Die Polizei, dein Freund und Helfer.

Die Polizei, dein Freund und Helfer? Jason und ich sprechen über unsere Eindrücke was die Berichterstattung und die Geschehnisse rund um die Rolle der Polizei angeht.

Dies ist Radiorebell Episode 73 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer zwölf, kurz #wrwr13, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Iuventa

„Iuventa-Solidarity at the Sea“ benötigt deine Unterstützung. Hier kannst du nachlesen warum du helfen solltest und wie du helfen kannst.

"Wo Solidarität zum Verbrechen wird, ist die Demokratie in Gefahr." #iuventa10 Klick um zu Tweeten

Junge engagierte Menschen gründeten 2015 die Initiative „Jugend rettet“. Mit einer Crew bestehend aus Freiwilligen und einem umgebauten Fischkutter brechen Sie 2016 zu ihrer ersten Mission auf. Ihr Ziel ist es den Menschen das Leben zu retten und politischen Druck auf die EU zu erzeugen um eine Alternative zur lebensgefährlichen Fluchtroute Mittelmeer zu erzwingen. Mir bereitet das Wort Fluchtroute schon Bauchschmerzen. Es ist nicht so niederträchtig, wie Markus Söders „Asyltourismus“, was sich begrifflich im Bereich des nicht sagbarem befindet. Solch eine Wortwahl geschieht nicht versehentlich, die Begrifflichkeit gehörte nicht einmal zum gängigen Sprachgebrauch eines jeden anständigen Menschen. Wenn du solche Wortkreationen im Bewusstsein deiner medialen Aussagekraft bewusst platzierst, dann verfolgst du den Wunsch konkrete Bilder für die Zuseher und Zuhörer oder auch Leser zu erzeugen. Wer solche Worte wählt möchte brutale Tatschen beschönigen, Leidverniedlichung betreiben, eine Flucht über das Mittelmeer mit einem völlig überfüllten Schlauchboot soll uns eher an unsere letzte Schiffsreise erinnern und nicht an das Gefühl des Ertrinkens. Dieses Rahmenschaffen über Begrifflichkeiten, sei es verharmlosend eingesetzt, wie beim „Asyltourismus“ oder auch bewusst beängstigend aufgeladen, gelang schon mit der mittlerweile mainstreamigen „Flüchtlingswelle“ und der „Flüchtlingskrise“. Es ist keine Flüchtlingsroute. Es ist ein Weg in die Ungewissheit.

Iuventa
Foto: Bastian Bochinski, bastianbochinski.de

Über 14.000 Menschen verdanken der Organisation „Jugend rettet“ ihr Leben und es könnten mehr sein.

Am 02.08.2017 wurde die Iuventa von den italienischen Behörden beschlagnahmt.

Der Tag markiert einen der Höhepunkte einer erfolgreichen Diskurverschiebung durch rechte Medien, die bereits Ende 2016 ihren Ursprung nahm. Nach einigen Veröffentlichungen in IB-nahen Magazinen folgte im Dezember 2016 in der Financial Times ein Bericht, der basierend auf einem Frontex-Bericht die Behauptung aufstellte, NGOs würden mit Schlepperbanden aus Libyen zusammenarbeiten. Es folgten Dementi von Frontex selbst und zahlreiche sich widersprechende Aussagen mit späterem Zurückrudern, sowie dem Ankündigen von Beweisen, die dann aber nicht vorgelegt werden konnten. Das Gift war längst gespritzt und hatte seine Wirkung intensiv verbreitet, als die Iuventa ohne Vorlage substanzieller Beweise beschlagnahmt wurde und in Teilen der Gesellschaft die Frage „Seenotrettung? Oder sollen wir es lassen?“ für legitim gehalten. Eine Frage zu deren Beantwortung es keinerlei Gesetzgebung bedarf und die jeder Mensch mit einem letzten Restfunken Anstand ohne Wimpernzucken beantwortet.

