Archiv des Autors: Jason von Juterczenka

Die Arbeit der Neven Subotic Stiftung.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Äthiopien & die Neven Subotic Stiftung

Wie ich im Beitrag über die Entstehungsgeschichte des Buches schrieb, hat das Buch seinen Ursprung in unserer Benefiz-Lesereise zu Gunsten der Neven Subotic Stiftung. Diese wiederum hatte ihren Ursprung in Papsis Versprechen, dass die Welt bis er nicht mehr da ist ganz sicher eine bessere sei. Dieses Versprechen gab er mir 2014 und es schien plausibel, schließlich entwickelte sich immer alles zum besseren, die Erde wurde in den letzten Jahrhunderten zu einem immer besseren Ort. Nach der Wahl in den USA, dem Aufstieg der AfD und der Tatsache, dass der Klimawandel wieder öffentlich in Zweifel gestellt wird fragte ich 2016 dann mal nach, wie es denn so aussehe mit der besseren Welt. Papsi gab zu, dass es nicht ideal lief, wir als zwei Menschen aber ja auch nichts tun könnten. Wenn nicht Menschen etwas tun, wer denn dann, fragte ich mich. Und wenn nicht wir, wer denn dann? Das war der Beginn unserer Lesereise. Wir wählten schnell die Neven Subotic Stiftung als Partner aus, die sich um den nachhaltigen Brunnenbau in Äthiopien kümmert. Genaueres zur Arbeit der Stiftung wird in diesem Beitrag erklärt.

Äthiopien ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas und der einwohnermäßig größte Staat, der keinen Zugang zum Meer hat weltweit. 105,3 Millionen Menschen leben in dem Land. Im Index der menschlichen Entwicklung ist Äthiopien Schlusslicht und belegt Platz 174 von 188. Doch seit einiger Zeit tut sich etwas. Immer mehr Menschen streben auch in Äthiopien eine Schulausbildung an und wollen den westlichen Lebensstandard oder zumindest den Mindeststandard für ein menschenwürdiges Leben erreichen. Daher ist Äthiopien weltweit das Land mit der am schnellsten wachsenden Wirtschaft. 2017 hatte es eine Wachstumsrate von 8,3%. Was jedoch eben so schnell wächst wie die Wirtschaft ist die Bevölkerung. Bis zu 3% wächst die äthiopische Bevölkerung jedes Jahr, weltweit sind es 1,2%, in Deutschland 0,4%. Die Menschen in Äthiopien sind mit wenig zufrieden, doch sie wissen, dass die zu den ärmsten der Welt gehören. Äthiopien ist das Land, in dem einst die ersten Menschen leben und das Land wurde in 3000 Jahren nur einmal besetzt. Daher entwickelte sich die äthiopische Gesellschaft lange isoliert und ungestört, ein Grund dafür, dass Äthiopien ein christliches Land ist und große kulturelle Unterschiede zu Nachbarländern wie Eritrea oder Somalia aufweist. Doch die autoritäre Regierung, der lange Krieg und die Lage in der Wüste machen das Land dennoch zu einem sehr armen Land. So haben über die Hälfte der Menschen in Äthiopien keinen Trinkwasserzugang und über ein Drittel lebt in extremer Armut. Die Projekte der Neven Subotic Stiftung sind in der Tigray-Region.

Die Tigray-Region gehört zu den ärmsten Regionen Äthiopiens und liegt im Norden des Landes. Bis zur Jahrtausendwende wütete dort der Äthiopien-Eritrea-Krieg, dem hunderttausende Menschen zum Opfer fielen. Nachdem Äthiopien die umstrittenen Regionen besetzte kehrte jedoch keine Ruhe ein. Die marxistische Regierung wurde gestürzt und seitdem wird Tigray von der sozialdemokratischen „Revolutionären Demokratischen Front Äthiopischer Völker“ regiert. Die Region liegt im Hochland und ist sehr gebirgig. Über 4,3 Millionen leben in der Tigray-Region, 80,5% davon aus dem Land (weltweit 45%, Deutschland 25%). 95,6% der Bevölkerung ist christlich. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft.

Äthiopien ist ein Land voller Chancen und voller Willen, ein besseres Leben zu erreichen und ein Teil der globalisierten Welt zu werden. In Äthiopien gibt es schier endlose Energieressourcen, touristisch interessante Ziele und ehrgeizige Menschen. Doch gewisse Grundvoraussetzungen sind nötig, um sich zu entfalten und ein menschenwürdiges Leben zu haben.

663.000.000 Menschen auf der Erde haben keinen direkten Trinkwasseranschluss.

Das entspricht:

  • Über achtmal der Bevölkerung Deutschlands.
  • Drei von zehn Menschen auf der Erde.

Und das in einem Zeitalter, in dem Menschen im All leben, wir klonen und unser Erbgut verändern können. Dennoch schaffen wir es nicht, jedem Menschen auf der Erde den Zugang zu Wasser ermöglichen. Es scheint, als wäre durch die Globalisierung jeder Ort auf der Erde nur wenige Meter entfernt. Doch uns Europäern scheint es häufig so, als seien diese Länder auf der anderen Seite der Galaxis.

1000 Kinder sterben täglich an den Folgen verunreinigten Wassers.

Das entspricht:

  • 42 Menschen pro Stunde.
  • Etwa drei Menschen in zwei Minuten.

6 von 10 Menschen haben keinen Zugang zu einer Toilette.

Dass eine solche Katastrophe auf der Erde passieren kann, ohne dass sich jemand daran zu stören scheint ist beängstigend. Doch nicht alle sind so. Einige Menschen scheint dies zu stören. Einer davon ist Neven Subotic, ein Profilfußballer der lange bei Borussia Dortmund spielte und heute in einem der schönsten Stadien Deutschlands spielen darf. 2012 gründete er die Neven Subotic Stiftung. Warum wir uns für die Neven Subotic Stiftung entschieden haben?

  • Weil Wasser das elementarste Grundrecht eines Menschen ist und 2010 zum Menschenrecht erklärt wurde.
  • Weil jeder Spenden-Euro gezielt in ein Projekt fließt und es keine Abzüge für Verwaltungs- und Reisekosten gibt. All diese Kosten übernimmt Neven Subotic.
  • Weil der Brunnenbau der Neven Subotic Stiftung nachhaltig ist und eine Perspektive auf Bildung und Sicherheit bietet.

Wie das konkret vor Ort funktioniert erklärt euch am besten der Gründer selbst.

Der 28.07.2010 ist ein großer Tag. Denn an diesem Tag erklärte die UN den Zugang zu Wasser offiziell zum Menschenrecht. Eigentlich. Dennoch ist dieses Recht für die meisten Menschen auf der Erde nicht erfüllt. Ziel der UN ist es bis 2030 einen einfachen Zugang zu Wasser und Hygiene auf der ganzen Welt zu schaffen. Sollte es so lange dauern, werden bis dahin noch über 4 Milliarden Kinder an den Folgen verunreinigten Wassers sterben, das ist mehr als die Hälfte der derzeitigen Weltbevölkerung. Die Neven Subotic Stiftung orientiert sich an den Standards der äthiopischen Regierung. Derzeit können viele Kindern nicht zur Schule gehen, da sie die meiste Zeit des Tages Wasserkanister viele Kilometer durch die Wüste tragen müssen. Außerdem gibt es in vielen Schulen keine geschlechtergetrennten Toiletten, daher könnten – wenn überhaupt – nur die Jungen in die Schule gehen. Daher ist Wasser der Schlüssel zu allen anderen Grundrechten und haben wir uns entschlossen die Neven Subotic Stiftung zu unterstützen.

Du hast Fragen zur Arbeit der Stiftung? Setze sie als Kommentar unter diesen Beitrag oder sende Sie uns per Mail an wochenendrebell@wochenendrebell.de. Im Rahmen einer Podcastfolge führen wir demnächst ein Interview mit dem Team der Stiftung, wo sie ihre großartige Arbeit erklären und auch deine Fragen beantworten können.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

Wieso mein Buch nachhaltig produziert werden muss.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Ökologie, Nachhaltigkeit und Verantwortung.

Fast alles was man tut verursacht CO2. Und fast immer wenn man sich deutlich zum Klimaschutz positioniert, erntet man Häme, was man in seinem eigenen Leben alles falsch macht, wenn es um Umweltschutz geht. Ich gehe im Umweltschutz in jedem Bereich in drei Schritten vor. Zuerst optimiere ich mein eigenes Verhalten bestmöglich. Und mit bestmöglich meine ich bestmöglich. Ich gehe dann nicht soweit, wie es ökonomisch, wirtschaftlich oder zeitlich sinnvoll ist, ich gehe auch nicht soweit, bis ich das beste Umwelt-Kosten-Verhältnis habe und auch nicht soweit wie Umweltschutz und Aufwand in einem gesunden Verhältnis stehen. Ich gehe soweit, bis sich nichts mehr verbessern lässt – in allen Lebensbereichen. Denn wenn man das geschafft hat, dann hat man erstens natürlich viel für das Klima getan, kann aber zweitens auch auf solider Basis andere Menschen auffordern, auch etwas zutun und ist resistent vor Angriffen aus dem rechten Rand, die in den letzten Wochen und Monaten massiv zunahmen, sicherlich auch nicht weniger werden, wenn man sich ökologisch verantwortungsvoll verhält, aber da geht es mir ums Prinzip.

