Archiv des Autors: Jason von Juterczenka

(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil I

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Gestern habe habe ich euch beschrieben, warum ich die Anfrage einer großen Zeitung nach Vorabauszügen aus meinem Buch abgelehnt habe. Da ich die Idee dennoch recht gut finde, die wenigsten die Katze im Sack kaufen möchten und mir nur noch 300 Buchkäufer fehlen um eine deutliche Druckkostenreduzierung zu erzielen, habe ich mich entschlossen, euch als meinen potentiellen Unterstützern Vorabauszüge zu zeigen. So möchte ich euch in den nächsten drei Tagen aus jedem Teil meines Buches eine Passage zur Verfügung stellen und etwas detaillierter darauf eingehen. Vielleicht helft ihr mir die Inhalte aus meiner Filterblase zu tragen um noch den ein oder anderen Unterstützer gewinnen zu können. Los geht’s!

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Auszug aus dem ersten Teil meines Buches:

„Isaac Newton suchte große Teile seines Lebens nach einem Naturgesetz, das beschreibt, wieso die Erde 149.600.000 Kilometer von der Sonne entfernt ist und so genau in der habitablen Zone liegt. Nach Jahrzehnten erfolgloser Suche war er am Verzweifeln. Tja, die Suche nach diesem Gesetz war wohl das, was wir heute als verschwendete Lebenszeit bezeichnen, denn so ein Gesetz gibt es nicht. Um es sich besser zu veranschaulichen, stellt euch einen Würfel mit 1.000 Flächen vor. (Mathematisch ungenau, denn mit 1.000 Flächen ist es kein Würfel, aber es geht um das Prinzip des Würfelwurfes.) Die Zahl 1.000 steht für einen lebensfreundlichen Planeten. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass sie die 1.000 würfeln. Genauso unwahrscheinlich ist es jedoch, dass sie eine 362 würfeln. Jetzt würfeln sie eine Million dieser Würfel auf einmal. Sie erwarten natürlich, dass ein paar Würfel die Zahl 1.000 zeigen. Dem ist auch wahrscheinlich so. Es gibt im Universum so viele Planeten, dass es statistisch fast unmöglich ist, dass sich kein Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen bildet. Wir hatten Glück, das ist alles. Es gibt kein Gesetz, welches sagt, dass das so sein muss, denn es muss nicht so sein, es war nun mal so.

Die Erklärung dafür ist philosophisch. Wenn wir allerdings kein Glück gehabt hätten, wären wir nicht da und könnten nicht darüber nachdenken. Es ist also nötig, dass man Glück hat, damit man sich fragen kann, wieso man Glück hat. Ähnlich wie bei einem Wettbewerb mit einer Million Teilnehmer, von denen nur einer gewinnt. Keiner der 999.999 Verlierer wird sich fragen, wieso er wohl verloren hat. Der Sieger fragt sich dagegen schon, wieso er der Sieger ist. Wenn er es nicht wäre, könnte er sich die Frage nicht stellen. Philosophen sprechen vom anthropischen Prinzip. Vermutlich haben auch andere Planeten den Jackpot gewonnen. Nach neusten Erkenntnissen könnte jeder zwanzigste Planet in der bewohnbaren Zone liegen. Auch das hat eine philosophische Seite. In jedem neuen Weltbild haben wir eine unbedeutendere Stellung eingenommen. Zuerst waren wir der Mittelpunkt des Universums, dann war die Sonne der Mittelpunkt des Universums. Zuerst dachten wir, unsere Galaxis sei alles, was es gab, und jetzt ist auch sie nur eine von zwei Billionen Galaxien. Diesen Trend bezeichnet man als kopernikanisches Prinzip.“

Aus Kapitel 3 von Teil I (Die Geburt eines Wunders) meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Der oben aufgeführte Auszug fasst den Kerngedanken von Teil I meines Buches recht gut zusammen. Natürlich geht es auch viel um die physikalischen Details zur Entstehung und Entwicklung des Universums, doch die wären in einem Absatz aus dem Kontext gerissen und damit sowieso als Auszug ungeeignet, daher habe ich mich für eine Passage entschieden, die sich viel mehr unserer Rolle im Universum und unserem eigenen Weltbild widmet. Genau dieses Bild folgt nämlich in der Wissenschaft einem gewissen Trend, dem kopernikanischen Prinzip. Das kopernikanische Prinzip beschreibt die Entwicklung, dass der Mensch in immer weiter fortschrittlicher werdenden Weltbildern eine immer unbedeutendere Rolle einnimmt. Benannt wurde er nach Nikolaus Kopernikus, der dem heliozentrischen Weltbild zum Durchbruch verhalft, nach dem die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern um die Sonne kreist. Doch dieser Revolution ist offenbar eine gewisse Grenze gesetzt. Denn schließlich sind wir da – und sonst kaum jemand. Obwohl wir einen unbedeutenden Ort im Universum bevölkern, ist intelligentes Leben also natürlich schon etwas Besonderes. Denn die Tatsache, dass wir da sind spricht für sich. Es gibt viele Orbits auf denen die Erde die Sonne umkreisen könnte, der überwältigende Großteil davon ist mit unserer Existenz nicht zu vereinbaren. Es gibt viele Möglichkeiten auf die sich Atome und Moleküle ordnen können – der überwältigende Großteil davon bringt nicht das hervor, was wir als Leben bezeichnen. Es gibt viele mögliche Werte für Naturkonstanten und Teilchenmassen – die überwältigende Mehrheit würde zu einem ganz anderen Universum führen, welches für Leben ungeeignet ist. Es gibt keinen Grund dafür, warum das so ist. Die Naturkonstanten sind nicht so, damit wir existieren. Sie sind es einfach.