Die Notwendigkeit der Iuventa ergibt sich aus der begrenzten Kapazitäten bei Handelsschiffen und deren mangelnde Ausbildung und Ausrüstung für die Aufnahme einer höhere Anzahl von Geflüchteten. Auf einem 20-Mann Boot sind teilweise bis zu 60 Menschen zusammengepfercht. Ein durch die EU- hochprofessionell dichtes Netz an Seenotschiffen, welches zentral koordiniert die Schiffe mit Geflüchteten an die dafür vorgesehenen EU-Häfen führt. Ich verstehe wirklich nicht warum man dies nicht längst auf einem menschenwürdigen Niveau aufgebaut hat. Die Dreistigkeit den Mut und das Engagement der privaten Seenotretter zu kriminalisieren oder auch nur einen Hauch weniger als 100% Solidarität mit der Crew der Iuventa zu zeigen, sowie aber auch mit allen weiteren, privaten Seenotrettungs-Teams, macht mich fassungslos. Ich verstehe, dass wir momentan eine Menge Probleme haben, auf viele davon haben wir nicht einmal mehr einen spürbaren Einfluss. Ich kann sogar manchmal ein wenig verstehen, wenn jemand sagt, was soll ich alleine schon verändern. Ich bin sehr dankbar, dass Pia Klemp, Carola Rackete, Claus-Peter Reisch und viele, viele weitere Menschen sich die Frage nie gestellt haben und daran können wir uns alle ein Beispiel nehmen. Jeder von euch kommt im Bekanntenkreis, im Bus, im Wartezimmer, mit Nachbarn, mit Freunden, mit Kumpels in Diskussionen. Mischt euch ein, haltet dagegen, widersprecht, steht ein und zeigt euch solidarisch. Und das gilt auf jeglichen Ebenen und da kann es durchaus sein, dass es hilfreich ist sich in die Position des tatsächlichen Opfers hineinzuversetzen.

"Würde ich erwarten in Seenot gerettet zu werden?" Klick um zu Tweeten

oder hätte ich Verständnis dafür, dass man mich ertrinken lässt, weil es mich als Problem löst, denn man weiß sowieso nicht so richtig wohin mit mir.

Die italienischen Behörden versuchen im Auftrag von Salvini ein Exempel zu statuieren und schrecken in diesem Zusammenhang auch nicht vor einem konstruiertem Fehlverhalten nicht zurück. Forensiker der Goldsmith University in London haben die Vorwürfe und Vorfälle in Verbindung mit der Beschlagnahmung der Iuventa10 analysiert und alle vorliegenden Vorwürfe widerlegt. In diesem Video erklären Sie warum die italienischen Behörden faktisch falsch liegen.

Die politisch motivierten Vorwürfe mit dem einzigen Ziel zivilgesellschaftliche Unterstützung für Geflüchtete zu unterbinden lauten: Beihilfe zur illegalen Einreise.

Zehn ehemalige Crewmitglieder erwartet Ende 2019 eine Anklage und ein mehrjähriger Prozess mit Kosten in Höhe von ca. 500.000 €.

Thread in dem die Iuventa10-Crew kompakt die Geschehnisse zusammenfasst.

Das Sterben auf dem Mittelmeer geht weiter. Das Bekämpfen der Helfer schmälert die Überlebenschancen der Flüchtenden, da quasi keine ausreichende Seenrotrettung geschieht. Handelsschiffe sind wie bereits beschrieben zumeist nicht ausgelegt um größere Mengen an Geflüchteten aufzunehmen und müssen in der aktuellen gesamtpolitischen Lage befürchten tagelang nach einem Anlaufhafen suchen zu müssen, was ihre persönliche Existenz bedroht. Die EU müsste Handelsschiffe subventionieren, die Geflüchtete Menschen retten. Großzügige Verdienstausfälle, Treibstofferstattung, Kostenübernahme für notwendige Rettung-Equipment, sowie Zulagen für den Aufwand für jedes Handelsschiff, dass auf dem Mittelmeer unterwegs ist.

