Archiv der Kategorie: Wochenendrebellen

Unsere Tourerlebnisse

(T)raumschiff Erde- Das Cover

In einigen Beiträgen möchte ich euch mit auf die Reise meines Crowdfundings nehmen. Was macht eine ökologische Druckerei anders? Was motivierte mich ein Buch zu schreiben? Warum helfe ich der Neven Subotic Stiftung? Worum geht es in meinem Buch? Dies und vieles mehr verrate ich euch in einigen Beiträgen. Wer mein Crowdfunding unterstützen möchte, findet hier alle Möglichkeiten dazu.

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Wer finanziell nicht unterstützen kann, könnte einen wichtigen Beitrag leisten und den Link zum Crowdfunding oder zu diesem Beitrag in seinem favorisierten sozialem Netzwerk teilen.

Heute geht um die Entstehung des Covers.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das trifft oft auch auf Bücher zu. Das Cover eines Buches ist in verschiedener Hinsicht von großer Wichtigkeit. Es muss natürlich ansprechend, aber auch interessant sein, einen Bezug zum Thema haben. Helligkeit, Schriftgröße und Proportionen haben einen großen Einfluss auf das finale Erscheinungsbild. Erst recht bei einem Vertrieb über Crowdfunding, wo der Leser zunächst nur ein einziges Projektbild und oft das Buch von vorne sehen kann, entscheidet das Cover über den Kauf.

So sah meine erste Beschreibung meines Covers aus. Ich beschrieb was zu sehen sein sollte und nicht was es ausdrücken sollte.

Daher waren meine Ansprüche an das Cover für mein eigenes Buch stets recht hoch. Als ich das Buch anfing hatte ich noch kein Cover vor Augen, nicht einmal einzelne Motive. Erst als ich mich etwa nach einen halben Jahr Schreibzeit für den Titel (T)raumschiff Erde entschied, hatte ich auch erste Ideen für ein Cover, die zum Großteil auf den Titel anspielen. Also verfasste ich eine Beschreibung des Covers, die alle Elemente beinhaltet. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte ich mich in dieser Beschreibung tatsächlich auf die Beschreibung des Bildes, das ich vor Augen hatte, nicht auf das, was das Cover ausdrücken sollte.

Es deutete also etwas auf ein Wimmelbild hin. Doch die Herausforderungen waren scheinbar zu groß. So war es von vornherein ein Problem, so viele Oberflächendetails gut erkennbar auf der relativ kleinen Fläche der Erdkugel darzustellen. Mit einem grobstrichigen Zeichenstil ist das nicht zu realisieren. Und es gab noch ein Problem. Teilt man die Erde in eine intakte und eine verschmutzte Seite, so spricht man je nach Abbild der Erde bestimmten Erdteilen diese Eigenschaften zu. Wählt man also die klassische atlantische Abbildung mit Amerika im Westen und Europa und Afrika im Osten, so sind Europa und Afrika verschmutzt, während Amerika paradiesisch anmutet. Gerade angesichts der aktuellen Ereignisse in den USA, in Brasilien, Venezuela und Lateinamerika ist das jedoch bei weitem nicht das, was ich sagen möchte.

Egal, wie man es im wahrsten Sinne des Wortes „dreht und wendet“, ergeben sich immer ungewollte Interpretationen und auch nach einstündigem Betrachten des Globus viel mir kein einziger Quadratmeter ein, der nicht in irgendeiner Weise in Gefahr ist. Also verabschiedete ich mich irgendwann von der Idee einer zweigeteilten Erde und suchte nach Alternativen. Zudem erschien es zunehmend unwahrscheinlicher, dass ich in der selbstgesetzten Frist jemanden finden würde, der die vielen Details umsetzen kann. Wir haben viele Zeichner angefragt, deren Stil mir gefiel und über deren Unterstützung ich mich gefreut hätte, doch zumeist waren sie bereits vollkommen ausgelastet. Also hielt ich vorerst nur an der Darstellung der Erde als Raumschiff fest. Dort blieb jedoch das Problem, dass der Platz sehr klein ist. Die Erdkugel ist dann sehr klein, da vor ihr die Raumschiffspitze und hinter ihr der Antrieb ist. Somit würden sich sämtliche Oberflächendetails erübrigen. Es ging mit der Lösung all dieser Probleme aber nicht wirklich voran. Plötzlich war das wissenschaftliche Lektorat durch, das Korrektorat stand kurz bevor, Satz und Druckerei waren fest vereinbart und die Crowdfunding-Vorbereitungen in vollem Gange – aber das Cover noch nicht einmal als Skizze vorhanden.

Also entschloss ich mich diese Probleme vorerst zu ignorieren und zu handeln. Ich wollte einen Design-Wettbewerb über die Website designenlassen.de ausrufen. Dort kann man in einem Briefing beschreiben, worum es geht und was designt werden soll, einen Wettbewerb und ein Preisgelds ausrufen und dann reichen verschiedene Designer Vorschläge ein. Gefällt eins, dann kann man es zum Sieger küren und das Preisgeld ausgeben. Dafür erhält man dann das Cover. Gefällt einem keines, muss man das Preisgeld nicht ausgeben. Nach einer Woche ist die Frist vorbei und alle Designer haben ihre Vorschläge eingereicht. Während dessen kann man Rückmeldung geben und die Designer können ihre Designs dem entsprechend anpassen. Danach kann man das vielversprechendste Design auswählen oder man lässt es. Der Hauptgrund dafür, dass ich mich für diesen Wettbewerb entschied ist, dass man erst mal nichts zu verlieren hat. Außerdem erschien es unter Zeitdruck schon sehr erstrebenswert, innerhalb von einer Woche ein Cover zu haben. Bei dem Briefing wandte ich diesmal jedoch eine andere Strategie an. Tatsächliche Bilder beschrieb ich nur als Ideen und Möglichkeiten, verbindlich übermittelte ich nur, was das Cover aussagen soll. Daher startete ich den Wettbewerb mit folgendem Briefing:

Als mögliche Idee hing ich außerdem eine selbsterstellte Canva-Skizze an (Die übrigens besser war als manche der eingereichten Designs. Also ließ ich den Wettbewerb anlaufen und bis auf die eben thematisierten Ausnahmen kamen viele gute Designs, einige davon an meinen Ideen orientiert, andere versuchten auf eigene Weise, den Inhalt auszudrücken. Letztlich habe ich mich nach Anlauf des Wettbewerbs auf drei Designs festgelegt, die ich als Cover nehmen würde, dabei gab es jedoch einen Favoriten und einen Außenseiter. Zu diesen drei Designs wollte ich mir dann noch einmal Rückmeldung von Verwandten und Bekannten holen und stellte sie zum geschlossen Voting. Den Link zur Abstimmung schickte ich an einige Leute, die ich gut kenne. Dort schnitt mein Favorit jedoch am schlechtesten ab und wurde mit begründeter Kritik regelrecht „zerrissen“. Schwierig war es allgemein ein Gleichgewicht zu finden. Die Darstellung muss seriös sein und darf nicht an ein Kinderbuch erinnern, muss aber auch ansprechend und nicht trocken sein. Im Laufe des Votings fiel mir auf, dass das Cover, welches als Außenseiter ins Rennen ging, alle Bedingungen erfüllte und auch bei dem Voting am besten abschnitt. Je länger ich es betrachtete, desto besser gefiel es mir. Es war grundsätzlich anders, als die anderen Cover, die mit schwarzem Hintergrund arbeiten, doch gerade deswegen wirkt es hell und ansprechend, aber auch seriös und wissenschaftlich. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass der Grafiker Hannes Klein es wagte sich am weitesten von meinem Briefing zu entfernen und doch die gewollten Aussagen am besten zu treffen. Mittlerweile ist mein Ärger über all die ausgelasteten Comiczeichner nun auch verflogen und ich freue mich sehr über das finale Ergebnis, welches auf dem ausgewählten Buchbandmaterial ganz hervorragend zur Geltung kommen wird. Nur noch knapp sechs Wochen und ich werde es in den Händen halten. Möchtest du es auch? Hier gehts zu meinem Crowdfunding, wo du das Buch als limitiertes, nachhaltig produziertes Hardcover von mir signiert und händisch nummeriert bestellen kannst.

