(T)raumschiff Erde- Das Cover

In einigen Beiträgen möchte ich euch mit auf die Reise meines Crowdfundings nehmen. Was macht eine ökologische Druckerei anders? Was motivierte mich ein Buch zu schreiben? Warum helfe ich der Neven Subotic Stiftung? Worum geht es in meinem Buch? Dies und vieles mehr verrate ich euch in einigen Beiträgen. Wer mein Crowdfunding unterstützen möchte, findet hier alle Möglichkeiten dazu.

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Heute geht um die Entstehung des Covers.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das trifft oft auch auf Bücher zu. Das Cover eines Buches ist in verschiedener Hinsicht von großer Wichtigkeit. Es muss natürlich ansprechend, aber auch interessant sein, einen Bezug zum Thema haben. Helligkeit, Schriftgröße und Proportionen haben einen großen Einfluss auf das finale Erscheinungsbild. Erst recht bei einem Vertrieb über Crowdfunding, wo der Leser zunächst nur ein einziges Projektbild und oft das Buch von vorne sehen kann, entscheidet das Cover über den Kauf.

So sah meine erste Beschreibung meines Covers aus. Ich beschrieb was zu sehen sein sollte und nicht was es ausdrücken sollte.

Daher waren meine Ansprüche an das Cover für mein eigenes Buch stets recht hoch. Als ich das Buch anfing hatte ich noch kein Cover vor Augen, nicht einmal einzelne Motive. Erst als ich mich etwa nach einen halben Jahr Schreibzeit für den Titel (T)raumschiff Erde entschied, hatte ich auch erste Ideen für ein Cover, die zum Großteil auf den Titel anspielen. Also verfasste ich eine Beschreibung des Covers, die alle Elemente beinhaltet. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte ich mich in dieser Beschreibung tatsächlich auf die Beschreibung des Bildes, das ich vor Augen hatte, nicht auf das, was das Cover ausdrücken sollte.

Es deutete also etwas auf ein Wimmelbild hin. Doch die Herausforderungen waren scheinbar zu groß. So war es von vornherein ein Problem, so viele Oberflächendetails gut erkennbar auf der relativ kleinen Fläche der Erdkugel darzustellen. Mit einem grobstrichigen Zeichenstil ist das nicht zu realisieren. Und es gab noch ein Problem. Teilt man die Erde in eine intakte und eine verschmutzte Seite, so spricht man je nach Abbild der Erde bestimmten Erdteilen diese Eigenschaften zu. Wählt man also die klassische atlantische Abbildung mit Amerika im Westen und Europa und Afrika im Osten, so sind Europa und Afrika verschmutzt, während Amerika paradiesisch anmutet. Gerade angesichts der aktuellen Ereignisse in den USA, in Brasilien, Venezuela und Lateinamerika ist das jedoch bei weitem nicht das, was ich sagen möchte.

Egal, wie man es im wahrsten Sinne des Wortes „dreht und wendet“, ergeben sich immer ungewollte Interpretationen und auch nach einstündigem Betrachten des Globus viel mir kein einziger Quadratmeter ein, der nicht in irgendeiner Weise in Gefahr ist. Also verabschiedete ich mich irgendwann von der Idee einer zweigeteilten Erde und suchte nach Alternativen. Zudem erschien es zunehmend unwahrscheinlicher, dass ich in der selbstgesetzten Frist jemanden finden würde, der die vielen Details umsetzen kann. Wir haben viele Zeichner angefragt, deren Stil mir gefiel und über deren Unterstützung ich mich gefreut hätte, doch zumeist waren sie bereits vollkommen ausgelastet. Also hielt ich vorerst nur an der Darstellung der Erde als Raumschiff fest. Dort blieb jedoch das Problem, dass der Platz sehr klein ist. Die Erdkugel ist dann sehr klein, da vor ihr die Raumschiffspitze und hinter ihr der Antrieb ist. Somit würden sich sämtliche Oberflächendetails erübrigen. Es ging mit der Lösung all dieser Probleme aber nicht wirklich voran. Plötzlich war das wissenschaftliche Lektorat durch, das Korrektorat stand kurz bevor, Satz und Druckerei waren fest vereinbart und die Crowdfunding-Vorbereitungen in vollem Gange – aber das Cover noch nicht einmal als Skizze vorhanden.