Im Jahr 2018 ertranken mindestens 2299 Menschen im Mittelmeer. In den letzten fünf Jahren sind ca. 18000 Menschen auf der tödlichen Fluchtroute Mittelmeer ertrunken. Es ist keine Route, eine Route signalisiert auch immer ein wenig Verlässlichkeit und das ist ein Hohn in Anbetracht der Gefahren in die sich diese Menschen ohne Ahnung wie die nächsten Stunden, Tage, Wochen werden oder ob es Ihnen geht, wie es bereits achtzehntausend Menschen ergangen ist, während wir eine Diskussion zulassen ob es richtig ist Seenotrettung zu betreiben. Wir sitzen in unseren Liegestühlen, trinken kühle Cocktails und lassen zu, dass die Liegennachbarn gerade darüber diskutieren, ob man das ertrinkende Kind im Pool nun retten solle oder nicht. Wem sich ernsthaft die Frage stellt ob wir Menschen helfen sollten, die sich in Lebensgefahr befinden, der muss Schwierigkeiten bekommen in dieser Gesellschaft. Hierbleibt bleibt es jenem unbenommen, dies im Rahmen der Meinungsfreiheit kundzutun, es ist dann viel mehr auch unsere Aufgabe im Rahmen unserer Meinungsfreiheit darauf adäquat zu antworten und sich zu fragen ob man mit diesem Menschen noch in irgendeiner Art und Weise zu tun haben möchte.

„Mit Sicherheit ist einer der größten Antriebe bei mir auch die politische Motivation dahinter, dass ich das einfach nicht hinnehmen kann und will, dass die tödlichste Außengrenze der Welt tatsächlich die Außengrenze Europas ist. Das wir dort Menschen wissentlich ertrinken lassen, obwohl wir Ihnen helfen könnten, dass kann ich als Mensch, als Kapitänin, als Europäer schlicht und ergreifend nicht akzeptieren“

Pia Klemp, Kapitänin im Interview mit FrauTV.

Interview mit Pia Klemp, Frau TV/ARD

Dieser Blogpost wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt werden. Geplant ist auch noch eine chronologische Zusammenfassung der Ereignisse. Es ist völlig ausgeschlossen, dass ausreichend viele Menschen sich intensiv mit den Vorgängen rund um die Iuventa befasst haben. Wir wären sonst längst gemeinsam auf der Straße.

Diese nicht ganz einfach zu verkraftende Video der New York Times verdeutlicht unter welch chancenarmen Bedingungen sich Menschen auf die letzte Chance Mittelmeer einlassen.

Seenotrettung unterstützen – Was kann ich tun?

Jeder Einzelne kann etwas tun und auch viele Kleinigkeiten können Großes bewirken. Und in all dem Wust dramatischer Nachrichten kann man sich zwar kein dauerhaft gutes Gefühl erkaufen, aber man kann fast nebenbei einen Beitrag leisten. Das ist oftmals leichter, als man denkt und ganz egoistisch betrachtet: Man speichert es als schönes Erlebnis.

  1. Dein nächstes Shirt könntest du hier kaufen. Deshalb: „Der Erlös der Produkte fließt in unsere Rettungsaktionen auf dem Mittelmeer. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot! #rettemit“ Quelle, DirAction.
  2. Eine sehr bequeme Art die Seenotrettung finanziell zu unterstützen bietet die Crowdfunding Aktion von „Jugend rettet“ auf Betterplace.org. Es gibt dort sowohl die Möglichkeit einer regelmäßigen Dauerspende und du kannst selbst über die Höhe der Zuwendung für Betterplace.org entscheiden. Die Daten für das Einrichten eines eigenen Dauerauftrags oder für die Überweisung einer Einmalspende findest du hier.
  3. Du kannst die Geschichte der Iuventa und Ihrer Crew verbreiten. Etwas weiter unten in diesem Blogpost findest du eine Linksammlung rund um den Fall und hier findest du für alle Fans der CDU/CSU eine ausführliche Pressemappe als pdf. mit allen Informationen rund um die Organisation selbst, die Beschlagnahmung der Iuventa10, den konkreten Forderungen von „Jugend rettet“ und Wege zu weiterführendem Detailmaterial. Aufmerksamkeit ist insbesondere wichtig, damit möglichst viele Menschen sehen und verstehen, welches Spiel die EU, aber auch die deutsche Regierung Salvini hier treiben lässt.
  4. „Jugend rettet“ sucht in vielen Orten noch nach Botschaftern und Unterstützern. Menschen, die als Freiwillige. Als offizieller Repräsentant erhältst du unterstützendes Material für Informations- oder Spendenveranstaltungen.
  5. Du kannst Teil der ehrenamtlichen Crew werden. Keine Sorge, du musst nicht zwingend schiffstauglich sein um „Jugendrettet“ unterstützen zu können. Welche Positionen ehrenamtlich zu besetzen sind, kannst du hier erfahren.