(T)raumschiff Erde- Ein Buch, das Brunnen baut.

Dies ist meine Crowdfunding-Kampagne zur Veröffentlichung einer Hardcover-Version meines Buches „(T)raumschiff Erde“. Zwei Jahre lang hatte ich große Klappe auf der Benefiz-Lesereise mit dem Buch „Wir Wochenendrebellen“, indem ich unangekündigt und ohne Absprache mit Papsi mehrmals das Spendenziel erhöhte. Doch ich habe nicht nur eine große Klappe, sondern es steckt auch etwas dahinter. Daher habe ich mich nach Beendigung der Lesereise entschlossen, mich mit einem eigenen Buch selbst, um die Erfüllung des Spendenziels zu kümmern.

Dieses Crowdfunding wird die Basis dafür legen, meine Unkosten decken, sodass ich nach exklusivem Vertrieb des Hardcovers via Startnext im Anschluss alle Umsätze, die durch die Veröffentlichung eines E-Books entstehen an die Neven Subotic Stiftung spenden kann, die sich um den nachhaltigen Brunnenbau in Äthiopien kümmert. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch ein Verlag, der Interesse an den Taschenbuchrechten hat und bereit ist meine Forderungen bezüglich einer nachhaltigen Produktion zu erfüllen. Dann gehen auch diese Umsätze zu 100% an die Neven Subotic Stiftung. Ziel ist es das Spendenkonto, welches ihr hier jederzeit transparent einsehen könnt mit 50.000 € zu befüllen. Wer mich kennt weiß, dass ich Wort halten werde. Darauf gebe ich euch meine rechte Hand.

Hier in diesem Blog werde ich euch in den kommenden Wochen aus verschiedenen Perspektiven über mein Buch informieren und zum einen natürlich etwas über den Inhalt schreiben, euch aber auch hinter die Kulissen von Cover, Druck, Lektorat und Co. schauen lassen, sowohl in Text- als auch in Podcastform.

Eine Übersicht der einzelnen Beiträge findet ihr jeweils mit Verlinkung hier:

  1. Wie mein Cover entstanden ist.
  2. Wie es zum Titel meines Buches kam?
  3. Der erste Presseartikel rund um mein Crowdfunding.
  4. Mein Buch-Teil 1- Die Geburt eines Wunders – Eine Inhaltsangabe.
  5. Mein Buch-Teil 2- Wir-Eine Bestandsaufnahme- Eine Inhaltsangabe.
  6. Mein Buch-Teil 3- Der Mensch als Lösung-Eine Inhaltsangabe.
  7. Interview mit KP Haupt-Eine Podcastaufzeichnung mit meinem Mentor und wissenschaftlichem Lektorator.
  8. Vorabauszüge meines Buches in der Bild am Sonntag?
  9. Vorabauszug aus Teil 1- Geburt eines Wunders.
  10. Vorabauszug aus Teil II – Wir- Eine Bestandsaufnahme.
  11. Vorabauszug aus Teil III – Der Mensch als Lösung.
  12. Das perfekte Weihnachtsgeschenk.
  13. Audio- Interview mit R.Lokay, Geschäftsführer der Druckerei Lokay.
  14. Das finale Cover.
  15. Video- Zu Besuch in einer Umweltdruckerei.
  16. Wie die Idee entstand ein Buch zu schreiben.
  17. Welche Motivation hinter meinem Buch steht.
  18. Die Arbeit der Neven Subotic Stiftung.
  19. Ein Crowdfunding-Fazit.
  20. Die Erfolge der Neven Subotic Stiftung.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

Versteigerung signiertes Trikot Schalke 04

Im vergangenen Jahr fand unsere Lesung in Gelsenkirchen statt. Es war die am besch…. besuchte Lesung der gesamten Benefiz-Lesereise. Lesen sollten wir im Rahmen des Stadt-Lesen-Tages auf dem Heinrich-König-Platz und es schüttete wie aus Eimern. Die Veranstalterin informierte uns über die Wettersituation und riet uns, gar nicht erst anzureisen. Die Lesung würde ins Wasser fallen. Jason akzeptierte dies nicht und bestand darauf, dass die Lesung stattfindet, ganz gleich ob und wie viele Zuhörer kommen. Vor vier Leuten lasen wir aus unserem Buch und ein wenig nervte dies im Nachgang, denn das ausgerechnet Gelsenkirchen die am schlechtesten besuchte Lesung sein sollte, passte uns nicht. Zu viel Gutes haben wir dort erlebt. Sei es unser Besuch der Nordkurve gegen Fortuna Düsseldorf, vielleicht irgendwo so etwas wie die tatsächliche Geburtsstunde unserer Reisen oder auch die großartige Stadionbesichtigung mit Marco Höger, organisiert von Heinz Geldermann und Hassan Talib Haji. Umso mehr freute es mich, dass wir am vergangenen Wochenende erneut in Gelsenkirchen lesen durften. Unsere Terminplanung war wieder einmal mehr nicht optimal, aber trotz der Lesung parallel zum ersten Saisonspiel der Königsblauen besuchten zehnmal so viele Zuhörer unsere Lesung wie beim ersten Mal und wir konnten über 300 € Spenden mit heim nehmen, so dass wir nun bei insgesamt 34.000 € Gesamtspende für die Neven Subotic Stiftung liegen. Ein Ergebnis, welches uns richtig happy macht. Vom Organisator, dem Sozialwerk St.Georg und von Schalke hilft! haben wir ein Trikot (Größe L) mit den Original Unterschriften des aktuellen Kaders überreicht bekommen. Der Auftrag ist klar. Entweder Jason entscheidet sich nun für den FC Schalke 04 oder wir müssen zusehen, dass wir aus dem Trikot möglichst viel Geld für die Neven Subotic Stiftung machen.

Versteigerung: Trikot plus Taschenbuch „Wir Wochenendrebellen“ plus Autogrammkartensatz.

Hier die Infos zur Versteigerung. Die Versteigerung läuft bis zum kommenden Montag, 26.08.2019, 18:00 Uhr. Wir nehmen Gebote hier als Blogkommentar entgegen, sowie als Twitter-Privatnachricht, Twitterkommentar, via Facebook-Messenger und als Facebook-Kommentar. Gebote per Mail sind ebenfalls möglich. In diesem Blogbeitrag aktualisiere ich jeweils das aktuell höchste Gebot, mindestens einmal am Tag und kommuniziere dies via Facebook, Twitter und Instagram.