Die entscheidende Frage über die man sich streiten kann ist natürlich, was das über den Menschen aussagt und welche Wirkung das auf uns haben sollte. Sollte es uns demütig und ehrfürchtig machen oder ist es quasi eine Aufforderung, sich diesen Planeten untertan zu machen? Die Wahrheit ist wohl, dass das ganze keine tiefere Botschaft an uns erhält. Wir sind da und frei darin, mit dieser Situation zu tun was wir wollen. Wenn es eine darauf angemessene Reaktion gibt, dann ist es wohl Dankbarkeit. Und zur Dankbarkeit gehört auch, dass man das, was man hat schätzt. Und das dürfen keine leeren Phrasen sein. Das müssen die Grundpfeiler sein, nach denen wir unser Handeln richten. Allgegenwärtig und jeden Tag bei jeder Entscheidung sollten wir uns daran erinnern.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

(T)raumschiff Erde in der Bild am Sonntag.

Wir alle müssen alle tagtäglich tausende Entscheidungen treffen. Wie jedem anderen Menschen auch fallen mir einige Entscheidungen leicht, manche lassen sich logisch erschließen und nicht wenige Entscheidungen fallen mir besonders schwer. So lasse ich mir morgens die Garderobe von meiner Mama herauslegen, da es zu komplex ist, selbst die bestmögliche Entscheidung zu treffen und auch in der Tagesplanung bin ich oft recht hilflos, da ich mich zwischen den vielen verschiedenen Möglichkeiten einfach nicht entscheiden kann. Für viele Nichtautisten banale Entscheidungsprozesse, für mich Fragen mit sehr vielen Variablen und Parametern, deren Überdenken bis zum Ende mich schon erschöpfen würde, bevor ich überhaupt in der Schule bin. Das ist kein kognitives Problem, aber es würde zu weit führen dies im Detail zu erklären.

Beim Schreiben eines Buches bleibt das Treffen von Entscheidungen natürlich keineswegs aus. Von der Auswahl an Themen, die ich aus Gründen der Komplexität außen vor ließ, über die Wahl von Titel, Cover und Format bis zur Erstellung der Crowdfunding-Kampagne war der Weg von (T)raumschiff Erde gespickt von wichtigen Entscheidungen. Hier sind es aber zumeist Entscheidungen mit klarer Konsequenz oder Fragen für deren Beantwortung sich Argumente Für und Wider klar gegenüber stellen lassen.

Einige fielen mir sehr leicht, wie z.B. der Titel oder das Format, wo ich teils von Anfang an gewisse Vorstellungen hatte oder die Festlegung des Spendenziels für die Neven Subotic Stiftung, über das ich nicht viel nachgedacht hatte, bevor ich es verkündete, sondern es einfach mit mir selbst als Ziel ausmachte und mich erst im Anschluss damit beschäftigte, wie ich das Erreichen möchte. Oftmals treffe ich Entscheidungen für mich, die ich bezüglich ihres Ziels für alternativlos halte, setze mich so selbst unter Druck, weil ich die Konsequenzen tragen muss, die meine Handlungen resultierend aus diesen Entscheidungen auslösen. Ich kaufe zum Beispiel keine Getränke mehr aus Plastikflaschen und benutze auch keinerlei Einwegbesteck aus Plastik mehr. Das war im Schüleraustausch in Italien schon ein Problem, weil ich über den Tag hinweg nicht so einfach wie gewohnt an trinkbares Wasser kam. Ähnlich verhält es sich wenn wir als Wochenendrebellen unterwegs sind und du dich vegetarisch und plastikfrei ernähren möchtest, dann dauerte in der Vergangenheit der Verzehr von Kartoffelbrei mit einem Holzrührstäbchen auch schon einmal ein wenig länger. Wichtig ist mir die Konsequenz auszuhalten und meine Entscheidungen nicht ständig rückgängig machen zu müssen.

Im Buchkontext gestalteten sich Entscheidungen wie die Covergestaltung schwieriger. Bis zum Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Vorschlägen. Das Festlegen der Fundingschwelle, bei dem ein scharfes Abwägen zwischen realistischer Kostenkalkulation in Verbindung mit ökologischen Druck und Versand und einem realistischem Preis nötig war. Die kleine Auflage, gepaart mit meinem Anspruch an das Material und den Produktionsprozess hätten auch einen Buchpreis von 30 € rechtfertigen können und doch war es mir wichtiger, dass viele Leute mein Buch lesen und nicht unbedingt viele es kaufen. All diese Entscheidungen habe ich getroffen und ich glaube, ich habe sie gut getroffen. In einigen Fällen konnte ich auf den Rat von Fachleuten zurückgreifen und manchmal hat auch Papsi geholfen die jeweiligen Konsequenzen einer Entscheidung zu verdeutlichen. Bei der bisher für mich schwierigsten Entscheidung konnte mir aber weder Papsi noch ein Experte helfen.

Ich war im Rahmen eines Schüleraustauschs in einem kleinen Dorf in Italien und nur sehr beschränkt erreichbar, als eine Anfrage per Mail einging. Eine große deutschlandweit erscheinende Wochenzeitung hatte Interesse an Vorabauszügen aus meinem Buch. Das hat mich selbstverständlich erst einmal sehr gefreut. Der Nachteil ist, dass diese Zeitung dafür bekannt ist, des Öfteren mal rassistische Perspektiven oder auch Klimawandelleugner-Propaganda zwischen Wetterbericht und Sportteil zu platzieren. Ich möchte erklären, wieso ich mich in einer moralischen Zwickmühle befand. Die Gründe die gegen eine Zusammenarbeit sprechen, liegen auf der Hand und würden so manch einen dazu bewegen, das Angebot vorzeitig abzulehnen. Doch auch die Vorteile, die sich durch die Annahme ergeben würden, sind nicht unerheblich.

Zunächst ginge damit eine unglaubliche Reichweitensteigerung einher. Für die aktuelle Crowdfunding-Kampagne würde dies bedeuten, dass mir später ein größeres Budget für die Verbreitung meiner Botschaft zur Verfügung steht und für die später erscheinende E-Book-Version wäre es wahnsinnig reizvoll mit einem reichweitenstarken Partner zusammenzuarbeiten. Damit würden noch viel mehr Menschen meine Botschaft erhalten und mehr Menschen würden zum Handeln bewegt werden. Zudem täte ja gerade der Leserschaft dieser Zeitung ein wenig Nachhilfe in Sachen Klimaschutz und Verantwortung für unsere Gesellschaft gut. Dadurch gibt es einen direkten Mehrwert, der bei Annahme eines Angebots bestünde. Doch das ist nicht das einzige Argument welches für eine Zusammenarbeit sprach.

