Archiv der Kategorie: Wochenendrebellen

Unsere Tourerlebnisse

Fünfundzwanzigtausend Dank

Es ist vollbracht. Nach 12800 Zugkilometer hörten ca. 2200 Zuschauer unsere insgesamt 108 Stunden Lesungen, davon. ca. 46 Stunden Fragerunde. Die kürzeste Lesung fand vor 4 Zuschauern auf einem Marktplatz im Regen mit einer Dauer von 35 Minuten statt und sollte abgesagt werden, was Jason nicht akzeptierte. Die längste Lesung mit über 4 Stunden in ca. 100 Meter Höhe im Panoramaraum der Sportschule Wedau, die gemütlichste Lesung mit Wohnzimmer-Feeling und Pizzaduft im Fanprojekt Erfurt, Premierenlesung im Stadion am Bieberer Berg, Rasenduft beim Lesen nach Spielschluss in der Kurve beim SV Babelsberg, sehr berührendes Veranstalter-Feedback in Deutschlands schönster Fußballkneipe, dem Stadion an der Schleissheimer Straße und auch im Strobels am Westfalenstadion, unnötiger aber herausragender VIP-Service mit Malzbier und allem Drum und Dran in Berlin, im Haus der Fußballkulturen, Lesung mit Nachtwanderung durchs Stadion in Braunschweig, tränenlachende TV-Teams in Köln und in Fürth. Technik-Support, wie bei AC/DC in Hannover, Duisburg, Kassel und beim FSV Frankfurt. Wir lasen in historischen Gebäuden in Leipzig und Oldenburg und traten in einer picke-packe vollen Bahnhofshalle in Iserlohn-Letmathe auf. Ein auf vielen Ebenen irrsiniger Ritt, der mir aber auch Mut machte. Unglaublich wie viel Unterstützung man erhält, wenn man für eine gute Sache unterwegs ist.

Geplant waren ursprünglich drei oder vier Lesungen und auf den Veranstaltungen selbst erklärten wir zuletzt auch immer ein wenig, wie das alles mal wieder eskalierte. 2014 mussten Jason und ich erstmals über den Tod sprechen. Unangenehme und komplizierte Themen können mit Jason ganz hervorragend diskutiert und besprochen werden, sofern man damit umgehen kann, wie sachlich und nüchtern er sich mit Thematiken auseinandersetzen kann.

Er sorgte sich, wie das einmal sein wird, wenn Papa und Mama einmal nicht mehr da sein werden, doch es ging im Schwerpunkt um die auszufüllenden Funktionen, die er aktuell klar zugeteilt bei uns sieht. Da war keine Angst vor der Trauer spürbar seine Eltern nicht mehr da zu haben, sondern zunächst einmal der Wunsch nach Klärung, wer denn dann die Garderobe morgens auswählt und zurechtlegt und all die Dinge erledigt, die Jason nicht selbständig kann. Es ist immer wieder schwierig Menschen zu erklären, dass der junge Mann, der sich auf dem Weg in die physikalische Grundlagenforschung befindet, der mehrere Stunden frei vor Publikum über unsere Abenteuer referiert, der ganze Tage alleine in einer Stadt verbringen kann, nicht in der Lage ist sich morgens eine Hose alleine auszusuchen und an vielen Dingen des täglichen Alltags scheitert, die für einen Großteil der Menschen Banalitäten darstellen. “Der muss halt einfach mal……”, “Der stellt sich aber an…..”, “Er muss doch nur…..” Alle Sätze, die so beginnen, enden mit Unsinn. Wenn Jason mir verspricht, dass er etwas nicht kann erübrigt sich jede Diskussion. Bei einer unsichtbaren Behinderung kann und muss ich da auf ihn vertrauen. Das ist für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar, gleichzeitig würde aber nie jemand auf die Idee kommen einem blinden Menschen raten sich mehr anzustrengen um sehen zu können. Es ist schwierig, zumal unser Schwerpunkt im Buch und auch auf Lesungen nicht die Defizite sind, die Jasons Behinderung mit sich bringt.