Das aktuelle Höchstgebot liegt bei: 250,04 €

Stand: 24.08.2019, 13:30 Uhr

Die Person, die am Montag, 18:00 Uhr das Höchstgebot abgegeben hat, überweist die Spendensumme über diesen Link an die Neven Subotic Stiftung, erhält also auch eine Spendenquittung bei Bedarf und bekommt im Anschluss umgehend das Trikot, die Karten und das Buch zugeschickt.

Es wäre klasse, wenn ihr ein wenig unterstützen könntet und die Möglichkeit dieses Trikot zu erwerben in FB-Gruppen und Schalke-Foren, sowie an allen Orten teilt, wo man Interessenten findet. Das wäre wirklich hilfreich. Der Höchstbietende erhält alles, was auf dem Bild zu sehen ist. Das Trikot mit Originalunterschriften, einen Satz unterzeichneter Autogrammkarten, sowie eine Taschenbuchausgabe unseres Buches „Wir Wochenendrebellen“ mit Widmung von Jason innerhalb des Schalke-Kapitels.

Glück auf und danke für eure Unterstützung.

Per Mail bieten: wochenendrebell (ät ) wochenendrebell (punkt) de

Mit diesem Link kannst du via Facebook-Kommentar mitbieten oder uns per FB-Messenger kontaktieren

Mit diesem Link kannst du via Twitter-Kommentar oder Twitter-Direktnachricht mitbieten.

Mit diesem Link kannst du via Instagram-Kommentar oder Instagram-Message mitbieten.

Tippe dein Gebot gerne auch per Blogkommentar unter diesen Beitrag.

Die WAZ über „Wir Wochenendrebellen“

Gewinnspiel Instagram

Wir haben vom Goldmann-Verlag noch ein paar Belegexemplare erhalten und möchten eines davon signiert mit deiner Wunschwidmung verlosen. Wer wir sind, was wir tun und worum es in diesem Buch geht, kann man hier in der kompaktesten Version nachlesen.

Viel Erfolg!

Teilnahmebedingungen

  1. Das Gewinnspiel dauert bis Donnerstag, 05.09.2019 23:59 Uhr. 
  2. Es wird ein signiertes und mit Wunschwidmung versehenes Taschenbuchexemplar von „Wir Wochenendrebellen“ verlost.
  3. Die Teilnahme erfolgt über einen Kommentar auf diesen Instagram-Post. Der Kommentar beginnt mit „Rassisten sind keine Alternative, weil….“ Wie der Kommentar beendet wird liegt im Ermessen des Teilnehmers.
  4. Kommentare die gegen die Facebook bzw. Instagram Richtlinien, deutsches Recht und oder das Copyright verstoßen werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.
  5. Teilnahmeberechtigt sind Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  6. Über den Gewinner entscheidet das Zufallsprinzip.
  7. Die Gewinner werden über die Instagram-Kommentar Funktion informiert. Der Gewinner muss sich innerhalb von 5 Werktagen per E-Mail an wochenendrebell@wochenendrebell.de mit den Adressdaten melden, wo das Buch hingesendet werden soll. Meldet sich ein Gewinner nicht innerhalb dieser Frist wird das Buch unter allen Teilnehmern erneut verlost. 
  8. Alle Daten werden spätestens 30 Tage nach Ende des Gewinnspiels gelöscht, die Kommentare auf Instagram Teilnehmer bleiben allerdings bestehen und sind weiterhin öffentlich einsehbar. Adressdaten werden nur von den Gewinnern erfasst und nur zum Versand des Gewinnes genutzt. Diese Daten werden weder mit niemandem geteilt.  Den Teilnehmern stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu.
  9. Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook oder Instagram gesponsert oder unterstützt.

 

Feine Sahne Fischfilet und „Wir Wochenendrebellen“

Am kommenden Mittwoch spielt „Feine Sahne Fischfilet“ ihr bisher größtes Konzert in Dresden. Es handelt sich um den Nachholtermin für das ursprünglich im Juli geplante Konzert am Elbufer. Wir können den Nachholtermin nicht wahrnehmen und verlosen daher unsere zwei Tickets und hoffen, dass sich jemand darüber freut. Oben drauf packen wir noch unser heute erschienenes Taschenbuch „Wir Wochenendrebellen“ zur optimalen Vorbereitung für alle, die es vielleicht auch zum Wasted nach Jarmen verschlägt, denn dort werden wir im Rahmen einer kleinen Festival-Lesung am Samstag ein wenig aus unserem Buch vortragen und über unsere Abenteuer erzählen dürfen. Wir freuen uns auf euch.

Mehr Infos über die Wochenendrebellen und wie wir mit dem Buch über 30.000 € Spenden für die Neven Subotic Stiftung einsammelten erfährt man hier.

Teilnahmebedingungen

  1. Das Gewinnspiel dauert bis Dienstag, 20.08.2017 12:00 Uhr. 
  2. Es wird einmal zwei Tickets für Feine Sahne Fischfilet in Dresden, sowie unser Taschenbuch „Wir Wochenendrebellen“ verlost.
  3. Die Teilnahme erfolgt über einen Kommentar auf diesen Facebookpost, wo ihr euren Lieblingssong von FSF eintragt und die Person markiert mit der ihr zum Konzert gehen möchtet.
  4. Kommentare die gegen die Facebook Richtlinien, deutsches Recht und oder das Copyright verstoßen werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.
  5. Teilnahmeberechtigt sind Personen aus Deutschland, Schweiz und Österreich.
  6. Unter allen Kommentaren wird per Zufallsgenerator der Sieger ermittelt und von uns benachrichtigt.
  7. Die Gewinner werden über die Facebook Kommentarfunktion des Facebook Posts informiert und müssen bis spätestens Mittwoch, 21.08.2019 12:00 Uhr ihre E-Mailadresse an wochenendrebell (ät) wochenendrebell (punkt) de oder via FB Messenger übermittelt haben, damit wir die Tickets (Selfprint) versenden können. 
  8. Es werden alle Facebook Namen der Teilnehmer erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Alle Daten werden spätestens 30 Tage nach Ende des Gewinnspiels gelöscht, die Kommentare auf Facebook bleiben allerdings bestehen und sind weiterhin öffentlich einsehbar. Adressdaten werden nur von den Gewinnern erfasst und nur zum Versand des Buches genutzt. Diese Daten werden mit niemandem geteilt.  Den Teilnehmern stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu.
  9. Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook gesponsert oder unterstützt.

 

Benefiz-Lesereise Finale

Gelsenkirchen, Rostock, Plauen und Chemnitz. Das sind die finalen Städte unserer Benefiz-Lesereise und wenn ihr aus diesen Städten kommt oder dort Verwandtschaft wohnt, könnten wir eure Hilfe brauchen. Was die Ankündigung unserer Lesungen angeht sind wir neben unseren eifrigen Veranstaltern immer ein wenig auf die lokale Presse angewiesen. Vielleicht gelingt es uns ja mit eurer Hilfe in der ein oder anderen Stadt über DinA4 Aushänge auf den Termin unserer Lesung aufmerksam zu machen. Unter aufgeführten Links findet Ihr ein pdf. zum Download, Druck oder Weiterleitung. Vielleicht hat eure Stammkneipe, euer Lieblingskiosk oder eure bevorzugte Buchhandlung ja Lust auf unsere Veranstaltung hinzuweisen.

Vielen, lieben Dank für eure Unterstützung! Wer Plakate unterbekommt kann uns gerne ein Bild an wochenendrebell (ät) wochenendrebell (punkt) de senden. Vielleicht fällt uns ja was Nettes als kleines Dankeschön ein.