Schritt zwei ist, die Menschen zu denen ich direkten Zugang habe zu „missionieren“. Das Wort missionieren wurde hier bewusst gewählt, denn es ist kein freundliches darauf hinweisen, dass man das und das bei Gelegenheit mal verbessern könnte. Freiwillige Verbesserungen sind quasi wirkungslos, das ist die Lehre die man drei Jahrzehnten deutscher Umweltpolitik entnehmen kann. Man muss Druck ausüben – der Zweck rechtfertigt die Mittel. Manchmal reicht es, einfach Fakten vorzulegen, manchmal muss man die Menschen dann schon unter Druck setzen, um etwas zu erreichen. Das funktioniert bei mir beides recht gut. Ich esse kein Fleisch mehr, werde bald Veganer werden, fahre so gut wie nie Auto (auch bei Fahrten, bei denen ich für 20 Kilometer sechs Stunden brauche oder erst deutlich nach Mitternacht zu Hause bin) und kompensiere nicht vermeidbare Emissionen bestmöglich. Auch zu Lesungen und Veranstaltungen, die bis in den letzten Winkel Deutschlands und darüber hinaus verteilt sind, fahre ich immer mit dem Zug, genauso wie ich zum Forschungszentrum, an dem ich zur Chaostheorie forsche mit dem Bus fahre, der dreimal so lange braucht wie das Auto. In der Missionierung meines direkten familiären Umfeldes bin ich ebenfalls weit gekommen. Durch bloße Darlegung von Fakten konnte ich meine Familie etwa dazu bringen maximal zweimal die Woche Fleisch zu essen, das entspricht bei uns alleine durch Papsis früheren exzessiven Fleischkonsum sicherlich 75-80% Reduzierung innerhalb eines Jahres. Das ist gut – aber nicht genug, das weiß ich. In Sachen Mobilität arbeite ich noch. Wir wohnen auf dem Dorf und dennoch schaffte ich es, dass bei uns so etwas wie eine „Autoscham“ einsetzte – teilweise wurde es unangenehm Auto zu fahren. Förmlich wurde dies mit der familieninternen CO2-Abgabe, die Fleisch und Autofahren wieder zu dem degradieren, was sie sind – Privilegien, keine Menschenrechte. In Schritt 1 und 2 läuft es aber. Mein Buch soll Schritt 3 darstellen. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mit derselben Kraft viel mehr erreichen kann, wenn ich mich an die Öffentlichkeit wende, als wenn ich versuche drei von 7,6 Milliarden Menschen noch die letzten Pfündchen CO2 auszutreiben. Doch wie bei allem, mit dem man belehren möchte (ich sehe mich eigentlich nicht als Lehrer in diesem Buch, aber dennoch ist es eine Form von Belehrung), muss man darauf achten, dass man sich nicht unglaubwürdig macht, indem man dem Vorwurf der Menschen gerecht wird, man würde Wasser predigen und Wein saufen. Außerdem sollte man natürlich darauf achten, dass durch so ein Projekt nicht mehr CO2 emittiert wird als eingespart.

Daher habe ich natürlich besonders ökologische Ansprüche an den Druck meines Buches, die aber wiederum mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden sind. Dennoch sehe ich es auch hier als wichtig an, meinen Prinzipien treu zu bleiben. Ein gewisses Abwägen ist jedoch immer notwendig. Schließlich soll dieses Buch die Menschen dazu bewegen, umweltfreundlicher zu leben. Je mehr Menschen es erreicht, desto mehr CO2 wird eingespart. Es gilt also ein bestmögliches Gleichgewicht herzustellen, sodass das Buch insgesamt die beste ökologische Wirkung erzielt. Zunächst suchte ich also eine Druckerei für das Buch, die es unter folgenden ökologischen Anforderungen drucken kann:

  • Der Druck soll auf Recyclingpapier erfolgen.
  • Das Papier soll bereits klimaneutral produziert werden und nicht über Kompensation „künstlich“ klimaneutralisiert werden.
  • Der Transport muss klimaneutral erfolgen.
  • Es dürfen keine Einschweißfolie, Folienbeschichtung oder Kunststoffe verwendet werden.
  • Die Versandverpackung muss klimaneutral produziert worden sein.
  • Die Druckerei selber soll einen ökologischen Betrieb mit Ökostrom sein.
  • Die Farben und die Verleimung sollen möglichst ökologisch sein.

Es gibt circa 6000 Druckereien in Deutschland, die meisten erfüllen diese Bedingungen natürlich nicht. 30 der Druckereien sind EMAS III – zertifiziert. Das ist ein Umweltzertifikat auf Europäischer Ebene, der an Betriebe verliehen wird, die große Leistung auf dem Gebiet des Umweltmanagements leisten. Auch für das Papier gibt es Auszeichnungen, etwa der Blaue Engel, der das zuverlässigste Siegel in Deutschland auf diesem Gebiet ist. Sind alle diese Bedingungen erfüllt, so sind die Emissionen auf ein Minimum reduziert. Dann beginnt die Phase der Klimakompensation, alle Emissionen die sich also nicht vermeiden lassen, werden durch Klimaprojekte in anderen Ländern, die dadurch finanziert werden ausgeglichen. Diese Praxis wird natürlich scharf kritisiert, ja, sogar mit modernem Ablasshandel verglichen. Tatsächlich muss man das etwas differenzierter betrachten. Wenn Emissionen kompensiert werden, dann sind die Emissionen neutralisiert. Doch langfristig kann Kompensation nicht die einzige Lösung sein, denn alle Kompensationsprojekte laufen auf der Südhalbkugel. Die Emissionen der Südhalbkugel betragen ungefähr die Hälfte der globalen Emissionen. Würden also alle Menschen der Nordhalbkugel ihre Emissionen nun kompensieren, aber selbst so weiter machen, würden sich unsere globalen Emissionen halbieren. Doch die Halbierung reicht nicht, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, daher reicht auch Kompensation alleine für ein klimafreundliches Produkt nicht.

Nicht um sonst war der Begriff „klimaneutral“ 2007 als Unwort des Jahres nominiert. Denn es ist kein geschützter Begriff und es gibt auch keine Kontrollinstanzen. Ein umweltschädliches Produkt kann auch komplett kompensiert werden und sich dann klimaneutral nennen. Genau so soll es eben bei meinem Buch nicht sein. Die Produktion des Papiers soll von sich aus – ohne Kompensation – klimaneutral sein. Erfahrt in diesem einem Podcast-Interview für welche Druckerei ich mich entschieden habe und ob alle Bedingungen erfüllt werden. Außerdem seht ihr in diesem Video, wie ökologisch meine Anreise war und wie in einer Ökodruckerei gearbeitet wird.

https://youtu.be/kgr5JxS8x80

Das Crowdfunding-Video:

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Ein Text über meine Motivation.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Meine Motivation ein Buch zu schreiben.

Guten Morgen!
Eine Text über meine Motivation. Meine Motivation ein Buch zu schreiben.Den wirtschaftlichen Part erwähnte ich ja schon im Beitrag zur Entstehungsgeschichte. Doch ich erwähnte auch, dass ich schon lange ein Buch schreiben wollte. Der Wille, dieses Buch zu schreiben entstand zu einer ganz anderen Zeit und auch aus einer anderen Situation heraus. Es ging um mein ganz eigenes Bemühen, die Klimaneutralität zu erreichen, also keine Emissionen mehr in die Atmosphäre zu stoßen. Ich wollte einfach so viel wie möglich für den Klimaschutz tun. Nachdem ich diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen bin, erweiterte ich meinen Horizont. Ich kann ja auch auf andere Leute Einfluss nehmen. So schlug ich ein familieninternes Klimaschutzgesetz vor. Zugegeben, unsere Familie war bis dahin nicht gerade vorbildlich. Bei einem Klimatest, den man im Deutschen Museum in München machen kann lag unsere Familie in den Emissionen immer noch fast 1/3 über dem deutschen Durchschnitt – ein absolut unhaltbarer Zustand, den es schnell zu beseitigen galt. Der Fleischkonsum unserer Familie wurde innerhalb weniger Monate um circa 80% reduziert, Autofahren auf Kurzstrecken verboten, Plastikmüll unter Strafe gestellt und derzeit diskutieren wir sogar über eine familieninterne CO2-Abgabe.
Irgendwann war jedoch die Belastungsgrenze erreicht. Nicht dass sich die Emissionen gar nicht mehr senken ließen – aber die aufzuwendende Kraft stünde für alle Familienmitglieder nicht mehr in Relation zum Nutzen von wenigen Prozent weniger CO2. Nun wäre für die gleiche Menge weniger CO2 ein um ein Vielfaches höherer Aufwand nötig gewesen. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, mir wäre der Aufwand zu groß. Dem ist nicht so. Aber der Nutzen schien mir sehr klein. Irgendwie musste man doch mit derselben Kraft mehr erreichen. Viel mehr. Da wurde mir eines klar: Wieso bei vier von 7,6 Milliarden Menschen bleiben? Wieso nicht versuchen, auf viel mehr Menschen Einfluss zu nehmen, auf Tausende oder Zehntausende? Mit derselben Energie würde ich um Größenordnungen mehr erreichen. Ich brauchte ein Medium, das sich für fundierte wissenschaftliche Publikationen eignet und dennoch die breite Masse anspricht – dafür ist ein Buch perfekt.
Zudem bin ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 14 Jahre alt. Ein gutes Alter, um aus einer objektiven Perspektive auf die Situation zu blicken. Schließlich werde ich mit einer Tatsache konfrontiert sein, die ein Grundprinzip unserer Welt ist, aber in den letzten Jahren regelrecht vergessen wurde: Jede Tat hat eine Konsequenz. Da Tat und Konsequenz aber oft (streng genommen immer) zeitversetzt auftreten und die menschliche Lebensspanne begrenzt ist leidet unsere ganze Spezies unter chronischer zeitlicher Kurzsichtigkeit. Auch aus anderen Perspektiven heraus ist der Zeitpunkt perfekt.
Es wäre falsch, von einer positiven Entwicklung zu sprechen, die in letzter Zeit geschah – auf der Erde werden immer noch Kohlekraftwerke gebaut, es leugnen immer noch Menschen den Klimawandel und die Anzahl der KFZ-Zulassungen geht ebenfalls nicht zurück. Doch es geschieht ein Umdenken und das ist der Anfang. Ich präsentiere im letzten Teil meines Buches eine sehr radikale Auslegung dieses Umdenkens und wie es in der Zukunft weiter gehen wird, aber ich glaube 2019 wird als das Jahr des Anfangs dieses Umdenkens in die Geschichte eingehen.