Mit einer höheren Verkaufszahl geht auch eine höhere Spende für die Neven Subotic Stiftung einher, da ich die E-Book-Einnahmen zu 100% spenden werde, brächte jedes E-Book Menschen in Äthiopien sauberem Wasser ein wenig näher. Verkaufsfördernde Vorabauszüge würden somit nicht nur enorme Vorteile für den Klimaschutz mit sich bringen, sondern auch dabei helfen, mehr Kindern in Äthiopien eine Trinkwasserversorgung zu ermöglichen. Darf ich mich dann überhaupt gegen das Angebot entscheiden? Steht es mir zu Medien auszuschließen, die mich nachweislich dabei unterstützen würden, wenn ich Menschen helfen will? Was ist wenn 1000 Menschen durch die Vorabauszüge in der Zeitung das E-Book für 5 € kaufen würden und ich somit auf 5000 € für die Stiftung verzichte? Wäre das nicht diese moralische Überhöhung von der immer alle sprechen?

Ich war verunsichert, also fragte ich Menschen aus meinem Umfeld und Twitter.

Es gab Menschen, die mich mit nachvollziehbaren Begründungen ermunterten sich so eine Chance nicht entgehen zu lassen. Man müsse „unbedingt die Reichweite mitnehmen“ und das „gute Sachen auch in schlechten Medien gute bleiben.“ Einige teilten aber deutlich mit, dass dies nicht so eine gute Idee wäre und baten mich an die Worte von Max Goldt zu denken, andere wiederum empfanden alleine die Nachfrage auf Twitter „lächerlich hoch unendlich.“

Maßgeblich zu meiner Entscheidung beigetragen, hat dann weniger das finale Voting-Ergebnis der Abstimmung, sondern zwei Antworten, die mich zum Teil in meinem ersten Bauchgefühl bestätigten, mir aber auch noch eine neue Perspektive gaben.

Das Umfrage-Ergebnis:

Wir waren bei Menschenrechten. Ein gutes Stichwort.

Ich habe mich dagegen entschieden und dem Redakteur der Bild am Sonntag geschrieben, dass ich keine Vorabauszüge aus meinem Buch zur Verfügung stelle und auch meine Aktion nicht in Ihrer Zeitung beworben wissen möchte.

Wie ist das zu rechtfertigen? Man muss wissen, was mein Ziel ist, wofür ich all das mache. Mein Ziel ist nicht Geld, Ruhm oder Macht. Ich kann und möchte nicht sagen, dass mir diese Dinge komplett egal sind, aber in der derzeitigen Situation sind sie Luxus und somit zweitrangig. Mein Ziel ist die Rettung dieses Planeten vor der Klimakrise und in den letzten Monaten habe ich sämtliches Vertrauen darin verloren, dass dies mit einer „Sozial-ökologischen Marktwirtschaft“, wie auch immer die aussehen soll, möglich ist. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass das System der Marktwirtschaft und des Kapitalismus in seiner jetzigen Form zerschlagen werden muss, um die Klimakrise zu lösen. Und ein neues System wird niemals mit den Profiteuren des Alten zu erreichen sein. Ich möchte die Welt zu einem besseren Ort machen – und bin dabei nicht bereit mit denen zu kooperieren, wegen denen sie überhaupt so ist, wie sie ist. Die Zeitung, von der ich hier spreche, ist das absolute Paradebeispiel, fast schon die mediale Verkörperung dessen, wogegen ich kämpfe.

Haltung, ein weiteres Schlüsselwort in dem, was ich mache. Ich habe nie viel von Menschen gehalten, die sich in Neutralität und Zurückhaltung üben und sich in aus einer Position der Erhabenheit als die objektive moralische Instanz sehen und sich verantwortlich fühlen zwischen Lagern zu vermitteln. Mir war es schon immer wichtig, Stellung zu beziehen und zu wahren, mich unmissverständlich zu positionieren, diese Positionierung den Menschen in aller Deutlichkeit mitzuteilen und jede meiner Handlungen konsequent dieser Positionierung zu unterwerfen, was nicht bedeuten muss, dass ich nicht in der Lage bin meine Position mit dem Erhalt neuer Erkenntnisse zu überdenken. Die mir als jungem Menschen vorliegenden Erkenntnisse reichen aber ganz sicher aus um sich in vielen Belangen politisch und gesellschaftlich klar zu positionieren. Ich habe meine Haltung schon immer ernst genommen. Wenn die wissenschaftliche Bewertung eindeutig ist, habe ich dies immer als Basis, als Entscheidungsgrundlage für mein ganz persönliches Handeln verwertet. Als ich gesehen habe, dass der Verzehr von Fleisch nicht mit einem langfristigen Überleben auf der Erde vereinbar ist, habe ich nicht gesagt „Ich kann das nicht.“, sondern mich der Faktenlage angepasst und vor allem entsprechend der Faktenlage gehandelt. Dieser Grundsatz hat mich recht weit gebracht und ich habe jetzt nicht vor, ihn über Bord zu werfen.