Plakat für die Lesung in Chemnitz am 09.11.2019 in der Zentralbibliothek, TIETZ.

Link zum Plakat für unsere Lesung in Plauen am 08.11.2019, 19:00 Uhr im Quartier 30, Bahnhofsstraße 30

Link zum Plakat unserer Abschlusslesung am 30.11.2019, 18:00 Uhr im Petewer-Weiss Haus Rostock.

Via Klick aufs Bild lässt sich „Wir Wochenendrebellen“ nun auch als Taschenbuch vorbestellen.

Wir Wochenendrebellen Lesereise
Wir Wochenendrebellen erscheint im Goldmann-Verlag und kostet 10,00 €.

Iuventa

„Iuventa-Solidarity at the Sea“ benötigt deine Unterstützung. Hier kannst du nachlesen warum du helfen solltest und wie du helfen kannst.

Junge engagierte Menschen gründeten 2015 die Initiative „Jugend rettet“. Mit einer Crew bestehend aus Freiwilligen und einem umgebauten Fischkutter brechen Sie 2016 zu ihrer ersten Mission auf. Ihr Ziel ist es den Menschen das Leben zu retten und politischen Druck auf die EU zu erzeugen um eine Alternative zur lebensgefährlichen Fluchtroute Mittelmeer zu erzwingen. Mir bereitet das Wort Fluchtroute schon Bauchschmerzen. Es ist nicht so niederträchtig, wie Markus Söders „Asyltourismus“, was sich begrifflich im Bereich des nicht sagbarem befindet. Solch eine Wortwahl geschieht nicht versehentlich, die Begrifflichkeit gehörte nicht einmal zum gängigen Sprachgebrauch eines jeden anständigen Menschen. Wenn du solche Wortkreationen im Bewusstsein deiner medialen Aussagekraft bewusst platzierst, dann verfolgst du den Wunsch konkrete Bilder für die Zuseher und Zuhörer oder auch Leser zu erzeugen. Wer solche Worte wählt möchte brutale Tatschen beschönigen, Leidverniedlichung betreiben, eine Flucht über das Mittelmeer mit einem völlig überfüllten Schlauchboot soll uns eher an unsere letzte Schiffsreise erinnern und nicht an das Gefühl des Ertrinkens. Dieses Rahmenschaffen über Begrifflichkeiten, sei es verharmlosend eingesetzt, wie beim „Asyltourismus“ oder auch bewusst beängstigend aufgeladen, gelang schon mit der mittlerweile mainstreamigen „Flüchtlingswelle“ und der „Flüchtlingskrise“. Es ist keine Flüchtlingsroute. Es ist ein Weg in die Ungewissheit.

Iuventa
Foto: Bastian Bochinski, bastianbochinski.de

Über 14.000 Menschen verdanken der Organisation „Jugend rettet“ ihr Leben und es könnten mehr sein.

Am 02.08.2017 wurde die Iuventa von den italienischen Behörden beschlagnahmt.

Der Tag markiert einen der Höhepunkte einer erfolgreichen Diskurverschiebung durch rechte Medien, die bereits Ende 2016 ihren Ursprung nahm. Nach einigen Veröffentlichungen in IB-nahen Magazinen folgte im Dezember 2016 in der Financial Times ein Bericht, der basierend auf einem Frontex-Bericht die Behauptung aufstellte, NGOs würden mit Schlepperbanden aus Libyen zusammenarbeiten. Es folgten Dementi von Frontex selbst und zahlreiche sich widersprechende Aussagen mit späterem Zurückrudern, sowie dem Ankündigen von Beweisen, die dann aber nicht vorgelegt werden konnten. Das Gift war längst gespritzt und hatte seine Wirkung intensiv verbreitet, als die Iuventa ohne Vorlage substanzieller Beweise beschlagnahmt wurde und in Teilen der Gesellschaft die Frage „Seenotrettung? Oder sollen wir es lassen?“ für legitim gehalten. Eine Frage zu deren Beantwortung es keinerlei Gesetzgebung bedarf und die jeder Mensch mit einem letzten Restfunken Anstand ohne Wimpernzucken beantwortet.

Die Notwendigkeit der Iuventa ergibt sich aus der begrenzten Kapazitäten bei Handelsschiffen und deren mangelnde Ausbildung und Ausrüstung für die Aufnahme einer höhere Anzahl von Geflüchteten. Auf einem 20-Mann Boot sind teilweise bis zu 60 Menschen zusammengepfercht. Ein durch die EU- hochprofessionell dichtes Netz an Seenotschiffen, welches zentral koordiniert die Schiffe mit Geflüchteten an die dafür vorgesehenen EU-Häfen führt. Ich verstehe wirklich nicht warum man dies nicht längst auf einem menschenwürdigen Niveau aufgebaut hat. Die Dreistigkeit den Mut und das Engagement der privaten Seenotretter zu kriminalisieren oder auch nur einen Hauch weniger als 100% Solidarität mit der Crew der Iuventa zu zeigen, sowie aber auch mit allen weiteren, privaten Seenotrettungs-Teams, macht mich fassungslos. Ich verstehe, dass wir momentan eine Menge Probleme haben, auf viele davon haben wir nicht einmal mehr einen spürbaren Einfluss. Ich kann sogar manchmal ein wenig verstehen, wenn jemand sagt, was soll ich alleine schon verändern. Ich bin sehr dankbar, dass Pia Klemp, Carola Rackete, Claus-Peter Reisch und viele, viele weitere Menschen sich die Frage nie gestellt haben und daran können wir uns alle ein Beispiel nehmen. Jeder von euch kommt im Bekanntenkreis, im Bus, im Wartezimmer, mit Nachbarn, mit Freunden, mit Kumpels in Diskussionen. Mischt euch ein, haltet dagegen, widersprecht, steht ein und zeigt euch solidarisch. Und das gilt auf jeglichen Ebenen und da kann es durchaus sein, dass es hilfreich ist sich in die Position des tatsächlichen Opfers hineinzuversetzen.

oder hätte ich Verständnis dafür, dass man mich ertrinken lässt, weil es mich als Problem löst, denn man weiß sowieso nicht so richtig wohin mit mir.

Die italienischen Behörden versuchen im Auftrag von Salvini ein Exempel zu statuieren und schrecken in diesem Zusammenhang auch nicht vor einem konstruiertem Fehlverhalten nicht zurück. Forensiker der Goldsmith University in London haben die Vorwürfe und Vorfälle in Verbindung mit der Beschlagnahmung der Iuventa10 analysiert und alle vorliegenden Vorwürfe widerlegt. In diesem Video erklären Sie warum die italienischen Behörden faktisch falsch liegen.

Die politisch motivierten Vorwürfe mit dem einzigen Ziel zivilgesellschaftliche Unterstützung für Geflüchtete zu unterbinden lauten: Beihilfe zur illegalen Einreise.

Zehn ehemalige Crewmitglieder erwartet Ende 2019 eine Anklage und ein mehrjähriger Prozess mit Kosten in Höhe von ca. 500.000 €.

Thread in dem die Iuventa10-Crew kompakt die Geschehnisse zusammenfasst.