Jason wurde rund um das Thema Tod erst recht sichtlich nervös als ich ihm der Illusion berauben musste, dass seine Schwester sich in Zukunft um all die funktionalen Lücken kümmern würde, die Mamas und Papas Ableben verursachen könnten.

„Wie soll ich in so einer chaotischen Welt denn alleine klarkommen?“

Ich bin mit Versprechen aus nachvollziehbaren Gründen vorsichtig geworden und doch bin ich sehr dankbar, dass Versprechen diesen fast schon heiligen Status in unserer Familie haben. Wenn Jason heimkommt und mir auf die rechte Hand verspricht, dass er heute in der Schule geschubst und mit Steinen beworfen wurde, dann muss ich an dieser Aussage nicht zweifeln. Ich weiß, dass er das zu 100% so wahrgenommen hat und wir können uns direkt um die Klärung kümmern. Manchmal kommt dabei raus, dass das Schubsen nur dem Läuten der Schulglocke und dem gleichzeitigen Gang zur Garderobe von 30 Schülern geschuldet war, aber es spielt keine Rolle, ob es absichtliches Schubsen war oder nicht. Das Problem, bei dem es keine Rolle spielt ob es ein Problem für andere ist, muss gelöst werden und ich weiß, dass es eines für Jason war, denn er hat mir die rechte Hand darauf gegeben.

Versprechen dienen aber nicht nur der Wahrheits- bzw. Wahrnehmungsfindung, sondern Sie können auch für sofortige Beruhigung einer drohenden Eskalation sorgen. Schrie Jason mich bis vor ein paar Jahren noch mit „Lös das Problem!“ an, wenn er vor einer Hürde oder einem Hindernis stand. Er weiß heute, dass ich ihm nur verspreche Probleme zu lösen, wenn ich garantieren kann, dass dies auch funktioniert. Jason war immens unruhig, wie eigentlich immer wenn Zukunftsszenarien aufploppten, aber nicht geklärt sind und so versprach ich ihm, dass es zwar noch einige Jahrzehnte Zeit dauert bis Mama und Papa einmal nicht mehr da sind, aber das bis dahin die Welt ganz sicher eine bessere ist.

Der globale Trend seit 2014 spricht gegen mich. Brexit, Trump, Italien, Ungarn, Österreich, Polen, Nordkorea, Brasilien, und dann haben wir noch nicht einmal vor der eigenen Haustür gekehrt. Das hat auch Jason bemerkt seit er sich auch mit politischen und gesellschaftlichen Themen intensiver auseinandersetzt.

“Wir können doch nicht die Welt besser machen.”- “Natürlich, wer denn sonst?”

Ich schlug ihm vor, dass wir die Welt besser machen könnten in dem wir auf den geplanten Lesungen um Spenden bitten auf die nächsten Tausend Euro aufrunden und mit dem Geld die Arbeit einer Organisation unterstützen, die die Welt nachweislich besser macht.

Jason war einverstanden. Wir suchten nach einer Organisation deren Arbeit, die Welt nachhaltig verbessert. Analog zum Buch wollten wir uns eher im Kontext Fußball, als im Bereich Autismus bewegen und so landeten wir natürlich sehr schnell bei der herausragenden Arbeit der Neven-Subotic Stiftung. Jason war zutiefst entsetzt, dass Menschen, besonders häufig Mädchen in seinem Alter und jünger, nicht in die Schule gehen können, weil sie mehrere Stunden am Tag mit der Wasserbesorgung beschäftigt sind und das täglich tausende Kinder an den Folgen des mangelnden Zugangs zu sauberem Wasser starben. Das war für ihn schlichtweg nicht zu begreifen. Er verstand nicht, wie das passieren konnte und warum nicht mit Hochdruck daran gearbeitet wird dieses Problem zu beseitigen.