Also entschloss ich mich diese Probleme vorerst zu ignorieren und zu handeln. Ich wollte einen Design-Wettbewerb über die Website designenlassen.de ausrufen. Dort kann man in einem Briefing beschreiben, worum es geht und was designt werden soll, einen Wettbewerb und ein Preisgelds ausrufen und dann reichen verschiedene Designer Vorschläge ein. Gefällt eins, dann kann man es zum Sieger küren und das Preisgeld ausgeben. Dafür erhält man dann das Cover. Gefällt einem keines, muss man das Preisgeld nicht ausgeben. Nach einer Woche ist die Frist vorbei und alle Designer haben ihre Vorschläge eingereicht. Während dessen kann man Rückmeldung geben und die Designer können ihre Designs dem entsprechend anpassen. Danach kann man das vielversprechendste Design auswählen oder man lässt es. Der Hauptgrund dafür, dass ich mich für diesen Wettbewerb entschied ist, dass man erst mal nichts zu verlieren hat. Außerdem erschien es unter Zeitdruck schon sehr erstrebenswert, innerhalb von einer Woche ein Cover zu haben. Bei dem Briefing wandte ich diesmal jedoch eine andere Strategie an. Tatsächliche Bilder beschrieb ich nur als Ideen und Möglichkeiten, verbindlich übermittelte ich nur, was das Cover aussagen soll. Daher startete ich den Wettbewerb mit folgendem Briefing:

Als mögliche Idee hing ich außerdem eine selbsterstellte Canva-Skizze an (Die übrigens besser war als manche der eingereichten Designs. Also ließ ich den Wettbewerb anlaufen und bis auf die eben thematisierten Ausnahmen kamen viele gute Designs, einige davon an meinen Ideen orientiert, andere versuchten auf eigene Weise, den Inhalt auszudrücken. Letztlich habe ich mich nach Anlauf des Wettbewerbs auf drei Designs festgelegt, die ich als Cover nehmen würde, dabei gab es jedoch einen Favoriten und einen Außenseiter. Zu diesen drei Designs wollte ich mir dann noch einmal Rückmeldung von Verwandten und Bekannten holen und stellte sie zum geschlossen Voting. Den Link zur Abstimmung schickte ich an einige Leute, die ich gut kenne. Dort schnitt mein Favorit jedoch am schlechtesten ab und wurde mit begründeter Kritik regelrecht „zerrissen“. Schwierig war es allgemein ein Gleichgewicht zu finden. Die Darstellung muss seriös sein und darf nicht an ein Kinderbuch erinnern, muss aber auch ansprechend und nicht trocken sein. Im Laufe des Votings fiel mir auf, dass das Cover, welches als Außenseiter ins Rennen ging, alle Bedingungen erfüllte und auch bei dem Voting am besten abschnitt. Je länger ich es betrachtete, desto besser gefiel es mir. Es war grundsätzlich anders, als die anderen Cover, die mit schwarzem Hintergrund arbeiten, doch gerade deswegen wirkt es hell und ansprechend, aber auch seriös und wissenschaftlich. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass der Grafiker Hannes Klein es wagte sich am weitesten von meinem Briefing zu entfernen und doch die gewollten Aussagen am besten zu treffen. Mittlerweile ist mein Ärger über all die ausgelasteten Comiczeichner nun auch verflogen und ich freue mich sehr über das finale Ergebnis, welches auf dem ausgewählten Buchbandmaterial ganz hervorragend zur Geltung kommen wird. Nur noch knapp sechs Wochen und ich werde es in den Händen halten. Möchtest du es auch? Hier gehts zu meinem Crowdfunding, wo du das Buch als limitiertes, nachhaltig produziertes Hardcover von mir signiert und händisch nummeriert bestellen kannst.

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