Meine Generation versteht endlich, dass sie hier betrogen wird, dass sie Opfer eines Verbrechens sind, welches nicht erkannt aber nicht anerkannt wird. Vielleicht ist das, was wir in den letzten Jahrzehnten im Klimaschutz nicht erreicht haben auch nur eine milde Form des Klimawandelleugnens. Denn wenn wir das Ausmaß des Klimawandels wirklich verstanden und anerkannt hätten, dann gäbe es schon heute keine Kohlekraftwerke mehr auf diesem Planeten. Ich glaube, diese Phase neigt sich bei den Menschen dem Ende zu.
Wenn ich an die Zukunft denke, dann tue ich das einerseits optimistisch, da die gesamte Menschheitsgeschichte von einer Abnahme an Gewalt geprägt ist und von einer Zunahme der Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts und es keinen Anlass gibt, dass sich dies jetzt ändert. Anderseits blicke ich aber auch panisch in die Zukunft. Selbst ich, trotz der Tatsache, dass ich erst 13 Jahre die Erde bewohne, spüre die Veränderungen. Ich spüre, dass ich als ich Kleinkind war jedes Jahr von Wespen und Mücken gestochen wurde und jetzt seit fünf Jahren kein einziges mal. Ich spüre auch, dass wir uns von der Vorstellung gemäßigter Jahreszeiten verabschieden müssen und weiß, dass dies noch tragbare Verluste sind, die nur einen Vorgeschmack bieten, auf das, was in den nächsten Jahrzehnten kommt. Ich glaube aber auch, dass der Widerstand, der nun von der jungen Generation zu spüren ist nur ein Vorgeschmack auf das ist, was noch kommen wird.
Das Buch soll ein Beitrag zu dem jetzigen Umdenkprozess in unserer Gesellschaft sein. Ich würde es auch jedem Menschen schenken, aber irgendwie haperte es an der Finanzierung. Es soll einfach nur die Fakten darlegen und zeigen welche Maßnahmen jetzt notwendig sind, um die drohende Katastrophe zu verhindern. Ich glaube, dass man die Leute dann gar nicht mehr auffordern muss, sich umweltfreundlich zu verhalten. Das kommt bei Kenntnis der Fakten von selbst.
Helft mir helfen.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

Wie die Idee entstand ein Buch zu schreiben.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Wie die Idee entstand ein Buch zu schreiben.

Wie ist dieses Buch entstanden?

Es begann auf einer unserer Lesungen mit unserem Buch „Wir Wochenendrebellen“. Wir waren wir auf Benefiz-Lesereise, um Spenden für den Bau eines Brunnens in Äthiopien zu sammeln, wofür 10.000 Euro notwendig sind.

Wir standen bereits kurz vor Erreichen des Spendenziels und nach Abschluss einer weiteren Lesung fielen die Spenden erneut üppig aus, so dass sicher war, dass wir die 10.000 Euro demnächst erreichen werden.

Während Papsi sich noch mit einigen Zuhörern der Lesung unterhielt, kam jemand von der Stiftung zu mir und gratulierte zum Erreichen des Spendenziels. Die Dame erwähnte, dass damit jetzt Jungs wie ich in einem nordäthiopischen Dorf in die Schule gehen könnten, die Mädchen jedoch nicht, da es keine geschlechtergetrennten sanitären Anlagen gebe, wofür 25.000 Euro notwendig seien. Zwei Minuten später verkündete ich, dass wir die 10.000 Euro fast erreicht haben und nun solange lesen werden, bis wir 25.000 Euro Spenden beisammen haben. Papsi, der sich immer noch unterhielt, wurde hellhörig und fragte mich anschließend, was ich dort gerade gesagt hätte. „Das hast du schon verstanden.“, antwortete ich. Er war nicht sehr erfreut.

Später im Hotel stritten wir zunächst und  diskutierten dann darüber, schließlich hatte ich ohne Absprache das Spendenziel erneut erhöht. Zu Beginn tat ich das ja schon einmal, denn eigentlich sollte uns unsere Lesereise nur nach Berlin, Kassel und Hamburg führen und die ca. 300 € die wir dort mitnehmen wollten spenden wir, damit Papsi sein Versprechen einlöst, dass wir die Welt ein wenig besser machen. So war der Plan.   

Wir einigten uns auf einen Kompromiss: Wir werden vorerst weiterlesen, bis alle vereinbarten oder derzeit in Absprache stehenden Lesungen durch sind. Um den Rest zur Spendensumme müsste ich mich kümmern, wie genau, das ist mir überlassen.

Ich überlegte einige Zeit, wie ich möglichst effizient die Spendensumme erfüllen und dabei idealerweise noch etwas positives bewirken könnte. Ich wollte alleine ein Buch schreiben, das war schon immer eines meiner Ziele. Ich überlegte wie ich meine wissenschaftliche Kompetenz mit meinem Veränderungswillen und meiner Radikalität in Beschlüssen kombinieren kann – die Lösung lag auf der Hand: Anhand wissenschaftlicher Theorien aufzeigen, wie wertvoll und unwahrscheinlich unsere Welt ist, dann anhand meines nüchternen Überblicks über wissenschafrtlicheThemen erklären, wie widersprüchlich unsere Gesellschaft ist und anschließend in einem Appell zu radikalen Maßnahmen aufrufen. Das sollte das Konzept des Buches sein.

Die Erlöse dieses Buches sollten dann die Restsumme des Spendenziels decken. An Ideen mangelte es nicht, an Zeit auch nicht. Schließlich sitze ich jedes Wochenende mindestens zehn Stunden im Zug und weitere zehn bis zwölf Stunden in Cafés und warte auf Papsi, während er arbeitet. Also erstellte ich ein Inhaltsverzeichnis, welches damals aus 16 Kapiteln bestand und teilte sie in drei Teile. Teil I erklärt die Entstehung der Welt, wie sie heute ist und zeigt damit ihre Besonderheit auf. Teil II ist ein Querschnitt durch die heutige Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven und Teil III ist ein wissenschaftlich begründeter Appell, der erklärt wieso radikale Maßnahmen jetzt nötig sind. Ich fing an zu schreiben, verwarf Texte, schrieb Sie wieder neu. Über die Hälfte des Geschriebenen entstand im ICE, meistens auf den Strecken Kassel-München oder Kassel-Dresden, ab und zu auch Dresden-München. Ein Großteil des dritten Teils schrieb ich in Gastronomien, die oft in Bahnhofsnähe vorzufinden sind und durch ein goldenes M gekennzeichnet werden, meistens in Würzburg oder Dresden, bei einem Grünen Tee, während Papsi Termine hatte. Die Sommerferien 2018 habe ich von 09:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends oft durchgeschrieben, weil Papsi an der Arbeit viel zu tun hatte und ich schnell im Schreibfluss war.  Die schönste Location war das Café Jasmin in München. Hier wurde ein beträchtlicher Anteil des ersten Blocks geschrieben und jetzt auch vor wenigen Wochen der Start des Crowdfundings in die Wege geleitet. Als ich schließlich so weit war, hatten wir die 25.000 Euro schon längst erreicht, mittlerweile stehen wir bei ca. 36.000 €, die auf Lesereisen unsere Zuhörer spendeten. Ich wollte nun einen zusätzlichen Brunnen bauen, wofür ich erneut 10.000 Euro brauchen werde.

Nach etwas mehr als einem Jahr nach Beginn des Schreibens standen alle der 16 Kapitel und ich ließ vereinzelt Leute das erste Mal lesen. Doch fertig war das Buch noch lange nicht. Laut der Rückmeldungen war Kapitel 1 von Teil I sehr schwierig zu verstehen. Nun könnte man sagen, es geht um den Urknall, wie soll man das einfach verstehen. So revidierte ich dieses Kapitel im Regionalexpress von Hof nach Nürnberg. Es war schon deutlich nach 23:00 Uhr. Ich dachte, das sei ein angemessener Ort. Ich hatte kein Internet, so habe ich sehr komplizierte Dinge einfach gestrichen, weil ich sonst vielleicht nochmal online hätte nachschauen müssen – und es funktionierte. Ich ließ die schwierigsten Dinge weg und der Sinn blieb erhalten. Selbst ich fand es im Anschluss einfacher zu verstehen. Doch als die Anzahl der Wörter sich langsam der 4.000 näherte, entschloss ich mich das Kapitel in zwei Hälften zu teilen. Ich denke die Überarbeitung der ersten beiden Kapitel tat dem Verständnis des gesamten Buches recht gut.