Die ersten Lesungen vergingen und Jason zeigte sich unzufrieden über die Spendenhöhe. Wie es denn sein könnte, dass Tausende Menschen für Mario Barth Geld ausgeben, aber zu seinen Lesungen nur so wenige Menschen kommen und so verhältnismäßig wenig Spendengeld dalassen. Ich muss zugeben, dass mir bei diesem Beispiel ein wenig die Argumente fehlten, ich im Umkehrschluss aber auch überrascht war, dass zu einigen unserer Lesungen über 100 Menschen kamen und nur selten sich weniger als 60 Zuhörer die Zeit nahmen. Auch die Spendenhöhen nahm ich im Schnitt eher als beachtlich hoch wahr.

Ich habe mich von seinem Herzblut und Engagement ein wenig blenden lassen und deshalb überwog zunächst der Stolz die Verärgerung, als er ohne Rücksprache mit mir auf einer Lesung dem anwesenden Journalisten mitteilte, man wäre nun auf Lesereise bis man 10.000 € für die Finanzierung eines Brunnens beisammen hätte. In Anbetracht der Unkosten, die uns für eine Lesung entstanden, wir zahlten Anreise, Übernachtung selbst und verzichteten auf Honorare oder Aufwandsentschädigungen, vor allem aber auf Grund der Tatsache, dass diese Kosten auf den ersten Lesungen zumeist höher waren als die Spendensumme, eine durchaus heikle Zielsetzung. In Dortmund erhöhte Jason noch einmal auf 25.000 €, da er erfuhr, dass mit einem Brunnen alleine, ohne sanitäre Anlagen Mädchen noch immer nicht zur Schule gehen können. Wir verständigten uns im Anschluss, dass nach den Lesungen in den geplanten Städten für mich Feierabend ist und er sich selbständig um eine evtl. Schließung der Lücke bis zu den 25.000 € kümmern muss. Er stimmte zu und macht sich seitdem eine Menge Gedanken und ist fleissig.

Nun sitze ich hier und der Kontostand unseres Spendenkontos bei der Neven Subotic Stiftung zeigt 25.591,57 € an. Wir haben es tatsächlich geschafft. Jason hat wieder einmal mehr Recht behalten. Als wir für den Grimme Online Award nominiert wurden, nervte er mich regelmäßig Wochen vor der Veranstaltung, wer denn von uns beiden die Siegerrede auf der Bühne halten würde. All mein Einreden auf ihn, all meine Versuche die Erwartungshaltung runter zu schrauben half nichts. Er hatte keinerlei Zweifel, dass wir dort gewinnen und er behielt Recht. Als er eine zwanzigtägige Zugreise durch Osteuropa plante und zehn verschiedene Länder bereisen wollte, dämpfte ich seine Erwartungen um körperlich etwas ausgelaugt aber mit zehn Länderpunkten im Gepäck am 20.Reisetag wieder zurückzukehren.

Im Sommer 2018 übermittelte er mir die Termine für die verschiedenen Etappenwettbewerbe von „Jugend forscht-Schüler experimentieren.“ Mit der Information, dass wir zu diesen Terminen keine Lesungen durchführen können, denn wenn die Jury sein Projekt versteht, dann würde er ohne jeden Zweifel alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Ich lachte. Zumindest bis zu dem Tag, wo ich die Lesung in Rostock und Düsseldorf verschieben musste und mir der Leiter der Forschungseinrichtung auf dem Landeswettbewerb mitteilte, dass Jason sowieso gewinnen würde, wenn die Jury sein Projekt versteht und das er es gut findet, dass wir Jason für das Austauschprojekt mit dem Forschungszentrum in Peking angemeldet haben. Wir hatten ihn nicht angemeldet. Dies hat er selbst getan. Jason überrascht mich, er fordert mich, er bringt mich zur Weissglut und er hat eine erdende und gleichzeitig motivierende Wirkung, aber ich kann auch sehr gut verstehen, wenn man unser Handeln nicht immer nachvollziehen kann.

