Die Arbeit der Neven Subotic Stiftung.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Äthiopien & die Neven Subotic Stiftung

Wie ich im Beitrag über die Entstehungsgeschichte des Buches schrieb, hat das Buch seinen Ursprung in unserer Benefiz-Lesereise zu Gunsten der Neven Subotic Stiftung. Diese wiederum hatte ihren Ursprung in Papsis Versprechen, dass die Welt bis er nicht mehr da ist ganz sicher eine bessere sei. Dieses Versprechen gab er mir 2014 und es schien plausibel, schließlich entwickelte sich immer alles zum besseren, die Erde wurde in den letzten Jahrhunderten zu einem immer besseren Ort. Nach der Wahl in den USA, dem Aufstieg der AfD und der Tatsache, dass der Klimawandel wieder öffentlich in Zweifel gestellt wird fragte ich 2016 dann mal nach, wie es denn so aussehe mit der besseren Welt. Papsi gab zu, dass es nicht ideal lief, wir als zwei Menschen aber ja auch nichts tun könnten. Wenn nicht Menschen etwas tun, wer denn dann, fragte ich mich. Und wenn nicht wir, wer denn dann? Das war der Beginn unserer Lesereise. Wir wählten schnell die Neven Subotic Stiftung als Partner aus, die sich um den nachhaltigen Brunnenbau in Äthiopien kümmert. Genaueres zur Arbeit der Stiftung wird in diesem Beitrag erklärt.

Äthiopien ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas und der einwohnermäßig größte Staat, der keinen Zugang zum Meer hat weltweit. 105,3 Millionen Menschen leben in dem Land. Im Index der menschlichen Entwicklung ist Äthiopien Schlusslicht und belegt Platz 174 von 188. Doch seit einiger Zeit tut sich etwas. Immer mehr Menschen streben auch in Äthiopien eine Schulausbildung an und wollen den westlichen Lebensstandard oder zumindest den Mindeststandard für ein menschenwürdiges Leben erreichen. Daher ist Äthiopien weltweit das Land mit der am schnellsten wachsenden Wirtschaft. 2017 hatte es eine Wachstumsrate von 8,3%. Was jedoch eben so schnell wächst wie die Wirtschaft ist die Bevölkerung. Bis zu 3% wächst die äthiopische Bevölkerung jedes Jahr, weltweit sind es 1,2%, in Deutschland 0,4%. Die Menschen in Äthiopien sind mit wenig zufrieden, doch sie wissen, dass die zu den ärmsten der Welt gehören. Äthiopien ist das Land, in dem einst die ersten Menschen leben und das Land wurde in 3000 Jahren nur einmal besetzt. Daher entwickelte sich die äthiopische Gesellschaft lange isoliert und ungestört, ein Grund dafür, dass Äthiopien ein christliches Land ist und große kulturelle Unterschiede zu Nachbarländern wie Eritrea oder Somalia aufweist. Doch die autoritäre Regierung, der lange Krieg und die Lage in der Wüste machen das Land dennoch zu einem sehr armen Land. So haben über die Hälfte der Menschen in Äthiopien keinen Trinkwasserzugang und über ein Drittel lebt in extremer Armut. Die Projekte der Neven Subotic Stiftung sind in der Tigray-Region.

Die Tigray-Region gehört zu den ärmsten Regionen Äthiopiens und liegt im Norden des Landes. Bis zur Jahrtausendwende wütete dort der Äthiopien-Eritrea-Krieg, dem hunderttausende Menschen zum Opfer fielen. Nachdem Äthiopien die umstrittenen Regionen besetzte kehrte jedoch keine Ruhe ein. Die marxistische Regierung wurde gestürzt und seitdem wird Tigray von der sozialdemokratischen „Revolutionären Demokratischen Front Äthiopischer Völker“ regiert. Die Region liegt im Hochland und ist sehr gebirgig. Über 4,3 Millionen leben in der Tigray-Region, 80,5% davon aus dem Land (weltweit 45%, Deutschland 25%). 95,6% der Bevölkerung ist christlich. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft.

