Radiorebell-Episode #2- Eltern

Eltern. Man hat sie, man braucht sie, man liebt sie, man hat sie vielleicht schon einmal verflucht, weil sie doch so uneinsichtig, unfair, altmodisch, peinlich sind, während man selbst die Weisheit, die Reife und das Know-how des Lebens schon in frühpubertären Jahren mit der großen Kelle rund um Radiorebell - Episode 02 - Elterndie Uhr eingeflößt bekam. Schlimm. Irgendwann kommt der Tag an dem man sie unendlich vermisst und man vielleicht bereut, dass man Ihnen nicht oft genug danke gesagt hat. Ruft mal bei Mama und Papa an, sofern Ihr noch die Gelegenheit dazu habt und sagt Ihnen mal, wie sehr Ihr sie liebt. Funktioniert übrigens auch bei anderen lieben Menschen.

Jay-Jay und ich sprechen über das „Eltern sein“ mit kleinen Ausflügen ins Jay-Jay Land, über Papas, die mit Geld nicht umgehen können, über ausrastende Mamis, seine Probleme mit Mädchen, warum Mami geheult hat, wie gut es ihm tat jemanden zu beleidigen und die große Auslosung zum Thema für Folge drei.

Viel Spaß.

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6 Gedanken zu „Radiorebell-Episode #2- Eltern

  1. Pingback: Feine Sahne Helene Fischerfilet | Der Wochenendrebell

  2. Hannah

    Ich habe schon lange mal eure Podcasts anhören wollen und bin jetzt heute endlich dazu gekommen. Ich muss gestehen, die erste Folge habe ich nach 20 Minuten abgebrochen, denn das war einfach überhaupt nicht mein Thema. Davon verstehe ich nicht viel, das zu verstehen fällt mir schwer und es interessiert mich auch nicht wirklich.
    Bei der zweiten Folge hier hätte ich dagegen noch lange weiter zuhören können. Ich finde es ganz toll, wie ihr miteinander reden könnt, und ich bin wirklich beeindruckt, wie sehr Jay-Jay sich selbst und seine Bedürfnisse reflektieren kann. Das ist in der Tat schon sehr erwachsen. Ich würde jetzt gerne so etwas sagen wie, „genieße es auch noch ein bisschen Kind zu sein, genieße es, dass du manche Dinge eben noch nicht tun, manche Entscheidungen noch nicht treffen musst“, aber ich glaube, das könntest du, Jay-Jay, nicht nachvollziehen und würde dir nicht gefallen. Ich wollte auch immer sehr gerne schon erwachsen sein, ich konnte lange nicht viel mit Gleichaltrigen anfangen und habe mich immer lieber bei den Erwachsenen aufgehalten. Meine Eltern haben mich trotzdem nicht alles entscheiden lassen, haben mich zu vielen kleineren und größeren Dingen „gewzungen“ und ich habe erst in den letzten Jahren so wirklich erkannt, wie gut und wie schön das auch war. Und wenn ich an den Anfang der Folge zurückdenke, wo du aufzählst, wofür Eltern da sind, dann bist du, denke ich, auch froh, dass sie immer da sind und dich unterhalten, dass sie für saubere Kleidung und Essen usw. sorgen. Und da hast du natürlich Recht, dafür sind Eltern da und dafür ist man Kind, dass man sich die ersten Jahre seines Lebens darum selbst keine Gedanken machen muss. Also sage ich einfach, genieß die jetzige Zeit, in der du zwar alles, was dich betrifft, selbst entscheiden darfst, aber dich noch nicht um alles selbst kümmern muss. Denn irgendwann muss man auch andere Entscheidungen treffen, die unangenehm sein können oder sehr weitreichend, und muss sich um Dinge kümmern, die einem wenig Spaß machen und die lästig, aber leider notwendig sind. Aber bis dahin ist ja auch noch ein wenig Zeit. Ihr seid jedenfalls, sofern man das nach 45 Minuten Zuhören feststellen kann, eine tolle Familie! Und ich freue mich sehr auf weitere Podcast-Folgen! 🙂

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  3. Stefan Roßkopf (@Kiezkickerde)

    Wirklich tolles Vater – Sohn – Gespräch!
    Schön auch mal einen ersten Einblick in das JJ-Land bekommen zu haben. Der Wechsel zwischen den gedanklichen Welten erinnert mich ein wenig an die unterschiedlichen Erzählebenen, wie sie in Michael Endes „Die Unendliche Geschichte“ verwendet werden, wo mal aus der Sicht des Jungen und mal aus Sicht der Drachenwelt erzählt wird.

