichtbare Sterben der Kinder, ZeitOnline, 28.06.2019

Seenotrettung ohne Schiffe, TAZ, 24.06.2019

Private Seenotretter sind doch Schlepper! Man muss die Menschen einfach alle zurückbringen! Der Pull-Faktor lockt noch mehr Migranten nach Europa. Da kommen ausschließlich junge Männer. Der Volksverpetzer hat mit den häufigsten Falschaussagen rund um die Seenotrettung aufgeräumt.

Maximilian Pichl studierte Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und fasst in diesem Thread die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Pull-Faktor zusammen.