Linksammlung zum Fall Iuventa:

Die Zeit fasst die Geschehnisse seit dem 10.09.2016 zusammen, dem ersten Aufeinandertreffen der Iuventa-Crew und Pietro Gallo, dem Zeugen und Spitzel Salvinis, der das heutige Strafverfahren auslöste. Zeit Online, 08.Mai 2019

Interview mit Hendrik Simon, ehemaliges Crew-Mitglied in Funktionen als Einsatzleiter oder auch Informatiker, u.a. auf der Iuventa und der SeaWatch III. Neues Deutschland vom 01.06.2019.

Interview mit Pia Klemp, Kapitänin der Iuventa zum Zeitpunkt der Festsetzung in Italien. Hinz und Kunzt, 29.05.2019

Retter oder Schlepper? Zeit Online erläutert die Brisanz des Falls und geht auf die vorliegenden Beweise ein. Zeit Online, 09.08.2017

Das unsichtbare Sterben der Kinder, ZeitOnline, 28.06.2019

Seenotrettung ohne Schiffe, TAZ, 24.06.2019

Private Seenotretter sind doch Schlepper! Man muss die Menschen einfach alle zurückbringen! Der Pull-Faktor lockt noch mehr Migranten nach Europa. Da kommen ausschließlich junge Männer. Der Volksverpetzer hat mit den häufigsten Falschaussagen rund um die Seenotrettung aufgeräumt.

Maximilian Pichl studierte Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und fasst in diesem Thread die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Pull-Faktor zusammen.

Was ist Permafrost?

Was ist Permafrost? Jason war entsetzt als er diese Woche die Nachricht über das entweichende Methan hörte. Daher handelt diese Folge fast ausschließlich von der Situation rund um das Auftauen der Permafrostböden in der Arktis und die Auswirkungen in Verbindung mit dem Klimawandel, wenn die dort gebundenen Treibhausgase Methan und Kohlendioxid entweichen und somit irreversible Prozesse in Gang setzen an deren Ende die Erde zum Großteil unbewohnbar geworden ist. Da das eigentlich die verheerendste Nachricht ist, die die derzeit lebende Bevölkerung je erhalten hat, besprechen wir das Thema auch sowohl in der Klage der Nation, wo wir darüber spekulieren, wieso das Thema so wenig Aufmerksamkeit bekommt, als auch in der spektrografischen Minute, wo Jason es aus wissenschaftlicher Sicht erläutert.

Was geschieht wenn das gebundene Treibgas freigesetzt wird?

Dies ist Radiorebell Episode 72 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer zwölf, kurz #wrwr12, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissenschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Into the Horst

Wir sind in Bremen beim sogenannten #tkschland und blicken auf die letzte Woche zurück.

Dies ist Radiorebell Episode 71 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer elf, kurz #wrwr11, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissensschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

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Flugtaxis- Auf zur letzten Instanz

07.06.2019- Per Flugtaxi zur letzten Instanz. Quasi der Europäische Gerichtshof. Wir klären unseren Strohhalm-Streit sprechen über Flugtaxis und kehren wieder zurück in geordnete Verhältnisse.

Dies ist Radiorebell Episode 70 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer 10, kurz #wrwr10, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissensschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

In unserem zweiten Format ziehen wir die Themen aus einer Losbox und besprechen diese. Auch schön.

In jeder Folge gibt es eine sogenannte Malzbiertaufe, denn unser Malzbier trägt immer den Namen unseres aktuellsten Steady-Unterstützers. In dieser Folge trinken wir das köstliche Evas Malz.

Unsere Themen diese Woche:

  • Strohhalmdiskussion – Letzter Akt
  • Lesung in Plüderhausen
  • Lesung in Karlsruhe
  • Die Zerstörung der CDU
  • Klage der Nation: Flugtaxis
  • Filmrezension: Das 5.Element
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Strohhalmverbot

Wir streiten erneut über das Strohhalmverbot, lassen die Lesungen in Bünde, Weimar und Düsseldorf Revue passieren und brechen dann ab, weil Papsi keinen Bock mehr hat.