    Hey JJ: „Werde ich die Situation irgendwann verlieren, dass ich alles selber entscheiden kann und die Sachen bekomme, die ich will?“
    Ich fürchte schon. Spätestens, wenn du Erwachsen bist, also so erwachsen, wie der Gesetzgeber das Erwachsensein definiert. Spätestens dann entstehen relativ häufig Situationen, die dem eigenem Ausleben der Wünsche relativ enge Grenzen setzen, die man nicht mehr selbst beeinflussen kann, die aber trotzdem ganz direkt das eigene Leben beeinflussen. Ganz profan vielleicht aufgrund fehlender Geldmittel aufgrund des „falschen“ oder „fehlenden“ Berufes – habt ihr ja dann in der Nachtausgabe drüber gesprochen – oder wegen Krankheiten – bspw. Demenz. Es gibt auch gesetzlich betrachtet viele Menschen, die, obwohl sie Erwachsen sind, viele Dinge nicht mehr selbst entscheiden können bzw. dürfen, die sie ganz direkt und nur sie selbst betreffen.

    Geniess jetzige Zeit, wo Du die Dinge, die nur dich selbst betreffen selbst entscheiden kannst, ich halte das für eine wirklich großartige Regelung. Unbedingt beibehalten, solange das von beiden Seiten offenbar zu funktionieren scheint, Papsi! Eine bessere Vorbereitung auf ein selbstständig geführtes Leben kann es doch gar nicht geben, und so lange alle möglichen Folgen des eigenen Handelns aufgezeigt (und einsichtig in die eigene Entscheidungsfindung einfliessen gelassen) werden- hey, ist das biologische Alter einer Person egal, finde ich (ja, die Einschränkung bei der jüngeren Schwester finde ich trotzdem wichtig und richtig). Und auch, wenn du meinst, dass geschah eigentlich nur, um lange Diskussionen zu vermeiden (hey, diskutieren können manche wirklich ausgiebig 😉 – ich halte das für einen schönen Zusammenlebensstil (sofern das für beide Seiten trotzdem gut funktioniert). Freie Gesellschaft und so…

    (Es gab keinen Trommelwirbel bei der Auslosung des nächsten Themas! Es gab imho nicht mal eine Auslosung, jedenfalls nicht im Podcast, wie am Anfang der erste Folge angekündigt! Ich wittere geheime Absprachen der nächsten Themen! 😉

    Freue mich auf weitere Episoden von euch Beiden!

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  4. www.autismus-buecher.de

    Einem solchen Gespräch muss sich ein Papa erst einmal stellen! Tolles Gespräch, es zeigt welche Liebe und wirklich erst gemeintes Interesse im Thema dahinter steckt. Es wird nichts beschönigt, es ist manchmal lustig, einige Besonderheiten von JJ aufgrund des Autismus werden deutlich, aber nicht in den Vordergrund gedrängt. Ganz klasse.
    Macht mal gern so weiter. Dann freue ich mich sogar auf längere Autofahrten, für die ich mir die Texte dann runterlade.

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  5. Karin Koller

    Hallo Jay-Jay, ich habe auch den zweiten Podcast sehr gerne angehört. Als Mutter habe ich das Gefühl, dass ich mich ein bisschen an der Nase nehmen muss, wenn ich euch so zuhöre. Ich finde es toll, wie du und dein Papsi miteinander redet. Ich hätte auch gerne solche Gespräche mit meinen Kindern. Du würdest vielleicht sagen: „Mach doch einfach!“ Und da hättest du ganz recht, aber dann ist wieder irgendwer genervt (meist ich) oder hat keine Lust und dann klappt das nicht. Schön, dass ihr das so könnt, ich freue mich auf den nächsten Podcast!

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