Das Sterben auf dem Mittelmeer geht weiter. Das Bekämpfen der Helfer schmälert die Überlebenschancen der Flüchtenden, da quasi keine ausreichende Seenrotrettung geschieht. Handelsschiffe sind wie bereits beschrieben zumeist nicht ausgelegt um größere Mengen an Geflüchteten aufzunehmen und müssen in der aktuellen gesamtpolitischen Lage befürchten tagelang nach einem Anlaufhafen suchen zu müssen, was ihre persönliche Existenz bedroht. Die EU müsste Handelsschiffe subventionieren, die Geflüchtete Menschen retten. Großzügige Verdienstausfälle, Treibstofferstattung, Kostenübernahme für notwendige Rettung-Equipment, sowie Zulagen für den Aufwand für jedes Handelsschiff, dass auf dem Mittelmeer unterwegs ist.

Im Jahr 2018 ertranken mindestens 2299 Menschen im Mittelmeer. In den letzten fünf Jahren sind ca. 18000 Menschen auf der tödlichen Fluchtroute Mittelmeer ertrunken. Es ist keine Route, eine Route signalisiert auch immer ein wenig Verlässlichkeit und das ist ein Hohn in Anbetracht der Gefahren in die sich diese Menschen ohne Ahnung wie die nächsten Stunden, Tage, Wochen werden oder ob es Ihnen geht, wie es bereits achtzehntausend Menschen ergangen ist, während wir eine Diskussion zulassen ob es richtig ist Seenotrettung zu betreiben. Wir sitzen in unseren Liegestühlen, trinken kühle Cocktails und lassen zu, dass die Liegennachbarn gerade darüber diskutieren, ob man das ertrinkende Kind im Pool nun retten solle oder nicht. Wem sich ernsthaft die Frage stellt ob wir Menschen helfen sollten, die sich in Lebensgefahr befinden, der muss Schwierigkeiten bekommen in dieser Gesellschaft. Hierbleibt bleibt es jenem unbenommen, dies im Rahmen der Meinungsfreiheit kundzutun, es ist dann viel mehr auch unsere Aufgabe im Rahmen unserer Meinungsfreiheit darauf adäquat zu antworten und sich zu fragen ob man mit diesem Menschen noch in irgendeiner Art und Weise zu tun haben möchte.

„Mit Sicherheit ist einer der größten Antriebe bei mir auch die politische Motivation dahinter, dass ich das einfach nicht hinnehmen kann und will, dass die tödlichste Außengrenze der Welt tatsächlich die Außengrenze Europas ist. Das wir dort Menschen wissentlich ertrinken lassen, obwohl wir Ihnen helfen könnten, dass kann ich als Mensch, als Kapitänin, als Europäer schlicht und ergreifend nicht akzeptieren“

Pia Klemp, Kapitänin im Interview mit FrauTV.

Interview mit Pia Klemp, Frau TV/ARD

Dieser Blogpost wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt werden. Geplant ist auch noch eine chronologische Zusammenfassung der Ereignisse. Es ist völlig ausgeschlossen, dass ausreichend viele Menschen sich intensiv mit den Vorgängen rund um die Iuventa befasst haben. Wir wären sonst längst gemeinsam auf der Straße.

Diese nicht ganz einfach zu verkraftende Video der New York Times verdeutlicht unter welch chancenarmen Bedingungen sich Menschen auf die letzte Chance Mittelmeer einlassen.

Seenotrettung unterstützen – Was kann ich tun?

Jeder Einzelne kann etwas tun und auch viele Kleinigkeiten können Großes bewirken. Und in all dem Wust dramatischer Nachrichten kann man sich zwar kein dauerhaft gutes Gefühl erkaufen, aber man kann fast nebenbei einen Beitrag leisten. Das ist oftmals leichter, als man denkt und ganz egoistisch betrachtet: Man speichert es als schönes Erlebnis.

  1. Dein nächstes Shirt könntest du hier kaufen. Deshalb: „Der Erlös der Produkte fließt in unsere Rettungsaktionen auf dem Mittelmeer. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot! #rettemit“ Quelle, DirAction.
  2. Eine sehr bequeme Art die Seenotrettung finanziell zu unterstützen bietet die Crowdfunding Aktion von „Jugend rettet“ auf Betterplace.org. Es gibt dort sowohl die Möglichkeit einer regelmäßigen Dauerspende und du kannst selbst über die Höhe der Zuwendung für Betterplace.org entscheiden. Die Daten für das Einrichten eines eigenen Dauerauftrags oder für die Überweisung einer Einmalspende findest du hier.
  3. Du kannst die Geschichte der Iuventa und Ihrer Crew verbreiten. Etwas weiter unten in diesem Blogpost findest du eine Linksammlung rund um den Fall und hier findest du für alle Fans der CDU/CSU eine ausführliche Pressemappe als pdf. mit allen Informationen rund um die Organisation selbst, die Beschlagnahmung der Iuventa10, den konkreten Forderungen von „Jugend rettet“ und Wege zu weiterführendem Detailmaterial. Aufmerksamkeit ist insbesondere wichtig, damit möglichst viele Menschen sehen und verstehen, welches Spiel die EU, aber auch die deutsche Regierung Salvini hier treiben lässt.
  4. „Jugend rettet“ sucht in vielen Orten noch nach Botschaftern und Unterstützern. Menschen, die als Freiwillige. Als offizieller Repräsentant erhältst du unterstützendes Material für Informations- oder Spendenveranstaltungen.
  5. Du kannst Teil der ehrenamtlichen Crew werden. Keine Sorge, du musst nicht zwingend schiffstauglich sein um „Jugendrettet“ unterstützen zu können. Welche Positionen ehrenamtlich zu besetzen sind, kannst du hier erfahren.

Linksammlung zum Fall Iuventa:

Die Zeit fasst die Geschehnisse seit dem 10.09.2016 zusammen, dem ersten Aufeinandertreffen der Iuventa-Crew und Pietro Gallo, dem Zeugen und Spitzel Salvinis, der das heutige Strafverfahren auslöste. Zeit Online, 08.Mai 2019

Interview mit Hendrik Simon, ehemaliges Crew-Mitglied in Funktionen als Einsatzleiter oder auch Informatiker, u.a. auf der Iuventa und der SeaWatch III. Neues Deutschland vom 01.06.2019.

Interview mit Pia Klemp, Kapitänin der Iuventa zum Zeitpunkt der Festsetzung in Italien. Hinz und Kunzt, 29.05.2019

Retter oder Schlepper? Zeit Online erläutert die Brisanz des Falls und geht auf die vorliegenden Beweise ein. Zeit Online, 09.08.2017

Das unsichtbare Sterben der Kinder, ZeitOnline, 28.06.2019

Seenotrettung ohne Schiffe, TAZ, 24.06.2019

Private Seenotretter sind doch Schlepper! Man muss die Menschen einfach alle zurückbringen! Der Pull-Faktor lockt noch mehr Migranten nach Europa. Da kommen ausschließlich junge Männer. Der Volksverpetzer hat mit den häufigsten Falschaussagen rund um die Seenotrettung aufgeräumt.

Maximilian Pichl studierte Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und fasst in diesem Thread die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Pull-Faktor zusammen.

Relegation ist super. Warum abschaffen?

Relegation! ich bin Fan. Ich gestehe. Ich bin großer Anhänger der Relegation. Ob Vereine in zwei einzelnen Spielen für ihre Saison belohnt oder bestraft werden ist mir egal. Zumal diese ja vorab mehr hätten leisten können um diesen Entscheidungsspielen zu entgehen. Grundsätzlich mag ich die Kombination aus Hin- und Rückspiel mit einer konkreten Entscheidung und das gilt für die Relegationsspiele, sowie auch für die internationalen Spiele im Europapokaaaaaaaaaaal. Spiele bei denen es wahrhaftig um viel geht. Alles oder nichts, Sekt oder Selters. Das ist doch großartig.