Als im vergangenem Jahr Jens W. von der Volksbewegung Niedersachsen, ehemals Freundeskreis Thüringen über einen Zeitungsartikel auf uns aufmerksam wurde, sich über eines unserer Shirts auf den Bildern echauffierte und unsere Bilder und Kontaktdaten in braunen Kreisen teilte, war Jason derjenige, der am coolsten blieb und hartnäckig einforderte sich keinesfalls einschüchtern zu lassen. Da kann man als Vater schon auch mal am eigenen Verantwortungsbewusstsein zweifeln. Hab ich auch. Sehr sogar. Niemals zuvor haben wir so viel “Feedback” erhalten, wie in diesen folgenden doch sehr belastenden Tagen.

„Wie Jason wohl ohne Papa klarkommen wird?“

„Eine Endlösung für Autisten. Das fehlt.“

„Ihr seid fällig. Veranstaltungstermine.Wie praktisch.“

“Dich und deine kleine Familie zu finden wird ein Kinderspiel. Alles weitere auch.”

Wir besprachen sehr sachlich, wie wir damit umgehen, klar war aber auch, dass ein Rückzug, Schweigen und weniger oder kein Engagement mehr, genau den Zweck erfüllt, den Nazis erreichen wollten. Sie wollen Angst verbreiten, was Ihnen auch gelang, aber diese Angst soll auch destruktiv wirken, sie soll lähmen, einschüchtern und Engagement und positive Bewegungen verhindern. Dies gelang Ihnen nicht. Auch weil Jason hartnäckig ein positives Ende unserer Lesereise einforderte und er verdammt überzeugend sein kann.

“Hast du keine Angst?”, fragte ich ihn.

“Natürlich habe ich Angst, aber noch mehr Angst habe ich, dass ich nie wieder schlafen kann, wenn wir jetzt einfach aufhören, weil uns irgendwelche rechten Arschlöcher drohen.”

Wir hatten uns als multikulturelle Familie sowieso schon der aktiven Beteiligung an einem Umvolkungsprozess schuldig gemacht, so dass fortan ein Appell an alle den Arsch aus der Wohlfühlzone zu wuchten und sich noch stärker mit anständigen Menschen zu solidarisieren, betroffene Menschen aktiver zu schützen, die Augen offen halten und das Maul aufzumachen, den Abschluss unserer Lesungen darstellte.

Und nun geht es erst einmal weiter. Düsseldorf, Tirol, Bünde, Karlsruhe, Hannover und Plüderhausen stehen noch für Lesungen an. Wie man sieht gehts jetzt auch in die Metropolen. Eine Abschlusslesung soll es auch noch geben und evtl. noch einen Livestream-Lesung, die wir an eine Firma gegen Spende verkaufen. Jason hat für die Abschlusslesung sehr konkrete Vorstellungen und erwartet u.a. mindestens ZSK als Pausengast, damit sie “Herz für die Sache” spielen, ökologische Pyrotechnik, der vier Stunden Rekord soll gebrochen werden und es sollen mehr Zuhörer kommen als Mario Barth je Gäste hatte. Ich werde mich hüten komplett alles als Unsinn abzutun und freue mich, wenn er auch bei unseren nächsten Projekten grinsend vor mir steht und sagt: “Siehst du, wir können alles schaffen.”

In aufrichtig tiefer Dankbarkeit allen Spendern und Lesereise-Unterstützern gegenüber.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

P.S. Auf der Lesereise haben wir auch ein sechs-minütiges Video aus den letzten Jahren unserer Stadionabenteuer-Tour gezeigt. Hier nun auch via Youtube.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR59 Dunkle Materie und Dunkle Energie

In diesem Blogpost fasse ich mal alles zusammen was ich aus dieser Folge gelernt habe.

Viel Spaß beim Hören.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR58 Matrix-Schwimmen mit den Börsen Onkelz

Bis 0:00:55 Intro

02 Schwimmen Böhse Onkelz Matrix 716x600 - #RR58 Matrix-Schwimmen mit den Börsen Onkelz

0:00:55

In der Einleitung des 2.Wochenendrebellen-Wochenrückblicks sprechen wir über das Schwimmen lernen, über Kotze, über die bevorstehende Lesung in Hamburg und klären warum wir Sonntag Früh um 05:00 Uhr aufgestanden sind. Außerdem gibts ein paar Details rund um die Blogübergabe.

