Crowdfundingfazit „(T)raumschiff Erde“

Das Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde ist nun fast beendet. In diesem Beitrag möchte ich auf einige Zahlen eingehen, Bilanz ziehen und auch einen kleinen Einblick in die Zukunft geben. Eine Übersicht aller Beiträge, die im Rahmen meines Crowdfundings erschienen sind findet man hier.

12.146 € Euro wurden bisher durch das Crowdfunding gesammelt.

Diese Zahl ist natürlich ein voller Erfolg, trotz aller Analyse sollte man das festhalten. Unsere (eher Papsis) Sorgen um das Erreichen der Fundingschwelle erwiesen sich schon schnell als grundlos.

1966,50 € haben mir Menschen ohne eine Gegenleistung gegeben.

Mmh, natürlich freue mich darüber. Aber warum sich Spender von 20 Euro und mehr mein Buch nicht sichern möchten macht mich ein wenig ratlos. Schließlich ist die Verbreitung der Botschaft, neben der Brunnenfinanzierung ein entscheidendes Ziel. Ich gehe mal davon aus, dass diese Spenden nicht Mitleid geschuldet waren, sondern dem Vertrauen damit was Gutes zu unterstützen.

430 Menschen haben das Crowdfunding unterstützt.

Das ist immer eine Frage des Blickwinkels. Natürlich ist mir das zu wenig. Andererseits ist das Buch halt auch inhaltlich was völlig anderes, wo man sich vielleicht eher einen Harald Lesch kauft als einen Jason. Ich arbeite daran, dass die Käufer dies nicht bereuen werden. Von diesem Hardcover wird es in dieser Form wohl maximal 500 Stück geben. Nicht auszudenken, was dies in wenigen Jahren wert ist, wenn ich relevante wissenschaftliche Preise erhalte und es das Buch ist, welches den Beginn einer Verhaltenswende in dieser Gesellschaft bildete.

413 Exemplare von „(T)raumschiff Erde“ wurden bisher gesichert.

Diese Zahl liegt unter dem, was ich erwartet habe, was aber einen im Kern guten Grund hat, um den es am Ende dieses Beitrags gehen wird. Daher werden wir in den nächsten Tagen entscheiden, ob wir eine Auflage von 500 oder von 1000 Stück drucken lassen werden, die sich kostentechnisch nur minimal unterscheiden. So schön es auch ist, dass ich dennoch das viele Geld gesammelt habe, bleibt festzuhalten, dass dies nicht mein Ziel ist und war. Ich hoffe, dass durch die großzügige Unterstützung genug Geld zusammenkommt, damit das E-Book eine weit größere Anzahl an Menschen erreicht. Dennoch hoffe ich, dass auch dieses limitierte Hardcover noch von möglichst vielen Menschen gekauft wird. Es lohnt sich, versprochen. Die ursprünglich geplante Auflage des limitierten Hardcovers: 1968 Stück. 1968 war die legendäre Apollo 8-Mission, bei der das Foto Earthrise entstand, welches den Menschen die Verletzlichkeit unseres Planeten demonstrierte.

656 Mal wurde der Veröffentlichungsbeitrag auf Twitter geteilt.

Nach dem etwas holprigen Start war die Twitter-Bilanz dann doch noch okay, obwohl ich mit mindestens 1000 Teilungen gerechnet habe. Über Twitter generiere ich einen Großteil meiner Reichweite auch für Blogartikel und Podcastfolgen und auch beim Crowdfunding hat die Twitter-Gemeinde mich tatkräftig unterstützt. Das hat mich gefreut und irgendwo auch beruhigt. Ich bin mir sicher, dass der weiße Haken nicht mehr lange auf sich warten lässt.

20 Beiträge sind zur Bewerbung meines Buches erschienen.

Die Beiträge sind das Rückgrat meiner Kampagne und garantieren zum einen, dass eine konstante Aufmerksamkeit entsteht, ermöglichen aber auch dem Leser ein Blick hinter die Kulissen und präzisieren noch einmal einzelne Aspekte des Buches, wie den Druck, das Cover, die Entstehung und mein Buch als Weihnachtsgeschenk. Fast jeden Tag ist ein Beitrag in Form von Blogpost, Podcast oder Video erschienen, der dem Leser einen anderen Aspekt meines Buches gezeigt hat. Was sich aber auch feststellen lässt, dass nicht mehr viel gelesen wird bei uns im Blog. Papsis Schuld. Das hat er vernachlässigt. Alles in allem haben die 19 Beiträge nun 0,5 % der Reichweite, die ich mit der Bild am Sonntag Kooperation hätte haben können. (Nein, bereue ich nicht, macht nur nachdenklich.)