Das hätte ansonsten auch ein Stück von jener Doppelmoral, die mir so gerne vorgeworfen wird. Nicht, das ihr mich falsch versteht, die Kommentare irgendwelcher AfD-Lappen, die auch Zweifel daran schüren würden ob zwei mal zwei wirklich vier ist, wenn es Ihnen politisch zum Vorteil gereicht, haben keinerlei Einfluss auf meine Entscheidungen und werden mich ganz sicher nicht davon abhalten, meine Botschaft konsequent in die Welt zu tragen. Die alltagspolitische Erfahrung bestätigt es, dass die Gesellschaft ein recht feines Gespür für Doppelmoral hat, wenn sie bei anderen und nicht sich selbst zu finden ist und wenn der Kontext einer Entscheidung nicht ersichtlich ist. Damit geht dann schnell ein Glaubwürdigkeitsverlust einher, wobei es sich in meiner Position um das absolute Worst-case-Szenario handelt. Ich kann mich nun mal einfach nicht jede Woche aufregen, was für ein Dreck jetzt schon wieder in der Zeitung steht und sie dann durch meinen eigenen Beitrag auch wieder legitimieren – völlig egal, welche Vorteile locken.

Reichweite ist nun mal kein Selbstzweck und unsere Crowdfundingkalkulation basiert auf der Rechnung, dass der Druck von 500 Büchern nun einmal leider fast die gleichen Kosten verursacht, wie der Druck von 1000 Büchern. Durch Reichweite selbst wird kein CO2 eingespart, kein Kind vor dem Verdursten gerettet und die Welt um keinen Deut besser. Nur durch Handlung und Veränderung treten alle diese Dinge ein. Reichweite ist sicher eine wichtige Stütze, um das zu erreichen, doch Glaubwürdigkeit ist wichtiger. Ich erwarte von den Menschen in meinem Buch schließlich nicht weniger als die komplette Aufgabe ihres Lebensstils. Ein wenig Transparenz, wie es zu meinen Entscheidungen gekommen ist,  bin ich ihnen dafür in meinen Augen schuldig.

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Das Crowdfunding-Video:

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Wissenschaftliches Lektorat- Ein Interview zu (T)raumschiff Erde

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Interview mit Klaus Peter Haupt, Studiendirektor und Leiter des Schülerforschungszentrums Kassel.

Ich habe KP kennengelernt, als ich zum ersten mal ins Schülerforschungszentrum Nordhessen kam. Obwohl ich als Grundschüler dorthin kam und somit eigentlich noch viel zu jung für ein eigenes Forschungsprojekt war, dauerte es nach ein paar Zwischenfragen und mehrminütigen Monologen meinerseits nicht lange, bis ich meinen festen Platz dort hatte. Seitdem ist KP mein Mentor und berät mich bei meinem Forschungsprojekt und anderen wissenschaftlichen Fragen. Als ich mich dazu entschied, ein wissenschaftliches Buch zu schreiben, war für mich natürlich sofort klar, dass ich ihn nach der Durchführung des wissenschaftlichen Lektorats fragen werde, worauf er einwilligte.

Das komplette Interview auf Youtube.

https://youtu.be/TjUG6LXMkfA
Das gesamte Interview gibts auf Spotify, oder mit deiner Podcatcher-App als Radiorebell-Podcast oder auf unserem Youtube-Kanal.

00:01:22 Vorstellung KP Haupt

00:03:00 Wissenschaftliche Akzeptanz

00:04:30 Umgang mit Klimawandelleugnern

00:06:55 Fridays for future

00:10:00 Konservatismus in der WIssenschaft

00:15:30 Blickwinkel & Veränderungen

00:21:30 Überbevölkerung

00:23:00 Alte weiße Männer

00:26:00 Die Zukunft von Fridays for future

00:29:00 Mein Buch (T)raumschiff Erde

00:31:30 Die inflationäre Phase

00:36:00 Entropie

00:40:30 Der Welle-Teilchen Dualismus

00:41:05 Das Drama um die kosmologische Konstante

00:44:06 String-Theorie

00:48:01 Kapitel 3- Planetenbildung

00:59:30 Das anthropische Prinzip innerhalb von Multiversen

1:00:00 Definition von Leben

1:00:05 Kapitel 5- Entstehung von Leben

1:13:00 Kapitel 6+7 – Die 5 großen Massenaussterben

1:17:00 Dankbarkeit

1:18:00 Industrialisierung

1:23:00 Ozonloch

1:25:00 Wissenschaftliche Kommunikation

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(T)raumschiff Erde- Teil 2- Wir- Eine Bestandsaufnahme

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Inhalt des zweiten Teil meines Buches:

Wir-Eine Bestandsaufnahme

Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Sie ist komplexer und vernetzter als je zuvor und dennoch voller Widersprüche. Sie hat uns die erfolgreichste und bequemste Zeit in unserer Geschichte eingebracht und könnte uns dennoch in den Untergang stürzen. Der zweite Teil meines Buches (T)raumschiff Erde ist ein Querschnitt durch die aktuelle Gesellschaft. Wieso genau wir uns an eine besonderen Schwelle befinden, wird schon im ersten Kapitel deutlich klar. Es dreht sich rund um das Thema Energie. Dafür führe ich in die sogenannte Karadshow-Skala ein, die Zivilisationen nach ihrer Fähigkeit, Energie zu nutzen und zu erzeugen einordnet. Die Menschheit befindet sich dort kurz vor einem großen Sprung. Doch derzeit ist unsere Energieerzeugung voll von Widersprüchen, denn der überwiegende Teil unseres Stroms kommt vom teuersten, ineffizientesten, umwelt- und gesundheitsschädlichsten Lieferanten, den es gibt. Doch die Natur bietet uns beinahe unbegrenzte Energiereserven. Egal, ob wie die Kraft der Plattentektonik nutzen, die unterschätze Solarenergie ausbauen oder doch auf Windkraft setzen, all diese Optionen können um ein Vielfaches mehr Energie erzeugen als fossile Brennstoffe. Doch ich widme mich auch ganz anderen Möglichkeiten zur Energieerzeugung, mit der wir nicht nur unseren derzeitigen Bedarf decken können, sondern auch andere unvorstellbare Dinge leisten können. Dafür müssen wir jedoch die Erde verlassen. Wir müssen die Energie direkt von der Sonne nehmen, etwa mit riesigen Solarparks im Weltraum. Und eins darf natürlich nicht fehlen, wenn es um die Energie geht: Die gute alte Kernfusion, die seit einem Jahrhundert gefühlt immer 20 Jahre in der Zukunft liegt. Wie aussichtsreich diese Technologie wirklich ist, erfahrt ihr dort ebenfalls. Ich habe dem Thema Energie nicht ohne Grund das erste Kapitel gewidmet. Denn die Fähigkeit Energie zu nutzen, war schon immer eine gute Möglichkeit, um sich ein Bild der gesamten Gesellschaft zu machen. Immer wenn sich der Energiemarkt radikal veränderte, veränderte sich die ganze Gesellschaft.