0:37:15

In unserer Filmbesprechung geht es um “Matrix.” Welche Pille würde Jason nehmen? Was ist die Matrix nun genau? Was sollen die biblischen Anspielungen? Warum Jason Teil II und III nicht schauen möchte? Welchen Rollen-Charakter mag Jason am liebsten und wir diskutieren die Löffelszene. Fragen, die uns beschäftigen und wo uns euer Blickwinkel interessieren würde:

  1. Sollte man Matrix Teil II und III gesehen haben?
  2. Wie interpretiert ihr die Löffelszene?
  3. Rot oder blau? Welche Pille hättet ihr gewählt.

1:22:30

In der Klage der Nation beschäftigen wir uns mit einer Band. Wer sind die Börsen Onkelz? Nun ja, es geht um die Böhsen Onkelz. Wir haben mit der nicht ganz ernst gemeinten Planung für unser Wochenendrebellen-Festival begonnen. Wir planen mit ca. 120.000 Zuschauern und kümmern uns um das Line up. Alle Bands bei denen Jason sicher ist, dass es Ihnen auch eine Ehre ist für die Finanzierung von zehn weiteren Brunnen für die Neven Subotic Stiftung gratis auf unserem Festival aufzutreten, haben wir in diese Spotify-Playlist gepackt. Bedingung ist, dass von jeder Band zunächst nur ein Song in der Playlist landet. Nachdem Jason und ich unsere Lieblingsbands abgegrast hatten, haben wir eine offene Playlist angelegt in der uns unter anderem die Böhsen Onkelz vorgeschlagen wurde, was nicht jeder gut fand und uns unter anderem vorgeworfen wurde, wir würden unserer Verantwortung nicht gerecht werden, wenn wir Vorschläge dieser Art nicht sofort löschen. Wir sprechen über die Band, Jason schildert warum er den Song “Deutschland im Herbst” mag und ich beichte ihm, wo ich eine Woche vor seiner Geburt war. Auf einem Konzert mit über 100.000 Menschen. Und es war das Konzert einer Band, die mir mal viel bedeutet hat.

Wochenendrebellen Festival 600x600 - #RR58 Matrix-Schwimmen mit den Börsen Onkelz
Du nutzt Spotify? Dort kannst du entweder den Radiorebell hören oder noch viel besser: Weitere Vorschläge für unser Wochenendrebellen-Festival in unsere offene Playlist packen.

2:09:20

Die spektrografische Minute beschäftigt sich mit der geplanten Mond-Mission, 2022 den Mond zu umkreisen und 2024 auch wieder auf dem Mond zu landen.

2:02:05

Jason berichtet von seinem Treffen mit dem chinesischen Bildungsminister.

Unser Malzbier trinken wir auf Michael, der uns auf Steady unterstützt. Vielen Dank!

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR57 Fahrradhelm-Inception beim 1.FFC Frankfurt

Wir stellen den Radiorebell-Podcast ein wenig um.

Zukünftig veröffentlichen wir zwei Formate innerhalb unseres Podcasts Radiorebell. Um beide Formate zu hören braucht man nichts weiter als sich einen Podcatcher für sein Mobiltelefon zu laden und den Podcast Radiorebell zu suchen und zu abonnieren. Eine Auswahlhilfe erhält man über den Abo bzw. Subscribe-Button hier im Blog. Es wird vorerst keine Trennung der Formate geben. Solltre das irgendwann mal gewünscht sein trennen wir die Feeds ggf.

Im Wochenendrebellen Wochenrückblick, kurz #wrwr, quatschen wir über unsere ganz persönlichen Erlebnisse der vergangenen Woche, besprechen einen Film, den wir gemeinsam gesehen haben und in der Rubrik Klage der Nation, besprechen wir ein Thema, dass eigentlich kein Thema sein sollte, absurd viel Aufmerksamkeit erhalten hat oder es aus anderen Gründen auf die Titel der Boulevard-Blätter und in die Trends der sozialen Medien geschafft hat.In allen anderen Radiorebellfolgen widmen wir uns den Themen aus der Losbox und besprechen dann aber auch ausschließlich das für diese Folge vorgesehene Thema.