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Relegation ist super. Warum abschaffen?

Relegation! ich bin Fan. Ich gestehe. Ich bin großer Anhänger der Relegation. Ob Vereine in zwei einzelnen Spielen für ihre Saison belohnt oder bestraft werden ist mir egal. Zumal diese ja vorab mehr hätten leisten können um diesen Entscheidungsspielen zu entgehen. Grundsätzlich mag ich die Kombination aus Hin- und Rückspiel mit einer konkreten Entscheidung und das gilt für die Relegationsspiele, sowie auch für die internationalen Spiele im Europapokaaaaaaaaaaal. Spiele bei denen es wahrhaftig um viel geht. Alles oder nichts, Sekt oder Selters. Das ist doch großartig.

Relegation abschaffen? Auf keinen Fall!

Ich bin groß geworden mit Spartak Moskau oder Berliner FC Dynamo (Burgsmüller, hach) gegen Werder Bremen, den Wundern von der Weser. Die Geschichte, dass Manni Burgsmüller nach einem 0-3 im Hinspiel, vor dem Rückspiel vehement gegen die Kabinentür der Berliner trommelt und „Kommt raus ihr feigen Schweine“ brüllte, um im Anschluss tatsächlich mit einem fulminanten 5-0 das Spiel zu drehen, ist für mich noch heute einer der schönsten Fußball-Anekdoten aller Zeiten. Ich kann auch die Argumentationen der Superliga-Befürworter nicht verstehen, dass man die Super-League oder wie auch immer die Liga der Champions zukünftig heißen mag, gutheißt, weil es dann so viele Spiele, analog Liverpool-Barcelona gäbe. Spiele, die Erinnerung bleiben sind in der Regel Spiele bei denen es zu mehr als einer Entscheidung bezüglich Punkten oder Sieg bzw. Niederlage kam. Ein Weiterkommen, ein Finalsieg, ein Einzug in die Runde der letzten Vier oder eben ein Aufstieg und selbst wenn dieser über die Relegation zu Stande kommt. Ähnlich bleibende Erinnerungen schafft ohne ergänzendes Rückspiel wohl nur der DFB-Pokal oder eben entscheidende Meisterschaftsspiele, aber wer erinnert sich schon an besondere Siege am 13. Spieltag einer Bundesligasaison, wenn es nicht Siege waren, die ihre Brisanz aus regionaler Nähe ziehen? Es gibt mittlerweile so viele Spiele von eher niedriger Relevanz, wenn man nicht gerade Fan einer der beiden Kontrahenten ist oder so dermaßen schnell auf Entzug ist, dass auch Wanne Eickel gegen Lotte, live auf Sport1 das Herz erfreut und den täglichen Schuss Fußball sicherstellt. Die Super-Liga wird Barcelona-Bayern und Liverpool-Real Madrid so oft als belangloses Gruppenspiel durchkauen, dass es als neutraler Beobachter, fern von Taktik-Interessierten, genau so nervig wird, wie dieser mittlerweile recht künstlich hochgehaltene Germanico, Classico, dem Kampf der deutschen Giganten, BVB-Bayern. Für mich wahrlich kein Leckerbissen mehr, aber wir sind da auch nicht zwingend repräsentativ. Im TV schauten wir in den letzten zwei Jahren drei bis vier Fußballspiele live.

Die Wochenendrebellen in der Relegation.

Relegation
Holstein Kiel gegen den KSV Hessen Kassel, Endstand 2-0

Heute vor sechs Jahren waren Jason und ich bei einem Hinspiel der Relegation. Unser Heimatverein, der KSV Hessen trat an in Kiel und nach spätestens zehn Minuten erkannte man deutlich, dass es hier schon jetzt einen Klassenunterschied gibt. Zu keiner Sekunde schien der Sieg der Kieler gefährdet und einzelne Spieler ließen schon damals erkennen, dass die damalige vierte Liga nicht den Zenit ihrer Karriere darstellen wird. Insbesondere Patrick Herrmann fiel auf, wie er dort auf der rechten Seite quasi jeden Kasseler wegpflügte, der es wagte mit Ball über die Mittellinie zu gelangen um dann auch gleich mit einem einzigen Pass eine gefährliche Gegenaktion einzuleiten. Er begleitete Kiel noch einige Jahre und spielt heute für Darmstadt 98.