7200 Menschen* haben die Beiträge zur Bewerbung des Buches gelesen.

Das ist in Anbetracht des Aufwands schon heftig. Ich verstehe Papsi jetzt ein bisschen mehr, wenn er sagt wie sollten diesen ganzen Statistik-Quatsch ausschalten. Motivierend ist das selten. Dass dies eigentlich nur die Anzahl an Aufrufen ist und nicht die Anzahl an Menschen macht es nicht einfacher. Dennoch bin ich weiterhin bekennender Fan der Statistik und auch, wenn dies vielleicht etwas unromantisch erscheint, brauche ich nunmal Zahlen zur Bilanzierung und messe daran den Erfolg meiner Online-Tätigkeiten. Und wenn sie nur dazu da sind, um über sie öffentlich zu meckern.

74 Menschen haben mir ohne ein Dankeschön Geld zukommen lassen.

Diese Zahl war für mich persönlich die größte Überraschung. Es zeichnete sich schon relativ früh ab, dass wir die Fundingschwelle wohl erreichen werden, doch die Anzahl der verkauften Bücher war wie schon gesagt unverhältnismäßig gering. Lange habe ich gerätselt und mir Sorgen gemacht, ob die Kalkulation nicht fehlerhaft war, denn sie ergab, dass ich in etwa 1000 Bücher verkaufen müsste, um überhaupt nur die Kosten zu decken. Positiv zerstört wurde die Kalkulation dadurch, dass viele Menschen mein Projekt einfach so unterstützt haben, ohne sich dabei eines der auf Startnext zu sehenden Dankeschöns zu sichern, wie in etwa das Buch.

Was bedeutet das? Bis jetzt war das Crowdfunding ein sehr guter Anfang. „(T)raumschiff Erde“ ist nun veröffentlicht und ich habe sogar minimal daran verdient. Somit konnte ich meine Botschaft in einem ersten kleinen Schritt in die Welt hinaustragen. Doch das kann nur der Anfang sein. Das Geld, welches durch die Crowdfunding-Kampagne verdient wurde, darf nun nicht als Selbstzweck betrachtet werden, sondern muss nun sinnvoll eingesetzt werden, um mit „(T)raumschiff Erde“ viel mehr Menschen zu erreichen und zu einer Verhaltenswende zu bewegen und auch mein Versprechen einzulösen, 50.000 Euro für die Neven Subotic Stiftung zu sammeln.

1 Nazi trieb sein Unwesen.

Torsten Morisse, Todesstrafenbefürworter und nicht ganz fit bezüglich der Verwendung von GEZ-Gebühren habe ich es zu verdanken, dass wir wieder liebevolle Post bekommen haben. Sein Versuch mich bei Facebook zu entmenschlichen erhielt mehr Teilungen als mein Originalaufruf, obwohl ich doch eine gute Sache vorhabe. Menschen meldeten sich, die nur spenden würden um mich in ein Pflegeheim zu stecken, mir eine Lagerzukunft prognostizierten oder mit Papsi im Wald spazieren gehen wollen. Was auf Facebook seit einigen Monaten abläuft sorgt mich nicht wegen mir oder wegen Papsi, sondern in Anbetracht unserer Gesellschaft. Insgesamt bleibt dennoch festzuhalten, dass die vernünftigen und anständigen Menschen nicht nur in der Überzahl waren, sondern sich in überragender Dominanz zeigten – machmal, wie im Allatg auch immer, müssten sie sich vielleicht nur etwas lauter machen. Ich hatte erst in Erwägung gezogen Herrn Morisse eines meiner gratis Bücher zuzusenden. Nach meiner kurzen Recherche befürchte ich allerdings, dass er es nicht verstehen würde.

4212 Menschen haben die Crowdfundingseite aufgerufen.

In Anbetracht dessen, dass Startnext mit einem Schnitt von ca. 1 € pro Besucher plant, habe ich wohl sehr großzügige Unterstützer.

3 Crowdfundingvideoversuche hat es gebraucht.

Unser Plan ein filmisches Meisterwerk in beeindruckendem Ambiente zu produzieren, endete mit einer Aufnahme in meinem Zimmer. Die anderen Versuche waren sehr lustig. Vielleicht machen wir mal ein Video mit Outtakes.

Was bedeutet das? Bis jetzt war das Crowdfunding ein guter Anfang. „(T)raumschiff Erde“ ist nun veröffentlicht und ich habe sogar minimal daran verdient. Somit konnte ich meine Botschaft in einem ersten kleinen Schritt in die Welt hinaustragen. Doch das kann nur der Anfang sein. Mit 500 Büchern und 7200 Aufrufen schafft man keine Revolution. Daher muss es jetzt zügig weitergehen. Das Geld, welches durch die Crowdfunding-Kampagne verdient wurde, darf nun nicht als Selbstzweck betrachtet werden, sondern muss sinnvoll eingesetzt werden, um mit einem Taschenbuch und einem E-Book „(T)raumschiff Erde“ viel mehr Menschen zu erreichen und zu einer ökologischen Verhaltenswende zu bewegen und auch mein Versprechen einzulösen, 50.000 Euro für die Neven Subotic Stiftung zu sammeln. Oder wie es die HNA ausgedrückt hat: Um die Welt zu retten.

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