Die Wochenrückblickfolgen werden separat durchnummeriert. Hier eine übersicht der Themen von Folge 1.

Wochenrückblick #wrwr01- Über Fahrradhelme, Inception und ein wenig Frauenfußball.

01 Wochenendrebellen Wochenrückblick 01 Facebook 716x600 - #RR57 Fahrradhelm-Inception beim 1.FFC Frankfurt

Um das Intro zu überspringen den Podcast bei Sekunde 55 starten.

0:00:55

Update Jasons Projekt zum Thema Chaos-Forschung und Erklärung zum neuen Podcast-Aufbau und zu den einzelnen Rubriken innerhalb des Wochenrückblicks.

0:09:22

Wir sprechen über unsere Lesung und unseren Besuch beim vfbfueralle.de.

0:26:12

Unser erster Besuch beim Frauenfußball. Wir waren beim 1. FFC Frankfurt gegen FC Bayern München.

0:43:53

Filmbesprechung- Wir sprechen über Inception

1:10:00

Klage der Nation.

Retten Helme leben?

Wie darf man so eine Kampagne bewerben?

Gibt es sinnvollere Kampagnen im Radfahr-Kontext?

1:35:00

Spektrografische Minute

Space Ex: Neuer Testflug zur ISS

1:39:00

Charlotte ist unsere neue Unterstützerin auf Steady und hat sich eine Folge gewünscht in der Jason und ich unsere Bucket List vorstellen. Inspirierende Ideen, eure Bucket List Highlights oder auch eure Gründe warum Bucket Lists sinnlos sinn gerne als Kommentar unter diesen Post.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR56 Klimawandel

0:00:00 – 0:00:55 Intro

0:00:55 – 0:09:25 Aufbau des Radiorebell-Podcasts

Ursprünglich zogen wir ein Thema und sprachen darüber im Podcast. Es folgte die spektrografische Minute als fester Bestandteil und ausufernde Besprechungen dessen was in der jüngeren Vergangenheit so geschah ließen unsere Folgen schnell unübersichtlich werden. Feste Bestandteile unserer zukünftigen Folgen sollen zukünftig auch eine kurze 10-15 minütige Filmrezension sein und in der Klage der Nation beschäftigen wir uns mit Themen, die keine Relevanz haben dürften.

0:09:25 – 0:23:15 Twittersperre

Ich wurde mal wieder von Twitter gesperrt. Dumm aber nicht zu ändern. Nach den 24 h Pause beim letzten Mal, gibt man mir nun 7 Tage darüber nachzudenken ob es richtig ist es zu bedauern, dass man jemandem seine rechtsradikale Einstellung nicht aus dem Hirn prügeln kann. Spoiler: Ja, es war richtig. Wer auf Twitter Aussagen treffen darf, dass der Umgang mit behinderten Menschen in der NS-Zeit auch sein Gutes hatte und keinerlei Restriktionen durch Twitter erhält, wenn man trotz menschenverachtender Äußerungen keinerlei Konsequenzen zu fürchten hat, wenn systematische Hass und Hetze funktioniert wenn man den gebrauch einzelner Worte vermeidet, wenn persönliche niederträchtigste Angriffe keine Frage der Aussage, sondern nur der Formulierung sind, dann soll dem so sein. Beim dritten Mal wird mein Account dauerhaft gesperrt. Wir sprechen über die Sperre und Jason gibt mir Tipps, wie man mit Rechtsradikalen im Netz umzugehen hat.

0:23:15 – 0:41:44 #fridaysforfuture

Jason hat am vergangenem Donnerstag von der Schulleitung mitgteilt bekommen, dass die Teilnahme an den #fridaysforfuture Demos strikt untersagt ist. Er empfand dies als einen guten Zeitpunkt sich an den Freitags-Demos zu beteiligen. Wir sprechen über Jasons Engagement und warum er von der Schule enttäuscht ist.