So, kurz vor Mitternacht dürft ihr heute mal an mich denken. Da gab es Pizza und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich deren Verzehr mal so vehement versuchte zu verhindern, wie an diesem Tag. Am 29.05.2013 entschied sich ein ein Duell in der Relegation schon im Hinspiel und am Abend verlor ich so ziemlich das letzte Mal eine Auseinandersetzung mit Jason, wo ich die Taktik Aussitzen anwandte. An diesem Abend habe ich viel gelernt und deshalb nahm ich diesen Ausflug auch mit ins Buch als Kapitel 2, welches wie folgt beginnt:

»Die Scheiße kannst du alleine fressen.« Das war die Reaktion im ICE 882 nach München. Der wirklich nette Kellner hatte meinem Sohn die Tomatensoße nicht in einem Extra-Schälchen serviert, sondern sie direkt über die Spaghetti gegeben. So, wie er das vermutlich zehntausend Mal im Jahr bei anderen Gästen auch macht. Und die fünf Mal, wo einer seiner Gäste den Wunsch äußert, die Soße zu den Nudeln extra zu erhalten, vergisst der Kellner vielleicht leicht. Eigentlich ist das nichts Dramatisches. Für meinen Sohn stellt dies aber die denkbar schlimmste Situation dar, denn die Nudeln können so jetzt nicht gegessen werden. Sie dürfen aber auch nicht zurückgegeben und neu zubereitet werden. Dann wird nämlich dieses Mahl, welches eigentlich sein Essen war, weggeschmissen. Das geht nicht. Es darf nichts weggeschmissen werden, was ihm gehört oder für ihn bestimmt war. Das ist eine Regel. Die Portion darf auch niemand anders essen, denn es ist ja seine, und erst wenn er gesättigt ist, entscheidet er über den weiteren Umgang mit eventuellen Resten. Denn er gibt nie etwas ab und er teilt auch nie.

Relegation aktuell

Union Berlin in der Bundesliga ist natürlich großartig. Es schafft gegen Hertha Spiele mit Relevanz auch außerhalb der Fanlager und für Jason verfügen Sie noch immer über die spektakulärste Anzeigetafel im deutschen Profifußball und über den einzigen wissenschaftlich geprägten Fangesang. Ich mag Union sehr auch wenn das Kommando Köpenick mir im ICE mal die Fresse polieren wollte und das Stadion für regelmäßige Anreisen eher ungeeignet ist, sollte sich Jason tatsächlich mal für die Unioner entscheiden und eine Dauerkarte fällig werden. Mit dem VfB verliert die erste Liga aber einen Verein, der von den Gäste WCs einen Blick aufs Spielfeld erlaubt und das ist bei weitem nicht alles, warum ich den VfB gerne mag. Aber nun denn, aus objektiver Rebellensicht ist die 2.Liga sowieso um ein Vielfaches attraktiver als die erste Liga, so dass man auch wiederum traurig sein könnte, dass Union diese Liga verlässt und man den VfB freudig willkommen heißen mag. Ihr seid dann nächstes Jahr, wenn meine Fortuna der besten zweiten Liga aller Zeiten wieder ihre Ehre erweist, sicherlich wieder oben. Und nach Wiesbaden ein herzliches willkommen. Nicht vergessen! Niemals erste Liga.

Film Kartoffelsalat auf Ibiza

Der Film Kartoffelsalat und die Geschehnisse in Ibiza bzw. Österreich.

Dies ist Radiorebell Episode 68 mit dem Wochenendrebellen-Wochenrückblick Nummer 8, kurz #wrwr08, eines von zwei Formaten innerhalb des Radiorebell-Podcasts. Jede Woche blicken wir auf unsere ganz persönliche Woche zurück, rezensieren und bepunkten einen Film und besprechen in der Klage der Nation ein Thema über das die Nation zu viel oder zu wenig klagt. Zum Abschluss gibt es vom Sohn die wissensschaftlich geprägte „spektrografische Minute“.

In unserem zweiten Format ziehen wir die Themen aus einer Losbox und besprechen diese. Auch schön.