Doch obwohl wir die Natur heute erforschen, verändern und auch kontrollieren, kann sie uns noch immer gefährlich werden. Bis heute beflügeln Weltuntergangsszenarien die Phantasien der Menschen. Aber bis heute haben wir noch keine wirksame Abwehrstrategie. Bis heute sterben noch Menschen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und anderen Katastrophen. Und auch aus dem All kommt die Gefahr – in Form von Asteroiden und Kometen. Überall scheinen Gefahren zu lauern, ist unser Ende nah? Wie wir uns dagegen währen könnten und welche Pläne tatsächlich in der Mache sind, das beschreibe ich ebenfalls in diesem Kapitel. Wusstet ihr etwa, dass die NASA schon einmal einen Asteroiden gerammt hat und für 2022 plant, testweise die Bahn eines Asteroiden abzulenken. Wusstet ihr, dass eine der größten Gefahren auf der Erde im malerischen Yellowstone-Nationalpark in den USA liegt? Werden wir jemals Erdbeben und Vulkanausbrüche verhindern können? Noch im 20.Jahrhundert hat man gedacht, schon um die Jahrtausendwende würden über 10.000 Menschen dauerhaft im All leben und arbeiten – derzeit sind es gerade einmal sechs Menschen. Haben wir uns langsamer entwickelt oder hatten unsere Vorfahren nur keine Ahnung von den enormen Herausforderungen?

In einer anderen Sache sind wir jedoch schon so weit, wie es sich vor 20 Jahren niemand erträumen ließ – der Digitalisierung. So hat ein Chip, der in einer Postkarte oder Geburtstagskarte steckt, die ein Geräusch erzeugt 10.000 mal mehr Rechenleistung als das Raumschiff, welches Menschen vor 50 Jahren zum Mond brachte. Ohne Computer wäre nichts von dem möglich, was die Gesellschaft heute ausmacht – und dennoch agieren sie vor allem im Hintergrund. Natürlich gehe ich auch den Gefahren nach, die zu intelligente Computer mit sich bringen und komme in der Hinsicht auf eine relativ beruhigende Sicht. Gefährlicher ist in dem Bereich etwas ganz anderes. Es gibt kaum ein Begriff, der mehr polarisiert als Digitalisierung. Wenn es ihn gibt, dann ist es Globalisierung. Auch diesem Thema widme ich natürlich ein Kapitel. Dort beantworte ich brennende Fragen, wie die Möglichkeit einer nachhaltigen Globalisierung, die verschiedenen Aspekte der Globalisierung und ziehe ein Fazit, ob wir die Vorzüge der Globalisierung behalten können, ohne das andere Teile der Welt weiter einstecken müssen. Der letzte Aspekt der heutigen Gesellschaft, den ich im zweiten Teil des Buches beleuchte ist die Bevölkerungsentwicklung. Ich zeige, wie eng die Bevölkerung mit anderen Dingen wie der Globalisierung, dem Reichtum und den sozialen Standards verbunden ist und präsentiere einen Weg, den wir gehen können, auf dem sich das Bevölkerungsproblem selbst lösen würde. Ich zeige verschiedene Modelle, wie sich die Bevölkerung abhängig von anderen Dingen in Zukunft entwickeln wird und wie die Umwelt und die Gesellschaft damit klar kommen kann. Doch final liegt die Bevölkerungsentwicklung wie so viele andere Dinge ganz alleine in unserer Hand.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde- Teil 1- Die Geburt eines Wunders.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfundingfür mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse und viele weitere Infos findest du hier.

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Inhalt des ersten Teil meines Buches:

Die Geburt eines Wunders

Unser Universum ist von überwältigender Schönheit. Bunte planetare Nebel, die in allen erdenkbaren Farben strahlen, riesige wabenförmige Strukturen, die sich über Milliarden Lichtjahre erstrecken und eine riesige Vielfalt an Planeten und Sternen. Unsere Erde ist das Musterbeispiel dafür. Kann all das Zufall sein? Um ein Universum wie unseres zu erzeugen sind so viele aneinander gekettete Zufälle notwendig, dass die Wahrscheinlichkeit für unsere Existenz gegen Null geht. Ist unser Universum also designt? Wie stichhaltig ist die Urknalltheorie wirklich, die von vielen als die Theorie gepriesen wird, die alles erklären kann? Wie entstehen Sterne und Galaxien? Wieso sind diese so verteilt, wie sie es sind? Wie können aus winzigen Staubpartikeln Planeten entstehen? Wie wird aus unbelebter Materie Leben? Wer waren wirklich die ersten Menschen? Welchen Weg ging unsere Zivilisation in den letzten Jahrhunderten und was lässt sich daraus für unsere Zukunft sagen? Den ersten Teil meines Buches (T)raumschiff Erde widme ich der sagenhaft spektakulären Entstehung unserer Welt. Wie unmittelbar und direkt physikalische Prinzipien, die jeder verstehen kann mit der Tatsache verknüpft sind, das es uns gibt ist absolut faszinierend. Wie Vorgänge, die sich in kleinsten überhaupt sinnvollen Größenskalen abspielen unseren Nachthimmel formen ebenso. Nachdem mich im ersten Kapitel den historischen Gedankengängen zur Entstehung der Welt, dem Mysterium des Momentes des Urknalls und den Problemen der Urknalltheorie widme präsentiere ich im zweiten Kapitel das leistungsfähigste Modell, das die Wissenschaft je entwickelt hat – ich nehme an, alle Physiker würden depressiv, sollte es sich als falsch erweisen. Dieses Modell löst eigentlich alle Probleme auf eine solch elegante Weise und benötigt dafür keine willkürlichen Annahmen oder Extradimensionen, um zu funktionieren. Das wohl befriedigendste daran ist wohl, dass es relativ einfach zu verstehen ist.