0:41:44 – 1:49:00 Klimawandel

Unser Hauptthema. Jason versucht mir die Kipppunkte zu erklären und wir konzentrieren uns auf die tatsächlichen Fakten. Er ordnet zudem die Rollen der Parteien im Kontext Klimawandel ein und wir versuchen konkrete Lösungen zu erarbeiten. Ausserdem sind wir unterschiedlicher Meinung zu Greta Thunberg und wir klären ob Windräder für die Stürme an der Nordsee verantwortlich sind.

1:49:00 – 1:56:00 Klage der Nation- Sanés Klamotten

Darf man Klamotten für 25.000 € tragen? Wann ist ein Skandal ein Skandal? Trotz der Kürze für mich unerwartet erkenntnisreich.

1:56:00 – 2:14:00 Filmbesprechung Breakfast Club

Wir haben uns Breakfast Club angeschaut und versuchen die Botschaft des Films zu ermitteln, stellen fest, dass wir auch dort recht unterschiedlicher Meinung sind und rätseln warum uns dieser Film empfohlen wurde.

2:14:00 Spektrografische Minute

Jason gibt einen Ausblick auf seinen neusten Blogpost und liest die frischsten Rezensionen über unseren Podcast und unser Buch.

Getrunken haben wir Almas Malzbier. Danke Alma.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR55 Chaosforschung

Jason hat am vergangenem Wochenende den Regionalwettbewerb “Jugend forscht“ in der Kategorie Physik gewonnen.

Vor etwas weniger als drei Jahren ist meine Frau mit Jason ins Schülerforschungszentrum gefahren um Jason dort bei in einem Physik-Kids-Club anzumelden. Jason saß quasi nur daheim und musste von Mami dauerhaft bespaßt und beschäftigt werden. Jasons wissenschaftliches Interesse war mit sechs Jahren schon so ausgeprägt, dass wir uns nur noch mit Fachmagazinen, wie Spektrum zu helfen wussten und ohne Unterstützung so gut wie nie Antworten auf seine Fragen parat hatten.

Meine Frau schilderte dem Leiter des Forschungszentrums Jasons Interesse und dieser bat um ein erneutes Erscheinen am Dienstag der Folgewoche, weil dann der Leiter des Kids-Clubs vor Ort wäre.

Jason schritt dann ein und fragte was denn da so gemacht wird, denn er bezweifle stark, dass man sich dort mit den Sachen beschäftigt, die ihn so interessieren.  

KP, so nennt ihn Jason heute war neugierig geworden und sein Interesse steigerte sich als der Zehnjährige vor ihm „Quantenphysik“ als besonderes Interesse angab und bat Jason ein wenig darüber zu erzählen.

Jason holte zu einem mehrminütigen Monolog über die Quantenphysik aus, der KP sichtlich beeindruckte, um aber sicherzugehen stellte er noch ein paar ergänzende Fragen zum Thema Quantenverschränkung, die Jason ebenfalls fehlerfrei beantwortete.

Im Anschluss war man sich einig, dass der Kids-Club nichts für Jason ist, er aber auch bedingt durch seinen Autismus nicht in einem Team mit mehreren Leuten arbeiten möchte.

Jason suchte sich ein eigenes Forschungsprojekt aus und entschied sich für das „Ordnung & Chaos.“

30 Monate und unzählig viele Arbeitsstunden später präsentierte Jason nun im Rahmen von Jugend forscht seine Zwischenergebnisse und die Sorge von KP und ihm, vielleicht verstände die Jury sein Projekt gar nicht, blieben unbegründet. Im Gegenteil. Die Jury lobte die fehlende Scheu sich in so jungem Alter einem so komplexen Thema zu widmen und ergänzte, dass die frei gesprochene fehlerfreie Präsentation der gesamten Thematik zeigte, dass sich da jemand Gedanken zu gemacht hat und das sie sich freuen zu sehen ob bis zum Landesentscheid ein weiterer Projektschritt gelingt. Was er da jetzt genau gemacht hat, was das Ziel des Projekts, welche Tipps ich ihm zum Thema Chaosforschung mit auf den eg gegeben habe und ob es für den Nobel-Preis reichen wird, haben wir in unserer neusten Folge Radiorebell besprochen.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR54 Der Mensch