Es war bereits 2018 und ich hatte das Bedürfnis im Tempo einen Zahn zuzulegen. Nachdem Papsi das Buch vollständig gelesen hat, fügte ich noch zwei Kapitel hinzu. Eines sollte an das Kapitel zur Digitalisierung anschließen. Papsi sagte mir, dass das Kapitel sehr interessant ist, es mir aber womöglich nicht gelinge, den derzeitigen Digitalisierungsskeptikern die Angst zu nehmen. Daher schrieb ich ein Kapitel über die Zukunft der Arbeit und nahm dabei das bedingungslose Grundeinkommen in den Fokus. Außerdem fügte ich ein Abschlusskapitel hinzu, in dem ich meinen Appell unterbrachte. Das sollte es sein – ich war bei 19 Kapiteln. Mein Ziel war (und ist) es noch 2019 zu veröffentlichen. Daher suchte ich nun nach jemandem, der das wissenschaftliche Lektorat übernahm und einfach nach groben wissenschaftlichen Fehlern suchte oder Dinge vielleicht weniger umständlich erklären kann. Klaus Peter Haupt, der Leiter des örtlichen Forschungszentrums, an dem ich seit 2016 zur Chaostheorie forschte, erklärte sich einverstanden es zu übernehmen. Dabei kamen sehr hilfreiche Vorschläge zusammen, etwa habt ihr es ihm zu verdanken, dass Kapitel 1 nochmal ein gutes Stück einfacher zu verstehen ist. So ließ ich Begriffe wie Phasenraum oder Attraktor weg und verwendete andere Erklärungsmodelle. Außerdem unterhielten wir uns über die Aussagen, die ich zur Entropie traf. In Kapitel 1 schrieb ich über die Entropie als „Undordnung“ und erklärte, dass die Entropie in geschlossenen stets größer werde, auch während der Phase der Inflation, der ich Kapitel 2 widme. Er sagte mir, er wünsche sich, dass ich Recht habe, denn das sei eine sehr elegante, aber auch sehr umstrittene Vorstellung. So wurde in der Frühzeit des Begriffes regelrecht damit um sich geworfen und allerlei Unsinn publiziert. Namenhafte Physiker wie Roger Penrose übernahmen ihn und machten ihn populär. Doch für die These, die Penrose und Co. verbreiteten und die auch ich verbreitet hätte gibt es schlüssige Gegenbeispiele. Ich ließ mich überzeugen (obwohl ich bis heute etwas wehmütig bin, denn die bittere Wahrheit ist, dass Entropie nichts mit der schönen Entwicklung zutun hat, die so gerne gezeichnet wird, sondern eine abstrakte Zahl ist, die sich nicht mit spürbaren Eigenschaften wie „Unordnung“ gleichschalten lässt und auch keiner gegebenen Entwicklung folgt). Damit wurde mir die Lust genommen, Entropie überhaupt zu erwähnen und ich ließ sie unter den Tisch fallen – der Sinn änderte sich nicht. Das Buch hätte so in seiner Form vielleicht nicht existiert, hätte es nicht die vielen Tipps und Vorschläge gegeben. Ich hätte die Irrtümer von Penrose übernommen und es wäre vielleicht nie ein populärwissenschaftliches Werk geworden, welches die Chance hat das Verhalten der breiten Bevölkerung zu ändern, sondern lediglich ein Nachschlagewerk für ein Promilleanteil unserer Gesellschaft.

So entstand es. Beginnend mit einem Versprechen die Welt zu verbessern, meinem Druck auf Papsi dieses Versprechen einzuhalten, meiner großen Klappe und dem Mut Entscheidungen alleine zu treffen und der Disziplin die Konsequenzen meines Handelns zu tragen. Das Crowdfunding verläuft anders als erwartet, aber ich habe die Crowdfundingsumme erreicht. Das ist wichtig. Ich kann die Menschen, die sich ums Lektorat, um den Satz und um den Druck kümmern nun selbst fair bezahlen und mich nun auf die Veröffentlichung des E-Books vorbereiten für das alle Unkosten gedeckt sind. Die vollständigen Einnahmen aus dem E-Book, in der Regel sind dies je nach Handling ca. 70% kann ich so nun der Neven Subotic Stiftung zukommen lassen und wer weiß, vielleicht findet sich ja doch noch ein Verlag, der meine Druckbedingungen für ein Taschenbuch akzeptiert. Dann fließen auch diese Erlöse an die Stiftung. Warum es ausgerechnet die Neven Subotic Stiftung sein soll, verrate ich euch in den nächsten Tagen.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

Was macht eine Umweltdruckerei zur Umweltdruckerei?

Eine Umweltdruckerei? Was ist das eigentlich? Das wollen wir heute und morgen klären. Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Zu Besuch in einer ökologischen Druckerei

Die Suche nach einer wirklich ökologischen Druckerei gestaltet sich schwieriger als ich dachte. Das simple Bedienen einer Suchmaschine ( Ecosia > Google) reichte nicht aus. Viele Druckereien springen auf den Nachhaltigkeitstrend auf und kompensieren Teile ihres Co2 Ausstoßes um sich mit Titeln „Ökodruckerei“, „Umweltdruckerei“ schmücken zu können. Doch auch hier gilt es wie in allen Lebensbereichen: Erst vermeiden, dann kompensieren.

Laut Internetseite fand ich ein recht ganzheitlich durchdachtes Konzept bei der Druckerei Lokay in Reinheim. Also bin ich dorthin gefahren und habe mir das einmal genauer angeschaut. Herausgekommen ist dieses Interview (Hier Radiorebell Podcast gratis abonnieren) mit dem Geschäftsführer, Herrn Ralf Lokay, sowie ein Youtube-Video, wo wir uns die Druckerei selbst mal anschauen, welches ich morgen veröffentlichen werde.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

Schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

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Weihnachten

Weihnachten feiern wir alle auf unterschiedliche Weise. In Indien überreicht man sich Zitronen, in Japan geht man zur Partnersuche in die Karaokebar, in Großbritannien werden in Feigenpudding Geldmünzen versteckt, in China weiß man noch nicht mal, dass man die Geburt Christi feiert und in Taiwan feiert man die Unterschreibung der taiwanesischen Verfassung. In Mitteleuropa verbinden wir es mit gewissen Werten und Bräuchen. Durch Weihnachten hat es die Kirche geschafft, über viele Jahrhunderte einen Kontrast zu der oft grausamen und tristen Zeit zu setzen, in der Folter und Tod an der Tagesordnung standen. Aus genau diesen Zeiten stammen die meisten religiösen Vorstellungen des Weltuntergangs, der Apokalypse und der vorhergehenden Endzeit. Es werden Kriege und Hungernöte auf der ganzen Welt beschrieben, die Erde schmelze unter sengender Hitze dahin.

Uns geht es heute so gut wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Und gleichzeitig sind wir dem beschriebenen Endzeitszenario so nah wie noch nie zuvor, doch ohne es zu wissen oder besser gesagt: Ohne auf Basis des Wissen entsprechend anderweitig zu handeln.  In jeder noch so brenzligen Situation hat Weihnachten Hoffnung verbreitet. Im ersten Weltkrieg haben sich deutsche und britische Soldaten mitten im Stellungskrieg verbrüdert. Auf der Apollo 8 Mission verbreiteten die drei Astronauten Hoffnung, als sie der Welt nach jenem politisch so turbulenten Jahr, das von der Ermordung Martin Luther Kings und dem Vietnamkrieg geprägt war, die Schöpfungsgeschichte mit dem Blick auf die Erde vorlasen. Nicht, dass sich meiner Meinung danach nur ein Fünkchen Wahrheit verbirgt, aber als Mittel zum Zweck erfüllen solche Momente durchaus ihr Soll – die Menschheit zusammenrücken zu lassen.

Doch alleine durch Hoffnung lässt sich die jetzige Problematik nicht lösen. Die Klimakrise übertrifft alle je dagewesenen Katastrophen um Längen. Letztlich ist nämlich auch Hoffnung ein Mittel zum Zweck genau so wie Angst, Macht, Geld und eben auch Religion. Es gibt sicherlich Menschen, die mehr Macht als ich haben.

Hätte ich mehr Macht, müsste ich kein Buch schreiben. Doch daran, diese Macht dafür einzusetzen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen scheitern alle großen Machthaber kläglich. Scheinbar besinnt man sich zu dieser Zeit auch oft auf das wirklich wichtige und wesentliche. Das wichtige ist nicht, was Maaßen oder Seehofer oder wer auch immer jetzt schon wieder von sich gegeben hat, nicht ob wir eine neue Hymne brauchen und ob es Kindergärten erlaubt sein sollte, auf Schweinefleisch zu verzichten, sondern wie sich die drohende Ausrottung der Menschheit verhindern lässt. Das ist das Thema, welches uns alle binden sollte, woran alle Menschen arbeiten sollten, was überall gelehrt werden sollte, was bei allen und überall höchste Priorität haben sollte. Jede unserer Handlungen muss intuitiv ökologisch geprägt sein, denn ein mögliches Ende ist nah. Nur weil etwas nicht greifbar ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht existiert. Die Pest war nicht greifbar. Die Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff und das darauf folgende Massenaussterben auch nicht. Dennoch waren beides Katastrophen, die Millionen von Lebewesen das Leben kosteten. Wäre es nicht der Klimawandel, sondern ein 100 Kilometer großer Asteroid, der auf die Erde zurast, dann würde man sicher sehr wenige Menschen sagen hören, es sei Propaganda der Raumfahrtlobby oder der Markt regele das schon und wir sollten mit der Panikmache und Hysterie aufhören und in Ruhe abwarten ob so ein Einschlag nicht mehr Chancen als Risiken brächte und ob es nicht schon seit hunderttausenden von Jahren Einschläge dieser Art gab, sondern die ganze Menschheit würde ihre gesamte Kraft in die Bekämpfung der Katastrophe legen, denn ein Asteroid ist im Gegensatz zur Klimakrise greifbar. Wir leben in einer Zeit mit schwierigen und komplexen Fragen rund um die Uhr, so dass Gruppen mit einfachen Antworten oder Leugnungen des Problems massiven Zulauf erhalten. Asteroiden, welche die Erde im Abstand von vielen tausend Kilometern passieren sind häufig präsenter in den Nachrichten als das Abschmelzen des Permafrosts, welches unser aller Existenz unmittelbar bedroht und – wenn wir nichts tun – unweigerlich unsere Zivilisation zerstören wird.