In jeder Folge gibt es eine sogenannte Malzbiertaufe, denn unser Malzbier trägt immer den Namen unseres aktuellsten Steady-Unterstützers.

Unsere Themen diese Woche:

  • Unsere Besuch in der Redaktion der Rheinischen Post
  • Unser Auftritt auf der internationalen Autismus Fachtagung
  • Filmrezension Kartoffelsalat
  • Klage der Nation: Das Strache Video
  • Spektrografische Minute: Sheldon Cooper und die Zahl 73

0:00:55 Beginne hier, wenn du das Intro überspringen möchtest.

Film Kartoffelsalat

0:00:56

Beschreibung der Aufnahmebedingungen. Die Hälfte nehmen wir wieder im Zug auf. Allerdings im Gang sitzend mit vielen Tunneln. Sorry.

0:02:45 Kapernduft beim Rülpsen und Folgeninhaltszusammenfassung

0:04:00

Unser Besuch bei der Rheinischen Post.

0:08:45 Zwischenstop in Paderborn

0:13:13 Besuch der Autea-Fachkonferenz.

0:13:55 Steve Silberman und die Geschichte des Autismus.

0:17:50 Felix Munch- Studie über autistische Eltern

0:20:38 Wir Wochenendrebellen mit einem Vortag „Beziehung vs Erziehung.

0:28:00 Das Strache-Video.

0:44:50 Wir steigen aus, podcasten im Gehen noch ein wenig und podcasten dann auf einem Parkdeck weiter.

0:45:00 Parkdeck. Vogelgezwitscher im Hintergrund.

0:47:25 Filmrezensionen- Kalibrierung der Punkteregel.

0:49:00 Die Handlung des schlechtesten Films aller Zeiten. Wir reden über den Film Kartoffelsalat.

0:49:50 Filmrezension Kartoffelsalat. Über den Zwang sich Essig in die Augen schütten zu müssen.

0:50:30 Manche Filme brauchen Zeit und Geduld. Wir schauen ein zweites Mal den Film Kartoffelsalat mit jemandem, der Freshtorge, die Lochis, und Bibi mag.

0:54:00 Ist Freshtorge der cleverste Typ der Welt und was zur Hölle ist mit Otto Waalkes passiert?

0:58:14 Wir bepunkten rückwirkend alle Filme neu.

1:02:40 Sheldon Cooper und die Zahl 73

Felix Munch, Referent der AUTEA-Konferenz 2019

Europawahl, Europa und die EU #RR68

Europawahl! Dies ist eine Sonderfolge des Radiorebell-Podcasts. Raimo unterstützt uns auf Steady und hat sich gewünscht, dass wir vor der Europawahl über Europa sprechen. Wir besprechen die Entstehung und Entwicklung Europas, klären die Aufgaben der EU und klären ihre Vor- und Nachteile. Jason philosophiert über seine Ziele als zukünftiger EU-Kommissionspräsident und wir streiten uns mal wieder. Der Grund: Das Strohhalmverbot, wo Jason zu keinerlei Kompromissen bereit ist, was mich entsetzt.

In jeder Folge gibt es eine sogenannte Malzbiertaufe, denn unser Malzbier trägt immer den Namen unseres aktuellsten Steady-Unterstützers.

Wir sprechen über:

Europa aus geografischer Sicht

Europäische Institutionen

Die EU – Das Strohhalmverbot und unsere Osteuropatour

Die Einzelabschnitte der Folge über die Europawahl, Europa und die EU.

0:00:55 Beginne hier, wenn du das Intro überspringen möchtest.

Europaflagge Europawahl Europa

0:00:48 Der Mond Europa

0:06:55 Europa- Der Subkontinent.

0:07:35 Wenn Europa auseinanderbricht

0:08:55 Werbung für Raimos Malz

0:09:50 Eklige Trinkgeräusche

0:10:00 Europas Ursprung- Woher kommt der Begriff Europa?

0:11:00 Europa in der Mythologie

0:11:48 Der Mythos Fortuna Düsseldorf

0:12:35 Alexander der Große und seine Verbindung zu Europa.

0:15:20 Das Römische Reich und der Zerfall Europas

0:17:0 Das Mittelalter und der Zusammenhang mit der Familienvereinbarung der Wochenendrebellen.