Es sollte um das Thema „Der Mensch“ gehen, doch wir beginnen mit einem Rückblick auf unseren beiden Lesungen in Göttingen und in Iserlohn, wir blicken auf die Zeugnisvergabe zurück und klären warum mich meine Mutter ausgebuht hat und welchen Kampf Sie vorerst einmal gewonnen hat. Wir besprechen warum Jason in der Klasse nicht sonderlich beliebt ist und was sich seine Widersacher nun alles einfallen lassen um ihm zu schaden. Wir sprechen über Richard Feynman und die Challenger-Katastrophe und In der absoluten Eskalationsphase bezeichnet mich Jason als Klimawandel-Leugner. Wir haben bereits unseren Fleischkonsum reduziert, die neu benötigten Möbel für das Wohnzimmer haben wir aus nachhaltigem Holz gebaut und mit selbst hergestellten Beizen aus natürlichen Materialien bearbeitet. Plastiktüten kommen bei uns seit Jahren nicht ins Haus, nahezu jede Strecke nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel und Anschaffungen müssen lang und breit bezüglich einer ökologischen Alternative ausdiskutiert werden. Das machen wir nicht weil wir einknicken oder unsere Ruhe haben wollen, sondern weil Jason sauber argumentiert, aufklärt und uns seine Vorschläge sinnvoll erscheinen.

Aber es ist oft anstrengend, mit Jason und auf Grund der Parallelen den Autismus betreffend vermag ich nachzuvollziehen, dass Familie Thunberg natürlich den Zug nach Davos genommen hat. Da wäre vermutlich jegliche Diskussion überflüssig. Jason ist neulich insgesamt fünf Stunden mit dem Bus unterwegs gewesen, um Einkäufe zu erledigen, die ich mit dem Auto in 30 Minuten hätte erledigen können. Ich wünschte mir lediglich, er könnte den Druck resultierend aus seinem Engagement nicht ausschließlich auf uns ausüben.

“Wir sollten nicht warten, uns besser zu verhalten, bis die Natur sich deutlicher zu Wort meldet. Die diskutiert nicht und ich auch nicht mehr. Kein Fleisch mehr.”

Jason, kurz bevor er Vegetarier wurde.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR53 Züge

Auf dieses Thema hatte Jason sehr lange gewartet. Gezogen hatten wir es bereits vor etwa eineinhalb Jahren. Dann haben wir die Folge aufgenommen und dann ist sie verloren gegangen. Ärgerlich, war aber sowieso nicht hörbar und Kenner des Radiorebells wissen was das heißt, wenn selbst wir sie nicht für hörbar halten. Mobiles Equipment musste her und dank unserer Steady-Unterstützet sind wir nun gerüstet und haben daher diese Folge nachgeholt. Wir haben diese im Zug aufgezeichnet und mit der Klage der Nation feiert ein neuer Radiorebellenfolgenbestandteil goldene Premiere. Viel Spaß damit.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.

#RR52 Stadiongewalt

Laut einer Umfrage der Bild stören sich 81,8 % der Befragten an durch Ultras verursachten Aspekten im Fußball. Bevor wir uns demnächst mit dem Thema Kommerzialisierung (Stört ca. 120 %) widmen wir uns daher in dieser Folge dem Thema “Gewalt im Stadion” und werden über jeden selbst erlebten Fall ausführlich sprechen.

PNG Bild 800x600 - #RR52 Stadiongewalt
Skurrile Interpretation einer repräsentativen Umfrage in der Bild.

Ausserdem sprechen wir über Kanthölzer, Ethik und geben uns gegenseitig X-Men-Mutantennamen und ihre Anwendung und warum Jason gerne einen Infrarot-Blick hätte und es gibt natürlich auch eine spektrografische Minute.

Wir danken für Teilung und Verbreitung.