Hoffnung und Besinnung auf das wesentliche sind nicht alles, was mein Buch zum idealen Weihnachtsgeschenk macht. Es geht auch darum, wenn ich es mal passend zum Kontext Weihnachten ausdrücken darf, die Schöpfung zu bewahren. All das ist nur durch eine lange Kette an Zufällen entstanden von dem jeder Einzelne sich eigentlich nur mit einer gegen null gehenden Wahrscheinlichkeit ereignet. Das entspricht der Redensweise, die Philosophen würden die Welt nur unterschiedlich interpretieren, es gehe aber darum, sie zu verbessern. Es ist egal, was man von der Welt denkt, woran man glaubt, welche Erfahrungen man hat. Es ist egal, wie die Welt entstanden ist, wir müssen sie nun gemeinsam schützen. Die Angewiesenheit auf die Erde ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Menschen. Wir alle sind in großer Gefahr. Der Klimawandel ist ein Kommunist. Er unterscheidet nicht zwischen reich und arm, zwischen jung und alt, zwischen groß und klein, zwischen gläubig und nicht gläubig, zwischen Europäern, Afrikanern, Amerikanern, Australiern und Asiaten. Er verhandelt nicht. Er spricht nicht. Er diskutiert nicht. Er handelt, bzw. wandelt. Und genau das sollten, nein, müssen wir auch machen, wenn wir überleben wollen. Einen Lebensstil entwickeln, der verantwortungsvollen Umgang mit sehr begrenzten Ressourcen mit dem sicherlich notwendigen Verzicht in Einklang bringt und dies mit einem hohen Maß an Lebensqualität verbindet. Das dies die lebenslange Schnitzel-Flatrate ausschließt ist gar nicht so bitter. Den Verzicht auf Spekulatius haben wir ja auch in zehn von zwölf Monaten gelernt. Das gilt es, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, einer Zeit, in der man das Leben feiert, in aller Deutlichkeit auszudrücken. Mein Buch überzeugt Menschen. Schenke es jemandem. Für frohe Weihnachten.

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(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil III

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Vorabauszüge aus meinem Buch. Es gibt Medien, die wollten sie und ich wollte nicht und es gibt Medien, die ich will, die von meinem Buch nichts wissen. So bleibt als beste Vorveröffentlichungsplattform zum Glück noch immer mein Blog, auch wenn es da nicht so viele lesen.

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Auszug aus dem dritten Teil meines Buches:

„Jeder, der behauptet, man könne den Klimawandel auch aufhalten, ohne sich komplett vegan zu ernähren und auf fossile Brennstoffe zu verzichten, der erzählt eine Lüge. Natürlich können Emissionen durch Innovationen und Ideen verringert werden, aber das Klima kann nur mit strikten Verboten unter dem Kipppunkt gehalten werden. Menschen, die behaupten, es ginge anders, haben die Theorie einfach nicht begriffen. Die Emissionen müssen auf beinahe null gesenkt werden. Das ist ohne Veganismus und Autofreiheit nicht möglich. Es scheint, als sei unsere Zeit nicht reif für schmerzhafte Wahrheiten. Wir könnten auch Fleisch im Labor züchten, von den Alternativen in der Mobilität ganz zu schweigen. Doch es bringt einfach nichts, sich darüber aufzuregen, dass juristische Spitzfindigkeiten, politische Trägheit und Bequemlichkeit sowie Profitgier das verhindern. Es ist einfach, sich als Dorfbewohner aus der Affäre zu ziehen, indem man sagt, die Politik hätte verpennt (was auch stimmt, aber das tut nichts zur Sache). Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung, es ist viel befriedigender dem zu trotzen, mit dem Bus zu fahren, obwohl er nur alle zwei Stunden fährt, sich vegan zu ernähren, obwohl es in der Öffentlichkeit nur wenige Angebote dafür gibt. Zwischen uns Menschen und der Natur gibt es einen riesigen Unterschied. Wir Menschen diskutieren viel und handeln nicht. Die Natur diskutiert gar nicht und handelt konsequent. Die Natur diskutiert nicht mit euch darüber, ob Fleischessen ein Menschenrecht oder ein Auto auf dem Dorf notwendig ist. Das verdeutlicht wieder diese beklemmende Alternativlosigkeit, vor der wir stehen. Wenn man sagt, dass man sich nicht vegetarisch oder vegan ernährt, weil es in der heutigen Zeit eben nicht so einfach ist, hat man zwar recht, aber man gibt die Menschheit an sich auf. Egal wie riesig und unverhältnismäßig der Aufwand ist, die Alternative ist immer schlimmer. Es ist kein Wagnis, die Aussage zu treffen, dass ein philosophisches Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden wird. Die Frage ist nur, ob wir dies aus freien Stücken tun werden, oder ob uns Mutter Natur in die oftmals in rechtskonservativen Kreisen beschworene und dann tatsächlich herrschende Ökodiktatur versetzen wird.

In ein bis zwei Generationen werden die Menschen den Verzehr von Tieren abstoßend und befremdlich finden. Sollte sich meine Prognose erfüllen, so hätten wir eine Chance, die CO2-Emissionen in der Tat auf null zu reduzieren. Es wäre jedoch zu spät. Denn in spätestens zwei Generationen ist der Kipppunkt definitiv überschritten, wenn wir den Beschwichtigungen und Lügen großer Teile der Politik Glauben schenken. Die Tatsache, dass es in unserer Hand liegt, über die nächsten Jahrtausende auf der Erde zu entscheiden, hat einen simplen Grund, nämlich den, dass wir eine Erderwärmung von 1°C haben, und knapp darüber die irreversiblen Prozesse beginnen, die unsere Welt unbewohnbar machen werden. Es geht um das Stichwort Klimagerechtigkeit. Es ist nicht gerecht, dass die geringsten CO2-Emittenten, unsere Kinder und Kindeskinder, unter unserem Versagen zu leiden haben werden. Es ist nicht gerecht, dass wir über das Schicksal, über die Lebensqualität und über den Lebensraum künftiger Generationen entscheiden.“

Aus Kapitel 19 von Teil III meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Ein wenig erinnert mich diese Passage immer an meine Diskussionen zur Pendlerpauschale, in denen es in den letzten Monaten nach meiner öffentlichen Kritik und Forderung nach der ersatzlosen Abschaffung der Pendlerpauschale für alle Autofahrer durchaus auch einmal etwas ruppiger zuging. Im Grunde genommen wurde ich darin in meinen Ansichten, die ich schon vorher in diesem Absatz festhielt nur bestätigt. Ich möchte jetzt hier nicht die gesamte Argumentationskette wieder hervorholen, wer sich dafür interessiert, kann sich hier mein Statement komplett durchlesen. Im wesentlichen wollte ich in dieser Erörterung aber genau auf den Punkt hinaus, den ich auch im Buch vertrete. Ich habe nie behauptet, eine Streichung der Pendlerpauschale, ich nehme sie jetzt einfach mal als stellvertretendes Beispiel für viele Verbote und andere Klimaschutzmaßnahmen, seien gerecht, sozial, fair oder auch nur moralisch vertretbar.

Und jetzt? Aussterben? Ist auch nicht das gelbe vom Ei. So wahnsinnig viel gibt es da gar nicht hinzuzufügen, daher ist dies eher einer der kürzeren Beiträge. Aus diesem simplen Grund habe ich auch nicht darüber diskutiert, wie man als auf dem Land lebender Mensch ohne Auto zur Arbeit kommen soll. Umziehen, kündigen, hartzen, keine Ahnung. Doch ich präsentiere hier keine Ansichten, sondern lediglich die Faktenlage, aus denen selbst der Ungebildetste unter euch die Handlungsvorschrift recht eindeutig ablesen kann. In der gesamten derzeitigen Situation sehe ich mich als den Vertreter der Natur. Und die Natur diskutiert nicht, sie verhandelt nicht und sie schert sich auch nicht um soziale Gerechtigkeit. Für eine sozial nachhaltige Lösung des Klimaproblems ist es in meinen Augen zu spät. Daher: ohne Rücksicht auf Verluste handeln. Die Alternative ist das sichere Ende der Zivilisation, so wie wir sie kennen. Moral, Nachhaltigkeit, Sinn und Vernunft. Nichts davon ist mehr von Bedeutung. Wie ich es als Groundhopper für einen Großteil meiner Zielgruppe einmal zusammengefasst habe: Wir liegen 0:5 hinten in der Nachspielzeit des alles entscheidenden Spiels. Es gibt kein morgen. Sollen wir uns jetzt hinten reinstellen oder ohne Sinn und Verstand nach vorne preschen, die Gegner hemmungslos umnieten und uns am letzten Strohhalm festhalten, dass wir dieses Ding noch gedreht bekommen? Klingt schon logisch, oder?

Natürlich kann man sich auch herausreden, wie ich beschrieben habe, in dem man sich selbst von der Verantwortung befreit, mich als hochnäsig bezeichnet, dass ich mich in meinen Alter darüber ja noch gar nicht richtig äußern könnte oder, für ganz stumpfe Intellekte, die ganze Sache einfach leugnet. Wenn irgendein Mensch auf diese Welt das Recht dazu hat, darüber zu schreiben, dann ist es ein direkt Betroffener der auch noch Ahnung vom Thema hat. Auf 95% der Urheber der Kommentare zu meinem Statement trifft keines davon zu. Ich bin bekennender Utilitarist. Für mich kann man alles gegeneinander abwägen. Dabei sind zukünftige Menschenleben gleichwertig mit gegenwärtigen. Ja, der Klimaschutz wird Menschen mit großen Probleme konfrontieren, Menschen arbeitslos machen, Menschen an den Rand der Existenz bringen, vielleicht sogar Menschen opfern. Und all das lass ich mir gerne auf mein Konto anrechnen. Denn all das wird sich lohnen.