0:19:00 Das Weltbild der flachen Erde und spektakuläre Zeiten.

0:22:45 Wir überspringen die Weltkriege.

0:23:00 Wir würdest du Außerirdischen das heutige Europa beschreiben?

0:24:25 Was sind die drei großen Vorteile Europas?

0:25:15 Was sind die drei großen Herausforderungen Europas?

0:28:50 Europa – In Verschiedenheit vereint

0:29:25 Unterschied Europa und EU und was ist der Job der EU?

0:30:30 Kritik an der EU – Argumente gegen die Europäische Union.

0:33:50 Plastikreduktion- Strohhalmverbot

"Egal welchen Preis man zahlen muss. Für den Klimaschutz ist es das wert" Klick um zu Tweeten

0:42:30 Die europäischen Institutionen.

0:44:30 Jason als EU-Kommissionspräsident. Seine Ziele.

0:48:45 Brexit

0:51:03 Eine Interrail-Tour durch Osteuropa. Ein Rückblick

1:10:13 Zusammenfassung – Die EU

1:12:30 Die Europawahl

1:14:00 Die Mobilisierung zu den Europawahlen

1:18:00 Die Jason aufs Maul Partei.

"Das EU-Wahlprogramm der AFD hat 88 Seiten" Klick um zu Tweeten

01:22:00 Abschlussdank an Raimo für die Unterstützung auf Steady und Bettelei um ITunes-Rezensionen.

Bitte gehen Sie wählen.

Tod und Gedenken-Bucket List II

Dies ist ist Folge 66 und Teil II unseres Podcasts, wo wir das Thema Bucket List behandeln. (CN: Wir sprechen auch über den Tod).

In unserem zweiten Teil über das Thema Bucket List packen Jason und ich jeweils weitere fünf Dinge auf unsere Liste der Dinge, die wir vor unserem Ableben erledigen möchten. Wir sprechen auch über den Tod und dies erfolgt aus Jasons Perspektive nicht zwingend so, dass es besonders einfühlsam wirkt. Ich bitte das zu berücksichtigen. (Alternativ: Skippen bis Minute 20)

Wir möchten diese Folge Niklas widmen.

Alisa, mögest du unzählig viele schöne und bewusst gesetzte Erinnerungsmomente haben.

0:00:55 Beginne hier, wenn du das Intro überspringen möchtest.

Bucket List Umgang mit dem Tod Autismus

0:01:30 Kurzzusammenfassung Teil I

0:02:03 Wann gedenkt man Menschen?

Umgang mit dem Tod

Das Gedenken an Menschen.

0:05:30 Weltverbesserung/Lesereisenbeginn

0:09:30 Der Tod und der Wegfall von Funktionen, die ein Mensch erfüllte.

0:10:30 Der Tod als Erlösung?

0:13:05 Wochenendrebellenprojekt als Art des Gedenkens.

0:15:45 Regeln des Trauerns.

0:17:00 Sich bewusst an Menschen erinnern.

0:19:15 Überleitung zu Bucket List

0:20:02 Reise nach Äthiopien

0:23:05 Ins Weltall fliegen- Virgin Galactic-Blue Origin-SpaceX Preise für einen Weltraumflug

0:24:30 Harald Lesch und sein Brief an die Nasa

0:27:30 Backpacking-Trip Norwegen- Polarlichter-Polartag

0:33:18 Eine Sonnenfinsternis sehen

0:36:18 Familientrip durch die USA

0:41:00 Was ist ein Polartag?

0:43:41 Mein Vergnügen mit Benx, ChaosFlo44, Rebekah Wing, EpicStun….. Ein Youtube-Projekt

0:54:37 Werbung. 🙂

1:02:25 Einen Spiegel-Bestseller schreiben

1:05:30 Wir Wochenendrebellen Taschenbuch-Besuch bei Markus Lanz.

1:08:00 Twitter Verifizierung- Maaßen twittert.

01:10:00 Die Parkbank- Te dua! (FB)

01:11:30 Sich einfrieren lassen

01:14:00 Abschluss: Bucket List

Wochenendrebellen unterstützen-Die Steady-Pakete im Überblick