Relegation abschaffen? Auf keinen Fall!

Ich bin groß geworden mit Spartak Moskau oder Berliner FC Dynamo (Burgsmüller, hach) gegen Werder Bremen, den Wundern von der Weser. Die Geschichte, dass Manni Burgsmüller nach einem 0-3 im Hinspiel, vor dem Rückspiel vehement gegen die Kabinentür der Berliner trommelt und „Kommt raus ihr feigen Schweine“ brüllte, um im Anschluss tatsächlich mit einem fulminanten 5-0 das Spiel zu drehen, ist für mich noch heute einer der schönsten Fußball-Anekdoten aller Zeiten. Ich kann auch die Argumentationen der Superliga-Befürworter nicht verstehen, dass man die Super-League oder wie auch immer die Liga der Champions zukünftig heißen mag, gutheißt, weil es dann so viele Spiele, analog Liverpool-Barcelona gäbe. Spiele, die Erinnerung bleiben sind in der Regel Spiele bei denen es zu mehr als einer Entscheidung bezüglich Punkten oder Sieg bzw. Niederlage kam. Ein Weiterkommen, ein Finalsieg, ein Einzug in die Runde der letzten Vier oder eben ein Aufstieg und selbst wenn dieser über die Relegation zu Stande kommt. Ähnlich bleibende Erinnerungen schafft ohne ergänzendes Rückspiel wohl nur der DFB-Pokal oder eben entscheidende Meisterschaftsspiele, aber wer erinnert sich schon an besondere Siege am 13. Spieltag einer Bundesligasaison, wenn es nicht Siege waren, die ihre Brisanz aus regionaler Nähe ziehen? Es gibt mittlerweile so viele Spiele von eher niedriger Relevanz, wenn man nicht gerade Fan einer der beiden Kontrahenten ist oder so dermaßen schnell auf Entzug ist, dass auch Wanne Eickel gegen Lotte, live auf Sport1 das Herz erfreut und den täglichen Schuss Fußball sicherstellt. Die Super-Liga wird Barcelona-Bayern und Liverpool-Real Madrid so oft als belangloses Gruppenspiel durchkauen, dass es als neutraler Beobachter, fern von Taktik-Interessierten, genau so nervig wird, wie dieser mittlerweile recht künstlich hochgehaltene Germanico, Classico, dem Kampf der deutschen Giganten, BVB-Bayern. Für mich wahrlich kein Leckerbissen mehr, aber wir sind da auch nicht zwingend repräsentativ. Im TV schauten wir in den letzten zwei Jahren drei bis vier Fußballspiele live.

Die Wochenendrebellen in der Relegation.

Relegation
Holstein Kiel gegen den KSV Hessen Kassel, Endstand 2-0

Heute vor sechs Jahren waren Jason und ich bei einem Hinspiel der Relegation. Unser Heimatverein, der KSV Hessen trat an in Kiel und nach spätestens zehn Minuten erkannte man deutlich, dass es hier schon jetzt einen Klassenunterschied gibt. Zu keiner Sekunde schien der Sieg der Kieler gefährdet und einzelne Spieler ließen schon damals erkennen, dass die damalige vierte Liga nicht den Zenit ihrer Karriere darstellen wird. Insbesondere Patrick Herrmann fiel auf, wie er dort auf der rechten Seite quasi jeden Kasseler wegpflügte, der es wagte mit Ball über die Mittellinie zu gelangen um dann auch gleich mit einem einzigen Pass eine gefährliche Gegenaktion einzuleiten. Er begleitete Kiel noch einige Jahre und spielt heute für Darmstadt 98.

So, kurz vor Mitternacht dürft ihr heute mal an mich denken. Da gab es Pizza und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich deren Verzehr mal so vehement versuchte zu verhindern, wie an diesem Tag. Am 29.05.2013 entschied sich ein ein Duell in der Relegation schon im Hinspiel und am Abend verlor ich so ziemlich das letzte Mal eine Auseinandersetzung mit Jason, wo ich die Taktik Aussitzen anwandte. An diesem Abend habe ich viel gelernt und deshalb nahm ich diesen Ausflug auch mit ins Buch als Kapitel 2, welches wie folgt beginnt:

»Die Scheiße kannst du alleine fressen.« Das war die Reaktion im ICE 882 nach München. Der wirklich nette Kellner hatte meinem Sohn die Tomatensoße nicht in einem Extra-Schälchen serviert, sondern sie direkt über die Spaghetti gegeben. So, wie er das vermutlich zehntausend Mal im Jahr bei anderen Gästen auch macht. Und die fünf Mal, wo einer seiner Gäste den Wunsch äußert, die Soße zu den Nudeln extra zu erhalten, vergisst der Kellner vielleicht leicht. Eigentlich ist das nichts Dramatisches. Für meinen Sohn stellt dies aber die denkbar schlimmste Situation dar, denn die Nudeln können so jetzt nicht gegessen werden. Sie dürfen aber auch nicht zurückgegeben und neu zubereitet werden. Dann wird nämlich dieses Mahl, welches eigentlich sein Essen war, weggeschmissen. Das geht nicht. Es darf nichts weggeschmissen werden, was ihm gehört oder für ihn bestimmt war. Das ist eine Regel. Die Portion darf auch niemand anders essen, denn es ist ja seine, und erst wenn er gesättigt ist, entscheidet er über den weiteren Umgang mit eventuellen Resten. Denn er gibt nie etwas ab und er teilt auch nie.

Relegation aktuell

Union Berlin in der Bundesliga ist natürlich großartig. Es schafft gegen Hertha Spiele mit Relevanz auch außerhalb der Fanlager und für Jason verfügen Sie noch immer über die spektakulärste Anzeigetafel im deutschen Profifußball und über den einzigen wissenschaftlich geprägten Fangesang. Ich mag Union sehr auch wenn das Kommando Köpenick mir im ICE mal die Fresse polieren wollte und das Stadion für regelmäßige Anreisen eher ungeeignet ist, sollte sich Jason tatsächlich mal für die Unioner entscheiden und eine Dauerkarte fällig werden. Mit dem VfB verliert die erste Liga aber einen Verein, der von den Gäste WCs einen Blick aufs Spielfeld erlaubt und das ist bei weitem nicht alles, warum ich den VfB gerne mag. Aber nun denn, aus objektiver Rebellensicht ist die 2.Liga sowieso um ein Vielfaches attraktiver als die erste Liga, so dass man auch wiederum traurig sein könnte, dass Union diese Liga verlässt und man den VfB freudig willkommen heißen mag. Ihr seid dann nächstes Jahr, wenn meine Fortuna der besten zweiten Liga aller Zeiten wieder ihre Ehre erweist, sicherlich wieder oben. Und nach Wiesbaden ein herzliches willkommen. Nicht vergessen! Niemals erste Liga.