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(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil II

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Warum die Bild am Sonntag keine Vorabauszüge bekommt, habe ich hier beschrieben. Für mich nachvollziehbar ist es aber, dass viele sich vielleicht nicht trauen innerhalb meines Crowdfundings mein Buch zu erstehen, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Das möchte ich ändern und zumindest einen Kapitelauszug aus jedem der drei Teile meines Buches hier im Blog veröffentlichen. Es ist nicht die Reichweite der Bild am Sonntag, aber vielleicht kennt ihr ja jemanden, der sich für die Thematik interessiert und dem ihr das Crowdfunding ans Herz legen könnt oder für den ihr gleich selbst zuschlagt um euch ein schönes Weihnachtsgeschenk zu sichern.

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Auszug aus dem zweiten Teil meines Buches:

„Die Energie, die wir beispielsweise an der Nordsee durch Offshore-Anlagen produzieren, wird zu einem großen Teil nicht genutzt. Tatsächlich sind die Stromtrassen so schlecht ausgebaut, dass in Bayern die Braunkohlekraftwerke angeschaltet werden müssen, während die Offshore-Anlagen ins Ausland exportieren. Jeder elektrische Leiter leistet einen sogenannten elektrischen Widerstand. Den Widerstand kann man sich als Barrieren innerhalb des Leiters vorstellen, die dem Stromfluss im Weg stehen. Um diese Barrieren zu überwinden, ist Energie nötig, die dann nicht am Ende ankommt. Eine 1:1-Übertragung von Strom in der ganzen Welt ist mit der derzeitigen Technologie also nicht möglich. Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer.

In der Schule lernt man, dass der elektrische Widerstand größer wird, wenn die Temperatur größer wird. Man kann sich das so vorstellen, dass sich die Barrieren bei hohen Temperaturen schneller bewegen und den Stromfluss somit noch stärker stören. Kühlt man einen Stoff, so sinkt der Widerstand, und die Leitung des Stroms funktioniert besser. Doch jeder Stoff hat eine sogenannte Sprungtemperatur. Kühlt man einige Körper unter die Sprungtemperatur hinaus, dann fällt der elektrische Widerstand plötzlich abrupt auf null. Ist dieser Zustand erreicht, dann gibt es im Objekt keine elektrischen und magnetischen Felder (für eine ausführliche Erklärung siehe Kapitel 1 und 2) mehr, man spricht von einem Supraleiter. Einige Supraleiter können sogar äußere magnetische Felder verdrängen. Dadurch können sie durch Magnetfelder schweben. Das klingt nach einer Schlüsseltechnologie: Ein Material, welches Strom ohne Verluste transportieren und zum Schweben gebracht werden kann, hätte viele Anwendungsmöglichkeiten für Energie, Verkehr und Kybernetik. Doch es gibt einen Nachteil. Dieser Zustand wird eben nur bei extrem niedrigen Temperaturen erreicht. Es ist fraglich, ob es energetisch sinnvoll ist, einen verlustfreien Energietransport zu garantieren, indem man Stromtrassen auf -200°C kühlt. Deshalb suchen Wissenschaftler nach Möglichkeiten, diesen Zustand auch bei höheren Temperaturen herbeizuführen. 2019 sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Man hat ein Material namens Lanthanhydrid gefunden, welches schon bei -23°C supraleitend wird. Verwandte Materialien könnten schon bald Supraleitung über dem Gefrierpunkt ermöglichen. Die Entdeckung von Supraleitern bei Raumtemperatur würde vermutlich endgültig die vierte Industrielle Revolution auslösen. Dann wären wir kurz davor, zur Zivilisation Typ 1 zu werden. Ein zollfreier Markt aus erneuerbaren Energien, der für jeden zugänglich ist, und ein Transport durch Supraleiter, das ist meiner Meinung nach die Zukunft der Energie, beziehungsweise die Energie der Zukunft.

Einige fragen nach noch unbekannten Arten der Energiegewinnung. Zu nennen sei in diesem Zusammenhang die Kernfusion, deren Wirkungsprinzip ihr schon in Kapitel 3 erfahren habt. Es ist das Prinzip, welches auch Sterne leuchten lässt. Auch Kernfusion ist eine potentielle Backstop-Technologie. So hat die Europäische Union das Projekt ITER gestartet, dessen Ziel es ist, den ersten Kernfusionsreaktor ans Netz zu bringen. Das ist ein nobles Ziel, immerhin garantiert die Kernfusion eine unerschöpfliche Energiequelle, die keinen Abfall, kein CO2 und keine großen Kosten verursacht. Daher hat die Europäische Union das Projekt aus ihrem Klimaschutzetat finanziert. Das sehe ich persönlich sehr kritisch. Erstens ist es nicht sicher, ob jemals ein Fusionsreaktor Energie liefern wird, weil es gar nicht klar ist, dass das Prinzip funktioniert. Zweitens ist die Kernfusion eine Technologie, die man gefühlt schon immer 20 Jahre in der Zukunft liegend sieht. Mittlerweile ist man realistisch und sagt, dass der ITER frühestens 2050 ans Netz gehen wird. Für die Lösung unserer Klimaprobleme ist das jedoch zu spät.

Des Weiteren befinden sich in der Reihe der potentiellen zukünftigen Energien andere Formen der Solarenergie, etwa der Dyson-Schwarm aus dem letzten Kapitel, der die Energie der Sonne direkt abzapfen soll. Meiner Meinung nach sind das Technologien, die uns vielleicht in einigen Jahrhunderten zur Zivilisation Typ 2 verhelfen können. Doch zunächst sollten wir die Energie der Erde nutzen, um zur Zivilisation Typ 1 zu werden und unser Klimaproblem schnell zu lösen. Auch dafür sind jedoch Investitionen notwendig, die sich erst nach Jahrzehnten lohnen. Das ist immer eine gefährliche Sache, erst recht wenn es um Forschung geht, denn auch wenn es im Bereich der Supraleiter besser aussieht als bei der Kernfusion, ist es nicht garantiert, dass Supraleiter bei Raumtemperatur möglich sind. Wenn wir es nicht erforschen, dann werden wir es nie erfahren. Wer immer nur im Hier und Jetzt lebt, der wird auch in Zukunft im Hier und Jetzt leben müssen, welches er durch genau diese Denkweise verursacht hat. Wer aber vorrausschauend lebt, der kann dies auch in Zukunft tun, da er im Hier und Jetzt keine Probleme hat.“

Aus Kapitel 9 von Teil II meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Mich überkommt immer wieder eine Mischung aus Eifersucht, Verwunderung und Skepsis, wenn ich mit anderen Menschen über die Klimakrise spreche. Oft transportiert mein Gegenüber dabei einen in meinen Augen völlig unangebrachten Optimismus. Während ich meist recht panisch spreche, frage ich mich, ob er den Ernst der Lage verstanden hat und wer hier gerade die eingeschränkte Perspektive hat. Häufig sind es Technologie, Innovation und Fortschritt Schlüsselworte in der Debatte. Über meinen Blickwinkel auf die Rolle von neuen Technologien in der Lösung der Klimakrise schreibe ich auch in Teil II, wo ich die jetzige Situation unserer Gesellschaft oft auch anhand historischer Beispiele beschreibe.

Wenn ich mal wieder zu einem historischen Beispiel greifen darf, dann hat Technologie bisher noch nie derartiges bewirkt. Ganz im Gegenteil: Mit jeder Technologie hat sich die Sache bisher verschlimmert. FCKW, als CO2-neutraler Heilbringer gepriesen, erwies sich als hochgradig ozonschädigend. Das Auto wurde als Nachfolger der schmutzigen und nahrungsmittelintensiven Pferde gefeiert und quasi zu einer Ersatzreligion für Europäer, heute ist es ein Hauptproblem in unserer Gesellschaft – Wasserstoffautos und Co. haben sich nicht einmal ansatzweise durchgesetzt. Künstliche Kernfusion, mit der teilweise die Zerstörung von Wind- und Solarlobby gerechtfertigt wurde, funktioniert derzeit noch nicht einmal theoretisch sicher. Und der freie Markt regelt schlicht und einfach gar nichts, sonst gäbe es ja auch keine FDP.

Kommen wir mal wieder auf FCKW zurück. Nach dem Verbot erholte sich das Ozonloch drastisch, nach strengeren Vorlagen für die Industrie verbesserte sich die Gewässerqualität in Deutschland schlagartig, nach der Verteuerung von Plastiktüten ging der Verbrauch rapide zurück, durch eine verbindliche nachhaltige Holzwirtschaft wächst die Waldfläche Deutschlands jährlich. Bisher hat sich nur durch Regulierungen und Verbote seitens der Politik etwas verändert. Natürlich kann es sein, dass es Technologien geben wird, die uns beim Klimaschutz helfen. Natürlich werden wir eines Tages neue Formen der Energiegewinnung finden. Doch unsere gesamte Existenz in diese Hoffnung zu legen, ist nicht zu verantworten. Die Solarzelle gibt es seit 1883, Windkraft wird seit dem 12.Jahrhundert genutzt und Glas gibt es seit 3500 v. Chr. Es gibt Alternativen. Es gibt Technologien, und zwar zu Hauf. Und wenn es noch mehr geben sollte in Zukunft, schön. Aber darauf als alleinige Lösung zu vertrauen ist vermutlich nichts mehr als Verdrängung.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil I

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Gestern habe habe ich euch beschrieben, warum ich die Anfrage einer großen Zeitung nach Vorabauszügen aus meinem Buch abgelehnt habe. Da ich die Idee dennoch recht gut finde, die wenigsten die Katze im Sack kaufen möchten und mir nur noch 300 Buchkäufer fehlen um eine deutliche Druckkostenreduzierung zu erzielen, habe ich mich entschlossen, euch als meinen potentiellen Unterstützern Vorabauszüge zu zeigen. So möchte ich euch in den nächsten drei Tagen aus jedem Teil meines Buches eine Passage zur Verfügung stellen und etwas detaillierter darauf eingehen. Vielleicht helft ihr mir die Inhalte aus meiner Filterblase zu tragen um noch den ein oder anderen Unterstützer gewinnen zu können. Los geht’s!