Äthiopien ist ein Land voller Chancen und voller Willen, ein besseres Leben zu erreichen und ein Teil der globalisierten Welt zu werden. In Äthiopien gibt es schier endlose Energieressourcen, touristisch interessante Ziele und ehrgeizige Menschen. Doch gewisse Grundvoraussetzungen sind nötig, um sich zu entfalten und ein menschenwürdiges Leben zu haben.

663.000.000 Menschen auf der Erde haben keinen direkten Trinkwasseranschluss.

Das entspricht:

  • Über achtmal der Bevölkerung Deutschlands.
  • Drei von zehn Menschen auf der Erde.

Und das in einem Zeitalter, in dem Menschen im All leben, wir klonen und unser Erbgut verändern können. Dennoch schaffen wir es nicht, jedem Menschen auf der Erde den Zugang zu Wasser ermöglichen. Es scheint, als wäre durch die Globalisierung jeder Ort auf der Erde nur wenige Meter entfernt. Doch uns Europäern scheint es häufig so, als seien diese Länder auf der anderen Seite der Galaxis.

1000 Kinder sterben täglich an den Folgen verunreinigten Wassers.

Das entspricht:

  • 42 Menschen pro Stunde.
  • Etwa drei Menschen in zwei Minuten.

6 von 10 Menschen haben keinen Zugang zu einer Toilette.

Dass eine solche Katastrophe auf der Erde passieren kann, ohne dass sich jemand daran zu stören scheint ist beängstigend. Doch nicht alle sind so. Einige Menschen scheint dies zu stören. Einer davon ist Neven Subotic, ein Profilfußballer der lange bei Borussia Dortmund spielte und heute in einem der schönsten Stadien Deutschlands spielen darf. 2012 gründete er die Neven Subotic Stiftung. Warum wir uns für die Neven Subotic Stiftung entschieden haben?

  • Weil Wasser das elementarste Grundrecht eines Menschen ist und 2010 zum Menschenrecht erklärt wurde.
  • Weil jeder Spenden-Euro gezielt in ein Projekt fließt und es keine Abzüge für Verwaltungs- und Reisekosten gibt. All diese Kosten übernimmt Neven Subotic.
  • Weil der Brunnenbau der Neven Subotic Stiftung nachhaltig ist und eine Perspektive auf Bildung und Sicherheit bietet.

Wie das konkret vor Ort funktioniert erklärt euch am besten der Gründer selbst.

Der 28.07.2010 ist ein großer Tag. Denn an diesem Tag erklärte die UN den Zugang zu Wasser offiziell zum Menschenrecht. Eigentlich. Dennoch ist dieses Recht für die meisten Menschen auf der Erde nicht erfüllt. Ziel der UN ist es bis 2030 einen einfachen Zugang zu Wasser und Hygiene auf der ganzen Welt zu schaffen. Sollte es so lange dauern, werden bis dahin noch über 4 Milliarden Kinder an den Folgen verunreinigten Wassers sterben, das ist mehr als die Hälfte der derzeitigen Weltbevölkerung. Die Neven Subotic Stiftung orientiert sich an den Standards der äthiopischen Regierung. Derzeit können viele Kindern nicht zur Schule gehen, da sie die meiste Zeit des Tages Wasserkanister viele Kilometer durch die Wüste tragen müssen. Außerdem gibt es in vielen Schulen keine geschlechtergetrennten Toiletten, daher könnten – wenn überhaupt – nur die Jungen in die Schule gehen. Daher ist Wasser der Schlüssel zu allen anderen Grundrechten und haben wir uns entschlossen die Neven Subotic Stiftung zu unterstützen.

Du hast Fragen zur Arbeit der Stiftung? Setze sie als Kommentar unter diesen Beitrag oder sende Sie uns per Mail an wochenendrebell@wochenendrebell.de. Im Rahmen einer Podcastfolge führen wir demnächst ein Interview mit dem Team der Stiftung, wo sie ihre großartige Arbeit erklären und auch deine Fragen beantworten können.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

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