In den folgenden Kapiteln beschäftige ich mich detailliert mit der Entstehung des Sonnensystems und der Erde. Dabei erkläre Eigenschaften unserer heutigen Welt und erkläre ihre Entstehung anhand von physikalischen Grundprinzipien. So erfahrt ihr in diesen Kapiteln, wieso Planeten plötzlich einfach anfangen ihre Bahnen zu verlassen, was der Sonnenwind ist und wie der Mond nicht entstand. Doch ich werfe den Blick auch auf weiße Flecken der Wissenschaft und die Fragen, die noch immer offen sind. Gerade bei der Entstehung von Planeten gibt es noch sehr viele offene Fragen: Wieso gehen Gesteinsbrocken bei ihrer Kollision nicht kaputt, sondern bleiben aneinander haften, wie fingen winzig kleine Staubteilchen an einander anzuziehen, wenn ihre Gravitationskraft doch gar nicht dafür ausreicht? Auch wenn diese Fragen eher konstruiert und so fern in Raum und Zeit scheinen, sind sie von absolut elementarer Bedeutung. Die damaligen Prozesse haben dafür gesorgt, dass die Erde lebensfreundlich geworden ist. Natürlich werfe ich meinen Blick auch auf die junge Erde in dieser Ära, auch wenn sie zu dieser Zeit mit der Erde etwa so viel zutun hatte wie Quantenphysik mit Eiskunstlauf.

In einem weiteren Kapitel widme ich mich dann voll und ganz unserem Heimatplaneten. In dieser Zeit bildeten sich heutige Oberflächenmerkmale, die Erdplatten, Vulkanismus und auch der Erdkern und der Erdmantel. Detailliert beschreibe ich dort die Verwandlung der Erde von einet Gluthölle in eine lebensfreundliche Welt. So beschreibe ich den Prozess der Abkühlung und wie sich der Erdkern überhaupt gebildet hat. Auch auf die Atmosphäre gehe ich oft ein – wusstet ihr etwa, dass sie Erde in ihrer Geschichte vier verschiedene Atmosphären hatte und die Ozeane schon einmal violett waren? Diese Teil ist für das gesamte Buch elementar. Denn wenn man wirklich ein Gefühl dafür bekommen möchte und die Verantwortung spüren möchte, die man für unsere Erde hat, dann muss man sich vor Augen führen, wie unwahrscheinlich sie ist. Deshalb widme ich ein ganzes Kapitel den Besonderheiten der Erde, die notwendig sind, damit Leben entstehen kann. So hat die Lebensdauer der Sonne, der Planet Jupiter und die Größe der Erde etwas damit zutun. Dennoch: Trotz mehreren Jahrzehnten, in denen wir Planeten in unserer ganzen Galaxis erforscht haben, gibt es keinen Hinweis darauf, dass einer davon so lebensfreundlich ist wie unsere Erde. Wenn man sich anschaut, wie sie die Weltbilder in den Jahrtausenden veränderten, dann hat das auch einen philosophischen Blickwinkel – vielleicht ist die Erde doch etwas besonderes, trotz ihrer unbedeutenden Stellung im Universum. Ist unsere Erde ein Sonderfall und haben wir unglaubliches Glück? Dieser Frage nähere ich mich dort aus verschiedenen Perspektiven.

Außerdem geht es um eine weitere Frage, die ganz eng mit der Geschichte und der Besonderheit der Erde verknüpft ist: Der Entstehung des Lebens. Es gibt unterschiedlichste und teils kühne Theorien über die Entstehung des Lebens. Zunächst stelle ich jedoch die Frage, was Leben überhaupt ist und was es von unbelebter Materie unterscheidet. Die vermutete Antwort darauf ist sowohl unspektakulär als auch atemberaubend. Nachdem also eine der größten Fragen der Menschheit, die Jahrtausende der Religion überlassen wurde, endmystifiziert wurde kann man sich auch der Entstehung des Lebens auf der Erde widmen. Wo entstand es wirklich? Im Wasser, an Land, im All? Alle von diesen Theorien stelle ich vor, darunter auch die sogenannte Panspermie, die davon ausgeht, dass das Leben im All entstanden ist. Am Ende kommen wir jedoch zum Schluss, dass vermutlich keine der populären Theorien die richtige ist. Doch aus der Frage, was Leben ist kann man auch etwas ganz anderes machen. Wie besonders ist Leben? Entsteht Leben immer, wenn die richtigen Bedingungen lang genug vorhanden sind oder ist ein besonderer Zufall dafür notwendig. Obwohl wir diese Phase heute hinter uns haben, ist diese Frage dennoch von zentraler Bedeutung für unser Weltbild. Denn dies ist die Frage, die wir beantworten müssen, wenn wir uns die Frage stellen, ob Leben auch anderswo im Universum entstanden ist und vor allem wie oft Leben anderswo entstanden ist. Auch die Antwort darauf ist revolutionär.

Nachdem ich die Phase bis zur Entstehung des Lebens eingehend erklärt habe, beschreibe ich die jüngere Vergangenheit. Es geht von der Entwicklung der ersten Lebensformen bis zu den direkten Vorfahren des Menschen. Um diesen geht es dann im finalen Teil. Zunächst beschreibe ich die Lebensweise unserer Vorfahren in der Steinzeit und die größte Revolution der Menschheitsgeschichte, die sogenannte neolithische Revolution. Der Wesenszug dieser Zeit wird entscheidend für die späteren Teile sein, in denen ich die jetzige Gesellschaft aus verschiedenen Blickwinkeln erkläre, denn dies war der Beginn eines neuen Kapitels der Menschheit. Um die große zweite Revolution geht es dann im finalen Kapitel, die industrielle Revolution. Was das eigentlich ist, was sie auszeichnet und wieso sie so wichtig ist, führt dann zu einem vollkommenen Verständnis dafür, wie die Welt so geworden ist, wie sie heute ist.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde- Das Cover

In einigen Beiträgen möchte ich euch mit auf die Reise meines Crowdfundings nehmen. Was macht eine ökologische Druckerei anders? Was motivierte mich ein Buch zu schreiben? Warum helfe ich der Neven Subotic Stiftung? Worum geht es in meinem Buch? Dies und vieles mehr verrate ich euch in einigen Beiträgen. Wer mein Crowdfunding unterstützen möchte, findet hier alle Möglichkeiten dazu.