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Auszug aus dem ersten Teil meines Buches:

„Isaac Newton suchte große Teile seines Lebens nach einem Naturgesetz, das beschreibt, wieso die Erde 149.600.000 Kilometer von der Sonne entfernt ist und so genau in der habitablen Zone liegt. Nach Jahrzehnten erfolgloser Suche war er am Verzweifeln. Tja, die Suche nach diesem Gesetz war wohl das, was wir heute als verschwendete Lebenszeit bezeichnen, denn so ein Gesetz gibt es nicht. Um es sich besser zu veranschaulichen, stellt euch einen Würfel mit 1.000 Flächen vor. (Mathematisch ungenau, denn mit 1.000 Flächen ist es kein Würfel, aber es geht um das Prinzip des Würfelwurfes.) Die Zahl 1.000 steht für einen lebensfreundlichen Planeten. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass sie die 1.000 würfeln. Genauso unwahrscheinlich ist es jedoch, dass sie eine 362 würfeln. Jetzt würfeln sie eine Million dieser Würfel auf einmal. Sie erwarten natürlich, dass ein paar Würfel die Zahl 1.000 zeigen. Dem ist auch wahrscheinlich so. Es gibt im Universum so viele Planeten, dass es statistisch fast unmöglich ist, dass sich kein Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen bildet. Wir hatten Glück, das ist alles. Es gibt kein Gesetz, welches sagt, dass das so sein muss, denn es muss nicht so sein, es war nun mal so.

Die Erklärung dafür ist philosophisch. Wenn wir allerdings kein Glück gehabt hätten, wären wir nicht da und könnten nicht darüber nachdenken. Es ist also nötig, dass man Glück hat, damit man sich fragen kann, wieso man Glück hat. Ähnlich wie bei einem Wettbewerb mit einer Million Teilnehmer, von denen nur einer gewinnt. Keiner der 999.999 Verlierer wird sich fragen, wieso er wohl verloren hat. Der Sieger fragt sich dagegen schon, wieso er der Sieger ist. Wenn er es nicht wäre, könnte er sich die Frage nicht stellen. Philosophen sprechen vom anthropischen Prinzip. Vermutlich haben auch andere Planeten den Jackpot gewonnen. Nach neusten Erkenntnissen könnte jeder zwanzigste Planet in der bewohnbaren Zone liegen. Auch das hat eine philosophische Seite. In jedem neuen Weltbild haben wir eine unbedeutendere Stellung eingenommen. Zuerst waren wir der Mittelpunkt des Universums, dann war die Sonne der Mittelpunkt des Universums. Zuerst dachten wir, unsere Galaxis sei alles, was es gab, und jetzt ist auch sie nur eine von zwei Billionen Galaxien. Diesen Trend bezeichnet man als kopernikanisches Prinzip.“

Aus Kapitel 3 von Teil I (Die Geburt eines Wunders) meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Der oben aufgeführte Auszug fasst den Kerngedanken von Teil I meines Buches recht gut zusammen. Natürlich geht es auch viel um die physikalischen Details zur Entstehung und Entwicklung des Universums, doch die wären in einem Absatz aus dem Kontext gerissen und damit sowieso als Auszug ungeeignet, daher habe ich mich für eine Passage entschieden, die sich viel mehr unserer Rolle im Universum und unserem eigenen Weltbild widmet. Genau dieses Bild folgt nämlich in der Wissenschaft einem gewissen Trend, dem kopernikanischen Prinzip. Das kopernikanische Prinzip beschreibt die Entwicklung, dass der Mensch in immer weiter fortschrittlicher werdenden Weltbildern eine immer unbedeutendere Rolle einnimmt. Benannt wurde er nach Nikolaus Kopernikus, der dem heliozentrischen Weltbild zum Durchbruch verhalft, nach dem die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern um die Sonne kreist. Doch dieser Revolution ist offenbar eine gewisse Grenze gesetzt. Denn schließlich sind wir da – und sonst kaum jemand. Obwohl wir einen unbedeutenden Ort im Universum bevölkern, ist intelligentes Leben also natürlich schon etwas Besonderes. Denn die Tatsache, dass wir da sind spricht für sich. Es gibt viele Orbits auf denen die Erde die Sonne umkreisen könnte, der überwältigende Großteil davon ist mit unserer Existenz nicht zu vereinbaren. Es gibt viele Möglichkeiten auf die sich Atome und Moleküle ordnen können – der überwältigende Großteil davon bringt nicht das hervor, was wir als Leben bezeichnen. Es gibt viele mögliche Werte für Naturkonstanten und Teilchenmassen – die überwältigende Mehrheit würde zu einem ganz anderen Universum führen, welches für Leben ungeeignet ist. Es gibt keinen Grund dafür, warum das so ist. Die Naturkonstanten sind nicht so, damit wir existieren. Sie sind es einfach.

Die entscheidende Frage über die man sich streiten kann ist natürlich, was das über den Menschen aussagt und welche Wirkung das auf uns haben sollte. Sollte es uns demütig und ehrfürchtig machen oder ist es quasi eine Aufforderung, sich diesen Planeten untertan zu machen? Die Wahrheit ist wohl, dass das ganze keine tiefere Botschaft an uns erhält. Wir sind da und frei darin, mit dieser Situation zu tun was wir wollen. Wenn es eine darauf angemessene Reaktion gibt, dann ist es wohl Dankbarkeit. Und zur Dankbarkeit gehört auch, dass man das, was man hat schätzt. Und das dürfen keine leeren Phrasen sein. Das müssen die Grundpfeiler sein, nach denen wir unser Handeln richten. Allgegenwärtig und jeden Tag bei jeder Entscheidung sollten wir uns daran erinnern.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde in der Bild am Sonntag.

Wir alle müssen alle tagtäglich tausende Entscheidungen treffen. Wie jedem anderen Menschen auch fallen mir einige Entscheidungen leicht, manche lassen sich logisch erschließen und nicht wenige Entscheidungen fallen mir besonders schwer. So lasse ich mir morgens die Garderobe von meiner Mama herauslegen, da es zu komplex ist, selbst die bestmögliche Entscheidung zu treffen und auch in der Tagesplanung bin ich oft recht hilflos, da ich mich zwischen den vielen verschiedenen Möglichkeiten einfach nicht entscheiden kann. Für viele Nichtautisten banale Entscheidungsprozesse, für mich Fragen mit sehr vielen Variablen und Parametern, deren Überdenken bis zum Ende mich schon erschöpfen würde, bevor ich überhaupt in der Schule bin. Das ist kein kognitives Problem, aber es würde zu weit führen dies im Detail zu erklären.

Beim Schreiben eines Buches bleibt das Treffen von Entscheidungen natürlich keineswegs aus. Von der Auswahl an Themen, die ich aus Gründen der Komplexität außen vor ließ, über die Wahl von Titel, Cover und Format bis zur Erstellung der Crowdfunding-Kampagne war der Weg von (T)raumschiff Erde gespickt von wichtigen Entscheidungen. Hier sind es aber zumeist Entscheidungen mit klarer Konsequenz oder Fragen für deren Beantwortung sich Argumente Für und Wider klar gegenüber stellen lassen.

Einige fielen mir sehr leicht, wie z.B. der Titel oder das Format, wo ich teils von Anfang an gewisse Vorstellungen hatte oder die Festlegung des Spendenziels für die Neven Subotic Stiftung, über das ich nicht viel nachgedacht hatte, bevor ich es verkündete, sondern es einfach mit mir selbst als Ziel ausmachte und mich erst im Anschluss damit beschäftigte, wie ich das Erreichen möchte. Oftmals treffe ich Entscheidungen für mich, die ich bezüglich ihres Ziels für alternativlos halte, setze mich so selbst unter Druck, weil ich die Konsequenzen tragen muss, die meine Handlungen resultierend aus diesen Entscheidungen auslösen. Ich kaufe zum Beispiel keine Getränke mehr aus Plastikflaschen und benutze auch keinerlei Einwegbesteck aus Plastik mehr. Das war im Schüleraustausch in Italien schon ein Problem, weil ich über den Tag hinweg nicht so einfach wie gewohnt an trinkbares Wasser kam. Ähnlich verhält es sich wenn wir als Wochenendrebellen unterwegs sind und du dich vegetarisch und plastikfrei ernähren möchtest, dann dauerte in der Vergangenheit der Verzehr von Kartoffelbrei mit einem Holzrührstäbchen auch schon einmal ein wenig länger. Wichtig ist mir die Konsequenz auszuhalten und meine Entscheidungen nicht ständig rückgängig machen zu müssen.