Fünfundzwanzigtausend Dank

Es ist vollbracht. Nach 12800 Zugkilometer hörten ca. 2200 Zuschauer unsere insgesamt 108 Stunden Lesungen, davon. ca. 46 Stunden Fragerunde. Die kürzeste Lesung fand vor 4 Zuschauern auf einem Marktplatz im Regen mit einer Dauer von 35 Minuten statt und sollte abgesagt werden, was Jason nicht akzeptierte. Die längste Lesung mit über 4 Stunden in ca. 100 Meter Höhe im Panoramaraum der Sportschule Wedau, die gemütlichste Lesung mit Wohnzimmer-Feeling und Pizzaduft im Fanprojekt Erfurt, Premierenlesung im Stadion am Bieberer Berg, Rasenduft beim Lesen nach Spielschluss in der Kurve beim SV Babelsberg, sehr berührendes Veranstalter-Feedback in Deutschlands schönster Fußballkneipe, dem Stadion an der Schleissheimer Straße und auch im Strobels am Westfalenstadion, unnötiger aber herausragender VIP-Service mit Malzbier und allem Drum und Dran in Berlin, im Haus der Fußballkulturen, Lesung mit Nachtwanderung durchs Stadion in Braunschweig, tränenlachende TV-Teams in Köln und in Fürth. Technik-Support, wie bei AC/DC in Hannover, Duisburg, Kassel und beim FSV Frankfurt. Wir lasen in historischen Gebäuden in Leipzig und Oldenburg und traten in einer picke-packe vollen Bahnhofshalle in Iserlohn-Letmathe auf. Ein auf vielen Ebenen irrsiniger Ritt, der mir aber auch Mut machte. Unglaublich wie viel Unterstützung man erhält, wenn man für eine gute Sache unterwegs ist.

Geplant waren ursprünglich drei oder vier Lesungen und auf den Veranstaltungen selbst erklärten wir zuletzt auch immer ein wenig, wie das alles mal wieder eskalierte. 2014 mussten Jason und ich erstmals über den Tod sprechen. Unangenehme und komplizierte Themen können mit Jason ganz hervorragend diskutiert und besprochen werden, sofern man damit umgehen kann, wie sachlich und nüchtern er sich mit Thematiken auseinandersetzen kann.

Er sorgte sich, wie das einmal sein wird, wenn Papa und Mama einmal nicht mehr da sein werden, doch es ging im Schwerpunkt um die auszufüllenden Funktionen, die er aktuell klar zugeteilt bei uns sieht. Da war keine Angst vor der Trauer spürbar seine Eltern nicht mehr da zu haben, sondern zunächst einmal der Wunsch nach Klärung, wer denn dann die Garderobe morgens auswählt und zurechtlegt und all die Dinge erledigt, die Jason nicht selbständig kann. Es ist immer wieder schwierig Menschen zu erklären, dass der junge Mann, der sich auf dem Weg in die physikalische Grundlagenforschung befindet, der mehrere Stunden frei vor Publikum über unsere Abenteuer referiert, der ganze Tage alleine in einer Stadt verbringen kann, nicht in der Lage ist sich morgens eine Hose alleine auszusuchen und an vielen Dingen des täglichen Alltags scheitert, die für einen Großteil der Menschen Banalitäten darstellen. „Der muss halt einfach mal……“, „Der stellt sich aber an…..“, „Er muss doch nur…..“ Alle Sätze, die so beginnen, enden mit Unsinn. Wenn Jason mir verspricht, dass er etwas nicht kann erübrigt sich jede Diskussion. Bei einer unsichtbaren Behinderung kann und muss ich da auf ihn vertrauen. Das ist für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar, gleichzeitig würde aber nie jemand auf die Idee kommen einem blinden Menschen raten sich mehr anzustrengen um sehen zu können. Es ist schwierig, zumal unser Schwerpunkt im Buch und auch auf Lesungen nicht die Defizite sind, die Jasons Behinderung mit sich bringt.

Jason wurde rund um das Thema Tod erst recht sichtlich nervös als ich ihm der Illusion berauben musste, dass seine Schwester sich in Zukunft um all die funktionalen Lücken kümmern würde, die Mamas und Papas Ableben verursachen könnten.

„Wie soll ich in so einer chaotischen Welt denn alleine klarkommen?“

Ich bin mit Versprechen aus nachvollziehbaren Gründen vorsichtig geworden und doch bin ich sehr dankbar, dass Versprechen diesen fast schon heiligen Status in unserer Familie haben. Wenn Jason heimkommt und mir auf die rechte Hand verspricht, dass er heute in der Schule geschubst und mit Steinen beworfen wurde, dann muss ich an dieser Aussage nicht zweifeln. Ich weiß, dass er das zu 100% so wahrgenommen hat und wir können uns direkt um die Klärung kümmern. Manchmal kommt dabei raus, dass das Schubsen nur dem Läuten der Schulglocke und dem gleichzeitigen Gang zur Garderobe von 30 Schülern geschuldet war, aber es spielt keine Rolle, ob es absichtliches Schubsen war oder nicht. Das Problem, bei dem es keine Rolle spielt ob es ein Problem für andere ist, muss gelöst werden und ich weiß, dass es eines für Jason war, denn er hat mir die rechte Hand darauf gegeben.

Versprechen dienen aber nicht nur der Wahrheits- bzw. Wahrnehmungsfindung, sondern Sie können auch für sofortige Beruhigung einer drohenden Eskalation sorgen. Schrie Jason mich bis vor ein paar Jahren noch mit „Lös das Problem!“ an, wenn er vor einer Hürde oder einem Hindernis stand. Er weiß heute, dass ich ihm nur verspreche Probleme zu lösen, wenn ich garantieren kann, dass dies auch funktioniert. Jason war immens unruhig, wie eigentlich immer wenn Zukunftsszenarien aufploppten, aber nicht geklärt sind und so versprach ich ihm, dass es zwar noch einige Jahrzehnte Zeit dauert bis Mama und Papa einmal nicht mehr da sind, aber das bis dahin die Welt ganz sicher eine bessere ist.

Der globale Trend seit 2014 spricht gegen mich. Brexit, Trump, Italien, Ungarn, Österreich, Polen, Nordkorea, Brasilien, und dann haben wir noch nicht einmal vor der eigenen Haustür gekehrt. Das hat auch Jason bemerkt seit er sich auch mit politischen und gesellschaftlichen Themen intensiver auseinandersetzt.

„Wir können doch nicht die Welt besser machen.“- „Natürlich, wer denn sonst?“

Ich schlug ihm vor, dass wir die Welt besser machen könnten in dem wir auf den geplanten Lesungen um Spenden bitten auf die nächsten Tausend Euro aufrunden und mit dem Geld die Arbeit einer Organisation unterstützen, die die Welt nachweislich besser macht.

Jason war einverstanden. Wir suchten nach einer Organisation deren Arbeit, die Welt nachhaltig verbessert. Analog zum Buch wollten wir uns eher im Kontext Fußball, als im Bereich Autismus bewegen und so landeten wir natürlich sehr schnell bei der herausragenden Arbeit der Neven-Subotic Stiftung. Jason war zutiefst entsetzt, dass Menschen, besonders häufig Mädchen in seinem Alter und jünger, nicht in die Schule gehen können, weil sie mehrere Stunden am Tag mit der Wasserbesorgung beschäftigt sind und das täglich tausende Kinder an den Folgen des mangelnden Zugangs zu sauberem Wasser starben. Das war für ihn schlichtweg nicht zu begreifen. Er verstand nicht, wie das passieren konnte und warum nicht mit Hochdruck daran gearbeitet wird dieses Problem zu beseitigen.