Projekt unterstützen

Wer finanziell nicht unterstützen kann, könnte einen wichtigen Beitrag leisten und den Link zum Crowdfunding oder zu diesem Beitrag in seinem favorisierten sozialem Netzwerk teilen.

Heute geht um die Entstehung des Covers.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das trifft oft auch auf Bücher zu. Das Cover eines Buches ist in verschiedener Hinsicht von großer Wichtigkeit. Es muss natürlich ansprechend, aber auch interessant sein, einen Bezug zum Thema haben. Helligkeit, Schriftgröße und Proportionen haben einen großen Einfluss auf das finale Erscheinungsbild. Erst recht bei einem Vertrieb über Crowdfunding, wo der Leser zunächst nur ein einziges Projektbild und oft das Buch von vorne sehen kann, entscheidet das Cover über den Kauf.

So sah meine erste Beschreibung meines Covers aus. Ich beschrieb was zu sehen sein sollte und nicht was es ausdrücken sollte.

Daher waren meine Ansprüche an das Cover für mein eigenes Buch stets recht hoch. Als ich das Buch anfing hatte ich noch kein Cover vor Augen, nicht einmal einzelne Motive. Erst als ich mich etwa nach einen halben Jahr Schreibzeit für den Titel (T)raumschiff Erde entschied, hatte ich auch erste Ideen für ein Cover, die zum Großteil auf den Titel anspielen. Also verfasste ich eine Beschreibung des Covers, die alle Elemente beinhaltet. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte ich mich in dieser Beschreibung tatsächlich auf die Beschreibung des Bildes, das ich vor Augen hatte, nicht auf das, was das Cover ausdrücken sollte.

Es deutete also etwas auf ein Wimmelbild hin. Doch die Herausforderungen waren scheinbar zu groß. So war es von vornherein ein Problem, so viele Oberflächendetails gut erkennbar auf der relativ kleinen Fläche der Erdkugel darzustellen. Mit einem grobstrichigen Zeichenstil ist das nicht zu realisieren. Und es gab noch ein Problem. Teilt man die Erde in eine intakte und eine verschmutzte Seite, so spricht man je nach Abbild der Erde bestimmten Erdteilen diese Eigenschaften zu. Wählt man also die klassische atlantische Abbildung mit Amerika im Westen und Europa und Afrika im Osten, so sind Europa und Afrika verschmutzt, während Amerika paradiesisch anmutet. Gerade angesichts der aktuellen Ereignisse in den USA, in Brasilien, Venezuela und Lateinamerika ist das jedoch bei weitem nicht das, was ich sagen möchte.

Egal, wie man es im wahrsten Sinne des Wortes „dreht und wendet“, ergeben sich immer ungewollte Interpretationen und auch nach einstündigem Betrachten des Globus viel mir kein einziger Quadratmeter ein, der nicht in irgendeiner Weise in Gefahr ist. Also verabschiedete ich mich irgendwann von der Idee einer zweigeteilten Erde und suchte nach Alternativen. Zudem erschien es zunehmend unwahrscheinlicher, dass ich in der selbstgesetzten Frist jemanden finden würde, der die vielen Details umsetzen kann. Wir haben viele Zeichner angefragt, deren Stil mir gefiel und über deren Unterstützung ich mich gefreut hätte, doch zumeist waren sie bereits vollkommen ausgelastet. Also hielt ich vorerst nur an der Darstellung der Erde als Raumschiff fest. Dort blieb jedoch das Problem, dass der Platz sehr klein ist. Die Erdkugel ist dann sehr klein, da vor ihr die Raumschiffspitze und hinter ihr der Antrieb ist. Somit würden sich sämtliche Oberflächendetails erübrigen. Es ging mit der Lösung all dieser Probleme aber nicht wirklich voran. Plötzlich war das wissenschaftliche Lektorat durch, das Korrektorat stand kurz bevor, Satz und Druckerei waren fest vereinbart und die Crowdfunding-Vorbereitungen in vollem Gange – aber das Cover noch nicht einmal als Skizze vorhanden.

Also entschloss ich mich diese Probleme vorerst zu ignorieren und zu handeln. Ich wollte einen Design-Wettbewerb über die Website designenlassen.de ausrufen. Dort kann man in einem Briefing beschreiben, worum es geht und was designt werden soll, einen Wettbewerb und ein Preisgelds ausrufen und dann reichen verschiedene Designer Vorschläge ein. Gefällt eins, dann kann man es zum Sieger küren und das Preisgeld ausgeben. Dafür erhält man dann das Cover. Gefällt einem keines, muss man das Preisgeld nicht ausgeben. Nach einer Woche ist die Frist vorbei und alle Designer haben ihre Vorschläge eingereicht. Während dessen kann man Rückmeldung geben und die Designer können ihre Designs dem entsprechend anpassen. Danach kann man das vielversprechendste Design auswählen oder man lässt es. Der Hauptgrund dafür, dass ich mich für diesen Wettbewerb entschied ist, dass man erst mal nichts zu verlieren hat. Außerdem erschien es unter Zeitdruck schon sehr erstrebenswert, innerhalb von einer Woche ein Cover zu haben. Bei dem Briefing wandte ich diesmal jedoch eine andere Strategie an. Tatsächliche Bilder beschrieb ich nur als Ideen und Möglichkeiten, verbindlich übermittelte ich nur, was das Cover aussagen soll. Daher startete ich den Wettbewerb mit folgendem Briefing:

Als mögliche Idee hing ich außerdem eine selbsterstellte Canva-Skizze an (Die übrigens besser war als manche der eingereichten Designs. Also ließ ich den Wettbewerb anlaufen und bis auf die eben thematisierten Ausnahmen kamen viele gute Designs, einige davon an meinen Ideen orientiert, andere versuchten auf eigene Weise, den Inhalt auszudrücken. Letztlich habe ich mich nach Anlauf des Wettbewerbs auf drei Designs festgelegt, die ich als Cover nehmen würde, dabei gab es jedoch einen Favoriten und einen Außenseiter. Zu diesen drei Designs wollte ich mir dann noch einmal Rückmeldung von Verwandten und Bekannten holen und stellte sie zum geschlossen Voting. Den Link zur Abstimmung schickte ich an einige Leute, die ich gut kenne. Dort schnitt mein Favorit jedoch am schlechtesten ab und wurde mit begründeter Kritik regelrecht „zerrissen“. Schwierig war es allgemein ein Gleichgewicht zu finden. Die Darstellung muss seriös sein und darf nicht an ein Kinderbuch erinnern, muss aber auch ansprechend und nicht trocken sein. Im Laufe des Votings fiel mir auf, dass das Cover, welches als Außenseiter ins Rennen ging, alle Bedingungen erfüllte und auch bei dem Voting am besten abschnitt. Je länger ich es betrachtete, desto besser gefiel es mir. Es war grundsätzlich anders, als die anderen Cover, die mit schwarzem Hintergrund arbeiten, doch gerade deswegen wirkt es hell und ansprechend, aber auch seriös und wissenschaftlich. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass der Grafiker Hannes Klein es wagte sich am weitesten von meinem Briefing zu entfernen und doch die gewollten Aussagen am besten zu treffen. Mittlerweile ist mein Ärger über all die ausgelasteten Comiczeichner nun auch verflogen und ich freue mich sehr über das finale Ergebnis, welches auf dem ausgewählten Buchbandmaterial ganz hervorragend zur Geltung kommen wird. Nur noch knapp sechs Wochen und ich werde es in den Händen halten. Möchtest du es auch? Hier gehts zu meinem Crowdfunding, wo du das Buch als limitiertes, nachhaltig produziertes Hardcover von mir signiert und händisch nummeriert bestellen kannst.

(T)raumschiff Erde- Ein Buch, das Brunnen baut.

Dies ist meine Crowdfunding-Kampagne zur Veröffentlichung einer Hardcover-Version meines Buches „(T)raumschiff Erde“. Zwei Jahre lang hatte ich große Klappe auf der Benefiz-Lesereise mit dem Buch „Wir Wochenendrebellen“, indem ich unangekündigt und ohne Absprache mit Papsi mehrmals das Spendenziel erhöhte. Doch ich habe nicht nur eine große Klappe, sondern es steckt auch etwas dahinter. Daher habe ich mich nach Beendigung der Lesereise entschlossen, mich mit einem eigenen Buch selbst, um die Erfüllung des Spendenziels zu kümmern.

Dieses Crowdfunding wird die Basis dafür legen, meine Unkosten decken, sodass ich nach exklusivem Vertrieb des Hardcovers via Startnext im Anschluss alle Umsätze, die durch die Veröffentlichung eines E-Books entstehen an die Neven Subotic Stiftung spenden kann, die sich um den nachhaltigen Brunnenbau in Äthiopien kümmert. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch ein Verlag, der Interesse an den Taschenbuchrechten hat und bereit ist meine Forderungen bezüglich einer nachhaltigen Produktion zu erfüllen. Dann gehen auch diese Umsätze zu 100% an die Neven Subotic Stiftung. Ziel ist es das Spendenkonto, welches ihr hier jederzeit transparent einsehen könnt mit 50.000 € zu befüllen. Wer mich kennt weiß, dass ich Wort halten werde. Darauf gebe ich euch meine rechte Hand.

Hier in diesem Blog werde ich euch in den kommenden Wochen aus verschiedenen Perspektiven über mein Buch informieren und zum einen natürlich etwas über den Inhalt schreiben, euch aber auch hinter die Kulissen von Cover, Druck, Lektorat und Co. schauen lassen, sowohl in Text- als auch in Podcastform.

Eine Übersicht der einzelnen Beiträge findet ihr jeweils mit Verlinkung hier:

  1. Wie mein Cover entstanden ist.
  2. Wie es zum Titel meines Buches kam?
  3. Der erste Presseartikel rund um mein Crowdfunding.
  4. Mein Buch-Teil 1- Die Geburt eines Wunders – Eine Inhaltsangabe.
  5. Mein Buch-Teil 2- Wir-Eine Bestandsaufnahme- Eine Inhaltsangabe.
  6. Mein Buch-Teil 3- Der Mensch als Lösung-Eine Inhaltsangabe.
  7. Interview mit KP Haupt-Eine Podcastaufzeichnung mit meinem Mentor und wissenschaftlichem Lektorator.
  8. Vorabauszüge meines Buches in der Bild am Sonntag?
  9. Vorabauszug aus Teil 1- Geburt eines Wunders.
  10. Vorabauszug aus Teil II – Wir- Eine Bestandsaufnahme.
  11. Vorabauszug aus Teil III – Der Mensch als Lösung.
  12. Das perfekte Weihnachtsgeschenk.
  13. Audio- Interview mit R.Lokay, Geschäftsführer der Druckerei Lokay.
  14. Das finale Cover.
  15. Video- Zu Besuch in einer Umweltdruckerei.
  16. Wie die Idee entstand ein Buch zu schreiben.
  17. Welche Motivation hinter meinem Buch steht.
  18. Die Arbeit der Neven Subotic Stiftung.
  19. Ein Crowdfunding-Fazit.
  20. Die Erfolge der Neven Subotic Stiftung.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