Im Buchkontext gestalteten sich Entscheidungen wie die Covergestaltung schwieriger. Bis zum Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Vorschlägen. Das Festlegen der Fundingschwelle, bei dem ein scharfes Abwägen zwischen realistischer Kostenkalkulation in Verbindung mit ökologischen Druck und Versand und einem realistischem Preis nötig war. Die kleine Auflage, gepaart mit meinem Anspruch an das Material und den Produktionsprozess hätten auch einen Buchpreis von 30 € rechtfertigen können und doch war es mir wichtiger, dass viele Leute mein Buch lesen und nicht unbedingt viele es kaufen. All diese Entscheidungen habe ich getroffen und ich glaube, ich habe sie gut getroffen. In einigen Fällen konnte ich auf den Rat von Fachleuten zurückgreifen und manchmal hat auch Papsi geholfen die jeweiligen Konsequenzen einer Entscheidung zu verdeutlichen. Bei der bisher für mich schwierigsten Entscheidung konnte mir aber weder Papsi noch ein Experte helfen.

Ich war im Rahmen eines Schüleraustauschs in einem kleinen Dorf in Italien und nur sehr beschränkt erreichbar, als eine Anfrage per Mail einging. Eine große deutschlandweit erscheinende Wochenzeitung hatte Interesse an Vorabauszügen aus meinem Buch. Das hat mich selbstverständlich erst einmal sehr gefreut. Der Nachteil ist, dass diese Zeitung dafür bekannt ist, des Öfteren mal rassistische Perspektiven oder auch Klimawandelleugner-Propaganda zwischen Wetterbericht und Sportteil zu platzieren. Ich möchte erklären, wieso ich mich in einer moralischen Zwickmühle befand. Die Gründe die gegen eine Zusammenarbeit sprechen, liegen auf der Hand und würden so manch einen dazu bewegen, das Angebot vorzeitig abzulehnen. Doch auch die Vorteile, die sich durch die Annahme ergeben würden, sind nicht unerheblich.

Zunächst ginge damit eine unglaubliche Reichweitensteigerung einher. Für die aktuelle Crowdfunding-Kampagne würde dies bedeuten, dass mir später ein größeres Budget für die Verbreitung meiner Botschaft zur Verfügung steht und für die später erscheinende E-Book-Version wäre es wahnsinnig reizvoll mit einem reichweitenstarken Partner zusammenzuarbeiten. Damit würden noch viel mehr Menschen meine Botschaft erhalten und mehr Menschen würden zum Handeln bewegt werden. Zudem täte ja gerade der Leserschaft dieser Zeitung ein wenig Nachhilfe in Sachen Klimaschutz und Verantwortung für unsere Gesellschaft gut. Dadurch gibt es einen direkten Mehrwert, der bei Annahme eines Angebots bestünde. Doch das ist nicht das einzige Argument welches für eine Zusammenarbeit sprach.

Mit einer höheren Verkaufszahl geht auch eine höhere Spende für die Neven Subotic Stiftung einher, da ich die E-Book-Einnahmen zu 100% spenden werde, brächte jedes E-Book Menschen in Äthiopien sauberem Wasser ein wenig näher. Verkaufsfördernde Vorabauszüge würden somit nicht nur enorme Vorteile für den Klimaschutz mit sich bringen, sondern auch dabei helfen, mehr Kindern in Äthiopien eine Trinkwasserversorgung zu ermöglichen. Darf ich mich dann überhaupt gegen das Angebot entscheiden? Steht es mir zu Medien auszuschließen, die mich nachweislich dabei unterstützen würden, wenn ich Menschen helfen will? Was ist wenn 1000 Menschen durch die Vorabauszüge in der Zeitung das E-Book für 5 € kaufen würden und ich somit auf 5000 € für die Stiftung verzichte? Wäre das nicht diese moralische Überhöhung von der immer alle sprechen?

Ich war verunsichert, also fragte ich Menschen aus meinem Umfeld und Twitter.

Es gab Menschen, die mich mit nachvollziehbaren Begründungen ermunterten sich so eine Chance nicht entgehen zu lassen. Man müsse „unbedingt die Reichweite mitnehmen“ und das „gute Sachen auch in schlechten Medien gute bleiben.“ Einige teilten aber deutlich mit, dass dies nicht so eine gute Idee wäre und baten mich an die Worte von Max Goldt zu denken, andere wiederum empfanden alleine die Nachfrage auf Twitter „lächerlich hoch unendlich.“

Maßgeblich zu meiner Entscheidung beigetragen, hat dann weniger das finale Voting-Ergebnis der Abstimmung, sondern zwei Antworten, die mich zum Teil in meinem ersten Bauchgefühl bestätigten, mir aber auch noch eine neue Perspektive gaben.

Das Umfrage-Ergebnis:

Wir waren bei Menschenrechten. Ein gutes Stichwort.

Ich habe mich dagegen entschieden und dem Redakteur der Bild am Sonntag geschrieben, dass ich keine Vorabauszüge aus meinem Buch zur Verfügung stelle und auch meine Aktion nicht in Ihrer Zeitung beworben wissen möchte.

Wie ist das zu rechtfertigen? Man muss wissen, was mein Ziel ist, wofür ich all das mache. Mein Ziel ist nicht Geld, Ruhm oder Macht. Ich kann und möchte nicht sagen, dass mir diese Dinge komplett egal sind, aber in der derzeitigen Situation sind sie Luxus und somit zweitrangig. Mein Ziel ist die Rettung dieses Planeten vor der Klimakrise und in den letzten Monaten habe ich sämtliches Vertrauen darin verloren, dass dies mit einer „Sozial-ökologischen Marktwirtschaft“, wie auch immer die aussehen soll, möglich ist. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass das System der Marktwirtschaft und des Kapitalismus in seiner jetzigen Form zerschlagen werden muss, um die Klimakrise zu lösen. Und ein neues System wird niemals mit den Profiteuren des Alten zu erreichen sein. Ich möchte die Welt zu einem besseren Ort machen – und bin dabei nicht bereit mit denen zu kooperieren, wegen denen sie überhaupt so ist, wie sie ist. Die Zeitung, von der ich hier spreche, ist das absolute Paradebeispiel, fast schon die mediale Verkörperung dessen, wogegen ich kämpfe.

Haltung, ein weiteres Schlüsselwort in dem, was ich mache. Ich habe nie viel von Menschen gehalten, die sich in Neutralität und Zurückhaltung üben und sich in aus einer Position der Erhabenheit als die objektive moralische Instanz sehen und sich verantwortlich fühlen zwischen Lagern zu vermitteln. Mir war es schon immer wichtig, Stellung zu beziehen und zu wahren, mich unmissverständlich zu positionieren, diese Positionierung den Menschen in aller Deutlichkeit mitzuteilen und jede meiner Handlungen konsequent dieser Positionierung zu unterwerfen, was nicht bedeuten muss, dass ich nicht in der Lage bin meine Position mit dem Erhalt neuer Erkenntnisse zu überdenken. Die mir als jungem Menschen vorliegenden Erkenntnisse reichen aber ganz sicher aus um sich in vielen Belangen politisch und gesellschaftlich klar zu positionieren. Ich habe meine Haltung schon immer ernst genommen. Wenn die wissenschaftliche Bewertung eindeutig ist, habe ich dies immer als Basis, als Entscheidungsgrundlage für mein ganz persönliches Handeln verwertet. Als ich gesehen habe, dass der Verzehr von Fleisch nicht mit einem langfristigen Überleben auf der Erde vereinbar ist, habe ich nicht gesagt „Ich kann das nicht.“, sondern mich der Faktenlage angepasst und vor allem entsprechend der Faktenlage gehandelt. Dieser Grundsatz hat mich recht weit gebracht und ich habe jetzt nicht vor, ihn über Bord zu werfen.

Das hätte ansonsten auch ein Stück von jener Doppelmoral, die mir so gerne vorgeworfen wird. Nicht, das ihr mich falsch versteht, die Kommentare irgendwelcher AfD-Lappen, die auch Zweifel daran schüren würden ob zwei mal zwei wirklich vier ist, wenn es Ihnen politisch zum Vorteil gereicht, haben keinerlei Einfluss auf meine Entscheidungen und werden mich ganz sicher nicht davon abhalten, meine Botschaft konsequent in die Welt zu tragen. Die alltagspolitische Erfahrung bestätigt es, dass die Gesellschaft ein recht feines Gespür für Doppelmoral hat, wenn sie bei anderen und nicht sich selbst zu finden ist und wenn der Kontext einer Entscheidung nicht ersichtlich ist. Damit geht dann schnell ein Glaubwürdigkeitsverlust einher, wobei es sich in meiner Position um das absolute Worst-case-Szenario handelt. Ich kann mich nun mal einfach nicht jede Woche aufregen, was für ein Dreck jetzt schon wieder in der Zeitung steht und sie dann durch meinen eigenen Beitrag auch wieder legitimieren – völlig egal, welche Vorteile locken.

Reichweite ist nun mal kein Selbstzweck und unsere Crowdfundingkalkulation basiert auf der Rechnung, dass der Druck von 500 Büchern nun einmal leider fast die gleichen Kosten verursacht, wie der Druck von 1000 Büchern. Durch Reichweite selbst wird kein CO2 eingespart, kein Kind vor dem Verdursten gerettet und die Welt um keinen Deut besser. Nur durch Handlung und Veränderung treten alle diese Dinge ein. Reichweite ist sicher eine wichtige Stütze, um das zu erreichen, doch Glaubwürdigkeit ist wichtiger. Ich erwarte von den Menschen in meinem Buch schließlich nicht weniger als die komplette Aufgabe ihres Lebensstils. Ein wenig Transparenz, wie es zu meinen Entscheidungen gekommen ist,  bin ich ihnen dafür in meinen Augen schuldig.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