Die ersten Lesungen vergingen und Jason zeigte sich unzufrieden über die Spendenhöhe. Wie es denn sein könnte, dass Tausende Menschen für Mario Barth Geld ausgeben, aber zu seinen Lesungen nur so wenige Menschen kommen und so verhältnismäßig wenig Spendengeld dalassen. Ich muss zugeben, dass mir bei diesem Beispiel ein wenig die Argumente fehlten, ich im Umkehrschluss aber auch überrascht war, dass zu einigen unserer Lesungen über 100 Menschen kamen und nur selten sich weniger als 60 Zuhörer die Zeit nahmen. Auch die Spendenhöhen nahm ich im Schnitt eher als beachtlich hoch wahr.

Ich habe mich von seinem Herzblut und Engagement ein wenig blenden lassen und deshalb überwog zunächst der Stolz die Verärgerung, als er ohne Rücksprache mit mir auf einer Lesung dem anwesenden Journalisten mitteilte, man wäre nun auf Lesereise bis man 10.000 € für die Finanzierung eines Brunnens beisammen hätte. In Anbetracht der Unkosten, die uns für eine Lesung entstanden, wir zahlten Anreise, Übernachtung selbst und verzichteten auf Honorare oder Aufwandsentschädigungen, vor allem aber auf Grund der Tatsache, dass diese Kosten auf den ersten Lesungen zumeist höher waren als die Spendensumme, eine durchaus heikle Zielsetzung. In Dortmund erhöhte Jason noch einmal auf 25.000 €, da er erfuhr, dass mit einem Brunnen alleine, ohne sanitäre Anlagen Mädchen noch immer nicht zur Schule gehen können. Wir verständigten uns im Anschluss, dass nach den Lesungen in den geplanten Städten für mich Feierabend ist und er sich selbständig um eine evtl. Schließung der Lücke bis zu den 25.000 € kümmern muss. Er stimmte zu und macht sich seitdem eine Menge Gedanken und ist fleissig.

Nun sitze ich hier und der Kontostand unseres Spendenkontos bei der Neven Subotic Stiftung zeigt 25.591,57 € an. Wir haben es tatsächlich geschafft. Jason hat wieder einmal mehr Recht behalten. Als wir für den Grimme Online Award nominiert wurden, nervte er mich regelmäßig Wochen vor der Veranstaltung, wer denn von uns beiden die Siegerrede auf der Bühne halten würde. All mein Einreden auf ihn, all meine Versuche die Erwartungshaltung runter zu schrauben half nichts. Er hatte keinerlei Zweifel, dass wir dort gewinnen und er behielt Recht. Als er eine zwanzigtägige Zugreise durch Osteuropa plante und zehn verschiedene Länder bereisen wollte, dämpfte ich seine Erwartungen um körperlich etwas ausgelaugt aber mit zehn Länderpunkten im Gepäck am 20.Reisetag wieder zurückzukehren.

Im Sommer 2018 übermittelte er mir die Termine für die verschiedenen Etappenwettbewerbe von „Jugend forscht-Schüler experimentieren.“ Mit der Information, dass wir zu diesen Terminen keine Lesungen durchführen können, denn wenn die Jury sein Projekt versteht, dann würde er ohne jeden Zweifel alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Ich lachte. Zumindest bis zu dem Tag, wo ich die Lesung in Rostock und Düsseldorf verschieben musste und mir der Leiter der Forschungseinrichtung auf dem Landeswettbewerb mitteilte, dass Jason sowieso gewinnen würde, wenn die Jury sein Projekt versteht und das er es gut findet, dass wir Jason für das Austauschprojekt mit dem Forschungszentrum in Peking angemeldet haben. Wir hatten ihn nicht angemeldet. Dies hat er selbst getan. Jason überrascht mich, er fordert mich, er bringt mich zur Weissglut und er hat eine erdende und gleichzeitig motivierende Wirkung, aber ich kann auch sehr gut verstehen, wenn man unser Handeln nicht immer nachvollziehen kann.

Als im vergangenem Jahr Jens W. von der Volksbewegung Niedersachsen, ehemals Freundeskreis Thüringen über einen Zeitungsartikel auf uns aufmerksam wurde, sich über eines unserer Shirts auf den Bildern echauffierte und unsere Bilder und Kontaktdaten in braunen Kreisen teilte, war Jason derjenige, der am coolsten blieb und hartnäckig einforderte sich keinesfalls einschüchtern zu lassen. Da kann man als Vater schon auch mal am eigenen Verantwortungsbewusstsein zweifeln. Hab ich auch. Sehr sogar. Niemals zuvor haben wir so viel „Feedback“ erhalten, wie in diesen folgenden doch sehr belastenden Tagen.

„Wie Jason wohl ohne Papa klarkommen wird?“

„Eine Endlösung für Autisten. Das fehlt.“

„Ihr seid fällig. Veranstaltungstermine.Wie praktisch.“

„Dich und deine kleine Familie zu finden wird ein Kinderspiel. Alles weitere auch.“

Wir besprachen sehr sachlich, wie wir damit umgehen, klar war aber auch, dass ein Rückzug, Schweigen und weniger oder kein Engagement mehr, genau den Zweck erfüllt, den Nazis erreichen wollten. Sie wollen Angst verbreiten, was Ihnen auch gelang, aber diese Angst soll auch destruktiv wirken, sie soll lähmen, einschüchtern und Engagement und positive Bewegungen verhindern. Dies gelang Ihnen nicht. Auch weil Jason hartnäckig ein positives Ende unserer Lesereise einforderte und er verdammt überzeugend sein kann.

„Hast du keine Angst?“, fragte ich ihn.

„Natürlich habe ich Angst, aber noch mehr Angst habe ich, dass ich nie wieder schlafen kann, wenn wir jetzt einfach aufhören, weil uns irgendwelche rechten Arschlöcher drohen.“

Wir hatten uns als multikulturelle Familie sowieso schon der aktiven Beteiligung an einem Umvolkungsprozess schuldig gemacht, so dass fortan ein Appell an alle den Arsch aus der Wohlfühlzone zu wuchten und sich noch stärker mit anständigen Menschen zu solidarisieren, betroffene Menschen aktiver zu schützen, die Augen offen halten und das Maul aufzumachen, den Abschluss unserer Lesungen darstellte.

Und nun geht es erst einmal weiter. Düsseldorf, Tirol, Bünde, Karlsruhe, Hannover und Plüderhausen stehen noch für Lesungen an. Wie man sieht gehts jetzt auch in die Metropolen. Eine Abschlusslesung soll es auch noch geben und evtl. noch einen Livestream-Lesung, die wir an eine Firma gegen Spende verkaufen. Jason hat für die Abschlusslesung sehr konkrete Vorstellungen und erwartet u.a. mindestens ZSK als Pausengast, damit sie „Herz für die Sache“ spielen, ökologische Pyrotechnik, der vier Stunden Rekord soll gebrochen werden und es sollen mehr Zuhörer kommen als Mario Barth je Gäste hatte. Ich werde mich hüten komplett alles als Unsinn abzutun und freue mich, wenn er auch bei unseren nächsten Projekten grinsend vor mir steht und sagt: „Siehst du, wir können alles schaffen.“

In aufrichtig tiefer Dankbarkeit allen Spendern und Lesereise-Unterstützern gegenüber.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

P.S. Auf der Lesereise haben wir auch ein sechs-minütiges Video aus den letzten Jahren unserer Stadionabenteuer-Tour gezeigt. Hier nun auch via Youtube.

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#RR59 Dunkle Materie und Dunkle Energie

In diesem Blogpost fasse ich mal alles zusammen was ich aus dieser Folge gelernt habe.

Viel Spaß beim Hören.